<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Feminismus &#8211; Gender Equality Media e.V.</title>
	<atom:link href="https://genderequalitymedia.org/tag/feminismus/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://genderequalitymedia.org</link>
	<description>Gegen medialen Sexismus</description>
	<lastBuildDate>Wed, 29 Apr 2020 11:23:51 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.4.8</generator>
	<item>
		<title>Wer erklärt die Welt?</title>
		<link>https://genderequalitymedia.org/wer-erklaert-die-welt/</link>
					<comments>https://genderequalitymedia.org/wer-erklaert-die-welt/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Britta Häfemeier]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 Apr 2020 11:23:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[#Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Activism]]></category>
		<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[TV]]></category>
		<category><![CDATA[ard]]></category>
		<category><![CDATA[diskriminierung]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[gleichberechtigung]]></category>
		<category><![CDATA[rtl]]></category>
		<category><![CDATA[studie]]></category>
		<category><![CDATA[zdf]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://genderequalitymedia.org/?p=1459</guid>

					<description><![CDATA[Wir leben im Jahr 2020 und Männer erklären uns immer noch die Welt. Unsere neue Studie beweist: Männer sprechen doppelt so lang wie Frauen, die wichtigen Ressorts sind in Männerhand, nur 15 Prozent aller Expert*innen sind Frauen und Frauen werden selten mit Namen genannt. Wir haben drei Nachrichtensendungen analysiert, die Ergebnisse sind erschreckend aber wenig überraschend. Wir fordern von ARD, &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color: #333333;"><strong>Wir leben im Jahr 2020 und Männer erklären uns immer noch die Welt. Unsere neue Studie beweist: Männer sprechen doppelt so lang wie Frauen, die wichtigen Ressorts sind in Männerhand, nur 15 Prozent aller Expert*innen sind Frauen und Frauen werden selten mit Namen genannt. Wir haben drei Nachrichtensendungen analysiert, die Ergebnisse sind erschreckend aber wenig überraschend. Wir fordern von ARD, ZDF, RTL &amp; Co. dringenden Handlungsbedarf: Mehr Diversität und gerechte Geschlechterverhältnisse in allen Redaktionen!</strong></span><span style="color: #333333;"><span id="more-1459"></span></span></p>
<p><strong><a href="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2020/04/20200426_Studie_Wer-erklärt-die-Welt.pdf">+++ Die komplette Studie könnt ihr hier herunterladen +++</a></strong></p>
<p><span style="color: #333333;">Seit 1971 haben Frauen eine Stimme bei den ZDF „heute“ Nachrichten, seit 1976 in der ARD Tagesschau. Heute sind Moderatorinnen und Beitragssprecherinnen in den Top-Nachrichtensendungen in Deutschland keine Seltenheit mehr. Doch kommen Frauen in gleichem Maße zu Wort wie Männer, wie dies <a href="https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/medien/von-heute-xpress-bis-tagesthemen-immer-mehr-nachrichten-moderatorinnen/20151284.html">der Tagesspiegel behauptet</a>? Wir haben nachgeforscht: In unserer neuen Studie “Wer erklärt die Welt?” untersuchen wir, wer <em>(Anm. d. Red.: Keine der Personen, in den von uns analysierten Sendungen, trat offensichtlich als trans*, nicht-binär oder queer auf) </em>wie lange über welches Thema spricht, aus welcher Position heraus gesprochen wird und ob die Person beim Namen genannt wird. Grundlage für die Analyse sind jeweils sieben Ausgaben von den drei Nachrichtensendungen mit den höchsten Einschaltquoten in Deutschland: „Tagesschau“ um 20 Uhr der ARD, „Heute Journal“ um 21 Uhr des ZDF, und „RTL Aktuell“ bei RTL um 18.45 Uhr.</span></p>
<div id="attachment_1464" style="width: 310px" class="wp-caption aligncenter"><img fetchpriority="high" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1464" class="size-medium wp-image-1464" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2020/04/2-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" srcset="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2020/04/2-300x300.jpg 300w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2020/04/2-150x150.jpg 150w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2020/04/2-768x768.jpg 768w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2020/04/2-1024x1024.jpg 1024w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2020/04/2.jpg 1080w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /><p id="caption-attachment-1464" class="wp-caption-text">Männer haben doppelt so viel Redeanteil. Grafik: Gender Equality Media</p></div>
<p><span style="color: #333333;"><strong>Männer sprechen in TV-Nachrichtensendungen doppelt so lang wie Frauen</strong></span></p>
<p><span style="color: #333333;">Schon bei einem ersten Blick in die Daten wird klar &#8211; Männer sprechen mehr und länger als Frauen. In den 6 Stunden und 20 Minuten des analysierten Nachrichtenmaterials sprechen Männer zu 67 Prozent und Frauen zu 33 Prozent. Auch in der Länge sind regelmäßige Unterschiede zu sehen: Eine männliche Sprachsequenz ist im Durchschnitt 19 Sekunden, eine weibliche dagegen 16 Sekunden lang. Obwohl sich sowohl ARD als auch ZDF der beruflichen Chancengleichheit von Frauen und Männern verschrieben haben, ist davon in den TV-Nachrichten wenig zu sehen. Vielleicht für die eine oder den Anderen überraschend: Größere Unterschiede zwischen öffentlich-rechtlichen und privaten Sendungsformaten gibt es in den Sprechanteilen nicht.</span></p>
<div id="attachment_1465" style="width: 310px" class="wp-caption aligncenter"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1465" class="wp-image-1465 size-medium" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2020/04/3-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" srcset="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2020/04/3-300x300.jpg 300w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2020/04/3-150x150.jpg 150w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2020/04/3-768x768.jpg 768w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2020/04/3-1024x1024.jpg 1024w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2020/04/3.jpg 1080w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /><p id="caption-attachment-1465" class="wp-caption-text">Privat oder öffentlich-rechtlich: Kaum Unterschiede! Grafik: Gender Equality Media</p></div>
<p><span style="color: #333333;"><strong>Niedriger Anteil an Frauenstimmen in den wichtigsten Ressorts</strong></span></p>
<p><span style="color: #333333;">Die Daten beweisen auch geschlechtsspezifische Stereotype: Frauen sprechen eher in den Bereichen Unterhaltung und Gesellschaft. Diese Bereiche gehören oft kürzer und werden nebenbei besprochen. In den wichtigsten und auch am längsten besprochenen Themen in Nachrichtensendungen, also Politik und Wirtschaft, liegt der Anteil an Frauen nur bei 33 bis 36 Prozent. So werden in den deutschen TV-Nachrichten, welche Millionen von Menschen täglich verfolgen, Klischees reproduziert. Frauen haben nichts zu sagen, sind keine Expertinnen und werden immer noch eher mit Unterhaltungsthemen in Verbindung gebracht. Mit Wissenschaft, Politik und Wirtschaft haben Frauen eben nichts zu tun.</span></p>
<div id="attachment_1466" style="width: 310px" class="wp-caption aligncenter"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1466" class="size-medium wp-image-1466" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2020/04/4-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" srcset="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2020/04/4-300x300.jpg 300w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2020/04/4-150x150.jpg 150w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2020/04/4-768x768.jpg 768w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2020/04/4-1024x1024.jpg 1024w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2020/04/4.jpg 1080w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /><p id="caption-attachment-1466" class="wp-caption-text">Weniger geht kaum. Grafik: Gender Equality Media</p></div>
<p><span style="color: #333333;"><strong>Nur 15 Prozent: Frauen werden selten als Expertinnen hinzugezogen</strong></span></p>
<p><span style="color: #333333;">Männerstimmen dominieren nicht nur das TV-Programm, sie treten auch hauptsächlich als Experten auf: Beitragssprecher*innen, Moderator*innen und Expert*innen decken 91 Prozent der Sendezeit ab, jedoch sind in keiner der Sprechpositionen Frauen häufiger zu hören als Männer. Beitragssprecherinnen und Moderatorinnen kommen etwa nur halb so lang wie Beitragssprecher und Moderatoren zum Einsatz. Bei Expertinnen ist diese Differenz noch drastischer: Hier liegt der Anteil von Frauenstimmen bei 15 Prozent im Vergleich zu 85 Prozent der Männerstimmen. Besonders selten sind Expertinnen in den öffentlich-rechtlichen Nachrichten zu hören: Während bei RTL aktuell noch zu 27 Prozent Expertinnen befragt werden, kommt die ARD-Tagesschau nur noch auf 16 Prozent und ZDF aktuell auf 9 Prozent.</span></p>
<div id="attachment_1467" style="width: 310px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1467" class="wp-image-1467 size-medium" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2020/04/5-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" srcset="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2020/04/5-300x300.jpg 300w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2020/04/5-150x150.jpg 150w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2020/04/5-768x768.jpg 768w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2020/04/5-1024x1024.jpg 1024w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2020/04/5.jpg 1080w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /><p id="caption-attachment-1467" class="wp-caption-text">Frauen sind für TV-Nachrichten keine Expertinnen. Grafik: Gender Equality Media</p></div>
<p><span style="color: #333333;">Wenn Frauen als Expertinnen fungieren, werden sie durch geschlechtsspezifische Stereotype gekennzeichnet. Zu gesellschaftlichen Themen sprechen Frauen deutlich häufiger als in den relevanten Kategorien Politik und Wirtschaft, wenn auch nur halb so lang wie Experten. Wir leben im 21. Jahrhundert und es gibt genug Expertinnen &#8211; daher dringender Handlungsbedarf Expertinnen zu allen Themenbereichen zu Wort kommen zu lassen.</span></p>
<div id="attachment_1468" style="width: 310px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1468" class="wp-image-1468 size-medium" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2020/04/6-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" srcset="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2020/04/6-300x300.jpg 300w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2020/04/6-150x150.jpg 150w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2020/04/6-768x768.jpg 768w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2020/04/6-1024x1024.jpg 1024w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2020/04/6.jpg 1080w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /><p id="caption-attachment-1468" class="wp-caption-text">Geht es um Unterhaltung, dürfen Frauen ein wenig sagen. Grafik: Gender Equality Media</p></div>
<p><span style="color: #333333;"><strong>Frauen werden seltener beim Namen genannt</strong></span></p>
<p><span style="color: #333333;">Frauen kommen insgesamt nicht nur seltener zu Wort, sondern werden dann auch seltener mit Namen vorgestellt. Aufgrund der Verteilung der Sprechanteile in Nachrichtensendungen überrascht es nicht, dass nur 30 Prozent der Namensnennungen auf Frauen entfallen und 70 Prozent auf Männer. Unter allen von Frauen gesprochenen Beiträgen wird bei 36 Prozent ein Name genannt, bei Männern liegt dieser Wert bei 49 Prozent.</span></p>
<p><span style="color: #333333;">Der wesentliche Faktor, ob der Name einer Person in den TV-Nachrichten genannt wird, stellt die Position der*des Sprechenden dar. Bei Moderator*innen werden in 17 Prozent der Fälle den Name genannt, bei Beitragssprechenden sind es schon 32 Prozent und Expert*innen werden mit 94 Prozent nahezu immer mit Namen vorgestellt. Da fast nur Experten zu Wort kommen, werden auch nur diese benannt. Die Unterschiede in den Sprechanteilen zwischen Männern und Frauen sindn unglaublich hoch und nicht gerecht verteilt: Männer sprechen zu Themen, die länger in Nachrichtensendungen behandelt werden und häufiger aus Positionen mit höherer Relevanz.</span></p>
<div id="attachment_1469" style="width: 310px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1469" class="size-medium wp-image-1469" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2020/04/7-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" srcset="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2020/04/7-300x300.jpg 300w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2020/04/7-150x150.jpg 150w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2020/04/7-768x768.jpg 768w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2020/04/7-1024x1024.jpg 1024w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2020/04/7.jpg 1080w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /><p id="caption-attachment-1469" class="wp-caption-text">Auch Namen sind für Frauen überflüssig. Grafik: Gender Equality Media</p></div>
<p><span style="color: #333333;"><strong>Ergebnisse überraschen nicht</strong></span></p>
<p><span style="color: #333333;">Frauen sind weltweit und über alle  Medien hinweg unterrepräsentiert. Schon in unseren <a style="color: #333333;" href="https://www.stopbildsexism.com/die-bild-studie/"> Bildstudien </a>zeigt sich eine Unterrepräsentation von Frauen. Aber nun ist es bewiesen: Auch bei Nachrichtensendungen ist Gleichberechtigung der Geschlechter noch nicht vorhanden. </span><span style="color: #333333;">Damit die öffentlich-rechtlichen ihr selbst gestecktes Ziel der Chancengleichheit erreichen können, besteht dringender Handlungsbedarf bei den Redaktionen mehr Diversität, auch in Bezug auf geschlechtliche Identitäten, bei der Auswahl zuzulassen und somit hör- und sichtbar zu machen. </span></p>
<p><span style="color: #333333;">&#8222;Wir finden keine Frau&#8220; darf keine Ausrede mehr sein. Sie ist nicht nur peinlich und veraltet, die Ausrede verliert durch Datenbanken wie beispielsweise <a href="https://speakerinnen.org/de">Speakerinnen.org</a> oder <a href="https://brusselsbinder.org/">The Brussels Binder</a> auch total an Glaubhaftigkeit.<br />
</span></p>
<p><span style="color: #800080;"><strong><a href="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2020/04/20200426_Studie_Wer-erklärt-die-Welt.pdf">+++ Die komplette Studie könnt ihr hier herunterladen +++</a> </strong></span></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://genderequalitymedia.org/wer-erklaert-die-welt/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Aktivismus in Zeiten von Corona: Eine Ode an den digitalen Widerstand</title>
		<link>https://genderequalitymedia.org/aktivismus-in-zeiten-von-corona/</link>
					<comments>https://genderequalitymedia.org/aktivismus-in-zeiten-von-corona/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Britta Häfemeier]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Apr 2020 16:18:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[#Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[#unfollowpatriarchy]]></category>
		<category><![CDATA[Activism]]></category>
		<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[aktivismus]]></category>
		<category><![CDATA[corona]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://genderequalitymedia.org/?p=1448</guid>

					<description><![CDATA[Der Lockdown geht in die sechste Woche und es regt sich Widerstand. Seit einigen Tagen hören wir in den Medien immer mehr kritische Stimmen. Allerdings sind diese wie gewohnt männlich und fordern vor allem eins: Die Wiederbelebung der Wirtschaft. Deutsche Medien berichten im Akkord über ökonomische Rezession und Depression und wie wichtig es ist, den Motor wieder zum Laufen zu &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color: #000000;">Der Lockdown geht in die sechste Woche und es regt sich Widerstand. Seit einigen Tagen hören wir in den Medien immer mehr kritische Stimmen. Allerdings sind diese wie gewohnt männlich und fordern vor allem eins: Die Wiederbelebung der Wirtschaft. Deutsche Medien berichten im Akkord über ökonomische Rezession und Depression und wie wichtig es ist, den Motor wieder zum Laufen zu bringen. Dass wir den Stillstand mal dazu nutzen könnten darüber nachzudenken, wie wir unser Leben nachhaltiger und solidarischer gestalten, wird von vielen ausgeblendet. Diese Krise macht alle Ungerechtigkeiten auf denen unser System aufgebaut ist sichtbar und wir müssen auch dementsprechend handeln.<span id="more-1448"></span></span></p>
<p><span style="color: #000000;">Apropos Solidarität: Diese hat in den vergangenen Wochen auch ganz schön gelitten. Auf Moria sitzen noch immer rund 40.000 Menschen unter erbärmlichsten Umständen fest <a style="color: #000000;" href="https://leavenoonebehind2020.org/donate/?fbclid=IwAR2LHADW4CCwQHqZmqD5x3JSrbxiFPhlsfp-tKdAS-ZKLrREZ2MIQ79wYXg">(#LeaveNoOneBehind)</a>. Darüber hinaus nutzen populistische Regierungen wie wie die polnische, die Krise um ihre misogyne Propaganda durchzusetzen. Frankreich meldet seit Beginn der Ausgangssperre einen <a style="color: #000000;" href="https://www.euronews.com/2020/03/28/domestic-violence-cases-jump-30-during-lockdown-in-france">Anstieg von Gewalt gegen Frauen in ihrem eigenem Źu Hause in Höhe von 30%.</a> Medien warnen bereits seit Wochen vor steigenden Zahlen, die Berichterstattung über einzelne Schicksale ist in Deutschland allerdings zurück gegangen. <a style="color: #000000;" href="https://genderequalitymedia.org/corona-und-wirbleibenzuhause-fuer-viele-frauen-bedeutet-das-gewalt-und-angst/">Und wenn berichtet wird, dann eben nur verharmlosend als “Ehestreit”, “Beziehungsdrama” oder “Familientragödie”</a>. Kritische Berichterstattung sieht anders aus.</span></p>
<p><span style="color: #000000;"><b>Protest wird unsichtbar durch Versammlungsverbote</b></span></p>
<p><span style="color: #000000;">Die Personen, welche normalerweise auf diese Probleme aufmerksam machen, indem sie die öffentliche Ordnung durch Proteste, Kundgebungen, und kreativen Aktionen (kurz) unterbrechen, stehen in diesen Zeiten erst recht mit dem Rücken zur Wand. Die meisten Engagierten sind weiblich und jetzt eher mit Home Schooling, unbezahlter Care-Arbeit, dem Abkassieren von Lebensmitteln in Supermärkten oder aber auch mit dem Retten von Leben in Krankenhäusern beschäftigt. <a style="color: #000000;" href="https://www.dezim-institut.de/in-den-medien/prof-dr-sabrina-zajak-protest-und-soziale-bewegungen-in-corona-zeiten/">Protest wird unsichtbar,</a> nicht nur weil wir zu Hause bleiben müssen, sondern auch weil wir schlicht und einfach gerade damit beschäftigt sind, das System am Laufen zu halten, Kinderbetreuung mit inbegriffen. Diese Krise ist auch eine Feministische. Und wenn die Medien bevorzugt über Börsenkurse und Finanzpakete, anstatt korrekt über unsere Schicksale und Kämpfe berichten, fehlt ein wichtiges Sprachrohr</span></p>
<p><span style="color: #000000;"><b>In den Sozialen Medien regt sich kreativer Widerstand</b></span></p>
<p><span style="color: #000000;">Also müssen wir uns irgendwie anders helfen und verlagern unsere Aufmerksamkeit hin zu den sozialen Medien: Im Gegenteil zu traditionellen Medien, lassen sich diese viel einfacher durch uns gestalten. Das Internet ist nicht nur dafür da, sich Katzenvideos in Dauerschleifen anzuschauen, sondern hat eben auch den wunderbaren Nebeneffekt, politisches Engagement unglaublich zu vereinfachen. Das Internet kennt keine geografischen Grenzen und verwischt gleichzeitig die sonst so strikte Trennlinie zwischen Öffentlichkeit und Privatsphäre. Auch wenn dies Gefahren in sich birgt (Das Recht auf Privatsphäre hört im Internet nämlich nicht einfach auf), ist diese Verwischung aber auch eine Chance, die Welt feministischer zu gestalten. Wenn Frauen sich mit Wissen ermächtigen, dieses neben ihren einzelnen Geschichten und Erfahrungen an ein großes Publikum kommunizieren und gleichzeitig Gleichgesinnte finden, dann entsteht sichtbarer Protest, der eben auch zum Wandel führen kann.</span></p>
<p><span style="color: #000000;">Nun ist es aber auch so, dass Aktivismus von der Störung der analogen Öffentlichkeit lebt und wir uns in der misslichen Lage befinden, dass uns unser Recht auf Versammlungsfreiheit in den meisten Ländern erheblich eingeschränkt, wenn nicht sogar ganz genommen wurde. Doch ebenso wie das Internet kennt Kreativität keine Grenzen.</span></p>
<div id="attachment_1450" style="width: 245px" class="wp-caption alignleft"><a style="color: #000000;" href="https://leavenoonebehind2020.org/donate/?fbclid=IwAR2LHADW4CCwQHqZmqD5x3JSrbxiFPhlsfp-tKdAS-ZKLrREZ2MIQ79wYXg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1450" class="wp-image-1450 size-medium" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2020/04/strajkkobiet-235x300.jpg" alt="Quelle: Facebook @ogolnopolskistrajkkobiet" width="235" height="300" srcset="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2020/04/strajkkobiet-235x300.jpg 235w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2020/04/strajkkobiet-768x981.jpg 768w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2020/04/strajkkobiet-801x1024.jpg 801w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2020/04/strajkkobiet.jpg 939w" sizes="(max-width: 235px) 100vw, 235px" /></a><p id="caption-attachment-1450" class="wp-caption-text">Quelle: Facebook @ogolnopolskistrajkkobiet</p></div>
<p><span style="color: #000000;"><b>Vernetzt euch und seid laut für all jene, die es nicht können!</b></span></p>
<p><span style="color: #000000;">Nachdem das polnische Parlament letzte Woche einen weiteren Versuch unternehmen wollte, das eh schon strenge Abtreibungsrecht noch mehr einzuschränken, verständigten sich hunderte polnische Frauen über soziale Medien, posteten tausendfach Bilder von sich zu Hause mit Plakaten und ihren Forderungen. Andere setzten sich in ihr Auto oder auf ihr Fahrrad und bildeten hupende bzw. klingelnde Konvois oder <a style="color: #000000;" href="https://taz.de/Abtreibung-in-Polen/!5675483/">protestierten dann eben doch (mit Abstand) gegen das geplante Gesetz</a>. Das Ergebnis: <a style="color: #000000;" href="https://humanistisch.de/x/hvd-bundesverband/presse/2020046197?fbclid=IwAR0q4FygnMF-nmo7Sm4CmL0HhF0Br78HCKvaXmzrE_lANkc6NhXzMOuTeiE">Das angestrebte Abtreibungsverbot wurde wieder zurück in den Ausschuss geschickt, indem es schon vorher zwei Jahre lag.</a> Das es so geschah, lag gerade an den Protesten trotz Ausgangssperren. Für viele Frauen in unserem Nachbarland bleibt die Situation allerdings gefährlich, weswegen die intensive Fortführung und Solidarität mit den Protestierenden umso notwendiger ist.</span></p>
<div id="attachment_1451" style="width: 310px" class="wp-caption alignright"><a style="color: #000000;" href="https://humanistisch.de/x/hvd-bundesverband/presse/2020046197?fbclid=IwAR0q4FygnMF-nmo7Sm4CmL0HhF0Br78HCKvaXmzrE_lANkc6NhXzMOuTeiE"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1451" class="wp-image-1451 size-medium" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2020/04/collagesfeminicidesparis_louvre-300x206.jpg" alt="Quelle: instagram.com/collages_feminicides_paris" width="300" height="206" srcset="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2020/04/collagesfeminicidesparis_louvre-300x206.jpg 300w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2020/04/collagesfeminicidesparis_louvre.jpg 572w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-1451" class="wp-caption-text">Quelle: instagram.com/collages_feminicides_paris</p></div>
<p><span style="color: #000000;">Ein weiteres Beispiel kommt aus Frankreich, wo der Pariser Ableger der “<a style="color: #000000;" href="https://www.instagram.com/femplak_berlin/">Femplaks</a>” <a style="color: #000000;" href="https://www.instagram.com/collages_feminicides_paris/"><i>Collages Feminicides </i></a><i>Paris</i> normalerweise mit Schriftzügen an Hauswänden auf Frauenmorde aufmerksam macht. Da in Frankreich allerdings momentan eine strikte Ausgangssperre herrscht, mussten auch sie umdenken. Und das Resultat kann sich sehen lassen: Mit Hilfe von digitalen Tools projizieren sie per Fotoshop ihre Parolen nun auf bekannte Gebäude und posten diese auf Instagram. Mit der “Share-Funktion” lassen sich die Beiträge einfach in den eigenen Stories teilen, womit die Reichweite erhöht wird und somit Aufmerksamkeit für das Thema generiert.</span></p>
<div id="attachment_1452" style="width: 310px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1452" class="wp-image-1452 size-medium" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2020/04/1upofficialcrew_Leavenoonebehind-300x225.jpg" alt="Quelle: https://www.instagram.com/1up_crew_official/" width="300" height="225" srcset="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2020/04/1upofficialcrew_Leavenoonebehind-300x225.jpg 300w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2020/04/1upofficialcrew_Leavenoonebehind-768x576.jpg 768w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2020/04/1upofficialcrew_Leavenoonebehind.jpg 900w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /><p id="caption-attachment-1452" class="wp-caption-text">Quelle: https://www.instagram.com/1up_crew_official/</p></div>
<p><span style="color: #000000;">Und auch in Deutschland tut sich etwas. Seit ein paar Wochen fordern Banner an Fassaden, Graffitis an U-Bahn-Stationen und Kreide-Parolen auf Gehwegen #LeaveNoOneBehind. <a style="color: #000000;" href="https://seebruecke.org/leavenoonebehind/aktionen/bundesweite-erste-seebruecke-online-demo/">Die Bewegung <i>Seebrücke</i> veranstaltete im März und April Online-Demos via YouTube und rief ihre Anhänger dazu auf von zu Hause aus zu protestieren.</a> Die Notrufnummern von Hilfetelefonen werden vielfach in den sozialen Medien geteilt und auch die Aktivist*innen von Fridays For Future protestieren nun jeden Freitag virtuell und fordern den Wiederaufbau der Wirtschaft grüner und ethischer zu gestalten.</span></p>
<p><span style="color: #000000;">Wir wissen, dass digitaler Aktivismus einfacher zu ignorieren, keinen Grundrechtsschutz genießt und ein Privileg denjenigen gegenüber ist, die ihre Meinungen nicht frei im Internet äußern können ohne mit strafrechtlichen Konsequenzen zu rechnen.</span></p>
<p><span style="color: #000000;">Gerade deswegen sollten wir, die privilegiert genug sind online zu sein, solidarisch das Internet für Engagement nutzen, vor allem um Menschen mit unseren Stimmen zu unterstützen, die keine haben.  Digitaler Aktivismus ist ein Hoffnungsschimmer, weil er analogen Widerstand partizipativer und kreativer gestaltet. Gerade in Zeiten von Corona. Und eine gute Nachricht, gab es dann letzte Woche doch: <a style="color: #000000;" href="https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/2020/04/rk20200415_1bvr082820.html">Das Bundesverfassungsgericht hat das strikte Versammlungsverbot teilweise gekippt.</a> Geht doch!</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="color: #000000;"><em><strong>von Elizabeth Avila González</strong></em></span></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://genderequalitymedia.org/aktivismus-in-zeiten-von-corona/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Zehn unverzichtbare Dinge aus 2019</title>
		<link>https://genderequalitymedia.org/jahresrueckblick/</link>
					<comments>https://genderequalitymedia.org/jahresrueckblick/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Britta Häfemeier]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 Dec 2019 12:14:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[#Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[#unfollowpatriarchy]]></category>
		<category><![CDATA[Activism]]></category>
		<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Feminizid]]></category>
		<category><![CDATA[aktivismus]]></category>
		<category><![CDATA[deutsche Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[medien]]></category>
		<category><![CDATA[medienscreening]]></category>
		<category><![CDATA[Patriarchat]]></category>
		<category><![CDATA[Sexismus in Medien]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://genderequalitymedia.org/?p=1317</guid>

					<description><![CDATA[Vielleicht ist es ein guilty pleasure, vielleicht auch nur der Dezemberblues. Aber wir lieben Jahresrückblicke, vor allem wenn so viel los war wie 2019: Der Begriff &#8222;Femizid&#8220; oder eben &#8222;Frauenmord&#8220; findet immer stärker seinen Platz in den Medien, die Tampontax wird 2020 abgeschafft (nein, da können wir nicht nur den Kondomhersteller*innen danken), wir feierten 100 Jahre Frauenwahlrecht und die feministische &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color: #000000;"><strong>Vielleicht ist es ein guilty pleasure, vielleicht auch nur der Dezemberblues. Aber wir lieben Jahresrückblicke, vor allem wenn so viel los war wie 2019: Der Begriff &#8222;Femizid&#8220; oder eben &#8222;Frauenmord&#8220; findet immer stärker seinen Platz in den Medien, die Tampontax wird 2020 abgeschafft (nein, da können wir nicht nur den Kondomhersteller*innen danken), wir feierten 100 Jahre Frauenwahlrecht und die feministische Bewegung wird gefühlt immer stärker.</strong></span></p>
<p><span style="color: #000000;">Auch bei uns war viel los und wir konnten 2019 einige Meilensteine setzen, die wir im kommenden Jahr nur noch mehr festigen wollen. Für euch haben wir unsere 10 wichtigsten Meilensteine herausgesucht, auf die wir auch 2020 nicht verzichten wollen.<!--more--></span></p>
<h3><span style="color: #000000;">1. Kooperationen<br />
</span></h3>
<p><span style="color: #000000;">Zwei unserer Aktionen haben wir nicht alleine gewuppt, </span><span style="color: #993366;"><strong><a style="color: #993366;" href="https://genderequalitymedia.org/wenn-reconquista-internet-und-gender-equality-media-gemeinsame-sache-machen/">gemeinsam mit Reconquista Internet </a></strong></span><span style="color: #000000;">haben wir aufgezeigt, was Medien wirklich mit „Eifersuchtstragödie“, „Familiendrama“, „Sex-Täter“ oder „Sex-Sklavin“ meinen. In der heutigen Zeit, wo Rechtspopulismus und Antifeminismus weltweit wieder stärker werden, brauchen wir mehr Leute denn je, die sich dem Ganzen entgegensetzen! Nicht nur im Feminismus, Menschenrechte insgesamt sind bedroht und wenn wir uns organisieren, haben wir eine größere Schlagkraft.</span></p>
<div id="attachment_1229" style="width: 1034px" class="wp-caption aligncenter"><a style="color: #000000;" href="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/08/familiendrama.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1229" class="wp-image-1229 size-large" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/08/familiendrama-1024x578.jpg" alt="" width="1024" height="578" srcset="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/08/familiendrama-1024x578.jpg 1024w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/08/familiendrama-300x169.jpg 300w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/08/familiendrama-768x434.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a><p id="caption-attachment-1229" class="wp-caption-text"><span style="color: #000000;">Wenn aus einem Mord ein Schauspiel wird!</span></p></div>
<h3><span style="color: #000000;">2. Alternativen schaffen</span></h3>
<p><span style="color: #000000;">Mit<span style="color: #993366;"> <strong><a style="color: #993366;" href="https://genderequalitymedia.org/bildgewaltig-aktion-zum-tag-gegen-gewalt-gegen-frauen/">#KeineMehr haben wir zum</a> </strong><strong><a style="color: #993366;" href="https://genderequalitymedia.org/bildgewaltig-aktion-zum-tag-gegen-gewalt-gegen-frauen/">Tag gegen Gewalt gegen Frauen</a></strong> </span> eine gemeinsame Aktion ins Leben gerufen. Wir sind auf der suche nach Bilder für die mediale Berichterstattung. Denn die Bebilderung von Feminiziden (Frauenmorden) und geschlechtsbasierter Gewalt (z.b. häusliche Gewalt) zeigt in den meisten Medien die Frau in der Opferrolle. Mit den eingeschickten Fotos bauen wir eine alternative Bild-Datenbank auf, auf die Journalist*innen zurückgreifen können, wenn sie Bilder für ihren Bericht suchen.</span></p>
<h3><span style="color: #000000;">3. Offener Brief an dpa</span></h3>
<p><span style="color: #000000;">Schluss mit Familiendrama: Die Deutsche Presse-Agentur (dpa) feierte 2019 ihr 70-jähriges Jubiläum. Dies haben wir zum Anlass genommen und der Chefredaktion einen <strong><a style="color: #000000;" href="https://genderequalitymedia.org/dpa-reagiert-positiv-auf-offenen-brief-zum-jubilaeum/"><span style="color: #993366;">Offenen Brief</span></a> </strong>geschrieben. Zuerst reagierte der Nachrichtenchef Froben Homburger ziemlich positiv, später wurde verkündet, dass die dpa nun völlig auf Begriffe wie &#8222;Familiendrama&#8220; &amp; Co. verzichten wird.</span></p>
<h3><span style="color: #000000;">4. Adbusting Aktion in ganz Berlin</span></h3>
<p><span style="color: #000000;">Künstler*innen haben in ganz Berlin einfach mal unter #UNFOLLOWPATRIARCHY ein paar Plakate ausgetauscht &#8211; ein Schelm, wer böses denkt! <span style="color: #993366;"><a style="color: #993366;" href="https://genderequalitymedia.org/adbusting/"><strong>Mit einfachen Headlines wurde die Scheinheiligkeit der BILD-Zeitung ziemlich einfach enttarnt</strong>.</a> </span>Passender konnte der Zeitpunkt der Aktion gar nicht sein. Genau das Wochenende feierte sich die Presse auf ihrem jährlichen Presseball in Berlin selbst – wir feiern lieber die Künstler*innen und die Adbusting-Aktion! Denn in unseren Augen haben die großen Verlagshäuser gerade in Sachen Geschlechtergerechtigkeit nicht viel zu feiern, das beweisen auch unsere täglichen Medienscreenings.</span></p>
<p><a href="https://www.facebook.com/genderequalitymedia/videos/159823111567465/">https://www.facebook.com/genderequalitymedia/videos/159823111567465/</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="color: #000000;">5. Wir haben den NETTZ-Preis gewonnen!</span></h3>
<p><span style="color: #000000;">„Frauen sind am meisten von Hassrede im Netz betroffen. Sexistische print- und online Medien befeuern und legitimieren diese Hetze. Die Folgen sind Diskriminierung, Belästigungen und Gewalt – online und offline.“ Mit diesem Pitch und unserer Arbeit, die wir während des zweitägigen Community-Events von Das NETTZ – der Vernetzungsstelle gegen Hate Speech – in verschiedenen Workshops vorstellen konnten,<span style="color: #993366;"> <strong><a style="color: #993366;" href="https://genderequalitymedia.org/gewonnen-was-wir-mit-dem-preisgeld-vorhaben-und-wie-sexismus-und-hate-speech-zusammenhaengen/">haben wir den ersten Platz des Förderpreises gewonnen</a>.</strong></span></span></p>
<h3><span style="color: #000000;">6. Wir verbreiteten unsere Utopie auf der re:publica</span></h3>
<p><span style="color: #000000;">Wir waren Zeitreise und haben die Besucher*innen mit in unsere Utopie genommen: „Wir befinden uns im Jahr 2044 und blicken zurück auf das Jahr 2019, dem Jahr, in dem Feminist*innen auf der ganzen Welt sich verbündet haben um dem Patriarchat den Kampf anzusagen. Sie traten für einen intersektionalen Feminismus ein, der sich nicht nur gegen Sexismus, sondern auch gegen jede andere Form von Diskriminierung richtete. <a style="color: #000000;" href="https://19.re-publica.com/de/session/unfollowpatriarchy-wir-25-jahren-patriarchat-besiegten"><span style="color: #993366;"><strong>Hier gibt es unseren Vortrag noch einmal zum Nachhören als Podcast</strong>.</span></a></span></p>
<p><span style="color: #000000;"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-1324 aligncenter" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/12/Screenshot9-1024x442.png" alt="" width="1024" height="442" srcset="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/12/Screenshot9-1024x442.png 1024w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/12/Screenshot9-300x130.png 300w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/12/Screenshot9-768x332.png 768w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/12/Screenshot9.png 1137w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></span></p>
<h3><span style="color: #000000;">7. Share your power</span></h3>
<p><span style="color: #000000;">2019 waren wir als Expert*innen gefragt: Wir saßen auf Podien, moderierten feministische Veranstaltungen und gaben so viele Interviews wie noch nie. Es tut gut zu bemerken, dass sich unser ehrenamtlicher Aktivismus etabliert. <span style="color: #993366;"><strong><a style="color: #993366;" href="https://genderequalitymedia.org/custom-section/presse/">Hier findet ihr eine Auswahl von Presseberichten über und mit uns</a></strong>.</span></span></p>
<h3><span style="color: #000000;">8. Banden bilden</span></h3>
<p><span style="color: #000000;">Startschuss für unser neues und wahrscheinlich größtes Projekt: Zusammen mit Journalist*innen schaffen wir eine Initiative, um effizient eine diskriminierungsfreie Berichterstattung durchzusetzen. Im Rahmen eines ersten Runden Tisches wollen wir 2020 über mögliche Maßnahmen wie die Erarbeitung eines Code of Conduct, der Schaffung eines Netzwerks sowie Angebote für den journalistischen Nachwuchs nachdenken. #staytuned</span></p>
<h3><span style="color: #000000;">9. Unser Team</span></h3>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-1326 size-medium" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/12/Screenshot10-294x300.png" alt="" width="294" height="300" srcset="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/12/Screenshot10-294x300.png 294w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/12/Screenshot10.png 516w" sizes="(max-width: 294px) 100vw, 294px" /></p>
<h3><span style="color: #000000;">10. Support your local feminists</span></h3>
<p><span style="color: #000000;">Wir arbeiten übrigens zu 100 Prozent ehrenamtlich. Wir stecken nicht nur Wut, Herz und Feminismus rein sondern auch Geld. Dafür brauchen wir deine Unterstützung &#8211; nur dann können wir wie bisher weitermacen. Bei <a style="color: #000000;" href="https://www.betterplace.org/de/projects/40156-sexismus-in-den-medien-bekampfen-unfollowpatriarchy"><strong><span style="color: #993366;">betterplace kannst du ganz einfach unseren gemeinnützigen Verein unterstützen</span></strong></a>. Und weil gute Taten belohnt werden und wir brandneues Merchandise haben, verlosen wir unter allen Spender*innen zwei Überraschungspakete.</span></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-283" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2017/11/gem.png" alt="GEM e.V. Logo" width="350" height="279" srcset="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2017/11/gem.png 350w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2017/11/gem-300x239.png 300w" sizes="(max-width: 350px) 100vw, 350px" /></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://genderequalitymedia.org/jahresrueckblick/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Wenn Reconquista Internet und Gender Equality Media gemeinsame Sache machen &#8230;</title>
		<link>https://genderequalitymedia.org/wenn-reconquista-internet-und-gender-equality-media-gemeinsame-sache-machen/</link>
					<comments>https://genderequalitymedia.org/wenn-reconquista-internet-und-gender-equality-media-gemeinsame-sache-machen/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Britta Häfemeier]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Aug 2019 06:33:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[#Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[#unfollowpatriarchy]]></category>
		<category><![CDATA[Activism]]></category>
		<category><![CDATA[Feminizid]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[aktivismus]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[femizide]]></category>
		<category><![CDATA[gewalt]]></category>
		<category><![CDATA[medien]]></category>
		<category><![CDATA[rassismus]]></category>
		<category><![CDATA[reconquista internet]]></category>
		<category><![CDATA[sexismus]]></category>
		<category><![CDATA[wortgewalt]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://genderequalitymedia.org/?p=1227</guid>

					<description><![CDATA[„Eifersuchtstragödie“, „Familiendrama“, „Sex-Täter“ oder „Sex-Sklavin“ &#8211; was sich nach einem schlechten Krimi anhört, sind sexistische Wortschöpfungen der Medien. In der heutigen Zeit, wo Rechtspopulismus und Antifeminismus weltweit wieder stärker werden, brauchen wir mehr Leute denn je, die sich dem Ganzen entgegensetzen! Nicht nur im Feminismus, Menschenrechte insgesamt sind bedroht und wenn wir uns organisieren, haben wir eine größere Schlagkraft. Deswegen &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color: #000000;"><strong>„Eifersuchtstragödie“, „Familiendrama“, „Sex-Täter“ oder „Sex-Sklavin“ &#8211; was sich nach einem schlechten Krimi anhört, sind sexistische Wortschöpfungen der Medien. In der heutigen Zeit, wo Rechtspopulismus und Antifeminismus weltweit wieder stärker werden, brauchen wir mehr Leute denn je, die sich dem Ganzen entgegensetzen! Nicht nur im Feminismus, Menschenrechte insgesamt sind bedroht und wenn wir uns organisieren, haben wir eine größere Schlagkraft. Deswegen klären wir diese Woche &#8211; gemeinsam mit <a style="color: #000000;" href="https://www.facebook.com/ReconquistaNetz/">Reconquista Internet</a> &#8211; nun ein für alle mal auf, was Journalist*innen wirklich mit ihren Clickbait-Begriffen sagen wollen.</strong><span id="more-1227"></span></span></p>
<p><span style="color: #000000;"><em>“Ein Bühnenstück […] in der eine Handlung durch die beteiligten Personen auf der Bühne dargestellt wird”</em> oder ein <em>“Schauspiel mit tragischem Ausgang”</em>, so definiert der Duden das Wort “Drama”. Wenn Medien von einem “Drama” sprechen, meinen sie eigentlich Femizide, Partnerschaftsgewalt, oder ganz einfach toxische Männlichkeit. Das Wort “Drama” impliziert zum einen die Einmaligkeit der Tat, zum anderen erzeugt es aber auch den Eindruck, es handele sich lediglich um einen traurigen Einzelfall. In Wirklichkeit steckt Misogynie und systematische Gewalt dahinter. 2016 wurden 158 Frauen durch ihren aktuellen oder ehemaligen Partner getötet, 211 überlebten den Mordversuch oder den versuchten Totschlag. Viele Redaktionen sammeln indes ihre “Familien-Dramen” in einer eigenen Rubrik.</span></p>
<div id="attachment_1229" style="width: 1034px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1229" class="size-large wp-image-1229" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/08/familiendrama-1024x578.jpg" alt="" width="1024" height="578" srcset="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/08/familiendrama-1024x578.jpg 1024w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/08/familiendrama-300x169.jpg 300w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/08/familiendrama-768x434.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><p id="caption-attachment-1229" class="wp-caption-text"><span style="color: #000000;">Familiendrama: Wenn aus einem Mord ein Schauspiel wird!</span></p></div>
<p><span style="color: #000000;">Es ist nun aber nicht so, dass Redaktionen glauben, ein Mord wäre immer nur ein “Schauspiel mit tragischem Ausgang”. Denn wenn über einen Mord in einer muslimischen Familie berichtet wird, werden sofort ganz andere Worte gefunden. Mit Rekordgeschwindigkeit wird das Wort “Ehrenmord” in die Tastatur gehauen – ein Begriff der alle Taten einschließt, die mit toxischer Männlichkeit tun haben. Gewalt gegen Frauen ist für viele Redaktionen also erst dann ein Problem, wenn eine Religion erkennbar ist. Die Tatsache, dass diese Straftaten immer einem falschen Männlichkeitsbild entspringen und es insgesamt ein systemisches, gesamtgesellschaftliches Problem ist, wird damit total verschleiert. Viel mehr wird rassistisch gehetzt und das im großen Stil.</span></p>
<div id="attachment_1228" style="width: 1034px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1228" class="size-large wp-image-1228" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/08/eifersuchtstragödie-1024x578.jpg" alt="" width="1024" height="578" srcset="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/08/eifersuchtstragödie-1024x578.jpg 1024w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/08/eifersuchtstragödie-300x169.jpg 300w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/08/eifersuchtstragödie-768x434.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><p id="caption-attachment-1228" class="wp-caption-text"><span style="color: #000000;">Wenn Mord als &#8222;Eifersucht&#8220; bezeichnet wird&#8230;</span></p></div>
<p><span style="color: #000000;">Wikipedia sagt: <em>&#8222;Eine Tragödie ist eine Form des Dramas und neben der Komödie die bedeutsamste Vertreterin dieser Gattung. Sie lässt sich bis in das antike Griechenland zurückführen. Kennzeichnend für die Tragödie ist der schicksalhafte Konflikt der Hauptfigur.&#8220;</em> Ein schicksalshafter Konflikt ist das also wenn ein Mann eine Frau umbringt. Auch bei dieser Wortschöpfung verharmlosen Medien nicht nur sprachlich einen Mord, es wird wieder einmal zu 100 Prozent die Sicht des Täters eingenommen. Der arme Kerl ist doch eifersüchtig &#8211; was soll er denn ansonsten tun? Frauenmorde werden nicht nur unsichtbar gemacht, sie werden verharmlost und sprachlich entschuldigt.</span></p>
<div id="attachment_1231" style="width: 1034px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1231" class="size-large wp-image-1231" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/08/sex-täter-1024x578.jpg" alt="" width="1024" height="578" srcset="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/08/sex-täter-1024x578.jpg 1024w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/08/sex-täter-300x169.jpg 300w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/08/sex-täter-768x434.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><p id="caption-attachment-1231" class="wp-caption-text"><span style="color: #000000;">Wenn aus einer Vergewaltigung Sex wird!</span></p></div>
<p><span style="color: #000000;">Selbst bei Straftaten, wie Vergewaltigung und Missbrauch gilt “Sexismus sells”. Dabei denken sich Redaktionen sich immer wieder Wortschöpfungen wie “Sex-Attacke”, “Sex-Mord” oder “Sex-Gangster” aus, sie sollen Spannung erzeugen und ziemlich sicher auch die Klickzahlen erhöhen. Nun wissen wir aber, dass eine Vergewaltigung bestimmt kein Sex ist. Hier wird ganz klar ein Gewaltverbrechen verharmlost: Sexualisierte Gewalt ist kein Krimi!</span></p>
<p><span style="color: #000000;"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-1230 aligncenter" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/08/sex-sklavin-1024x578.jpg" alt="" width="1024" height="578" srcset="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/08/sex-sklavin-1024x578.jpg 1024w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/08/sex-sklavin-300x169.jpg 300w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/08/sex-sklavin-768x434.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></span></p>
<p><span style="color: #000000;"><span class="css-901oao css-16my406 r-1qd0xha r-ad9z0x r-bcqeeo r-qvutc0">Als Nadia </span><span class="r-18u37iz">Murad</span><span class="css-901oao css-16my406 r-1qd0xha r-ad9z0x r-bcqeeo r-qvutc0"> den Friedensnobelpreis erhielt, titelten führende Medien &#8222;Sex-Sklavin&#8220; &#8211; d</span><span class="css-901oao css-16my406 r-1qd0xha r-ad9z0x r-bcqeeo r-qvutc0">iese Frau wurde verschleppt, vergewaltigt und misshandelt. Das hat nichts mit Sex zu tun. &#8222;Sex-Sklavin&#8220; ist kein ä</span>däquater Begriff für Frauen, die wie Ware verschachert, vergewaltigt und gefoltert werden.</span></p>
<p><span style="color: #000000;"><strong>Warum das Ganze?<br />
</strong></span></p>
<p><span style="color: #000000;">Wir fordern, dass Gewalt gegen Frauen* nicht weiter von den Medien verharmlost wird. Wir fordern, dass Gewalt gegen Frauen* nicht weiterhin als eine Anreihung von Einzelfällen dargestellt wird. Wir fordern, dass Gewalt gegen Frauen* immer im Kontext von strukturellem Sexismus genannt wird. Wir fordern, dass Gewalt, die sich gegen Frauen* richtet, entsprechend kriminalstatistisch erfasst wird, und dass Bagatellisierungen ein Ende nehmen. Wir fordern, kritische Berichterstattung, statt Täter*innenperspektive.  Mehr Informationen findet ihr in unserem <a style="color: #000000;" href="https://genderequalitymedia.org/custom-section/forderungen/">Forderungspaket.</a></span></p>
<p><span style="color: #000000;"><strong>Weil Rassismus und Sexismus zusammengehören<br />
</strong></span></p>
<p><span style="color: #000000;">Die Aktion ist eine Kooperation mit den Aktivist*innen von Reconquista Internet, die sich für mehr Vernunft im digitalen Diskurs einsetzen und #Wortgewalt auch schon ganz anders besetzt haben: &#8222;Die Idee zur Aktion #Wortgewalt entstand zu Anfang des Jahres im Kontext rechter sprachlicher Einflussnahme. Uns war aufgefallen, dass sowohl Nutzer als auch Medien immer mehr tendenziöse Begriffe aus dem rechten Spektrum unreflektiert in den allgemeinen Sprachgebrauch aufgenommen hatten, und so dazu beitrugen, bestimmte Themen einzufärben. Das ging so weit, dass ehemalige NS-Begriffe öfter auftauchten. Wir haben diese Wörter dann aufgegriffen und aufgezeigt, was daran problematisch ist, z. B. &#8222;Systemparteien&#8220; oder &#8222;Asyltourismus&#8220;. In Kooperation mit Gender Equality Media fiel uns auf, dass das selbe Problem auf die mediale Berichterstattung zu Verbrechen an Frauen zutrifft. Auch hier werden Bezeichnungen verwendet, die einen Sachverhalt unangemessen stark sprachlich beeinflussen, und so eine gesellschaftliche Auswirkung haben. Deshalb weisen wir diesmal mit #Wortgewalt auf diese Themen hin. Es hat Einfluss, wie wir Sprache verwenden, und es lohnt sich, sich näher damit zu beschäftigen.&#8220; &#8211; so Lea von Reconquista Internet. Folgt ihnen bei  <a style="color: #000000;" href="https://twitter.com/reconquistanetz" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-saferedirecturl="https://www.google.com/url?q=https://twitter.com/reconquistanetz&amp;source=gmail&amp;ust=1567104878072000&amp;usg=AFQjCNEDBOP3fYnEB5v2NmdXjJZ8rt0nug">Twitter</a> und <a style="color: #000000;" href="https://www.facebook.com/ReconquistaNetz/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-saferedirecturl="https://www.google.com/url?q=https://www.facebook.com/ReconquistaNetz/&amp;source=gmail&amp;ust=1567104878072000&amp;usg=AFQjCNEJmemgkNx_WwKD8lWEo_eN70N3Lg">Facebook</a> oder werft mal einen Blick auf <a style="color: #000000;" href="https://hassmelden.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-saferedirecturl="https://www.google.com/url?q=https://hassmelden.de/&amp;source=gmail&amp;ust=1567104878072000&amp;usg=AFQjCNEtWvXql65qHzefNt9fQuHHSMV4wQ">www.hassmelden.de</a>.</span></p>
<p><span style="color: #000000;">Seid gespannt, diese Woche werden wir noch weitere Clickbait-Begriffe veröffentlichen &#8211; #UnfollowPatriarchy!</span></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://genderequalitymedia.org/wenn-reconquista-internet-und-gender-equality-media-gemeinsame-sache-machen/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>dpa reagiert positiv auf Offenen Brief zum Jubiläum</title>
		<link>https://genderequalitymedia.org/dpa-reagiert-positiv-auf-offenen-brief-zum-jubilaeum/</link>
					<comments>https://genderequalitymedia.org/dpa-reagiert-positiv-auf-offenen-brief-zum-jubilaeum/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Britta Häfemeier]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 19 Aug 2019 10:44:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[#Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[#unfollowpatriarchy]]></category>
		<category><![CDATA[Activism]]></category>
		<category><![CDATA[Feminizid]]></category>
		<category><![CDATA[Mediascreening]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[dpa]]></category>
		<category><![CDATA[familiendrama]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[femizid]]></category>
		<category><![CDATA[gender equality media]]></category>
		<category><![CDATA[medien]]></category>
		<category><![CDATA[news]]></category>
		<category><![CDATA[sexismus]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://genderequalitymedia.org/?p=1201</guid>

					<description><![CDATA[Schluss mit Familiendrama: Die Deutsche Presse-Agentur (dpa) feiert diese Woche ihr 70-jähriges Jubiläum. Dies haben wir zum Anlass genommen und der Chefredaktion einen Offenen Brief geschrieben. Nun hat der Nachrichtenchef Froben Homburger ziemlich positiv reagiert. In Zeiten kursierender Falschinformationen, viral gehender Hass-Postings und erstarkender populistische Kräfte wird der Einfluss von Medien sichtbarer denn je. Sprache hat die Macht Emotionen und &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color: #333333;"><strong>Schluss mit Familiendrama: Die Deutsche Presse-Agentur (dpa) feiert diese Woche ihr 70-jähriges Jubiläum. Dies haben wir zum Anlass genommen und der Chefredaktion einen <a style="color: #333333;" href="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/08/GEM-Offener-Brief-zum-70-jährigen-dpa-Jubiläum.pdf"><span style="color: #0000ff;">Offenen Brief</span></a> geschrieben. Nun hat der Nachrichtenchef Froben Homburger ziemlich positiv reagiert.</strong></span></p>
<p><span style="color: #333333;">In Zeiten kursierender Falschinformationen, viral gehender Hass-Postings und erstarkender populistische Kräfte wird der Einfluss von Medien sichtbarer denn je. Sprache hat die Macht Emotionen und Werte zu vermitteln. Sie kann Menschen unterbewusst bestimmte Wertvorstellungen und Weltanschauungen kommunizieren, sowohl positive als auch negative. Bei unseren täglichen Medienscreenings fällt immer wieder auf, dass alle möglichen Medien regelmäßig Gewalt gegen Frauen in ihrer Berichterstattung verharmlosen – ob systematisch oder unbewusst sei dahingestellt.</span></p>
<p><span style="color: #333333;"><strong>Sprache ist Macht</strong></span></p>
<p><span style="color: #333333;">Die dpa ist Deutschlands größte Nachrichtenagentur, und oftmals die erste wichtige Informationsquelle für Redaktionen, ihre Meldungen werden oft hundertfach im Wortlaut adaptiert und so tausendfach verbreitet. Nachrichtenagenturen wie die dpa, tragen große Verantwortung, da sie bestimmen, wie und welche Themen verarbeitet werden. So ist es lobend herauszustellen, dass die dpa schon in vielen Fällen genau auf die Wortwahl achtet &#8211; wie Froben Homburger, der dpa-Nachrichtenchef gegenüber Gender Equality Media bekräftigte: “Sie weisen völlig zu Recht darauf hin, dass Sprache beileibe nichts Harmloses ist, sondern im Gegenteil eine enorme Macht besitzt. Und natürlich wissen wir um die besondere Verantwortung der Deutschen Presse-Agentur gerade auch in dieser Hinsicht.”</span></p>
<p><span style="color: #333333;"><strong>Wenn Frauen systematisch getötet werden ist das ein Femizid &#8211; kein &#8222;Familiendrama&#8220;</strong></span></p>
<p><span style="color: #333333;">Dennoch wird gerade sexistische Berichterstattung noch zu wenig als solche wahrgenommen. Jeden dritten Tag wird in Deutschland eine Frau* durch ihren Partner ermordet. Bei Tätern mit muslimischen Hintergrund ist dann oft von “Ehrenmord” die Rede, während bei “deutschen” Tätern die bagatellisierenden Begriffe “Familiendrama” oder “Eifersuchtsdrama” verwendet werden. Gewalt von Männern* ist ein gesamtgesellschaftliches Problem. Würden Medien Begriffe wie “Femizid” oder Frauenmord publizieren, wäre sichtbar, dass es sich um ein strukturelles Problem handelt und nicht um traurige Einzelfälle. Es ist eine Frage der Sprache.</span></p>
<p><span style="color: #333333;"><strong>Unser Offener Brief stößt auf offene Ohren bei der dpa</strong></span></p>
<p><span style="color: #333333;">In einem Offenen Brief forderte Gender Equality Medie die dpa auf, die Vorreiterinrolle zu übernehmen und auf Begriffe wie “Familiendrama” gänzlich zu verzichten. Sie könnte daher alternativ Begriffe wie “Femizid” oder eben “Frauenmord” in die journalistische Berichterstattung einführen. Die dpa reagierte durchgehend positiv: “Den verharmlosenden „Sextäter“ wollen wir eigentlich auch schon seit längerem nicht mehr verwenden, manchmal rutscht diese Formulierung aber noch durch. Hier werden wir Ihr Schreiben gerne zum Anlass nehmen, die Kolleginnen und Kollegen daran zu erinnern.”, versprach Homburger. Die dpa gab an, bei den Begriffen Familien- bzw. Beziehungsdrama oder –tragödie“ noch in internen Diskussionen zu stecken. Hier wurde unser Angebot, die Ergebnisse unserer Medienscreenings weiterzuleiten, dankend angenommen.<br />
</span></p>
<p><span style="color: #333333;"><a style="color: #333333;" href="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/08/GEM-Offener-Brief-zum-70-jährigen-dpa-Jubiläum.pdf"><span style="color: #0000ff;"><strong>+++ Den Offenen Brief inkl. Auflistung der problematischen Begriffe zum Download +++</strong></span></a></span></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://genderequalitymedia.org/dpa-reagiert-positiv-auf-offenen-brief-zum-jubilaeum/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>1</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>„Der Hass sitzt in den Köpfen“ – im Gespräch mit Renate Künast, Anne Roth und Jasna Strick</title>
		<link>https://genderequalitymedia.org/der-hass-sitzt-in-den-koepfen-im-gespraech-mit-renate-kuenast-anne-roth-und-jasna-strick/</link>
					<comments>https://genderequalitymedia.org/der-hass-sitzt-in-den-koepfen-im-gespraech-mit-renate-kuenast-anne-roth-und-jasna-strick/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Britta Häfemeier]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 26 Jul 2019 20:00:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[#Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Activism]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Online]]></category>
		<category><![CDATA[sexuelle Gewalt]]></category>
		<category><![CDATA[anne roth]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[Frauenhass]]></category>
		<category><![CDATA[jasna strick]]></category>
		<category><![CDATA[künast]]></category>
		<category><![CDATA[Patriarchat]]></category>
		<category><![CDATA[renate künast]]></category>
		<category><![CDATA[Sexismus in Medien]]></category>
		<category><![CDATA[tugendfurie]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://genderequalitymedia.org/?p=1183</guid>

					<description><![CDATA[Noch ganz geflasht vom NETTZ-Förderpreis für Engagement gegen Hassrede im Netz, steht schon ein weiteres Highlight bei uns an. Wir freuen uns mega, dass wir nach diesem schönen Event drei beeindruckende Aktivistinnen interviewen konnten: Renate Künast (Bundestagsabgeordnete Bündnis 90/Die Grünen), Anne Roth (Referentin für Netzpolitik der Fraktion Die Linke im Bundestag) und Jasna Strick (Aktivistin und Autorin). Alle drei engagieren &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Noch ganz geflasht vom <a href="https://genderequalitymedia.org/gewonnen-was-wir-mit-dem-preisgeld-vorhaben-und-wie-sexismus-und-hate-speech-zusammenhaengen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">NETTZ-Förderpreis für Engagement gegen Hassrede im Netz</a>, steht schon ein weiteres Highlight bei uns an. Wir freuen uns mega, dass wir nach diesem schönen Event drei beeindruckende Aktivistinnen interviewen konnten: <a href="https://twitter.com/RenateKuenast" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Renate Künast</a> (Bundestagsabgeordnete Bündnis 90/Die Grünen), <a href="https://twitter.com/annalist" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Anne Roth</a> (Referentin für Netzpolitik der Fraktion Die Linke im Bundestag) und <a href="https://twitter.com/Tugendfurie" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Jasna Strick</a> (Aktivistin und Autorin). Alle drei engagieren sich auf verschiedene Weise für das Internet als Safe Space für Frauen*. Sie protestieren gegen digitale Gewalt gegen Frauen*, schreiben Texte oder Bücher über Hass im Netz und Feminismus und fordern lautstark Verbesserungen.</strong><span id="more-1183"></span></p>
<p>Sie pushen die öffentliche Debatte mithilfe von Bewegungen wie dem No Hate Speech Movement (Renate Künast), Vorträgen bei Events wie dem Chaos Computer Club (Anne Roth) oder durch die Initiierung und Verbreitung von Hashtags wie #aufschrei und #ausnahmslos (Jasna Strick). Mit Johanna sprachen sie über digitale Gewalt gegen Frauen*, Hassrede in den Medien, die Bedeutung zivilgesellschaftlicher Gegenbewegungen und vieles mehr.</p>
<p><strong>Liebe Frau Künast, liebe Frau Roth, liebe Frau Strick. Wir haben uns bei einer Arbeitssession zum Thema “Internet als Safe Space für Frauen*” beim Community-Event von Das NETTZ kennengelernt. Warum muss das Internet für Frauen* sicherer werden?</strong></p>
<div id="attachment_1184" style="width: 310px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1184" class="size-medium wp-image-1184" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/07/Nettz_CE_Foto_Andi_Weiland-42-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/07/Nettz_CE_Foto_Andi_Weiland-42-300x200.jpg 300w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/07/Nettz_CE_Foto_Andi_Weiland-42-768x512.jpg 768w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/07/Nettz_CE_Foto_Andi_Weiland-42-1024x683.jpg 1024w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/07/Nettz_CE_Foto_Andi_Weiland-42.jpg 2048w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /><p id="caption-attachment-1184" class="wp-caption-text">Johanna beim NETTZ Community Event in Berlin &#8211; Foto: Andi Weiland | Das Nettz</p></div>
<p><strong>Künast:</strong> Frauen und Mädchen sind überdurchschnittlich häufig von Hass und Gewalt im Netz, sogenannter &#8222;digitaler Gewalt&#8220;, betroffen. HateSpeech Cybergrooming, Doxing, Sexploiting oder Cyber-Stalking sind Teil dieser digitalen Gewalt gegen Frauen. Das Netz muss für Frauen sicherer werden, denn es ist unser gutes Recht uns auch hier ohne die Welle von Hass bewegen zu können.</p>
<p><strong>Strick:</strong> Das Internet muss nicht nur für Frauen sicherer werden, sondern für viele Menschengruppen. Dass das Internet ein diskriminierungsfreier Raum ist, ist leider ein Wunsch, der nie erfüllt wurde. Es gibt Rassismus, geschlechtsbezogene Gewalt, Homofeindlichkeit usw. und dagegen sprechen wir uns aus.</p>
<p><strong>Roth:</strong> Für Frauen wie für alle anderen Menschen ist es wichtig, sich im Netz frei äußern zu können, ohne befürchten zu müssen, deswegen angegriffen zu werden. Das gehört zur Meinungsfreiheit und damit elementar zur Demokratie dazu. Wenn bestimmte Gruppen am öffentlichen oder semi-öffentlichen Diskurs nicht mehr teilnehmen, weil sie befürchten, angegriffen, beschimpft oder bedroht zu werden, dann haben wir als Gesellschaft ein Problem, und für die einzelnen Betroffenen ist das natürlich auch überhaupt nicht hinnehmbar.</p>
<h3><strong>Besonders Frauen, die ihre Meinung öffentlich darstellen, werden online angegriffen</strong></h3>
<p><strong>Sie sind als Politikerinnen, Autorinnen und Aktivistinnen Personen des öffentlichen Lebens. Wie präsent ist Hassrede in Ihrem beruflichen Umfeld? </strong></p>
<p><strong>Strick:</strong> Also Feminist*innen sind Hass ausgesetzt, seitdem es sie gibt. Der wurde früher häufiger analog ausgedrückt – hier lohnt zum Beispiel ein Blick in die Propagandamaterialien gegen Frauen, die für ihr Wahlrecht gekämpft haben. Heute sind eben viele Feminist*innen aktivistisch im Netz unterwegs und müssen sich mit Bedrohungen, Beleidigungen, Identitätsdiebstahl und viel mehr herumschlagen.</p>
<p><strong>Roth:</strong> Als Referentin einer Bundestagsfraktion trete ich persönlich nicht viel in Erscheinung, deswegen erlebe ich das persönlich wenig. Aber natürlich beobachte ich solche Angriffe bei anderen viel, insbesondere bei Abgeordneten.</p>
<p><strong>Künast:</strong> Ich erfahre sie fast täglich in den sozialen Netzwerken auf Facebook und Twitter durch Menschen, die mich politisch und persönlich als Frau angreifen, statt sich sachlich mit meiner politischen Arbeit auseinanderzusetzen. Es ist erschreckend, welches Frauen- und Menschenbild bei manchen vorherrscht.</p>
<div id="attachment_1186" style="width: 310px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1186" class="wp-image-1186 size-medium" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/07/Jasna-Strick_FB_IMG_1563865291157-300x207.jpg" alt="" width="300" height="207" srcset="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/07/Jasna-Strick_FB_IMG_1563865291157-300x207.jpg 300w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/07/Jasna-Strick_FB_IMG_1563865291157-768x530.jpg 768w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/07/Jasna-Strick_FB_IMG_1563865291157-1024x707.jpg 1024w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/07/Jasna-Strick_FB_IMG_1563865291157.jpg 1063w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /><p id="caption-attachment-1186" class="wp-caption-text">Jasna Strick &#8211; Foto: privat</p></div>
<p><strong>Was genau hat sich in den letzten Jahren verändert? Sind Frauen* heute generell mehr Hass ausgesetzt als früher oder gibt es auch positive Entwicklungen?</strong></p>
<p><strong>Strick:</strong> Misogynie ist nichts Neues und das gilt auch für andere Formen von Hass. Ich bin keine Freundin davon, so zu tun, als wäre das Internet Schuld an solchen Denkmustern. Der Hass sitzt in den Köpfen.</p>
<p><strong>Roth:</strong> Sexismus hat es immer gegeben, das sehe ich auch so. Mein Eindruck ist aber, dass sich die Situation im Netz doch sehr verändert hat, seit Soziale Medien selbstverständlich zum Alltag der meisten Menschen gehören. Solange das Netz ein verhältnismäßig überschaubarer Raum war, gab es mehr Akzeptanz bestimmter Regeln, der Netiquette, die es in Variationen in verschiedenen Netz-Sphären gab. Das hat nicht verhindert, dass in stark männerdominierten Räumen auch Sexismus akzeptiert wurde, und das Netz, als Ort vor allem für technikaffine Menschen, war eben auch zunächst vor allem von Männern bevölkert <b>–</b> also gab es dort fast überall auch mehr oder weniger starken Sexismus. Aber die Situation, die wir heute haben, dass es also für die meisten Frauen fast selbstverständlich dazu gehört, bei den banalsten Begegnungen von unbekannten Personen angegriffen zu werden, da sehe ich schon eine Veränderung.</p>
<p><strong>Künast</strong>: Die Hemmschwelle scheint in der Anonymität und durch den fehlenden persönlichen Kontakt im Netz offenbar niedriger. Aber es geht hier im Wesentlichen nicht um unorganisierte Einzelne, der Hass wird im Netz vielmehr strategisch eingesetzt. Von den Identitären bis zur AfD wird gezielt versucht, die demokratischen Institutionen und dort handelnde Personen abzuwerten, schlecht zu machen. Deren Ziel ist die Zersetzung der Demokratie und der Versuch Menschen zum Rückzug zu zwingen. Dieses Frauenbild erlaubt keine aktive Frauen. Das Wort dafür ist: Rechtsextremismus.</p>
<p><strong>Roth:</strong> Positiv ist vielleicht, dass das mittlerweile den meisten klar ist, dass das stattfindet und eine sehr problematische Entwicklung ist. Das NetzDG löst das Problem überhaupt nicht, aber mir scheint, dass gerade viele Menschen auf der Suche nach sinnvollen Lösungen sind und das ist ja schonmal was.</p>
<h3><strong>Beratungsstellen und Frauenhäuser sind katastrophal unterfinanziert</strong></h3>
<p><strong>Jede dritte Frau* in Deutschland ist von sexualisierter Gewalt betroffen. Dies wird jedoch vielfach nicht als politisches, sondern als persönliches Problem der Betroffenen verstanden. Erleben wir bei Hass gegen Frauen* im Netz eine Wiederholung der Debatte? </strong></p>
<div id="attachment_1187" style="width: 310px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1187" class="size-medium wp-image-1187" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/07/Renate-Kuenast_Fotografin-Laurence-Chaperon-300x212.jpg" alt="" width="300" height="212" srcset="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/07/Renate-Kuenast_Fotografin-Laurence-Chaperon-300x212.jpg 300w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/07/Renate-Kuenast_Fotografin-Laurence-Chaperon-768x542.jpg 768w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/07/Renate-Kuenast_Fotografin-Laurence-Chaperon-1024x723.jpg 1024w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /><p id="caption-attachment-1187" class="wp-caption-text">Renate Künast &#8211; Foto: Laurence Chaperon</p></div>
<p><strong>Künast:</strong> Im Netz zeigt sich, was leider immer noch vorhanden ist, wie viele glauben, es wäre ihr Recht, Frauen mit sexualisierter Gewalt zu drohen. Die Debatte ist also immer noch da. Und ich will es ganz klar sagen: Ich erwarte, dass die Männer sich dagegen auch erheben.</p>
<p><strong>Strick:</strong> Vielfach ist Onlinegewalt eine Fortführung von Gewalt, die offline bereits stattgefunden hat. Zum Beispiel, wenn die Täter*innen ehemalige oder aktuelle Beziehungspartner*innen sind. Wenn sie gegen Frauen, queere Personen oder Sexarbeiter*innen gerichtet ist, ist auch Gewalt im Netz stark sexualisiert. Da geht es dann zum Beispiel um Beschreibungen von sexualisierten Übergriffen oder das Verbreiten von Nacktbildern – teils echt, teils gefälscht.</p>
<p><strong>Roth:</strong> Was sich auf jeden Fall wiederholt, ist das Wegsehen. Die Beratungsstellen und Frauenhäuser sind katastrophal unterfinanziert, und dasselbe sehen wir gerade beim Thema digitale Gewalt, gerade jenseits von HateSpeech. Es gibt kaum Ressourcen für kompetente Beratung zu digitalen Formen von Stalking, Überwachung, Lokalisierung, Revenge Porn, Identitätsdiebstahl usw. und bislang gibt es nicht mal repräsentative Studien oder Statistiken über das Ausmaß. Das ist völlig inakzeptabel, aber eben auch durchaus bekannt, wenn wir uns herkömmliche Formen von sexualisierter Gewalt ansehen.</p>
<p><b>Viele Frauen* dokumentieren HateSpeech und zeigen die Täter*innen an. Warum verlaufen dennoch so viele Anzeigen ins Leere?</b></p>
<p><strong>Künast:</strong> Der Rechtsextremismus hat sich gut geschult! Bewusst und systematisch werden &#8211; teilweise von Mehrfach-Accounts – Drohungen und Hass ausgesprochen, der exakt die Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (Anmerkung: BGH) umgeht. Ich hoffe wir kommen demnächst dazu, dass der BGH sich mit solchen Fällen beschäftigen muss. Aber wir gehen jetzt auch den zivilrechtlichen Schritt, weil das früher eingreift. Die Initiative &#8222;HateAid&#8220; stellt Gelder für diese Prozesse zur Verfügung. Ich arbeite bei einigen meiner Fälle mit ihnen zusammen und hoffe, dass dadurch Geld in die Kassen kommt, mit dem andere dann unterstützt werden können.</p>
<p><strong>Roth:</strong> Wenn HateSpeech angezeigt wird, fängt es schon damit an, dass Polizei und Staatsanwaltschaft das Problem oft nicht verstehen, nicht dafür ausgebildet sind, oft selbst keine vernünftige IT-Ausstattung haben und selbst wenn sie wollten, nicht die Mittel haben, das Problem nachzuvollziehen und zu verfolgen. Tatsächlich werden dann einzelne Beschimpfungen lediglich als Beleidigung erfasst und Untersuchungen /Ermittlungen sofort wieder eingestellt. Dass das massenhafte Vorkommen von Beschimpfungen und Bedrohungen aber ein ganz anderes Phänomen ist, wird dann überhaupt nicht verstanden. Es gibt Spezialdezernate für sexualisierte Gewalt und es gibt welche für IT-Sicherheit, aber keine, die beides und dazu noch andere Diskriminierungsformen im Blick haben und angemessen darauf reagieren.</p>
<p><strong>Strick:</strong> Genau, Gewalt im Netz wird noch nicht von allen wichtigen Stellen als Gewalt anerkannt. Ein weiterer Grund fehlender Anzeigen ist, dass es oft um Personengruppen geht, die es eh schwer haben Übergriffe gegen sie anzuzeigen. Viele Leute sehen sich ja auch auf Polizeidienststellen wieder mit Gewalt konfrontiert, zum Beispiel weil sie trans oder schwarz oder in der Sexarbeit tätig sind. Dann sind auch angeblich die Täter*innen so schwierig zu finden, sodass viele Anzeigen sehr schnell eingestellt werden.</p>
<h3><strong>Sexistische und diskriminierende Sprache ist ein Problem</strong></h3>
<p><strong>Hass im Netz hat oft anonyme Quellen. Boulevardblätter hingegen titeln freigebig von “Schlampen” oder “Ludern” und setzen Vergewaltigung anhand von Begriffen wie “Sex-Attacke” mit Sex gleich. In welchem Zusammenhang steht für Sie Hassrede zu sexistischer Berichterstattung?</strong></p>
<p><strong>Künast:</strong> Der Zusammenhang ist offensichtlich. Auch diese Art unterstützt und fördert die Auffassung, die Frauen zum Objekt herabwürdigt.</p>
<p><strong>Strick:</strong> Hass im Netz ist gar nicht zwingend anonym – viele schreiben Kommentare unter deren Namen, der auch in den Ausweisen stehen oder lassen bei E-Mails direkt die Signatur ihrer Arbeitsstelle stehen. Insgesamt ist es problematisch, wenn sexistische oder auch andere diskriminierende Sprache verwendet wird. Ich sehe da ein Henne-Ei-Problem, schließlich sind auch Boulevardblätter in gesellschaftliche Zusammenhänge eingebunden. Ich würde das also größer betrachten und allgemein anprangern, dass es schlimm ist, welche Begriffe im Zusammenhang mit Frauen immer noch irgendwie okay sind und welche Zuschreibungen, auch zum Beispiel rassistischer Art, wieder sagbar geworden sind in den letzten Jahren.</p>
<h3><strong>Beleidigungen und Bedrohungen unter Klarnamen</strong></h3>
<p><strong>Bei beiden Problemen wehrt die Gegenseite Kritik damit ab, dass die Freiheit geschützt werden müsse – die Freiheit und ggf. Anonymität im Internet sowie die Pressefreiheit im Journalismus. Ist das der Deal; ein Entweder-oder?</strong></p>
<p><strong>Künast:</strong> Das darf kein Widerspruch sein. Manchmal denke ich, es mache Sinn, das einfach mal für ein paar Jahre umzudrehen. Die Männerwelt würde ausrasten.</p>
<div id="attachment_1188" style="width: 310px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1188" class="size-medium wp-image-1188" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/07/Screenshot92-300x199.png" alt="" width="300" height="199" srcset="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/07/Screenshot92-300x199.png 300w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/07/Screenshot92.png 748w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /><p id="caption-attachment-1188" class="wp-caption-text">Anne Roth bei Twitter &#8211; Foto: Screenshot</p></div>
<p><strong>Roth:</strong> Entweder-oder? Überhaupt nicht. Tatsächlich, das hat Jasna Strick schon gesagt, schreiben viele Autor*innen aggressive, beleidigende, bedrohende Nachrichten unter ihrem vollen Namen und rechnen überhaupt nicht damit, dass das vielleicht Folgen haben könnte. Hat es bisher ja auch in den seltensten Fällen. Hingegen ist die Option, sich anonym im Netz bewegen zu können, elementar für alle, die von Diskriminierung und darauf basierender Verfolgung betroffen sind: Sie könnten sich nämlich sonst noch weniger frei äußern.<br />
Worauf es aber kein Recht gibt oder geben darf, ist alles das, was im analogen Leben im Strafrecht bereits geregelt ist: Bedrohungen, Beleidigungen, Volksverhetzung, Nötigung, Veröffentlichung heimlich aufgenommener Bilder oder ihre Manipulation und noch viel mehr. Da hat selbstverständlich auch die Pressefreiheit ihre Grenzen.</p>
<p><strong>Zivilgesellschaftliche Initiativen wie #wirsindmehr oder Reconquista Internet setzen sich aktiv gegen Hassrede in sozialen Netzwerken ein. Wir von GEM kämpfen gegen sexistische Berichterstattung, als institutionalisierte Hassrede gegenüber Frauen* und LGBTIQ* Menschen. Welches Gewicht tragen solche Initiativen für Sie im Kampf für mehr Gleichberechtigung? </strong></p>
<p><strong>Künast:</strong> Wir brauchen diese Initiativen dringend zur gegenseitigen Unterstützung. Sie sind übrigens zwingender Bestandteil eines demokratischen Systems. Wenn die Zivilgesellschaft sich nicht mehr engagiert, wäre es 5 vor 12. Gerade deshalb müssen wir stets darauf hinweisen, was die Rechtsextremen und damit auch die AfD will: uns und damit die Demokratie mindestens mundtot machen.</p>
<p><strong>Strick:</strong> Viele der Initiativen, die sich gerade frisch gebildet haben, haben leider kein gutes Auge für Diskriminierungen und deswegen auch nicht für Gleichberechtigung. Sie setzen sich für ein besseres Diskussionsklima ein – das ist löblich. Trotzdem sind das jetzt nicht immer unbedingt Menschen, denen die Anliegen von Frauen, behinderten Menschen oder trans Personen an erster Stelle stehen. Ich finde es wichtig, hier immer wieder zu betonen: Hass kann eben nicht jede*n treffen, sondern ist meistens vor allem für ohnehin schon diskriminierte Gruppen ein Problem. Da fehlt es manchen Initiativen an einem Grundverständnis für die größeren Zusammenhänge. Umso froher bin ich natürlich über Gruppierungen, die sich explizit feministisch positionieren.</p>
<h3><strong>Rechte bedrohen aktiv Gleichberechtigung, Würde und Freiheit</strong></h3>
<p><strong>Welche anderen Akteur*innen sollten sich noch stärker in diesem Bereich engagieren?</strong></p>
<p><strong>Künast:</strong> Logisch, alle demokratisch gesonnenen Männer. Und endlich auch der Bundesinnenminister Seehofer. Er redet von Heimat – das heißt übrigens ohne Angst leben zu können.</p>
<p><strong>Roth:</strong> Das Netz gehört zum Leben und das wird so bleiben. Es ist Ort der öffentlichen Diskussion, es gehört zur Gesellschaft und damit muss es das Interesse von uns allen sein, dass alle gleichermaßen daran teilhaben können, denn sonst verabschieden wir uns von den grundlegenden Ideen, die unsere Gesellschaft als Leitideen prägen: Gleichberechtigung, Würde, Freiheit, auch Rechtsstaatlichkeit im übrigen. Natürlich müssen die immer wieder eingefordert und aktiv umgesetzt werden, online wie offline und gerade jetzt, wo sie von rechts so sehr in Frage gestellt werden. Daran müssen sich alle beteiligen, die das Feld nicht denen überlassen wollen, die jede Form von Diversität abschaffen wollen.</p>
<p><strong>Strick:</strong> Da es im Kampf gegen Onlinegewalt darum geht, sich für eine diskriminierungsfreie Gesellschaft einzusetzen, ist die Antwort ganz klar: alle.</p>
<p><strong>Das ist das Schlusswort. Frau Künast, Frau Roth und Frau Strick wir danken Ihnen für dieses Interview.</strong></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://genderequalitymedia.org/der-hass-sitzt-in-den-koepfen-im-gespraech-mit-renate-kuenast-anne-roth-und-jasna-strick/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Gewonnen! Was wir mit dem Preisgeld vorhaben und wie Sexismus und Hate Speech zusammenhängen</title>
		<link>https://genderequalitymedia.org/gewonnen-was-wir-mit-dem-preisgeld-vorhaben-und-wie-sexismus-und-hate-speech-zusammenhaengen/</link>
					<comments>https://genderequalitymedia.org/gewonnen-was-wir-mit-dem-preisgeld-vorhaben-und-wie-sexismus-und-hate-speech-zusammenhaengen/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Britta Häfemeier]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Jul 2019 13:50:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[#Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[#unfollowpatriarchy]]></category>
		<category><![CDATA[Activism]]></category>
		<category><![CDATA[feminism]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://genderequalitymedia.org/?p=1174</guid>

					<description><![CDATA[&#160; „Frauen* sind mit am meisten von Hassrede im Netz betroffen. Sexistische print- und online Medien befeuern und legitimieren diese Hetze. Die Folgen sind Diskriminierung, Belästigungen und Gewalt – online und offline.“ Mit diesem Pitch und unserer Arbeit, die wir während des zweitägigen Community-Events von Das NETTZ – der Vernetzungsstelle gegen Hate Speech – in verschiedenen Workshops vorstellen konnten, haben &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1175" style="width: 1034px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1175" class="wp-image-1175 size-large" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/07/62394488_1833518986749062_709353929569206272_o-1024x683.jpg" alt="" width="1024" height="683" srcset="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/07/62394488_1833518986749062_709353929569206272_o-1024x683.jpg 1024w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/07/62394488_1833518986749062_709353929569206272_o-300x200.jpg 300w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/07/62394488_1833518986749062_709353929569206272_o-768x512.jpg 768w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/07/62394488_1833518986749062_709353929569206272_o.jpg 1440w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><p id="caption-attachment-1175" class="wp-caption-text">Andi Weiland / Das NETTZ</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>„Frauen* sind mit am meisten von Hassrede im Netz betroffen. Sexistische print- und online Medien befeuern und legitimieren diese Hetze. Die Folgen sind Diskriminierung, Belästigungen und Gewalt – online und offline.“ Mit diesem Pitch und unserer Arbeit, die wir während des <a href="https://www.das-nettz.de/ce19-community-event-2019-so-gross-und-vielfaeltig-wie-nie-zuvor">zweitägigen Community-Events</a> von Das NETTZ – der Vernetzungsstelle gegen Hate Speech – in verschiedenen Workshops vorstellen konnten, haben wir den ersten Platz des Förderpreises gewonnen.<span id="more-1174"></span></strong></p>
<p>#UnfollowPatriarchy war eines von 10 Projekten, die sich in der finalen Runde in Berlin um den Förderpreis 2019 bewarben. Der Förderpreis wird seit 2017 jährlich auf der NETTZ-Community-Veranstaltung verliehen, um Initiativen zu unterstützen, die Hassrede entgegenwirken. Denn, so schreibt Das <a href="https://www.das-nettz.de/">NETTZ auf seiner Seite,</a> „Hate Speech im Netz ist zu einem gesellschaftlich breiten und dringlichen Thema avanciert“.</p>
<div id="attachment_1176" style="width: 1034px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1176" class="wp-image-1176 size-large" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/07/FINAL-NETTZ-Förderpreis-Plakat-1024x723.jpg" alt="" width="1024" height="723" srcset="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/07/FINAL-NETTZ-Förderpreis-Plakat-1024x723.jpg 1024w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/07/FINAL-NETTZ-Förderpreis-Plakat-300x212.jpg 300w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/07/FINAL-NETTZ-Förderpreis-Plakat-768x542.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><p id="caption-attachment-1176" class="wp-caption-text">NETTZ Förderpreis Plakat / Gender Equality Media e.V.</p></div>
<p>Mit #UnfollowPatriarchy decken wir medialen Sexismus auf, konfrontieren die verantwortlichen Journalist*innen persönlich und fordern Verbesserungen, vor allem auf Twitter <a href="https://twitter.com/gem_ev_">(@gem_ev_</a>). Als Grundlage screenen wir dazu täglich die größten Medien Deutschlands. Um diese Arbeit aber noch effizienter zu machen, wollen wir nun ein neues Tool ausprobieren. Darum wird das Förderpreisgeld die Programmierung eines Webcrawlers fließen, der uns dabei hilft, systematisch Belege für medialen Sexismus zu sammeln.</p>
<p><b>Der Zusammenhang von medialem Sexismus und online Hate Speech</b></p>
<p>Private Medien sowie die öffentlich-rechtliche Presse genießen auch im digitalen Zeitalter, trotz einem reichen Nebenangebot, ein vorherrschendes Informationsmonopol. Über ihre Repräsentation in sozialen Netzwerken sowie Kommentarfunktionen bieten sie Menschen ein Forum für den Austausch von Ideen und Informationen und tragen zur öffentlichen Debatte sowie Meinungsbildung bei. Somit stärken sie auch Demokratie und Vielfalt. Das klingt alles schön und gut. Aber viele Medien kommen ihrer gesellschaftlichen Verantwortung nicht nach, da sie regelmäßig Frauen* und marginalisierte Gruppen unterrepräsentieren, objektivizieren und diskriminieren. Sexistische und rassistische Berichterstattung hält somit das Patriarchat aufrecht; sie unterstützen die gesellschaftliche Unterordnung und Diskriminierung von  Frauen* offline und online.</p>
<p><strong>Wer bekommt Hate Speech ab?</strong></p>
<p>Dass sich die gesellschaftlichen Strukturen unserer offline-Realitäten viel zu oft auch in unseren digitalen Welten widerspiegeln, ist spätestens seit letztem Herbst eine traurige Gewissheit. Damals veröffentlichte Amnesty International als erste Internationale Menschenrechtsorganisation eine Studie zu online Hate Speech gegen Frauen*. Laut dieser Studie werden fast <a href="https://www.amnesty.de/informieren/artikel/toxictwitter-hass-gegen-frauen-im-netz">1/4 der Online-User*innen mindestens einmal in ihrem Leben Opfer von Hate Speech</a>. Jede* zehnte ist dabei unter fünfzehn Jahre alt. Frauen*, welche sich im digitalen Raum besonders laut gegen die patriarchalen Strukturen wehren, sind dabei überdurchschnittlich oft betroffen. Hassredner*innen zielen darauf ab diese Frauen* sowie Mitlesende zum schweigen zu bringen, einzuschüchtern, zu beschämen und zu demütigen. Der Grund dafür? Die Angreifer sehen sie als Gefahr für die Aufrechterhaltung des Patriarchats, also jenem System, von welchem sie als Männer selbst bevorteilt werden. Leider sind diese respektlosen und teilweise rechtswidrigen Hasspraktiken häufig erfolgreich. Nicht selten ziehen sich die betroffen Frauen* temporär oder sogar permanent aus dem Internet zurück. Generell denken Frauen* deswegen <a href="https://www.amnesty.org/en/latest/research/2018/03/online-violence-against-women-chapter-5/#topanchor">immer häufiger darüber nach, was sie im Netz veröffentlichen und schränken so maßgeblich ihre digitalen Präsenz ein</a>. Sollte dieser Trend anhalten, würde das in Zukunft auch zu einem demokratischen Defizit führen. Doch es regt sich Widerstand dagegen, vor allem digital. Das <a href="https://no-hate-speech.de/">No Hate Speech Movement</a> oder der <a href="https://hassmelden.de/?fbclid=IwAR33LTMtsvDsM6dHuQPGpQuQUpQEC027MFUlTap4ZIDCovh4WrttIROq3w8">Hassreport von Reconquista Internet</a> stehen dabei neben #UnfollowPatriarchy an vorderster Front.</p>
<p><strong>Kulturwandel muss her!</strong></p>
<p>Unser Beitrag zu einer digitalen Kultur, in der sich alle frei und respektvoll ausdrücken können, ist Medienbeobachtung &#8211; und aktive Kritik. Die großen Medien, die wir wöchentlich screenen und deren sexistische Berichterstattung dokumentieren, haben insgesamt mehr als 11,5 Millionen Follower*innen auf Twitter. Im digitalen Zeitalter bedeutet das vor allem eins: Einfluss. Und damit auch Verantwortung. Medien müssen mit sexistischen Journalismus aufhören und stattdessen einen Platz für Geschichten über Online-Hass bieten, um nicht nur unser Bewusstsein für dieses Phänomen zu schärfen, sondern auch für die Vielfalt unserer Gesellschaft einzutreten.</p>
<p>In Zeiten, in denen rechte populistische Parteien an Aufwind gewinnen und die Rechte der Frauen durch Kirche und Staat immer weiter zurückgedrängt werden, sind sexistische und rassistische Berichterstattung gefährlicher denn je. In einer hoch technologisierten Zeit propagieren und legitimieren Medien so das Patriarchat in ungeahntem Ausmaß. Unsere Kampagne stellt sich dem aktiv entgegen. Follow us. #UnfollowPatriarchy.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Anne Jacob + Elizabeth Avila González </em></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://genderequalitymedia.org/gewonnen-was-wir-mit-dem-preisgeld-vorhaben-und-wie-sexismus-und-hate-speech-zusammenhaengen/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>1</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Die Presse feiert sich selbst &#8211; wir feiern lieber die Streetart-Szene</title>
		<link>https://genderequalitymedia.org/adbusting/</link>
					<comments>https://genderequalitymedia.org/adbusting/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Britta Häfemeier]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 13 Jan 2019 17:24:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[#unfollowpatriarchy]]></category>
		<category><![CDATA[Activism]]></category>
		<category><![CDATA[BILD]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Print]]></category>
		<category><![CDATA[adbusting]]></category>
		<category><![CDATA[bild]]></category>
		<category><![CDATA[deutsche Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[Patriarchat]]></category>
		<category><![CDATA[Sexismus in Medien]]></category>
		<category><![CDATA[stopbildsexism]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://genderequalitymedia.org/?p=1109</guid>

					<description><![CDATA[Was für ein Wochenende! Künstler*innen haben in ganz Berlin einfach mal ein paar Plakate ausgetauscht. Mit einfachen Headlines wurde die Scheinheiligkeit der BILD-Zeitung ziemlich einfach enttarnt. Passender konnte der Zeitpunkt der Aktion gar nicht sein. Dieses Wochenende feierte sich die Presse auf ihrem jährlichen Presseball in Berlin selbst – wir feiern lieber die Künstler*innen und die Adbusting-Aktion! Denn in unseren &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong><i>Was für ein Wochenende! Künstler*innen haben in ganz Berlin einfach mal ein paar Plakate ausgetauscht. Mit einfachen Headlines wurde die Scheinheiligkeit der BILD-Zeitung ziemlich einfach enttarnt.</i></strong><span id="more-1109"></span></p>

<a href='https://genderequalitymedia.org/adbusting/img_0337/'><img loading="lazy" decoding="async" width="300" height="225" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/01/IMG_0337-300x225.jpg" class="attachment-medium size-medium" alt="" srcset="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/01/IMG_0337-300x225.jpg 300w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/01/IMG_0337-768x576.jpg 768w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/01/IMG_0337-1024x768.jpg 1024w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a>
<a href='https://genderequalitymedia.org/adbusting/img_0363/'><img loading="lazy" decoding="async" width="300" height="225" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/01/IMG_0363-300x225.jpg" class="attachment-medium size-medium" alt="" srcset="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/01/IMG_0363-300x225.jpg 300w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/01/IMG_0363-768x576.jpg 768w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/01/IMG_0363-1024x768.jpg 1024w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a>
<a href='https://genderequalitymedia.org/adbusting/img_0373/'><img loading="lazy" decoding="async" width="300" height="225" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/01/IMG_0373-300x225.jpg" class="attachment-medium size-medium" alt="" srcset="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/01/IMG_0373-300x225.jpg 300w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/01/IMG_0373-768x576.jpg 768w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/01/IMG_0373-1024x768.jpg 1024w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a>

<p>Passender konnte der Zeitpunkt der Aktion gar nicht sein. Dieses Wochenende feierte sich die Presse auf ihrem jährlichen Presseball in Berlin selbst – wir feiern lieber die Künstler*innen und die Adbusting-Aktion! Denn in unseren Augen haben die großen Verlagshäuser gerade in Sachen Geschlechtergerechtigkeit nicht viel zu feiern, das beweisen auch unsere <a href="https://genderequalitymedia.org/heisse-feger-fette-kugeln-wie-weihnachten-patriarchat-und-kapitalismus-zusammenhaengen-unser-medienscreening-dezember/">täglichen Medienscreenings</a>. Täglich wird Gewalt an Frauen* verharmlost, wird die Lebensleistung von Frauen* systematisch entnannt, werden Frauen* als Lustobjekte dargestellt und auf ihre Körper reduziert. Besonders auffällig dabei: die BILD-Zeitung. Die auflagenstärkste Zeitung Europas platziert Sexismus täglich in Print und online. Das nackte BILD-Girl, für dessen Abschaffung sich auch unser Kampagnenvorläufer #StopBildSexism eingesetzt hat, spielt inzwischen zweite Geige. Trotzdem ist mit dem Sexismus nicht Schluss, die Redaktion um Julian Reichelt platziert täglich Sexismus in dem Boulevardblatt. Deshalb freuen wir uns auch besonders, dass es bei der Adbusting-Aktion die BILD erwischt hat! Insbesondere freut es uns, dass es noch mehr Menschen gibt, die von sexistischen Medien ebenso genervt sind wie wir – und das sollten die großen Verlagshäuser dieses Landes auch endlich verstehen lernen.</p>
<p>Und nein, liebe Kritiker*innen, es geht uns dabei nicht um Zensur.<a href="https://genderequalitymedia.org/heisse-feger-fette-kugeln-wie-weihnachten-patriarchat-und-kapitalismus-zusammenhaengen-unser-medienscreening-dezember/"> Im Gegenteil, wir wollen, dass strukturelle Benachteiligungen von Frauen* und queeren Menschen genauso thematisiert wird, wie Gewalt gegen Frauen*.</a> Was wir wollen, ist die Welt nicht mehr aus den Augen von Sexist*innen sehen. Wir wollen eine vielfältige Berichterstattung, die alle Menschen mitdenkt und niemanden diskriminiert und herabwürdigt.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://genderequalitymedia.org/adbusting/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>1</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>&#8222;The Vagina Bible&#8220; oder was Instagram mit Empowerment zu tun hat &#8230;</title>
		<link>https://genderequalitymedia.org/the-vagina-bible/</link>
					<comments>https://genderequalitymedia.org/the-vagina-bible/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Britta Häfemeier]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Dec 2018 11:15:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[#Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Online]]></category>
		<category><![CDATA[blog]]></category>
		<category><![CDATA[empowerment]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[instagram]]></category>
		<category><![CDATA[thevaginabible]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://genderequalitymedia.org/?p=1025</guid>

					<description><![CDATA[Agnes Hunyadi ist die Initiatorin von The Vagina Bible, eines der größten Blogazine zu Popfeminismus und Empowerment im deutschsprachigen Raum. Wir haben uns gefragt: Was hat Instagram eigentlich mit Empowerment zu tun und was treibt Agnes ganz persönlich an? Wir haben mit ihr gesprochen. &#160; Wir folgen Dir schon seit längerem und finden Deinen Content und Deine Initiative irre gut. &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Agnes Hunyadi ist die Initiatorin von The Vagina Bible, eines der größten Blogazine zu Popfeminismus und Empowerment im deutschsprachigen Raum. Wir haben uns gefragt: Was hat Instagram eigentlich mit Empowerment zu tun und was treibt Agnes ganz persönlich an? Wir haben mit ihr gesprochen.<br />
</em><span id="more-1025"></span></p>
<div id="attachment_1027" style="width: 1034px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1027" class="wp-image-1027 size-large" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/12/photo_2018-11-06_13-59-06-1024x683.jpg" alt="" width="1024" height="683" srcset="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/12/photo_2018-11-06_13-59-06-1024x683.jpg 1024w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/12/photo_2018-11-06_13-59-06-300x200.jpg 300w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/12/photo_2018-11-06_13-59-06-768x512.jpg 768w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/12/photo_2018-11-06_13-59-06.jpg 1080w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><p id="caption-attachment-1027" class="wp-caption-text">Foto: The Vagina Bible, Agnes Hunyadi</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p><b>Wir folgen Dir schon seit längerem und finden Deinen Content und Deine Initiative irre gut. </b></p>
<p>Dankeschön! Und die Freude ist ganz meinerseits. Ich beobachte euch schon seit den Anfangstagen und kann euch nur gratulieren, was ihr schon die Beine gestellt habt und ich bin schon sehr gespannt, was ihr noch schaffen werdet. Dass ich ein Teil davon sein darf, freut mich sehr &lt;3.</p>
<p><b>Erzähl doch mal, was bewegte Dich dazu, das Projekt &#8222;The Vagina Bible&#8220; zu starten und was sind Deine Anliegen dabei? Was sind die Inhalte? </b></p>
<p>Das Projekt ist noch recht jung und ich hatte damals die Social Media Kanäle von The Vagina Bible (kurz: TVB) neben einem stressigen Vollzeitjob und parallel zu vielen anderen feministischen (offline) Projekten gestartet. Es ging aber sehr schnell und plötzlich war es das größte Blogazine zu Popfeminismus und Empowerment im deutschsprachigen Raum. Mittlerweile melden sich auch viele Menschen weltweit und ich bin froh, zu helfen und online zu beraten. Hoffentlich wird auch die Website bald fertig und ihr könnt euch auf viele tolle Aktionen freuen.</p>
<p>Der Grundgedanke war damals, intersektionalen (Pop-)Feminismus in deutschsprachigen Ländern mehr Raum zu geben. Dazu kann man mir auf Facebook folgen, wo ich eher Content aus der DACH Region poste, der mit gesetzlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen zu tun hat und Auswüchse von Ungerechtigkeiten oder Ungleichheiten zwischen allen Geschlechtern aufzeigt. Auf Instagram, wo ich oftmals humoristisch versuche, tiefer in die Materie einzugehen, versuche ich zu empowern und Frauen* zu stärken. Für mich beginnt #genderequality bei jede*r zu Hause vor dem Spiegel. Der Umgang mit Dir selbst, wie Du mit Dir und deinem Körper sprichst und Dir begegnest, ist ausschlaggebend dafür, wie wir anderen Menschen begegnen, welche Normen wir vorausschicken und am Ende des Tages, wie wir mit anderen kommunizieren.</p>
<p><b>Was ist deine Motivation?</b></p>
<p>Als Diplom-Psychologin will ich mit TVB aufzeigen, wie wir uns gegenseitig motivieren können (#endgirlhate). Neben dem möchte ich, dass wir die imperativen Vorstellungen von gesellschaftlichen Rollen endlich mal hinter uns lassen. Denn sie haben im Laufe der Zeit nur die Aufschrift am Etikett geändert, aber kommen aus der gleichen Ecken und wirken auf Frauen* und Männer* mit den gleichen Mechanismen. Ich möchte schädliche Konstrukte und Erziehungsmodelle aus den Köpfen aller rausbekommen, damit wir frei entscheiden können, wie wir unser Leben lebenswerter gestalten können. Ohne Labels, wie wir zu sein haben, möchte ich Wissen und Werkzeuge bereitstellen, damit wir über unser Denken und Handeln frei reflektieren können. Diesen Weg gehe ich aber mit den Follower*innen gemeinsam, denn ich will meine Perspektiven challengen und möchte selbst noch laufend dazulernen. Denn was ist schon eine “richtige Frau*”? Was ist überhaupt weiblich? Do what the fuck you want, queens!</p>
<div id="attachment_1034" style="width: 761px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1034" class="size-large wp-image-1034" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/12/Screenshot_20181218-111932-1-751x1024.png" alt="" width="751" height="1024" srcset="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/12/Screenshot_20181218-111932-1-751x1024.png 751w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/12/Screenshot_20181218-111932-1-220x300.png 220w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/12/Screenshot_20181218-111932-1-768x1047.png 768w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/12/Screenshot_20181218-111932-1.png 1025w" sizes="(max-width: 751px) 100vw, 751px" /><p id="caption-attachment-1034" class="wp-caption-text">Foto: Screenshot Instagram, The Vagina Bible</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p><b>Wie definierst Du persönlich &#8222;Feminismus&#8220;?</b></p>
<p>Feminismus ist ein Sammelbegriff für verschiedene Richtungen und Weltanschauungen. Diesen bunten Blumenstrauß von radikalen bis liberalen Feminist*innen, von queeren bis biologistischen, von ProPorn bis Anti-Porn oder von akademischen bis aktionistischen Feminist*innen zusammen zu halten ist eine enorme Herausforderung. Als Feminismus-Influencerin der 4. Welle bedeutet Feminismus für michs Chancengleichheit aller Geschlechter und das Einstehen für eine faire und lebenswerte Gesellschaft für alle. Mein Feminismus lässt Frauen* tun was und sich kleiden, wie sie es wollen. Kämpft Schulter an Schulter mit allen, nicht nur mit Cis-ters, und gebt das Mikrofon an andere ab, die nicht so oft zu Wort kommen. Dieser Feminismus muss sich auch die Frage gefallen lassen, wie die Gesellschaft Frauen* weltweit in Gedanken und Handlungen​​ ​​benachteiligt und kann sich daher nicht auf die jeweiligen Länder begrenzen.</p>
<p>Besonders auf Instagram bin nur ich ein kleines gallisches Dorf, wenn meine Beiträge gerade mal 1 Million mal pro Woche gesehen werden. Die #TVBfamilie ist eine kleine, aber starke Community, die von Tag zu Tag größer wird.</p>
<p>Ich will dort Bilder und Klischees zu Körpern und Äußerlichkeiten sprengen um den Tonnen von unrealistischen und krank machenden Schönheitsidealen auf Instagram entgegen zu stehen (#effyourbeautystandards).</p>
<p><b>Bist Du Idealistin? </b></p>
<p>Den (unrealistischen) Idealismus meiner Teenagertage habe ich leider hinter mir gelassen. Ich war eine starke Sozial-Romantikerin und es wollte mir nicht einleuchten, warum so viel Ungerechtigkeiten und Diskriminierungen bei uns aber auch weltweit herrschen. Heute bin ich etwas geläutert, meine Studien und Weiterbildungen und meine sozialen Engagements haben mich verändert. Viele Mechanismen habe ich durchschaut, andere akzeptiert und manche Strukturen, die sehr einfach zu bekämpfen sind, will ich aktiv angehen und alle einladen mitzumachen. Also, ein bisschen Idealismus ist sicher noch da, ich weiß nur eher, wo Grenzen bestehen und wann Einladungen keinen Sinn mehr machen.</p>
<p><b>Wie gehst du mit Rückschlägen und Verletzungen um? </b></p>
<p>Rückschläge gab es bisher keine, aber mein Start mit TVB war sehr holprig und ich wurde von Feminist*innen sehr viel angefeindet. Bis heute bekomme ich genauso viele Hassnachrichten von Sexist*innen oder misogynen Menschen, wie auch aus dem vermeintlich „inneren Kreis“. Von queeren Feminst*innen wurde ich aufgrund des Projektnamens TVB als TERF beschimpft und angefeindet, von radikalen Feminst*innen bin ich aufgrund meines liberalen Feminismus belächelt, (ungefragt) belehrt und forsch zurechtgewiesen worden.</p>
<p>Ich kann immer wieder nur dazu aufrufen, dass wir uns alle auf Augenhöhe begegnen. Ich verweise da immer auf das Konzept der gewaltfreien Kommunikation, da Social Media im Speziellen, aber digitale Kommunikation im Allgemeinen, an jeder Ecke für Missverständnisse Fallen bereitstellt.</p>
<p><b>Was denkst du, wie lange brauchen wir noch, bis wir in einer wirklich gleichberechtigten Gesellschaft angekommen sind ? </b></p>
<p>Der Global Gender Gap Report vom Weltwirtschaftsforum hat 2016 die Gleichstellung der Geschlechter in 170 Jahren prognostiziert, 2017 sind es bereits 217 Jahre. Diese Rückwärtsentwicklung sehen wir an Kinderspielzeug oder Kleidung gut, da diese früher nicht in rosa und blau getrennt waren. Besonders perfide empfinde ich Lebensmittel wie Chips für Frauen* oder Taschentücher für Männer* &#8211; wo hört das bitte endlich auf?</p>
<p>Und obwohl ich weiß, dass viele Feminist*innen schon müde sind, wie ich selber: Wir müssen wir uns leider gedulden, denn wir reden von patriarchalen Strukturen, die hunderte bis tausende Jahre gewirkt haben. Frauen* und Männer* kommen weder von anderen Planeten, noch sind sie im Verhalten und Denken nach allen gängigen Studien grundsätzlich unterschiedlich. Im Gegenteil, uns eint mehr, was uns trennt. Ergo gibt es keinen Grund dafür, dass Macht, Ressourcen, Geld und unentgeltliche Arbeit so unterschiedlich verteilt sind in der Gesellschaft. Gehen wir es an!</p>
<div id="attachment_1036" style="width: 819px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1036" class="wp-image-1036 size-large" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/12/Screenshot_20181218-111907-2-809x1024.png" alt="" width="809" height="1024" srcset="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/12/Screenshot_20181218-111907-2-809x1024.png 809w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/12/Screenshot_20181218-111907-2-237x300.png 237w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/12/Screenshot_20181218-111907-2-768x972.png 768w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/12/Screenshot_20181218-111907-2.png 1079w" sizes="(max-width: 809px) 100vw, 809px" /><p id="caption-attachment-1036" class="wp-caption-text">Foto: Screenshot Instagram, The Vagina Bible</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p><b>Es gibt nichts Gutes, außer man tut es: Was kann jede*r Einzelne dafür tun, dass weniger Diskriminierungen stattfinden? </b></p>
<p>Alles beginnt damit, dass man sich der eigenen Privilegien bewusst wird. Und dies am besten in allen Lebensbereichen. Daher lest viel, hört Podcasts, schaut euch Videos an und beginnt damit euer engsten Umkreis für Inhalte zu sensibilisieren. Der Teufel liegt bekanntermaßen im Detail und es können bereits kurze Gespräche oder Diskussionen die Welt von manchen nachhaltig verändern. Werdet aktiv, mischt euch ein, werdet laut, wenn notwendig, und das nicht nur in eurem Familien- oder Freund*innenkreis, sondern auch wenn ihr was auf der Straße beobachtet oder euch im Job auffällt. Jede*r einzelne der Gesellschaft trägt Verantwortung und dieser müssen wir nachkommen. Das Private ist schon längst politisch und mit Augen verdrehen wurde noch nichts verändert. Diese Verantwortung bedeutet aber auch, dass wir mit jenen Menschen in den Diskurs gehen, die augenscheinlich am anderen Ende des Meinungskontinuums liegen. Fatal finde ich, diesen Menschen von oben herab zu begegnen. Auch jenen Menschen, die sich vermeintlich als Feminist*innen bezeichnen, aber vieles nicht fertig denken. Schenken wir Ihnen Zeit, Kraft und Wissen, denn wie wollen wir sonst für ein Lauffeuer der Veränderung sorgen?</p>
<p><b>Woher nimmst du deine Inspirationen?</b></p>
<p>Mein Partner und mein Umfeld holt mich oftmals aus der Feminismus-Bubble raus und dafür bin ich sehr dankbar. Gelebte Wirklichkeiten sind sehr komplex und oftmals ein weiter Graubereich. Als Feministin 4.0 ist meine Quelle zum Gutteil aber im Social Media zu finden. Da kann ich jede*r die Empfehlung geben kleinen Accounts zu folgen, die euch nicht vordergründig irgendwas verkaufen wollen. Es gibt so viele junge Menschen, die Wissen und Informationen liefern, wie @fembroidery, @yugodeinesvertrauens, @ffabae, @immer.mxde und viele mehr. Herzlichen Dank auch auf diesem Weg dafür! Und wenn euch manche Inhalte aufrütteln oder an eure Grenzen bringen: ja, es tut kurz weh, wenn beispielsweise das Privilegien-Pflaster als Spiegel vorgehalten und dann ruckartig abgerissen wird, aber anders können wir uns nicht weiterentwickeln. Geht die Extrameile!</p>
<p><b>Hast du einen Buchtipp? </b></p>
<p>Schwierige Frage. Meine Leseliste ist bereits ellenlang und wird von Monat zu Monat noch länger. Richtige Pageturner und Klassiker der Fem*Literatur sind so ziemliche alles von Laurie Penny, Margarete Stokowski und Chimamanda Ngozi Adichie. Auf meinem Bücherstapel neben dem Bett ist ganz oben „Why I’m No Longer Talking to White People About Race“ zu finden und ich glaube, dass jede*r diese Buch lesen sollte!</p>
<p>Zwei tolle Neuerscheinungen möchte ich auch jede*r ans Herz legen: die tolle Hanna Herbst hat über Feminismus geschrieben („Feministin sagt man nicht“) und die Sorority haben einen wunderbaren Band zusammengestellt, der uns helfen soll bei Gesprächen gut zu kontern („No More Bullshit).</p>
<div id="attachment_1026" style="width: 1034px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1026" class="wp-image-1026 size-large" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/12/photo_2018-11-06_13-58-53-1024x871.jpg" alt="" width="1024" height="871" srcset="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/12/photo_2018-11-06_13-58-53-1024x871.jpg 1024w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/12/photo_2018-11-06_13-58-53-300x255.jpg 300w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/12/photo_2018-11-06_13-58-53-768x653.jpg 768w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/12/photo_2018-11-06_13-58-53.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><p id="caption-attachment-1026" class="wp-caption-text">Foto: The Vagina Bible, Agnes Hunyadi</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p><b>Wenn du drei Wünsche frei hättest, was würdest du dir hier und jetzt wünschen? </b></p>
<p>Was für eine gute Frage! Die Auswahl auf drei fällt wirklich schwer, aber ich versuche bei den Wünschen mal gesamtgesellschaftlich zu denken:</p>
<p>Bildung, Bildung, Bildung: Ich würde mir zuerst die dringend notwendige und schon ewig ausstehende Schulreform wünschen, die nicht nur zeitgemäßen Methoden der Wissensaneignung ermöglicht, sondern auch moderne Inhalte vermittelt. Schule, so wie wir sie kennen, hat sich in über 100 Jahren nicht verändert. Ich wünsche mir Schulbücher, die fernab von Stereotypen arbeiten und allen Schüler*innen Perspektiven bieten. Ich höre oft, dass erst beginnend mit der Schullaufbahn die starke Trennung zwischen Mann* und Frau* geebnet wird. Das muss aufhören!</p>
<p>Make kindness great (again)! Könnten wir bitte nicht Macht verherrlichen, sondern Held*innen des Alltags zu Vorbildern machen? Als Anhängerin der positiven Psychologie würde ich mir wünschen, dass Kinder und junge Erwachsene Karmapunkte anstatt Likes auf Social Media sammeln. Ich will T-Shirts mit der Aufschrift „You CAN sit with us“ sehen und Großzügigkeit und Warmherzigkeit zu einer erstrebenswerten Tugend machen. Deswegen be nice, it&#8217;s the new cool 🙂</p>
<p>Grundeinkommen für schutzbefohlene Gruppen: Die Statistiken sprechen eine traurige und schockierende Sprache. Frauen* verdienen im Schnitt 20% weniger, Alleinerziehende und deren Kinder, müssen an der Armutsgrenze oder darunter ihr Leben bestreiten und am Ende erhalten Frauen* noch 40% weniger Pension als Männer*. Ich würde mir wünschen, dass Regierungen jenen Gruppen ein Leben ermöglicht, das lebenswert und würdevoll ist. Wir wissen, dass Armut nicht nur vererbt wird, sondern der Nährboden für Stress, Krankheiten und Gewalt ist. Sie schürt Hass und Missgunst. Sie sucht nach Sündenböcken und schafft eine Stimmung, die Angst als Motor antreibt. Eine ängstliche Gesellschaft kann nichts Gutes hervorbringen und lässt uns zu unzufriedene Robotern in unseren quadratischen Nestern vereinsamen. Könnten wir das für ein und für allemal abschaffen?</p>
<p><em>Die Interviewfragen stellte Chrissi.</em></p>
<p><strong>Für mehr feministische Kunst, Aktivismus und Empowerment in Social Media: Folgt unbedingt &#8222;The Vagina Bible&#8220; auf <a href="https://www.instagram.com/thevaginabible">Instagram</a> und <a href="https://www.facebook.com/TheVagBible/">Facebook</a>.</strong></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://genderequalitymedia.org/the-vagina-bible/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>BILD-Shit Bingo</title>
		<link>https://genderequalitymedia.org/bild-shit-bingo/</link>
					<comments>https://genderequalitymedia.org/bild-shit-bingo/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Britta Häfemeier]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 May 2018 20:00:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[#Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[BILD]]></category>
		<category><![CDATA[activism]]></category>
		<category><![CDATA[bild]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[stopbildsexism]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://genderequalitymedia.org/?p=600</guid>

					<description><![CDATA[Ein paar Stunden auf bild.de oder doch eine Print-Ausgabe? Wie viel Zeit braucht die BILD-Redaktion wohl, für ein BINGO, Doppel-Bingo oder sogar um alle BILDshit-Begriffe zu verwurschteln? Wenn die BILD-Redaktion auf eines steht, dann sind das Neologismen. Sie vermischen sexualisierte Worte mit diversen Ereignissen, getrennt durch einen Bindestrich und schon klopft man sich in der Redaktion auf die Schultern: Ein &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color: #000000;">Ein paar Stunden auf bild.de oder doch eine Print-Ausgabe? Wie viel Zeit braucht die BILD-Redaktion wohl, für ein BINGO, Doppel-Bingo oder sogar um alle BILDshit-Begriffe zu verwurschteln?</span></p>
<p><span style="color: #000000;">Wenn die BILD-Redaktion auf eines steht, dann sind das Neologismen. Sie vermischen sexualisierte Worte mit diversen Ereignissen, getrennt durch einen Bindestrich und schon klopft man sich in der Redaktion auf die Schultern: Ein Neologismus wurde geboren, möglichst provokant, komprimiert, verharmlosend und in erster Linie hängengeblieben. So wurde das Magazin schon mit Fummel-Vorwürfen oder Sex-Monster bestückt &#8211; hier die kurze Übersetzung: Sexuelle Belästigung und Serien-Vergewaltiger. Good Job BILD! Der Echo für Kreativität geht an euch.</span></p>
<p><span style="color: #000000;">Was wäre die BILD, wenn sie nicht auch ein paar unangebrachte, überdimensionale Illustrationen für die Stories ihres Qualitätsjournalismus parat hätte? Nackte, weibliche Körperteile als visuelle Untermalung für die Artikel aus der Rubrik Unterhaltung &#8211; um welchen “Inhalt” es sich handelt, ist offensichtlich nur Nebensache. Von der Objektifizierung von Frauen, über die Verzerrung der Realität bis hin zur verharmlosung sexualisierter Gewalt hält die BILD-Redaktion ein große Bandbreite an unangebrachten Darstellung, auf wörtlicher und illustrativer Ebene, bereit &#8211; Diese versexte Zeitung kann doch immer wieder überraschen!</span></p>
<p><span style="color: #000000;">Um das Ganze erträglicher zu machen und weil wir humorlose Feminist*innen sind, haben wir für euch ein brandheißes BILD-Shit Bingo gebastelt. Einfach ausdrucken oder mit Freund*innen teilen.</span></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-604 size-full" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/05/BILDshit-Bingo1.png" alt="BILD-Shit Bingo" width="800" height="800" srcset="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/05/BILDshit-Bingo1.png 800w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/05/BILDshit-Bingo1-150x150.png 150w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/05/BILDshit-Bingo1-300x300.png 300w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/05/BILDshit-Bingo1-768x768.png 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Das BILD-Shit Bingo ist powered by Anna</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://genderequalitymedia.org/bild-shit-bingo/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
