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	<title>#unfollowpatriarchy &#8211; Gender Equality Media e.V.</title>
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	<description>Gegen medialen Sexismus</description>
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		<title>Zehn unverzichtbare Dinge aus 2019</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Britta Häfemeier]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 Dec 2019 12:14:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[#Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[#unfollowpatriarchy]]></category>
		<category><![CDATA[Activism]]></category>
		<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Feminizid]]></category>
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					<description><![CDATA[Vielleicht ist es ein guilty pleasure, vielleicht auch nur der Dezemberblues. Aber wir lieben Jahresrückblicke, vor allem wenn so viel los war wie 2019: Der Begriff &#8222;Femizid&#8220; oder eben &#8222;Frauenmord&#8220; findet immer stärker seinen Platz in den Medien, die Tampontax wird 2020 abgeschafft (nein, da können wir nicht nur den Kondomhersteller*innen danken), wir feierten 100 Jahre Frauenwahlrecht und die feministische &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color: #000000;"><strong>Vielleicht ist es ein guilty pleasure, vielleicht auch nur der Dezemberblues. Aber wir lieben Jahresrückblicke, vor allem wenn so viel los war wie 2019: Der Begriff &#8222;Femizid&#8220; oder eben &#8222;Frauenmord&#8220; findet immer stärker seinen Platz in den Medien, die Tampontax wird 2020 abgeschafft (nein, da können wir nicht nur den Kondomhersteller*innen danken), wir feierten 100 Jahre Frauenwahlrecht und die feministische Bewegung wird gefühlt immer stärker.</strong></span></p>
<p><span style="color: #000000;">Auch bei uns war viel los und wir konnten 2019 einige Meilensteine setzen, die wir im kommenden Jahr nur noch mehr festigen wollen. Für euch haben wir unsere 10 wichtigsten Meilensteine herausgesucht, auf die wir auch 2020 nicht verzichten wollen.<!--more--></span></p>
<h3><span style="color: #000000;">1. Kooperationen<br />
</span></h3>
<p><span style="color: #000000;">Zwei unserer Aktionen haben wir nicht alleine gewuppt, </span><span style="color: #993366;"><strong><a style="color: #993366;" href="https://genderequalitymedia.org/wenn-reconquista-internet-und-gender-equality-media-gemeinsame-sache-machen/">gemeinsam mit Reconquista Internet </a></strong></span><span style="color: #000000;">haben wir aufgezeigt, was Medien wirklich mit „Eifersuchtstragödie“, „Familiendrama“, „Sex-Täter“ oder „Sex-Sklavin“ meinen. In der heutigen Zeit, wo Rechtspopulismus und Antifeminismus weltweit wieder stärker werden, brauchen wir mehr Leute denn je, die sich dem Ganzen entgegensetzen! Nicht nur im Feminismus, Menschenrechte insgesamt sind bedroht und wenn wir uns organisieren, haben wir eine größere Schlagkraft.</span></p>
<div id="attachment_1229" style="width: 1034px" class="wp-caption aligncenter"><a style="color: #000000;" href="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/08/familiendrama.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1229" class="wp-image-1229 size-large" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/08/familiendrama-1024x578.jpg" alt="" width="1024" height="578" srcset="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/08/familiendrama-1024x578.jpg 1024w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/08/familiendrama-300x169.jpg 300w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/08/familiendrama-768x434.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a><p id="caption-attachment-1229" class="wp-caption-text"><span style="color: #000000;">Wenn aus einem Mord ein Schauspiel wird!</span></p></div>
<h3><span style="color: #000000;">2. Alternativen schaffen</span></h3>
<p><span style="color: #000000;">Mit<span style="color: #993366;"> <strong><a style="color: #993366;" href="https://genderequalitymedia.org/bildgewaltig-aktion-zum-tag-gegen-gewalt-gegen-frauen/">#KeineMehr haben wir zum</a> </strong><strong><a style="color: #993366;" href="https://genderequalitymedia.org/bildgewaltig-aktion-zum-tag-gegen-gewalt-gegen-frauen/">Tag gegen Gewalt gegen Frauen</a></strong> </span> eine gemeinsame Aktion ins Leben gerufen. Wir sind auf der suche nach Bilder für die mediale Berichterstattung. Denn die Bebilderung von Feminiziden (Frauenmorden) und geschlechtsbasierter Gewalt (z.b. häusliche Gewalt) zeigt in den meisten Medien die Frau in der Opferrolle. Mit den eingeschickten Fotos bauen wir eine alternative Bild-Datenbank auf, auf die Journalist*innen zurückgreifen können, wenn sie Bilder für ihren Bericht suchen.</span></p>
<h3><span style="color: #000000;">3. Offener Brief an dpa</span></h3>
<p><span style="color: #000000;">Schluss mit Familiendrama: Die Deutsche Presse-Agentur (dpa) feierte 2019 ihr 70-jähriges Jubiläum. Dies haben wir zum Anlass genommen und der Chefredaktion einen <strong><a style="color: #000000;" href="https://genderequalitymedia.org/dpa-reagiert-positiv-auf-offenen-brief-zum-jubilaeum/"><span style="color: #993366;">Offenen Brief</span></a> </strong>geschrieben. Zuerst reagierte der Nachrichtenchef Froben Homburger ziemlich positiv, später wurde verkündet, dass die dpa nun völlig auf Begriffe wie &#8222;Familiendrama&#8220; &amp; Co. verzichten wird.</span></p>
<h3><span style="color: #000000;">4. Adbusting Aktion in ganz Berlin</span></h3>
<p><span style="color: #000000;">Künstler*innen haben in ganz Berlin einfach mal unter #UNFOLLOWPATRIARCHY ein paar Plakate ausgetauscht &#8211; ein Schelm, wer böses denkt! <span style="color: #993366;"><a style="color: #993366;" href="https://genderequalitymedia.org/adbusting/"><strong>Mit einfachen Headlines wurde die Scheinheiligkeit der BILD-Zeitung ziemlich einfach enttarnt</strong>.</a> </span>Passender konnte der Zeitpunkt der Aktion gar nicht sein. Genau das Wochenende feierte sich die Presse auf ihrem jährlichen Presseball in Berlin selbst – wir feiern lieber die Künstler*innen und die Adbusting-Aktion! Denn in unseren Augen haben die großen Verlagshäuser gerade in Sachen Geschlechtergerechtigkeit nicht viel zu feiern, das beweisen auch unsere täglichen Medienscreenings.</span></p>
<p><a href="https://www.facebook.com/genderequalitymedia/videos/159823111567465/">https://www.facebook.com/genderequalitymedia/videos/159823111567465/</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="color: #000000;">5. Wir haben den NETTZ-Preis gewonnen!</span></h3>
<p><span style="color: #000000;">„Frauen sind am meisten von Hassrede im Netz betroffen. Sexistische print- und online Medien befeuern und legitimieren diese Hetze. Die Folgen sind Diskriminierung, Belästigungen und Gewalt – online und offline.“ Mit diesem Pitch und unserer Arbeit, die wir während des zweitägigen Community-Events von Das NETTZ – der Vernetzungsstelle gegen Hate Speech – in verschiedenen Workshops vorstellen konnten,<span style="color: #993366;"> <strong><a style="color: #993366;" href="https://genderequalitymedia.org/gewonnen-was-wir-mit-dem-preisgeld-vorhaben-und-wie-sexismus-und-hate-speech-zusammenhaengen/">haben wir den ersten Platz des Förderpreises gewonnen</a>.</strong></span></span></p>
<h3><span style="color: #000000;">6. Wir verbreiteten unsere Utopie auf der re:publica</span></h3>
<p><span style="color: #000000;">Wir waren Zeitreise und haben die Besucher*innen mit in unsere Utopie genommen: „Wir befinden uns im Jahr 2044 und blicken zurück auf das Jahr 2019, dem Jahr, in dem Feminist*innen auf der ganzen Welt sich verbündet haben um dem Patriarchat den Kampf anzusagen. Sie traten für einen intersektionalen Feminismus ein, der sich nicht nur gegen Sexismus, sondern auch gegen jede andere Form von Diskriminierung richtete. <a style="color: #000000;" href="https://19.re-publica.com/de/session/unfollowpatriarchy-wir-25-jahren-patriarchat-besiegten"><span style="color: #993366;"><strong>Hier gibt es unseren Vortrag noch einmal zum Nachhören als Podcast</strong>.</span></a></span></p>
<p><span style="color: #000000;"><img decoding="async" class="size-large wp-image-1324 aligncenter" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/12/Screenshot9-1024x442.png" alt="" width="1024" height="442" srcset="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/12/Screenshot9-1024x442.png 1024w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/12/Screenshot9-300x130.png 300w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/12/Screenshot9-768x332.png 768w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/12/Screenshot9.png 1137w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></span></p>
<h3><span style="color: #000000;">7. Share your power</span></h3>
<p><span style="color: #000000;">2019 waren wir als Expert*innen gefragt: Wir saßen auf Podien, moderierten feministische Veranstaltungen und gaben so viele Interviews wie noch nie. Es tut gut zu bemerken, dass sich unser ehrenamtlicher Aktivismus etabliert. <span style="color: #993366;"><strong><a style="color: #993366;" href="https://genderequalitymedia.org/custom-section/presse/">Hier findet ihr eine Auswahl von Presseberichten über und mit uns</a></strong>.</span></span></p>
<h3><span style="color: #000000;">8. Banden bilden</span></h3>
<p><span style="color: #000000;">Startschuss für unser neues und wahrscheinlich größtes Projekt: Zusammen mit Journalist*innen schaffen wir eine Initiative, um effizient eine diskriminierungsfreie Berichterstattung durchzusetzen. Im Rahmen eines ersten Runden Tisches wollen wir 2020 über mögliche Maßnahmen wie die Erarbeitung eines Code of Conduct, der Schaffung eines Netzwerks sowie Angebote für den journalistischen Nachwuchs nachdenken. #staytuned</span></p>
<h3><span style="color: #000000;">9. Unser Team</span></h3>
<p><img decoding="async" class="aligncenter wp-image-1326 size-medium" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/12/Screenshot10-294x300.png" alt="" width="294" height="300" srcset="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/12/Screenshot10-294x300.png 294w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/12/Screenshot10.png 516w" sizes="(max-width: 294px) 100vw, 294px" /></p>
<h3><span style="color: #000000;">10. Support your local feminists</span></h3>
<p><span style="color: #000000;">Wir arbeiten übrigens zu 100 Prozent ehrenamtlich. Wir stecken nicht nur Wut, Herz und Feminismus rein sondern auch Geld. Dafür brauchen wir deine Unterstützung &#8211; nur dann können wir wie bisher weitermacen. Bei <a style="color: #000000;" href="https://www.betterplace.org/de/projects/40156-sexismus-in-den-medien-bekampfen-unfollowpatriarchy"><strong><span style="color: #993366;">betterplace kannst du ganz einfach unseren gemeinnützigen Verein unterstützen</span></strong></a>. Und weil gute Taten belohnt werden und wir brandneues Merchandise haben, verlosen wir unter allen Spender*innen zwei Überraschungspakete.</span></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-283" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2017/11/gem.png" alt="GEM e.V. Logo" width="350" height="279" srcset="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2017/11/gem.png 350w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2017/11/gem-300x239.png 300w" sizes="(max-width: 350px) 100vw, 350px" /></p>
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		<title>Gewonnen! Was wir mit dem Preisgeld vorhaben und wie Sexismus und Hate Speech zusammenhängen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Britta Häfemeier]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Jul 2019 13:50:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[#Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[#unfollowpatriarchy]]></category>
		<category><![CDATA[Activism]]></category>
		<category><![CDATA[feminism]]></category>
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					<description><![CDATA[&#160; „Frauen* sind mit am meisten von Hassrede im Netz betroffen. Sexistische print- und online Medien befeuern und legitimieren diese Hetze. Die Folgen sind Diskriminierung, Belästigungen und Gewalt – online und offline.“ Mit diesem Pitch und unserer Arbeit, die wir während des zweitägigen Community-Events von Das NETTZ – der Vernetzungsstelle gegen Hate Speech – in verschiedenen Workshops vorstellen konnten, haben &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1175" style="width: 1034px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1175" class="wp-image-1175 size-large" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/07/62394488_1833518986749062_709353929569206272_o-1024x683.jpg" alt="" width="1024" height="683" srcset="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/07/62394488_1833518986749062_709353929569206272_o-1024x683.jpg 1024w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/07/62394488_1833518986749062_709353929569206272_o-300x200.jpg 300w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/07/62394488_1833518986749062_709353929569206272_o-768x512.jpg 768w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/07/62394488_1833518986749062_709353929569206272_o.jpg 1440w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><p id="caption-attachment-1175" class="wp-caption-text">Andi Weiland / Das NETTZ</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>„Frauen* sind mit am meisten von Hassrede im Netz betroffen. Sexistische print- und online Medien befeuern und legitimieren diese Hetze. Die Folgen sind Diskriminierung, Belästigungen und Gewalt – online und offline.“ Mit diesem Pitch und unserer Arbeit, die wir während des <a href="https://www.das-nettz.de/ce19-community-event-2019-so-gross-und-vielfaeltig-wie-nie-zuvor">zweitägigen Community-Events</a> von Das NETTZ – der Vernetzungsstelle gegen Hate Speech – in verschiedenen Workshops vorstellen konnten, haben wir den ersten Platz des Förderpreises gewonnen.<span id="more-1174"></span></strong></p>
<p>#UnfollowPatriarchy war eines von 10 Projekten, die sich in der finalen Runde in Berlin um den Förderpreis 2019 bewarben. Der Förderpreis wird seit 2017 jährlich auf der NETTZ-Community-Veranstaltung verliehen, um Initiativen zu unterstützen, die Hassrede entgegenwirken. Denn, so schreibt Das <a href="https://www.das-nettz.de/">NETTZ auf seiner Seite,</a> „Hate Speech im Netz ist zu einem gesellschaftlich breiten und dringlichen Thema avanciert“.</p>
<div id="attachment_1176" style="width: 1034px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1176" class="wp-image-1176 size-large" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/07/FINAL-NETTZ-Förderpreis-Plakat-1024x723.jpg" alt="" width="1024" height="723" srcset="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/07/FINAL-NETTZ-Förderpreis-Plakat-1024x723.jpg 1024w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/07/FINAL-NETTZ-Förderpreis-Plakat-300x212.jpg 300w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/07/FINAL-NETTZ-Förderpreis-Plakat-768x542.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><p id="caption-attachment-1176" class="wp-caption-text">NETTZ Förderpreis Plakat / Gender Equality Media e.V.</p></div>
<p>Mit #UnfollowPatriarchy decken wir medialen Sexismus auf, konfrontieren die verantwortlichen Journalist*innen persönlich und fordern Verbesserungen, vor allem auf Twitter <a href="https://twitter.com/gem_ev_">(@gem_ev_</a>). Als Grundlage screenen wir dazu täglich die größten Medien Deutschlands. Um diese Arbeit aber noch effizienter zu machen, wollen wir nun ein neues Tool ausprobieren. Darum wird das Förderpreisgeld die Programmierung eines Webcrawlers fließen, der uns dabei hilft, systematisch Belege für medialen Sexismus zu sammeln.</p>
<p><b>Der Zusammenhang von medialem Sexismus und online Hate Speech</b></p>
<p>Private Medien sowie die öffentlich-rechtliche Presse genießen auch im digitalen Zeitalter, trotz einem reichen Nebenangebot, ein vorherrschendes Informationsmonopol. Über ihre Repräsentation in sozialen Netzwerken sowie Kommentarfunktionen bieten sie Menschen ein Forum für den Austausch von Ideen und Informationen und tragen zur öffentlichen Debatte sowie Meinungsbildung bei. Somit stärken sie auch Demokratie und Vielfalt. Das klingt alles schön und gut. Aber viele Medien kommen ihrer gesellschaftlichen Verantwortung nicht nach, da sie regelmäßig Frauen* und marginalisierte Gruppen unterrepräsentieren, objektivizieren und diskriminieren. Sexistische und rassistische Berichterstattung hält somit das Patriarchat aufrecht; sie unterstützen die gesellschaftliche Unterordnung und Diskriminierung von  Frauen* offline und online.</p>
<p><strong>Wer bekommt Hate Speech ab?</strong></p>
<p>Dass sich die gesellschaftlichen Strukturen unserer offline-Realitäten viel zu oft auch in unseren digitalen Welten widerspiegeln, ist spätestens seit letztem Herbst eine traurige Gewissheit. Damals veröffentlichte Amnesty International als erste Internationale Menschenrechtsorganisation eine Studie zu online Hate Speech gegen Frauen*. Laut dieser Studie werden fast <a href="https://www.amnesty.de/informieren/artikel/toxictwitter-hass-gegen-frauen-im-netz">1/4 der Online-User*innen mindestens einmal in ihrem Leben Opfer von Hate Speech</a>. Jede* zehnte ist dabei unter fünfzehn Jahre alt. Frauen*, welche sich im digitalen Raum besonders laut gegen die patriarchalen Strukturen wehren, sind dabei überdurchschnittlich oft betroffen. Hassredner*innen zielen darauf ab diese Frauen* sowie Mitlesende zum schweigen zu bringen, einzuschüchtern, zu beschämen und zu demütigen. Der Grund dafür? Die Angreifer sehen sie als Gefahr für die Aufrechterhaltung des Patriarchats, also jenem System, von welchem sie als Männer selbst bevorteilt werden. Leider sind diese respektlosen und teilweise rechtswidrigen Hasspraktiken häufig erfolgreich. Nicht selten ziehen sich die betroffen Frauen* temporär oder sogar permanent aus dem Internet zurück. Generell denken Frauen* deswegen <a href="https://www.amnesty.org/en/latest/research/2018/03/online-violence-against-women-chapter-5/#topanchor">immer häufiger darüber nach, was sie im Netz veröffentlichen und schränken so maßgeblich ihre digitalen Präsenz ein</a>. Sollte dieser Trend anhalten, würde das in Zukunft auch zu einem demokratischen Defizit führen. Doch es regt sich Widerstand dagegen, vor allem digital. Das <a href="https://no-hate-speech.de/">No Hate Speech Movement</a> oder der <a href="https://hassmelden.de/?fbclid=IwAR33LTMtsvDsM6dHuQPGpQuQUpQEC027MFUlTap4ZIDCovh4WrttIROq3w8">Hassreport von Reconquista Internet</a> stehen dabei neben #UnfollowPatriarchy an vorderster Front.</p>
<p><strong>Kulturwandel muss her!</strong></p>
<p>Unser Beitrag zu einer digitalen Kultur, in der sich alle frei und respektvoll ausdrücken können, ist Medienbeobachtung &#8211; und aktive Kritik. Die großen Medien, die wir wöchentlich screenen und deren sexistische Berichterstattung dokumentieren, haben insgesamt mehr als 11,5 Millionen Follower*innen auf Twitter. Im digitalen Zeitalter bedeutet das vor allem eins: Einfluss. Und damit auch Verantwortung. Medien müssen mit sexistischen Journalismus aufhören und stattdessen einen Platz für Geschichten über Online-Hass bieten, um nicht nur unser Bewusstsein für dieses Phänomen zu schärfen, sondern auch für die Vielfalt unserer Gesellschaft einzutreten.</p>
<p>In Zeiten, in denen rechte populistische Parteien an Aufwind gewinnen und die Rechte der Frauen durch Kirche und Staat immer weiter zurückgedrängt werden, sind sexistische und rassistische Berichterstattung gefährlicher denn je. In einer hoch technologisierten Zeit propagieren und legitimieren Medien so das Patriarchat in ungeahntem Ausmaß. Unsere Kampagne stellt sich dem aktiv entgegen. Follow us. #UnfollowPatriarchy.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Anne Jacob + Elizabeth Avila González </em></p>
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		<title>Die Presse feiert sich selbst &#8211; wir feiern lieber die Streetart-Szene</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Britta Häfemeier]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 13 Jan 2019 17:24:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[#unfollowpatriarchy]]></category>
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					<description><![CDATA[Was für ein Wochenende! Künstler*innen haben in ganz Berlin einfach mal ein paar Plakate ausgetauscht. Mit einfachen Headlines wurde die Scheinheiligkeit der BILD-Zeitung ziemlich einfach enttarnt. Passender konnte der Zeitpunkt der Aktion gar nicht sein. Dieses Wochenende feierte sich die Presse auf ihrem jährlichen Presseball in Berlin selbst – wir feiern lieber die Künstler*innen und die Adbusting-Aktion! Denn in unseren &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong><i>Was für ein Wochenende! Künstler*innen haben in ganz Berlin einfach mal ein paar Plakate ausgetauscht. Mit einfachen Headlines wurde die Scheinheiligkeit der BILD-Zeitung ziemlich einfach enttarnt.</i></strong><span id="more-1109"></span></p>

<a href='https://genderequalitymedia.org/adbusting/img_0337/'><img loading="lazy" decoding="async" width="300" height="225" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/01/IMG_0337-300x225.jpg" class="attachment-medium size-medium" alt="" srcset="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/01/IMG_0337-300x225.jpg 300w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/01/IMG_0337-768x576.jpg 768w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/01/IMG_0337-1024x768.jpg 1024w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a>
<a href='https://genderequalitymedia.org/adbusting/img_0363/'><img loading="lazy" decoding="async" width="300" height="225" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/01/IMG_0363-300x225.jpg" class="attachment-medium size-medium" alt="" srcset="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/01/IMG_0363-300x225.jpg 300w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/01/IMG_0363-768x576.jpg 768w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/01/IMG_0363-1024x768.jpg 1024w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a>
<a href='https://genderequalitymedia.org/adbusting/img_0373/'><img loading="lazy" decoding="async" width="300" height="225" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/01/IMG_0373-300x225.jpg" class="attachment-medium size-medium" alt="" srcset="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/01/IMG_0373-300x225.jpg 300w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/01/IMG_0373-768x576.jpg 768w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/01/IMG_0373-1024x768.jpg 1024w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a>

<p>Passender konnte der Zeitpunkt der Aktion gar nicht sein. Dieses Wochenende feierte sich die Presse auf ihrem jährlichen Presseball in Berlin selbst – wir feiern lieber die Künstler*innen und die Adbusting-Aktion! Denn in unseren Augen haben die großen Verlagshäuser gerade in Sachen Geschlechtergerechtigkeit nicht viel zu feiern, das beweisen auch unsere <a href="https://genderequalitymedia.org/heisse-feger-fette-kugeln-wie-weihnachten-patriarchat-und-kapitalismus-zusammenhaengen-unser-medienscreening-dezember/">täglichen Medienscreenings</a>. Täglich wird Gewalt an Frauen* verharmlost, wird die Lebensleistung von Frauen* systematisch entnannt, werden Frauen* als Lustobjekte dargestellt und auf ihre Körper reduziert. Besonders auffällig dabei: die BILD-Zeitung. Die auflagenstärkste Zeitung Europas platziert Sexismus täglich in Print und online. Das nackte BILD-Girl, für dessen Abschaffung sich auch unser Kampagnenvorläufer #StopBildSexism eingesetzt hat, spielt inzwischen zweite Geige. Trotzdem ist mit dem Sexismus nicht Schluss, die Redaktion um Julian Reichelt platziert täglich Sexismus in dem Boulevardblatt. Deshalb freuen wir uns auch besonders, dass es bei der Adbusting-Aktion die BILD erwischt hat! Insbesondere freut es uns, dass es noch mehr Menschen gibt, die von sexistischen Medien ebenso genervt sind wie wir – und das sollten die großen Verlagshäuser dieses Landes auch endlich verstehen lernen.</p>
<p>Und nein, liebe Kritiker*innen, es geht uns dabei nicht um Zensur.<a href="https://genderequalitymedia.org/heisse-feger-fette-kugeln-wie-weihnachten-patriarchat-und-kapitalismus-zusammenhaengen-unser-medienscreening-dezember/"> Im Gegenteil, wir wollen, dass strukturelle Benachteiligungen von Frauen* und queeren Menschen genauso thematisiert wird, wie Gewalt gegen Frauen*.</a> Was wir wollen, ist die Welt nicht mehr aus den Augen von Sexist*innen sehen. Wir wollen eine vielfältige Berichterstattung, die alle Menschen mitdenkt und niemanden diskriminiert und herabwürdigt.</p>
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		<title>Ralf Schuler still loves patriarchy</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Britta Häfemeier]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 Nov 2018 20:50:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[#unfollowpatriarchy]]></category>
		<category><![CDATA[Patriarchat]]></category>
		<category><![CDATA[Ralf]]></category>
		<category><![CDATA[Schuler]]></category>
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					<description><![CDATA[GEM fing als Kampagne gegen den Sexismus in der Bild-Zeitung an, und so waren unsere ersten “Gesprächspartner” notwendigerweise auch die Redakteur*innen dieser Zeitung. Sexismus bekämpfen, das hat vor allem damit zu tun, auch die anzusprechen, die sexistische Inhalte erstellen, verbreiten und befürworten. Ralf Schuler, Anfang 2015 Ressortleitung Politik bei der Bild, war sehr eifrig bei der Sache, wenn es um &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>GEM fing als Kampagne gegen den Sexismus in der Bild-Zeitung an, und so waren unsere ersten “Gesprächspartner” notwendigerweise auch die Redakteur*innen dieser Zeitung. Sexismus bekämpfen, das hat vor allem damit zu tun, auch die anzusprechen, die sexistische Inhalte erstellen, verbreiten und befürworten. Ralf Schuler, Anfang 2015 Ressortleitung Politik bei der Bild, war sehr eifrig bei der Sache, wenn es um die Verbreitung der sexitsichen Inhalte ging. Bezeichnend war vor allem die selbstverständliche Art und Weise, wie er diesen Sexismus verteidigte.<br />
Im Laufe unserer Arbeit konnten wir medialen Sexismus grob in vier Kategorien einsortieren, die wir als Probleme in unserem <a href="https://genderequalitymedia.org/custom-section/forderungen/">Forderungskatalog</a> näher erklären.<br />
Ralf Schuler hat in seinen Tweets Frauen aus der Unterhaltungsbranche als “Die Damen” oder “diese Frauen“ tituliert, eben doch “selbst schuld” (siehe Screenshots) sind, wenn sie “sich hemmungslos” vermarkten. Ein Statement, das tief blicken lässt, da es zum einen die Berichterstattung der Bild über diese Frauen ganz klar als etwas für sie negatives und nachteiliges definiert. Zum anderen zugibt, dass dieses negative Resultat die alleinige Schuld “dieser Frauen” ist, die das selbst zu verantworten haben.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone  wp-image-912" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/11/tweet-7.jpg" alt="" width="338" height="196" srcset="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/11/tweet-7.jpg 639w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/11/tweet-7-300x174.jpg 300w" sizes="(max-width: 338px) 100vw, 338px" /><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone  wp-image-905" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/11/schuler-3.jpg" alt="" width="210" height="198" /></p>
<p>Diese Haltung thematisierten wir bei ihm, seine Haltung blieb stur: Peinlich sei nicht seine Position, peinlich sei es ”sich so zu vermarkten”.  Die Haltung, Frauen seien selbst schuld an dieser Art von Berichterstattung, wiederholt er des öfteren.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone  wp-image-901" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/11/Schuler-1.jpg" alt="" width="369" height="446" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone  wp-image-906" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/11/schuler-2.jpg" alt="" width="357" height="446" srcset="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/11/schuler-2.jpg 744w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/11/schuler-2-240x300.jpg 240w" sizes="(max-width: 357px) 100vw, 357px" /></p>
<p>Wir ließen in unserer Ansprache nicht locker, und so schrieb er im April 2015 Kristina Lunz, Gründerin von StopBildSexism, einen Brief um seines Erachtens den Sachverhalt “zu klären”.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone  wp-image-914" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/11/brief-3.jpg" alt="" width="429" height="101" srcset="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/11/brief-3.jpg 837w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/11/brief-3-300x71.jpg 300w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/11/brief-3-768x181.jpg 768w" sizes="(max-width: 429px) 100vw, 429px" /></p>
<p>Nach Angaben von Ralf Schuler ist die Bild natürlich neutral und Frauen haben doch eigentlich auch alle möglichen Chancen. Nur scheint es eben so, dass Frauen* eben auch Sachen machen, die “typisch Frau” sind. Nach Schuler entscheiden sich Frauen eben ganz bewusst für ein Start-up das eben Schnittblumen verkauft, und wählen auch aus reinem Interesse weniger MINT-Fächern (also Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) an der Universität, weil das eben die Natur der Frau ist. Klar, dass sie dann weniger verdienen!!</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone  wp-image-916" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/11/brief-von-ralf.jpg" alt="" width="480" height="459" srcset="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/11/brief-von-ralf.jpg 818w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/11/brief-von-ralf-300x287.jpg 300w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/11/brief-von-ralf-768x734.jpg 768w" sizes="(max-width: 480px) 100vw, 480px" /></p>
<p>Im Grunde ist alles ganz einfach zu erklären. Biologie eben!</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone  wp-image-915" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/11/ralf-brief-2.jpg" alt="" width="446" height="288" srcset="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/11/ralf-brief-2.jpg 864w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/11/ralf-brief-2-300x194.jpg 300w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/11/ralf-brief-2-768x496.jpg 768w" sizes="(max-width: 446px) 100vw, 446px" /></p>
<p>Mitte Juli 2015 verfasste Kristina eine Antwort, in der sie Ralf Schuler auf die Lebensrealitäten von Frauen hinwies und seine biologistischen Pseudo-wissenschaftlichen Standpunkte entlarvte.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone  wp-image-918" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/11/brief-1-1024x591.jpg" alt="" width="476" height="275" srcset="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/11/brief-1-1024x591.jpg 1024w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/11/brief-1-300x173.jpg 300w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/11/brief-1-768x444.jpg 768w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/11/brief-1.jpg 1063w" sizes="(max-width: 476px) 100vw, 476px" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone  wp-image-917" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/11/brief-2-1024x520.jpg" alt="" width="487" height="247" srcset="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/11/brief-2-1024x520.jpg 1024w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/11/brief-2-300x152.jpg 300w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/11/brief-2-768x390.jpg 768w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/11/brief-2.jpg 1287w" sizes="(max-width: 487px) 100vw, 487px" /></p>
<p>Diesen Brief ließ Ralf Schuler unkommentiert. An seiner Berichterstattung änderte er weiterhin nichts. Über Vergewaltigung schrieb er weiterhin mit Schlagzeilen wie “Sex-Täter” oder “Sex-Skandal”<br />
<img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone  wp-image-903" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/11/schuler-5.jpg" alt="" width="263" height="381" srcset="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/11/schuler-5.jpg 661w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/11/schuler-5-207x300.jpg 207w" sizes="(max-width: 263px) 100vw, 263px" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone  wp-image-902" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/11/schuler-6.jpg" alt="" width="313" height="370" srcset="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/11/schuler-6.jpg 646w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/11/schuler-6-253x300.jpg 253w" sizes="(max-width: 313px) 100vw, 313px" /></p>
<p>Ralf Schuler hat an seiner Berichterstattung in den letzten drei Jahren nichts geändert, mehr noch, sein Frauenhass ist noch stärker nach vorne getreten. Das erkennt man vor allem daran, dass er seine sexistischen und antifeministischen Standpunkte auch dann verteidigt, wenn sogar die Bild-Redaktion auf unsere Anfrage hin eine Schlagzeile korrigiert.</p>
<p>Die Bild-Redaktion postete am 5. Oktober 2018 einen Bericht über die Noberpreisträger*innen Nadia Murad und Denis Mukwege. Die Schlagzeile?  “Friedensnobelpreis für ISIS-Sexsklavin und Arzt”. “Sex-Sklavin” ist an Fetischisierung kaum zu übertreffen. Ein Porno-Begriff, um die Vergewaltigung einer Frau zur Unterhaltung zu machen und auszuschlachten. Schuler twitterte die Schlagzeile &#8211; und antwortete auch wie gewohnt uneinsichtig auf unseren Kommentar.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone  wp-image-907" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/11/isis-1.jpg" alt="" width="264" height="440" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone  wp-image-908" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/11/tweet-isis-2.jpg" alt="" width="299" height="424" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone  wp-image-911" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/11/isis-3.jpg" alt="" width="286" height="316" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone  wp-image-910" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/11/isis-4.jpg" alt="" width="287" height="308" /></p>
<p>Die Redaktion korrrigierte währenddessen die Schlagzeile zu “Nadia Murad und Denis Mukwege erhalten Friedensnobelpreis.” Ralf Schulers Reaktion darauf zeigt aber wieder deutlich, dass die vorherige Schlagzeile für ihn kein Versehen war. Er twitterte die neue Schlagzeile mit einem eigenen Tweet, wobei er erneut den alten Titel verwendete: “Friedensnobelpreis für Ex-ISIS- Sexsklavin und Arzt.”</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone  wp-image-909" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/11/isis-5.jpg" alt="" width="364" height="293" /></p>
<p>Ralf Schuler zeigt, dass sein Sexismus und Anti-Feminismus eine bewusste Entscheidung ist, die er auch nach Ansprache bewusst verteidigt. Er ist eine sexitische und antifeministische Haltung ist in seiner Machtposition ein Hindernis für eine gleichberechtigte Gesellschaft. Seine redaktionelle Arbeit in der Bild prägt dabei Millionen von Menschen bewusst mit seiner rückständigen Haltung. Nach erfolgloser Korrespondenz seit 2015, erlauben wir uns daher Ralf Schuler in der “Still Loving patriarchy” als Verteidiger des Patriarchats, und damit als großes Hindernis auf dem Weg zu einer gleichberechtigten Medienwelt aufzunehmen.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Julian Reichelt still loves patriarchy</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Britta Häfemeier]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 Nov 2018 20:06:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[#unfollowpatriarchy]]></category>
		<category><![CDATA[Julian]]></category>
		<category><![CDATA[Patriarchat]]></category>
		<category><![CDATA[Reichelt]]></category>
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					<description><![CDATA[Mit unserer neuen Kampagne #UnfollowPatriarchy geben wir dem Sexismus in den Medien ein Gesicht. Auf www.unfollowpatriarchy.com werden sexistische und patriarchale Entscheidungsträger*innen gesammelt. Denn jeder sexistischer Beitrag ist ein Angriff auf den Feminismus. Wir nehmen Sexismus persönlich! Was ist das sexistische Schrabbelblatt Deutschlands? Richtig die BILD! Kritiker*innen könnten meinen, wir haben uns an an der Redaktion festgebissen. Stimmt auch, denn unsere &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><i>Mit unserer neuen Kampagne #UnfollowPatriarchy geben wir dem Sexismus in den Medien ein Gesicht. Auf </i><a href="http://www.unfollowpatriarchy.com"><i>www.unfollowpatriarchy.com</i></a><i> werden sexistische und patriarchale Entscheidungsträger*innen gesammelt. Denn jeder sexistischer Beitrag ist ein Angriff auf den Feminismus. Wir nehmen Sexismus persönlich!</i></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-879 aligncenter" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/11/Julian-Reichelt_Foto-Twitter.png" alt="" width="590" height="368" /><i></i></p>
<p>Was ist das sexistische Schrabbelblatt Deutschlands? Richtig die BILD! Kritiker*innen könnten meinen, wir haben uns an an der Redaktion festgebissen. Stimmt auch, denn unsere mehrjährige Kampagnenarbeit mit #StopBildSexism hat uns nur noch einmal verdeutlicht, dass bei der BILD Journalist*innen sitzen, die ganz bewusst Sexismus einsetzen und diesen jeden Tag online und in Print platzieren! Ganz vorne mit dabei ist Julian Reichelt- der alleinige Chefredakteur für Print und Digitales. Für unser Projekt “<a href="https://www.unfollowpatriarchy.com/stilllovingpatriarchy.html">Still &lt;3 patriarchy</a>” haben wir einen sehr genauen Fahrplan: Was muss passieren, um einen Platz auf der Website zu bekommen? Ein sexistisches Bild hier, ein schiefes Wort da?  Nein, wir wollen Journalist*innen nicht bloßstellen – Fehler machen wir alle, und im besten Fall lernen wir daraus. Wir wollen die Journalist*innen zur Verantwortung ziehen, die Sexismus mit System in ihrer Arbeit einsetzen. Daran orientieren wir uns an unserem <a href="https://genderequalitymedia.org/custom-section/forderungen/">öffentlichen Forderungspaket.</a></p>
<p>Julian Reichelt trägt die Verantwortung, dass in der BILD sexualisierte Gewalt regelmäßig verharmlost wird. Selbst bei Straftaten, wie Vergewaltigung und Missbrauch gilt “Sexismus sells”. Dabei denkt die Redaktion sich immer wieder Wortschöpfungen wie “Sex-Attacke”, “Sex-Mord” oder “Sex-Gangster” aus, sie sollen Spannung erzeugen und ziemlich sicher auch die Klickzahlen erhöhen. Nun wissen wir aber, dass eine Vergewaltigung bestimmt kein Sex ist. Hier wird ganz klar ein Gewaltverbrechen verharmlost.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-883 alignleft" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/11/Sexmord.jpg" alt="" width="292" height="261" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-882" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/11/sex_skandal_trump-partei.jpg" alt="" width="258" height="256" /></p>
<p><i>“Ein Bühnenstück [&#8230;] in der eine Handlung durch die beteiligten Personen auf der Bühne dargestellt wird”</i> oder ein <i>“Schauspiel mit tragischem Ausgang”</i>, so definiert der Duden das Wort “Drama”. Wenn bei der Bild von einem “Drama” gesprochen wird, berichtet die Redaktion eigentlich über Femizide, Partnerschaftsgewalt, oder über toxische Männlichkeit. Das Wort “Drama” impliziert zum einen die Einmaligkeit der Tat, zum anderen erzeugt es aber auch den Eindruck, es handele sich lediglich um einen traurigen Einzelfall. Dabei steckt in Wirklichkeit systematische Gewalt dahinter. 2016 wurden 158 Frauen durch ihren aktuellen oder ehemaligen Partner getötet, 211 überlebten den Mordversuch oder den versuchten Totschlag. Die Bild sammelt indes ihre “Familien-Dramen” in einer <a href="https://www.bild.de/themen/specials/familiendrama/inland-nachrichten-news-fotos-videos-19310516.bild.html">eigenen Rubrik</a>.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-877" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/11/drama_hirnkrankheit.jpg" alt="" width="303" height="302" /><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-884" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/11/unnamed-file.png" alt="" width="347" height="284" /></p>
<p>Es ist nun aber nicht so, dass die BILD-Redakteur*innen unter Julian Reichelt glauben, ein Mord wäre immer nur ein <i>“Schauspiel mit tragischem Ausgang”</i>. Denn wenn über einen Mord in einer muslimischen Familie berichtet wird, werden sofort ganz andere Worte gefunden. Mit Rekordgeschwindigkeit wird das Wort “Ehrenmord” in die Tastatur gehauen &#8211; ein Begriff der alle Taten einschließt, die mit toxischer Männlichkeit tun haben. Gewalt gegen Frauen ist für die Bild also erst dann ein Problem, wenn eine Religion erkennbar ist. Die Tatsache, dass diese Straftaten immer einem falschen Männlichkeitsbild entspringen und es insgesamt ein systemisches, gesamtgesellschaftliches Problem ist, wird damit total verschleiert. Viel mehr wird rassistisch gehetzt und das im großen Stil.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-878" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/11/ehrenmord.png" alt="" width="640" height="173" /></p>
<p>Jetzt kommen wir zu der Lieblingsdisziplin der BILD: Sexualisierung und die Herabwürdigung von Frauen. Frauen werden ständig auf ihr Äußeres reduziert und sexualisiert. Dies geschieht oft über Paparazzi, die sie leicht bekleidet oder in verletzlichen Positionen zeigen. Solche Fotos spiegeln die weit verbreitete problematische Annahme wieder, dass die Gesellschaft ein Recht darauf hat die Körper dieser Frauen – auch halbnackt – zu sehen und zu bewerten. Die BILD spielt konkret mit den Fotos und kommentiert einzelne Körperteile in ihren Überschriften.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-876" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/11/Cm1JO75W8AAojox-1024x1007.jpg" alt="" width="320" height="315" /><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-875" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/11/Basketball.jpg" alt="" width="315" height="317" /></p>
<p>Diese gezeigten Beispiele haben wir hundertfach von der BILD. Im Rahmen unserer Kampagne #StopBildSexism konfrontieren wir die Redaktion seit vier Jahren mit ihrer sexistischen Berichterstattung &#8211; vergebens wie wir alle wissen. Außer abfällige Bemerkungen, Beleidigungen und fadenscheinige Ausreden kam nichts bei uns an.<br />
<img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-881" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/11/Screenshot38.png" alt="" width="281" height="210" srcset="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/11/Screenshot38.png 751w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/11/Screenshot38-300x225.png 300w" sizes="(max-width: 281px) 100vw, 281px" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-880" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/11/Screenshot37.png" alt="" width="349" height="202" /></p>
<p>Julian Reichelt, der alleinige Chefredakteur, sieht sich selbst als unfehlbaren Journalisten. Er gibt kaum Fehler zu. Die Scheinheiligkeit vom <a href="https://meedia.de/2018/03/23/das-miomiogate-protokoll-so-arbeitet-die-titanic-den-juso-satire-coup-gegen-die-bild-auf/">#miomiogate</a> erinnert an den erfundenen <a href="https://bildblog.de/86448/bild-fuettert-rechte-hetzer-mit-sex-mob-geruecht/">„Sex-Mob“ in Frankfurt</a>. BILD hatte die Geschichte auch damals dankbar übernommen, sie ebenso ohne Überprüfung verbreitet und somit rechte Hetze legitimiert. Sexismus hat immer mit Macht zu tun. Und bei der BILD zählt nach wie vor Macht, Kontrolle und Hierarchien &#8211; die journalistische Ausgeburt des Patriarchats sozusagen. Mit ganz viel Sexismus, kombiniert mit einer Prise rechtskonservativer Polemik und Hetze: So fährt Julian Reichelt seinen Kampagnenjournalismus und hat einen Platz auf <a href="http://www.unfollowpatriarchy.com">www.unfollowpatriarchy.com</a> mehr als verdient.</p>
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