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	<title>Patriarchat &#8211; Gender Equality Media e.V.</title>
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	<description>Gegen medialen Sexismus</description>
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		<title>Zehn unverzichtbare Dinge aus 2019</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Britta Häfemeier]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 Dec 2019 12:14:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[#Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[#unfollowpatriarchy]]></category>
		<category><![CDATA[Activism]]></category>
		<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
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					<description><![CDATA[Vielleicht ist es ein guilty pleasure, vielleicht auch nur der Dezemberblues. Aber wir lieben Jahresrückblicke, vor allem wenn so viel los war wie 2019: Der Begriff &#8222;Femizid&#8220; oder eben &#8222;Frauenmord&#8220; findet immer stärker seinen Platz in den Medien, die Tampontax wird 2020 abgeschafft (nein, da können wir nicht nur den Kondomhersteller*innen danken), wir feierten 100 Jahre Frauenwahlrecht und die feministische &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color: #000000;"><strong>Vielleicht ist es ein guilty pleasure, vielleicht auch nur der Dezemberblues. Aber wir lieben Jahresrückblicke, vor allem wenn so viel los war wie 2019: Der Begriff &#8222;Femizid&#8220; oder eben &#8222;Frauenmord&#8220; findet immer stärker seinen Platz in den Medien, die Tampontax wird 2020 abgeschafft (nein, da können wir nicht nur den Kondomhersteller*innen danken), wir feierten 100 Jahre Frauenwahlrecht und die feministische Bewegung wird gefühlt immer stärker.</strong></span></p>
<p><span style="color: #000000;">Auch bei uns war viel los und wir konnten 2019 einige Meilensteine setzen, die wir im kommenden Jahr nur noch mehr festigen wollen. Für euch haben wir unsere 10 wichtigsten Meilensteine herausgesucht, auf die wir auch 2020 nicht verzichten wollen.<!--more--></span></p>
<h3><span style="color: #000000;">1. Kooperationen<br />
</span></h3>
<p><span style="color: #000000;">Zwei unserer Aktionen haben wir nicht alleine gewuppt, </span><span style="color: #993366;"><strong><a style="color: #993366;" href="https://genderequalitymedia.org/wenn-reconquista-internet-und-gender-equality-media-gemeinsame-sache-machen/">gemeinsam mit Reconquista Internet </a></strong></span><span style="color: #000000;">haben wir aufgezeigt, was Medien wirklich mit „Eifersuchtstragödie“, „Familiendrama“, „Sex-Täter“ oder „Sex-Sklavin“ meinen. In der heutigen Zeit, wo Rechtspopulismus und Antifeminismus weltweit wieder stärker werden, brauchen wir mehr Leute denn je, die sich dem Ganzen entgegensetzen! Nicht nur im Feminismus, Menschenrechte insgesamt sind bedroht und wenn wir uns organisieren, haben wir eine größere Schlagkraft.</span></p>
<div id="attachment_1229" style="width: 1034px" class="wp-caption aligncenter"><a style="color: #000000;" href="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/08/familiendrama.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1229" class="wp-image-1229 size-large" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/08/familiendrama-1024x578.jpg" alt="" width="1024" height="578" srcset="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/08/familiendrama-1024x578.jpg 1024w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/08/familiendrama-300x169.jpg 300w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/08/familiendrama-768x434.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a><p id="caption-attachment-1229" class="wp-caption-text"><span style="color: #000000;">Wenn aus einem Mord ein Schauspiel wird!</span></p></div>
<h3><span style="color: #000000;">2. Alternativen schaffen</span></h3>
<p><span style="color: #000000;">Mit<span style="color: #993366;"> <strong><a style="color: #993366;" href="https://genderequalitymedia.org/bildgewaltig-aktion-zum-tag-gegen-gewalt-gegen-frauen/">#KeineMehr haben wir zum</a> </strong><strong><a style="color: #993366;" href="https://genderequalitymedia.org/bildgewaltig-aktion-zum-tag-gegen-gewalt-gegen-frauen/">Tag gegen Gewalt gegen Frauen</a></strong> </span> eine gemeinsame Aktion ins Leben gerufen. Wir sind auf der suche nach Bilder für die mediale Berichterstattung. Denn die Bebilderung von Feminiziden (Frauenmorden) und geschlechtsbasierter Gewalt (z.b. häusliche Gewalt) zeigt in den meisten Medien die Frau in der Opferrolle. Mit den eingeschickten Fotos bauen wir eine alternative Bild-Datenbank auf, auf die Journalist*innen zurückgreifen können, wenn sie Bilder für ihren Bericht suchen.</span></p>
<h3><span style="color: #000000;">3. Offener Brief an dpa</span></h3>
<p><span style="color: #000000;">Schluss mit Familiendrama: Die Deutsche Presse-Agentur (dpa) feierte 2019 ihr 70-jähriges Jubiläum. Dies haben wir zum Anlass genommen und der Chefredaktion einen <strong><a style="color: #000000;" href="https://genderequalitymedia.org/dpa-reagiert-positiv-auf-offenen-brief-zum-jubilaeum/"><span style="color: #993366;">Offenen Brief</span></a> </strong>geschrieben. Zuerst reagierte der Nachrichtenchef Froben Homburger ziemlich positiv, später wurde verkündet, dass die dpa nun völlig auf Begriffe wie &#8222;Familiendrama&#8220; &amp; Co. verzichten wird.</span></p>
<h3><span style="color: #000000;">4. Adbusting Aktion in ganz Berlin</span></h3>
<p><span style="color: #000000;">Künstler*innen haben in ganz Berlin einfach mal unter #UNFOLLOWPATRIARCHY ein paar Plakate ausgetauscht &#8211; ein Schelm, wer böses denkt! <span style="color: #993366;"><a style="color: #993366;" href="https://genderequalitymedia.org/adbusting/"><strong>Mit einfachen Headlines wurde die Scheinheiligkeit der BILD-Zeitung ziemlich einfach enttarnt</strong>.</a> </span>Passender konnte der Zeitpunkt der Aktion gar nicht sein. Genau das Wochenende feierte sich die Presse auf ihrem jährlichen Presseball in Berlin selbst – wir feiern lieber die Künstler*innen und die Adbusting-Aktion! Denn in unseren Augen haben die großen Verlagshäuser gerade in Sachen Geschlechtergerechtigkeit nicht viel zu feiern, das beweisen auch unsere täglichen Medienscreenings.</span></p>
<p><a href="https://www.facebook.com/genderequalitymedia/videos/159823111567465/">https://www.facebook.com/genderequalitymedia/videos/159823111567465/</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="color: #000000;">5. Wir haben den NETTZ-Preis gewonnen!</span></h3>
<p><span style="color: #000000;">„Frauen sind am meisten von Hassrede im Netz betroffen. Sexistische print- und online Medien befeuern und legitimieren diese Hetze. Die Folgen sind Diskriminierung, Belästigungen und Gewalt – online und offline.“ Mit diesem Pitch und unserer Arbeit, die wir während des zweitägigen Community-Events von Das NETTZ – der Vernetzungsstelle gegen Hate Speech – in verschiedenen Workshops vorstellen konnten,<span style="color: #993366;"> <strong><a style="color: #993366;" href="https://genderequalitymedia.org/gewonnen-was-wir-mit-dem-preisgeld-vorhaben-und-wie-sexismus-und-hate-speech-zusammenhaengen/">haben wir den ersten Platz des Förderpreises gewonnen</a>.</strong></span></span></p>
<h3><span style="color: #000000;">6. Wir verbreiteten unsere Utopie auf der re:publica</span></h3>
<p><span style="color: #000000;">Wir waren Zeitreise und haben die Besucher*innen mit in unsere Utopie genommen: „Wir befinden uns im Jahr 2044 und blicken zurück auf das Jahr 2019, dem Jahr, in dem Feminist*innen auf der ganzen Welt sich verbündet haben um dem Patriarchat den Kampf anzusagen. Sie traten für einen intersektionalen Feminismus ein, der sich nicht nur gegen Sexismus, sondern auch gegen jede andere Form von Diskriminierung richtete. <a style="color: #000000;" href="https://19.re-publica.com/de/session/unfollowpatriarchy-wir-25-jahren-patriarchat-besiegten"><span style="color: #993366;"><strong>Hier gibt es unseren Vortrag noch einmal zum Nachhören als Podcast</strong>.</span></a></span></p>
<p><span style="color: #000000;"><img decoding="async" class="size-large wp-image-1324 aligncenter" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/12/Screenshot9-1024x442.png" alt="" width="1024" height="442" srcset="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/12/Screenshot9-1024x442.png 1024w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/12/Screenshot9-300x130.png 300w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/12/Screenshot9-768x332.png 768w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/12/Screenshot9.png 1137w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></span></p>
<h3><span style="color: #000000;">7. Share your power</span></h3>
<p><span style="color: #000000;">2019 waren wir als Expert*innen gefragt: Wir saßen auf Podien, moderierten feministische Veranstaltungen und gaben so viele Interviews wie noch nie. Es tut gut zu bemerken, dass sich unser ehrenamtlicher Aktivismus etabliert. <span style="color: #993366;"><strong><a style="color: #993366;" href="https://genderequalitymedia.org/custom-section/presse/">Hier findet ihr eine Auswahl von Presseberichten über und mit uns</a></strong>.</span></span></p>
<h3><span style="color: #000000;">8. Banden bilden</span></h3>
<p><span style="color: #000000;">Startschuss für unser neues und wahrscheinlich größtes Projekt: Zusammen mit Journalist*innen schaffen wir eine Initiative, um effizient eine diskriminierungsfreie Berichterstattung durchzusetzen. Im Rahmen eines ersten Runden Tisches wollen wir 2020 über mögliche Maßnahmen wie die Erarbeitung eines Code of Conduct, der Schaffung eines Netzwerks sowie Angebote für den journalistischen Nachwuchs nachdenken. #staytuned</span></p>
<h3><span style="color: #000000;">9. Unser Team</span></h3>
<p><img decoding="async" class="aligncenter wp-image-1326 size-medium" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/12/Screenshot10-294x300.png" alt="" width="294" height="300" srcset="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/12/Screenshot10-294x300.png 294w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/12/Screenshot10.png 516w" sizes="(max-width: 294px) 100vw, 294px" /></p>
<h3><span style="color: #000000;">10. Support your local feminists</span></h3>
<p><span style="color: #000000;">Wir arbeiten übrigens zu 100 Prozent ehrenamtlich. Wir stecken nicht nur Wut, Herz und Feminismus rein sondern auch Geld. Dafür brauchen wir deine Unterstützung &#8211; nur dann können wir wie bisher weitermacen. Bei <a style="color: #000000;" href="https://www.betterplace.org/de/projects/40156-sexismus-in-den-medien-bekampfen-unfollowpatriarchy"><strong><span style="color: #993366;">betterplace kannst du ganz einfach unseren gemeinnützigen Verein unterstützen</span></strong></a>. Und weil gute Taten belohnt werden und wir brandneues Merchandise haben, verlosen wir unter allen Spender*innen zwei Überraschungspakete.</span></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-283" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2017/11/gem.png" alt="GEM e.V. Logo" width="350" height="279" srcset="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2017/11/gem.png 350w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2017/11/gem-300x239.png 300w" sizes="(max-width: 350px) 100vw, 350px" /></p>
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		<title>„Der Hass sitzt in den Köpfen“ – im Gespräch mit Renate Künast, Anne Roth und Jasna Strick</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Britta Häfemeier]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 26 Jul 2019 20:00:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[#Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Noch ganz geflasht vom NETTZ-Förderpreis für Engagement gegen Hassrede im Netz, steht schon ein weiteres Highlight bei uns an. Wir freuen uns mega, dass wir nach diesem schönen Event drei beeindruckende Aktivistinnen interviewen konnten: Renate Künast (Bundestagsabgeordnete Bündnis 90/Die Grünen), Anne Roth (Referentin für Netzpolitik der Fraktion Die Linke im Bundestag) und Jasna Strick (Aktivistin und Autorin). Alle drei engagieren &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Noch ganz geflasht vom <a href="https://genderequalitymedia.org/gewonnen-was-wir-mit-dem-preisgeld-vorhaben-und-wie-sexismus-und-hate-speech-zusammenhaengen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">NETTZ-Förderpreis für Engagement gegen Hassrede im Netz</a>, steht schon ein weiteres Highlight bei uns an. Wir freuen uns mega, dass wir nach diesem schönen Event drei beeindruckende Aktivistinnen interviewen konnten: <a href="https://twitter.com/RenateKuenast" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Renate Künast</a> (Bundestagsabgeordnete Bündnis 90/Die Grünen), <a href="https://twitter.com/annalist" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Anne Roth</a> (Referentin für Netzpolitik der Fraktion Die Linke im Bundestag) und <a href="https://twitter.com/Tugendfurie" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Jasna Strick</a> (Aktivistin und Autorin). Alle drei engagieren sich auf verschiedene Weise für das Internet als Safe Space für Frauen*. Sie protestieren gegen digitale Gewalt gegen Frauen*, schreiben Texte oder Bücher über Hass im Netz und Feminismus und fordern lautstark Verbesserungen.</strong><span id="more-1183"></span></p>
<p>Sie pushen die öffentliche Debatte mithilfe von Bewegungen wie dem No Hate Speech Movement (Renate Künast), Vorträgen bei Events wie dem Chaos Computer Club (Anne Roth) oder durch die Initiierung und Verbreitung von Hashtags wie #aufschrei und #ausnahmslos (Jasna Strick). Mit Johanna sprachen sie über digitale Gewalt gegen Frauen*, Hassrede in den Medien, die Bedeutung zivilgesellschaftlicher Gegenbewegungen und vieles mehr.</p>
<p><strong>Liebe Frau Künast, liebe Frau Roth, liebe Frau Strick. Wir haben uns bei einer Arbeitssession zum Thema “Internet als Safe Space für Frauen*” beim Community-Event von Das NETTZ kennengelernt. Warum muss das Internet für Frauen* sicherer werden?</strong></p>
<div id="attachment_1184" style="width: 310px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1184" class="size-medium wp-image-1184" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/07/Nettz_CE_Foto_Andi_Weiland-42-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/07/Nettz_CE_Foto_Andi_Weiland-42-300x200.jpg 300w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/07/Nettz_CE_Foto_Andi_Weiland-42-768x512.jpg 768w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/07/Nettz_CE_Foto_Andi_Weiland-42-1024x683.jpg 1024w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/07/Nettz_CE_Foto_Andi_Weiland-42.jpg 2048w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /><p id="caption-attachment-1184" class="wp-caption-text">Johanna beim NETTZ Community Event in Berlin &#8211; Foto: Andi Weiland | Das Nettz</p></div>
<p><strong>Künast:</strong> Frauen und Mädchen sind überdurchschnittlich häufig von Hass und Gewalt im Netz, sogenannter &#8222;digitaler Gewalt&#8220;, betroffen. HateSpeech Cybergrooming, Doxing, Sexploiting oder Cyber-Stalking sind Teil dieser digitalen Gewalt gegen Frauen. Das Netz muss für Frauen sicherer werden, denn es ist unser gutes Recht uns auch hier ohne die Welle von Hass bewegen zu können.</p>
<p><strong>Strick:</strong> Das Internet muss nicht nur für Frauen sicherer werden, sondern für viele Menschengruppen. Dass das Internet ein diskriminierungsfreier Raum ist, ist leider ein Wunsch, der nie erfüllt wurde. Es gibt Rassismus, geschlechtsbezogene Gewalt, Homofeindlichkeit usw. und dagegen sprechen wir uns aus.</p>
<p><strong>Roth:</strong> Für Frauen wie für alle anderen Menschen ist es wichtig, sich im Netz frei äußern zu können, ohne befürchten zu müssen, deswegen angegriffen zu werden. Das gehört zur Meinungsfreiheit und damit elementar zur Demokratie dazu. Wenn bestimmte Gruppen am öffentlichen oder semi-öffentlichen Diskurs nicht mehr teilnehmen, weil sie befürchten, angegriffen, beschimpft oder bedroht zu werden, dann haben wir als Gesellschaft ein Problem, und für die einzelnen Betroffenen ist das natürlich auch überhaupt nicht hinnehmbar.</p>
<h3><strong>Besonders Frauen, die ihre Meinung öffentlich darstellen, werden online angegriffen</strong></h3>
<p><strong>Sie sind als Politikerinnen, Autorinnen und Aktivistinnen Personen des öffentlichen Lebens. Wie präsent ist Hassrede in Ihrem beruflichen Umfeld? </strong></p>
<p><strong>Strick:</strong> Also Feminist*innen sind Hass ausgesetzt, seitdem es sie gibt. Der wurde früher häufiger analog ausgedrückt – hier lohnt zum Beispiel ein Blick in die Propagandamaterialien gegen Frauen, die für ihr Wahlrecht gekämpft haben. Heute sind eben viele Feminist*innen aktivistisch im Netz unterwegs und müssen sich mit Bedrohungen, Beleidigungen, Identitätsdiebstahl und viel mehr herumschlagen.</p>
<p><strong>Roth:</strong> Als Referentin einer Bundestagsfraktion trete ich persönlich nicht viel in Erscheinung, deswegen erlebe ich das persönlich wenig. Aber natürlich beobachte ich solche Angriffe bei anderen viel, insbesondere bei Abgeordneten.</p>
<p><strong>Künast:</strong> Ich erfahre sie fast täglich in den sozialen Netzwerken auf Facebook und Twitter durch Menschen, die mich politisch und persönlich als Frau angreifen, statt sich sachlich mit meiner politischen Arbeit auseinanderzusetzen. Es ist erschreckend, welches Frauen- und Menschenbild bei manchen vorherrscht.</p>
<div id="attachment_1186" style="width: 310px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1186" class="wp-image-1186 size-medium" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/07/Jasna-Strick_FB_IMG_1563865291157-300x207.jpg" alt="" width="300" height="207" srcset="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/07/Jasna-Strick_FB_IMG_1563865291157-300x207.jpg 300w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/07/Jasna-Strick_FB_IMG_1563865291157-768x530.jpg 768w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/07/Jasna-Strick_FB_IMG_1563865291157-1024x707.jpg 1024w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/07/Jasna-Strick_FB_IMG_1563865291157.jpg 1063w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /><p id="caption-attachment-1186" class="wp-caption-text">Jasna Strick &#8211; Foto: privat</p></div>
<p><strong>Was genau hat sich in den letzten Jahren verändert? Sind Frauen* heute generell mehr Hass ausgesetzt als früher oder gibt es auch positive Entwicklungen?</strong></p>
<p><strong>Strick:</strong> Misogynie ist nichts Neues und das gilt auch für andere Formen von Hass. Ich bin keine Freundin davon, so zu tun, als wäre das Internet Schuld an solchen Denkmustern. Der Hass sitzt in den Köpfen.</p>
<p><strong>Roth:</strong> Sexismus hat es immer gegeben, das sehe ich auch so. Mein Eindruck ist aber, dass sich die Situation im Netz doch sehr verändert hat, seit Soziale Medien selbstverständlich zum Alltag der meisten Menschen gehören. Solange das Netz ein verhältnismäßig überschaubarer Raum war, gab es mehr Akzeptanz bestimmter Regeln, der Netiquette, die es in Variationen in verschiedenen Netz-Sphären gab. Das hat nicht verhindert, dass in stark männerdominierten Räumen auch Sexismus akzeptiert wurde, und das Netz, als Ort vor allem für technikaffine Menschen, war eben auch zunächst vor allem von Männern bevölkert <b>–</b> also gab es dort fast überall auch mehr oder weniger starken Sexismus. Aber die Situation, die wir heute haben, dass es also für die meisten Frauen fast selbstverständlich dazu gehört, bei den banalsten Begegnungen von unbekannten Personen angegriffen zu werden, da sehe ich schon eine Veränderung.</p>
<p><strong>Künast</strong>: Die Hemmschwelle scheint in der Anonymität und durch den fehlenden persönlichen Kontakt im Netz offenbar niedriger. Aber es geht hier im Wesentlichen nicht um unorganisierte Einzelne, der Hass wird im Netz vielmehr strategisch eingesetzt. Von den Identitären bis zur AfD wird gezielt versucht, die demokratischen Institutionen und dort handelnde Personen abzuwerten, schlecht zu machen. Deren Ziel ist die Zersetzung der Demokratie und der Versuch Menschen zum Rückzug zu zwingen. Dieses Frauenbild erlaubt keine aktive Frauen. Das Wort dafür ist: Rechtsextremismus.</p>
<p><strong>Roth:</strong> Positiv ist vielleicht, dass das mittlerweile den meisten klar ist, dass das stattfindet und eine sehr problematische Entwicklung ist. Das NetzDG löst das Problem überhaupt nicht, aber mir scheint, dass gerade viele Menschen auf der Suche nach sinnvollen Lösungen sind und das ist ja schonmal was.</p>
<h3><strong>Beratungsstellen und Frauenhäuser sind katastrophal unterfinanziert</strong></h3>
<p><strong>Jede dritte Frau* in Deutschland ist von sexualisierter Gewalt betroffen. Dies wird jedoch vielfach nicht als politisches, sondern als persönliches Problem der Betroffenen verstanden. Erleben wir bei Hass gegen Frauen* im Netz eine Wiederholung der Debatte? </strong></p>
<div id="attachment_1187" style="width: 310px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1187" class="size-medium wp-image-1187" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/07/Renate-Kuenast_Fotografin-Laurence-Chaperon-300x212.jpg" alt="" width="300" height="212" srcset="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/07/Renate-Kuenast_Fotografin-Laurence-Chaperon-300x212.jpg 300w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/07/Renate-Kuenast_Fotografin-Laurence-Chaperon-768x542.jpg 768w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/07/Renate-Kuenast_Fotografin-Laurence-Chaperon-1024x723.jpg 1024w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /><p id="caption-attachment-1187" class="wp-caption-text">Renate Künast &#8211; Foto: Laurence Chaperon</p></div>
<p><strong>Künast:</strong> Im Netz zeigt sich, was leider immer noch vorhanden ist, wie viele glauben, es wäre ihr Recht, Frauen mit sexualisierter Gewalt zu drohen. Die Debatte ist also immer noch da. Und ich will es ganz klar sagen: Ich erwarte, dass die Männer sich dagegen auch erheben.</p>
<p><strong>Strick:</strong> Vielfach ist Onlinegewalt eine Fortführung von Gewalt, die offline bereits stattgefunden hat. Zum Beispiel, wenn die Täter*innen ehemalige oder aktuelle Beziehungspartner*innen sind. Wenn sie gegen Frauen, queere Personen oder Sexarbeiter*innen gerichtet ist, ist auch Gewalt im Netz stark sexualisiert. Da geht es dann zum Beispiel um Beschreibungen von sexualisierten Übergriffen oder das Verbreiten von Nacktbildern – teils echt, teils gefälscht.</p>
<p><strong>Roth:</strong> Was sich auf jeden Fall wiederholt, ist das Wegsehen. Die Beratungsstellen und Frauenhäuser sind katastrophal unterfinanziert, und dasselbe sehen wir gerade beim Thema digitale Gewalt, gerade jenseits von HateSpeech. Es gibt kaum Ressourcen für kompetente Beratung zu digitalen Formen von Stalking, Überwachung, Lokalisierung, Revenge Porn, Identitätsdiebstahl usw. und bislang gibt es nicht mal repräsentative Studien oder Statistiken über das Ausmaß. Das ist völlig inakzeptabel, aber eben auch durchaus bekannt, wenn wir uns herkömmliche Formen von sexualisierter Gewalt ansehen.</p>
<p><b>Viele Frauen* dokumentieren HateSpeech und zeigen die Täter*innen an. Warum verlaufen dennoch so viele Anzeigen ins Leere?</b></p>
<p><strong>Künast:</strong> Der Rechtsextremismus hat sich gut geschult! Bewusst und systematisch werden &#8211; teilweise von Mehrfach-Accounts – Drohungen und Hass ausgesprochen, der exakt die Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (Anmerkung: BGH) umgeht. Ich hoffe wir kommen demnächst dazu, dass der BGH sich mit solchen Fällen beschäftigen muss. Aber wir gehen jetzt auch den zivilrechtlichen Schritt, weil das früher eingreift. Die Initiative &#8222;HateAid&#8220; stellt Gelder für diese Prozesse zur Verfügung. Ich arbeite bei einigen meiner Fälle mit ihnen zusammen und hoffe, dass dadurch Geld in die Kassen kommt, mit dem andere dann unterstützt werden können.</p>
<p><strong>Roth:</strong> Wenn HateSpeech angezeigt wird, fängt es schon damit an, dass Polizei und Staatsanwaltschaft das Problem oft nicht verstehen, nicht dafür ausgebildet sind, oft selbst keine vernünftige IT-Ausstattung haben und selbst wenn sie wollten, nicht die Mittel haben, das Problem nachzuvollziehen und zu verfolgen. Tatsächlich werden dann einzelne Beschimpfungen lediglich als Beleidigung erfasst und Untersuchungen /Ermittlungen sofort wieder eingestellt. Dass das massenhafte Vorkommen von Beschimpfungen und Bedrohungen aber ein ganz anderes Phänomen ist, wird dann überhaupt nicht verstanden. Es gibt Spezialdezernate für sexualisierte Gewalt und es gibt welche für IT-Sicherheit, aber keine, die beides und dazu noch andere Diskriminierungsformen im Blick haben und angemessen darauf reagieren.</p>
<p><strong>Strick:</strong> Genau, Gewalt im Netz wird noch nicht von allen wichtigen Stellen als Gewalt anerkannt. Ein weiterer Grund fehlender Anzeigen ist, dass es oft um Personengruppen geht, die es eh schwer haben Übergriffe gegen sie anzuzeigen. Viele Leute sehen sich ja auch auf Polizeidienststellen wieder mit Gewalt konfrontiert, zum Beispiel weil sie trans oder schwarz oder in der Sexarbeit tätig sind. Dann sind auch angeblich die Täter*innen so schwierig zu finden, sodass viele Anzeigen sehr schnell eingestellt werden.</p>
<h3><strong>Sexistische und diskriminierende Sprache ist ein Problem</strong></h3>
<p><strong>Hass im Netz hat oft anonyme Quellen. Boulevardblätter hingegen titeln freigebig von “Schlampen” oder “Ludern” und setzen Vergewaltigung anhand von Begriffen wie “Sex-Attacke” mit Sex gleich. In welchem Zusammenhang steht für Sie Hassrede zu sexistischer Berichterstattung?</strong></p>
<p><strong>Künast:</strong> Der Zusammenhang ist offensichtlich. Auch diese Art unterstützt und fördert die Auffassung, die Frauen zum Objekt herabwürdigt.</p>
<p><strong>Strick:</strong> Hass im Netz ist gar nicht zwingend anonym – viele schreiben Kommentare unter deren Namen, der auch in den Ausweisen stehen oder lassen bei E-Mails direkt die Signatur ihrer Arbeitsstelle stehen. Insgesamt ist es problematisch, wenn sexistische oder auch andere diskriminierende Sprache verwendet wird. Ich sehe da ein Henne-Ei-Problem, schließlich sind auch Boulevardblätter in gesellschaftliche Zusammenhänge eingebunden. Ich würde das also größer betrachten und allgemein anprangern, dass es schlimm ist, welche Begriffe im Zusammenhang mit Frauen immer noch irgendwie okay sind und welche Zuschreibungen, auch zum Beispiel rassistischer Art, wieder sagbar geworden sind in den letzten Jahren.</p>
<h3><strong>Beleidigungen und Bedrohungen unter Klarnamen</strong></h3>
<p><strong>Bei beiden Problemen wehrt die Gegenseite Kritik damit ab, dass die Freiheit geschützt werden müsse – die Freiheit und ggf. Anonymität im Internet sowie die Pressefreiheit im Journalismus. Ist das der Deal; ein Entweder-oder?</strong></p>
<p><strong>Künast:</strong> Das darf kein Widerspruch sein. Manchmal denke ich, es mache Sinn, das einfach mal für ein paar Jahre umzudrehen. Die Männerwelt würde ausrasten.</p>
<div id="attachment_1188" style="width: 310px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1188" class="size-medium wp-image-1188" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/07/Screenshot92-300x199.png" alt="" width="300" height="199" srcset="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/07/Screenshot92-300x199.png 300w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/07/Screenshot92.png 748w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /><p id="caption-attachment-1188" class="wp-caption-text">Anne Roth bei Twitter &#8211; Foto: Screenshot</p></div>
<p><strong>Roth:</strong> Entweder-oder? Überhaupt nicht. Tatsächlich, das hat Jasna Strick schon gesagt, schreiben viele Autor*innen aggressive, beleidigende, bedrohende Nachrichten unter ihrem vollen Namen und rechnen überhaupt nicht damit, dass das vielleicht Folgen haben könnte. Hat es bisher ja auch in den seltensten Fällen. Hingegen ist die Option, sich anonym im Netz bewegen zu können, elementar für alle, die von Diskriminierung und darauf basierender Verfolgung betroffen sind: Sie könnten sich nämlich sonst noch weniger frei äußern.<br />
Worauf es aber kein Recht gibt oder geben darf, ist alles das, was im analogen Leben im Strafrecht bereits geregelt ist: Bedrohungen, Beleidigungen, Volksverhetzung, Nötigung, Veröffentlichung heimlich aufgenommener Bilder oder ihre Manipulation und noch viel mehr. Da hat selbstverständlich auch die Pressefreiheit ihre Grenzen.</p>
<p><strong>Zivilgesellschaftliche Initiativen wie #wirsindmehr oder Reconquista Internet setzen sich aktiv gegen Hassrede in sozialen Netzwerken ein. Wir von GEM kämpfen gegen sexistische Berichterstattung, als institutionalisierte Hassrede gegenüber Frauen* und LGBTIQ* Menschen. Welches Gewicht tragen solche Initiativen für Sie im Kampf für mehr Gleichberechtigung? </strong></p>
<p><strong>Künast:</strong> Wir brauchen diese Initiativen dringend zur gegenseitigen Unterstützung. Sie sind übrigens zwingender Bestandteil eines demokratischen Systems. Wenn die Zivilgesellschaft sich nicht mehr engagiert, wäre es 5 vor 12. Gerade deshalb müssen wir stets darauf hinweisen, was die Rechtsextremen und damit auch die AfD will: uns und damit die Demokratie mindestens mundtot machen.</p>
<p><strong>Strick:</strong> Viele der Initiativen, die sich gerade frisch gebildet haben, haben leider kein gutes Auge für Diskriminierungen und deswegen auch nicht für Gleichberechtigung. Sie setzen sich für ein besseres Diskussionsklima ein – das ist löblich. Trotzdem sind das jetzt nicht immer unbedingt Menschen, denen die Anliegen von Frauen, behinderten Menschen oder trans Personen an erster Stelle stehen. Ich finde es wichtig, hier immer wieder zu betonen: Hass kann eben nicht jede*n treffen, sondern ist meistens vor allem für ohnehin schon diskriminierte Gruppen ein Problem. Da fehlt es manchen Initiativen an einem Grundverständnis für die größeren Zusammenhänge. Umso froher bin ich natürlich über Gruppierungen, die sich explizit feministisch positionieren.</p>
<h3><strong>Rechte bedrohen aktiv Gleichberechtigung, Würde und Freiheit</strong></h3>
<p><strong>Welche anderen Akteur*innen sollten sich noch stärker in diesem Bereich engagieren?</strong></p>
<p><strong>Künast:</strong> Logisch, alle demokratisch gesonnenen Männer. Und endlich auch der Bundesinnenminister Seehofer. Er redet von Heimat – das heißt übrigens ohne Angst leben zu können.</p>
<p><strong>Roth:</strong> Das Netz gehört zum Leben und das wird so bleiben. Es ist Ort der öffentlichen Diskussion, es gehört zur Gesellschaft und damit muss es das Interesse von uns allen sein, dass alle gleichermaßen daran teilhaben können, denn sonst verabschieden wir uns von den grundlegenden Ideen, die unsere Gesellschaft als Leitideen prägen: Gleichberechtigung, Würde, Freiheit, auch Rechtsstaatlichkeit im übrigen. Natürlich müssen die immer wieder eingefordert und aktiv umgesetzt werden, online wie offline und gerade jetzt, wo sie von rechts so sehr in Frage gestellt werden. Daran müssen sich alle beteiligen, die das Feld nicht denen überlassen wollen, die jede Form von Diversität abschaffen wollen.</p>
<p><strong>Strick:</strong> Da es im Kampf gegen Onlinegewalt darum geht, sich für eine diskriminierungsfreie Gesellschaft einzusetzen, ist die Antwort ganz klar: alle.</p>
<p><strong>Das ist das Schlusswort. Frau Künast, Frau Roth und Frau Strick wir danken Ihnen für dieses Interview.</strong></p>
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		<title>Die Presse feiert sich selbst &#8211; wir feiern lieber die Streetart-Szene</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Britta Häfemeier]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 13 Jan 2019 17:24:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[#unfollowpatriarchy]]></category>
		<category><![CDATA[Activism]]></category>
		<category><![CDATA[BILD]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
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					<description><![CDATA[Was für ein Wochenende! Künstler*innen haben in ganz Berlin einfach mal ein paar Plakate ausgetauscht. Mit einfachen Headlines wurde die Scheinheiligkeit der BILD-Zeitung ziemlich einfach enttarnt. Passender konnte der Zeitpunkt der Aktion gar nicht sein. Dieses Wochenende feierte sich die Presse auf ihrem jährlichen Presseball in Berlin selbst – wir feiern lieber die Künstler*innen und die Adbusting-Aktion! Denn in unseren &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong><i>Was für ein Wochenende! Künstler*innen haben in ganz Berlin einfach mal ein paar Plakate ausgetauscht. Mit einfachen Headlines wurde die Scheinheiligkeit der BILD-Zeitung ziemlich einfach enttarnt.</i></strong><span id="more-1109"></span></p>

<a href='https://genderequalitymedia.org/adbusting/img_0337/'><img loading="lazy" decoding="async" width="300" height="225" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/01/IMG_0337-300x225.jpg" class="attachment-medium size-medium" alt="" srcset="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/01/IMG_0337-300x225.jpg 300w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/01/IMG_0337-768x576.jpg 768w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/01/IMG_0337-1024x768.jpg 1024w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a>
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<a href='https://genderequalitymedia.org/adbusting/img_0373/'><img loading="lazy" decoding="async" width="300" height="225" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/01/IMG_0373-300x225.jpg" class="attachment-medium size-medium" alt="" srcset="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/01/IMG_0373-300x225.jpg 300w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/01/IMG_0373-768x576.jpg 768w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/01/IMG_0373-1024x768.jpg 1024w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a>

<p>Passender konnte der Zeitpunkt der Aktion gar nicht sein. Dieses Wochenende feierte sich die Presse auf ihrem jährlichen Presseball in Berlin selbst – wir feiern lieber die Künstler*innen und die Adbusting-Aktion! Denn in unseren Augen haben die großen Verlagshäuser gerade in Sachen Geschlechtergerechtigkeit nicht viel zu feiern, das beweisen auch unsere <a href="https://genderequalitymedia.org/heisse-feger-fette-kugeln-wie-weihnachten-patriarchat-und-kapitalismus-zusammenhaengen-unser-medienscreening-dezember/">täglichen Medienscreenings</a>. Täglich wird Gewalt an Frauen* verharmlost, wird die Lebensleistung von Frauen* systematisch entnannt, werden Frauen* als Lustobjekte dargestellt und auf ihre Körper reduziert. Besonders auffällig dabei: die BILD-Zeitung. Die auflagenstärkste Zeitung Europas platziert Sexismus täglich in Print und online. Das nackte BILD-Girl, für dessen Abschaffung sich auch unser Kampagnenvorläufer #StopBildSexism eingesetzt hat, spielt inzwischen zweite Geige. Trotzdem ist mit dem Sexismus nicht Schluss, die Redaktion um Julian Reichelt platziert täglich Sexismus in dem Boulevardblatt. Deshalb freuen wir uns auch besonders, dass es bei der Adbusting-Aktion die BILD erwischt hat! Insbesondere freut es uns, dass es noch mehr Menschen gibt, die von sexistischen Medien ebenso genervt sind wie wir – und das sollten die großen Verlagshäuser dieses Landes auch endlich verstehen lernen.</p>
<p>Und nein, liebe Kritiker*innen, es geht uns dabei nicht um Zensur.<a href="https://genderequalitymedia.org/heisse-feger-fette-kugeln-wie-weihnachten-patriarchat-und-kapitalismus-zusammenhaengen-unser-medienscreening-dezember/"> Im Gegenteil, wir wollen, dass strukturelle Benachteiligungen von Frauen* und queeren Menschen genauso thematisiert wird, wie Gewalt gegen Frauen*.</a> Was wir wollen, ist die Welt nicht mehr aus den Augen von Sexist*innen sehen. Wir wollen eine vielfältige Berichterstattung, die alle Menschen mitdenkt und niemanden diskriminiert und herabwürdigt.</p>
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		<title>Ralf Schuler still loves patriarchy</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Britta Häfemeier]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 Nov 2018 20:50:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[#unfollowpatriarchy]]></category>
		<category><![CDATA[Patriarchat]]></category>
		<category><![CDATA[Ralf]]></category>
		<category><![CDATA[Schuler]]></category>
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					<description><![CDATA[GEM fing als Kampagne gegen den Sexismus in der Bild-Zeitung an, und so waren unsere ersten “Gesprächspartner” notwendigerweise auch die Redakteur*innen dieser Zeitung. Sexismus bekämpfen, das hat vor allem damit zu tun, auch die anzusprechen, die sexistische Inhalte erstellen, verbreiten und befürworten. Ralf Schuler, Anfang 2015 Ressortleitung Politik bei der Bild, war sehr eifrig bei der Sache, wenn es um &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>GEM fing als Kampagne gegen den Sexismus in der Bild-Zeitung an, und so waren unsere ersten “Gesprächspartner” notwendigerweise auch die Redakteur*innen dieser Zeitung. Sexismus bekämpfen, das hat vor allem damit zu tun, auch die anzusprechen, die sexistische Inhalte erstellen, verbreiten und befürworten. Ralf Schuler, Anfang 2015 Ressortleitung Politik bei der Bild, war sehr eifrig bei der Sache, wenn es um die Verbreitung der sexitsichen Inhalte ging. Bezeichnend war vor allem die selbstverständliche Art und Weise, wie er diesen Sexismus verteidigte.<br />
Im Laufe unserer Arbeit konnten wir medialen Sexismus grob in vier Kategorien einsortieren, die wir als Probleme in unserem <a href="https://genderequalitymedia.org/custom-section/forderungen/">Forderungskatalog</a> näher erklären.<br />
Ralf Schuler hat in seinen Tweets Frauen aus der Unterhaltungsbranche als “Die Damen” oder “diese Frauen“ tituliert, eben doch “selbst schuld” (siehe Screenshots) sind, wenn sie “sich hemmungslos” vermarkten. Ein Statement, das tief blicken lässt, da es zum einen die Berichterstattung der Bild über diese Frauen ganz klar als etwas für sie negatives und nachteiliges definiert. Zum anderen zugibt, dass dieses negative Resultat die alleinige Schuld “dieser Frauen” ist, die das selbst zu verantworten haben.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone  wp-image-912" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/11/tweet-7.jpg" alt="" width="338" height="196" srcset="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/11/tweet-7.jpg 639w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/11/tweet-7-300x174.jpg 300w" sizes="(max-width: 338px) 100vw, 338px" /><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone  wp-image-905" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/11/schuler-3.jpg" alt="" width="210" height="198" /></p>
<p>Diese Haltung thematisierten wir bei ihm, seine Haltung blieb stur: Peinlich sei nicht seine Position, peinlich sei es ”sich so zu vermarkten”.  Die Haltung, Frauen seien selbst schuld an dieser Art von Berichterstattung, wiederholt er des öfteren.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone  wp-image-901" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/11/Schuler-1.jpg" alt="" width="369" height="446" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone  wp-image-906" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/11/schuler-2.jpg" alt="" width="357" height="446" srcset="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/11/schuler-2.jpg 744w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/11/schuler-2-240x300.jpg 240w" sizes="(max-width: 357px) 100vw, 357px" /></p>
<p>Wir ließen in unserer Ansprache nicht locker, und so schrieb er im April 2015 Kristina Lunz, Gründerin von StopBildSexism, einen Brief um seines Erachtens den Sachverhalt “zu klären”.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone  wp-image-914" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/11/brief-3.jpg" alt="" width="429" height="101" srcset="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/11/brief-3.jpg 837w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/11/brief-3-300x71.jpg 300w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/11/brief-3-768x181.jpg 768w" sizes="(max-width: 429px) 100vw, 429px" /></p>
<p>Nach Angaben von Ralf Schuler ist die Bild natürlich neutral und Frauen haben doch eigentlich auch alle möglichen Chancen. Nur scheint es eben so, dass Frauen* eben auch Sachen machen, die “typisch Frau” sind. Nach Schuler entscheiden sich Frauen eben ganz bewusst für ein Start-up das eben Schnittblumen verkauft, und wählen auch aus reinem Interesse weniger MINT-Fächern (also Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) an der Universität, weil das eben die Natur der Frau ist. Klar, dass sie dann weniger verdienen!!</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone  wp-image-916" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/11/brief-von-ralf.jpg" alt="" width="480" height="459" srcset="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/11/brief-von-ralf.jpg 818w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/11/brief-von-ralf-300x287.jpg 300w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/11/brief-von-ralf-768x734.jpg 768w" sizes="(max-width: 480px) 100vw, 480px" /></p>
<p>Im Grunde ist alles ganz einfach zu erklären. Biologie eben!</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone  wp-image-915" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/11/ralf-brief-2.jpg" alt="" width="446" height="288" srcset="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/11/ralf-brief-2.jpg 864w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/11/ralf-brief-2-300x194.jpg 300w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/11/ralf-brief-2-768x496.jpg 768w" sizes="(max-width: 446px) 100vw, 446px" /></p>
<p>Mitte Juli 2015 verfasste Kristina eine Antwort, in der sie Ralf Schuler auf die Lebensrealitäten von Frauen hinwies und seine biologistischen Pseudo-wissenschaftlichen Standpunkte entlarvte.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone  wp-image-918" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/11/brief-1-1024x591.jpg" alt="" width="476" height="275" srcset="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/11/brief-1-1024x591.jpg 1024w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/11/brief-1-300x173.jpg 300w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/11/brief-1-768x444.jpg 768w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/11/brief-1.jpg 1063w" sizes="(max-width: 476px) 100vw, 476px" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone  wp-image-917" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/11/brief-2-1024x520.jpg" alt="" width="487" height="247" srcset="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/11/brief-2-1024x520.jpg 1024w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/11/brief-2-300x152.jpg 300w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/11/brief-2-768x390.jpg 768w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/11/brief-2.jpg 1287w" sizes="(max-width: 487px) 100vw, 487px" /></p>
<p>Diesen Brief ließ Ralf Schuler unkommentiert. An seiner Berichterstattung änderte er weiterhin nichts. Über Vergewaltigung schrieb er weiterhin mit Schlagzeilen wie “Sex-Täter” oder “Sex-Skandal”<br />
<img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone  wp-image-903" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/11/schuler-5.jpg" alt="" width="263" height="381" srcset="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/11/schuler-5.jpg 661w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/11/schuler-5-207x300.jpg 207w" sizes="(max-width: 263px) 100vw, 263px" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone  wp-image-902" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/11/schuler-6.jpg" alt="" width="313" height="370" srcset="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/11/schuler-6.jpg 646w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/11/schuler-6-253x300.jpg 253w" sizes="(max-width: 313px) 100vw, 313px" /></p>
<p>Ralf Schuler hat an seiner Berichterstattung in den letzten drei Jahren nichts geändert, mehr noch, sein Frauenhass ist noch stärker nach vorne getreten. Das erkennt man vor allem daran, dass er seine sexistischen und antifeministischen Standpunkte auch dann verteidigt, wenn sogar die Bild-Redaktion auf unsere Anfrage hin eine Schlagzeile korrigiert.</p>
<p>Die Bild-Redaktion postete am 5. Oktober 2018 einen Bericht über die Noberpreisträger*innen Nadia Murad und Denis Mukwege. Die Schlagzeile?  “Friedensnobelpreis für ISIS-Sexsklavin und Arzt”. “Sex-Sklavin” ist an Fetischisierung kaum zu übertreffen. Ein Porno-Begriff, um die Vergewaltigung einer Frau zur Unterhaltung zu machen und auszuschlachten. Schuler twitterte die Schlagzeile &#8211; und antwortete auch wie gewohnt uneinsichtig auf unseren Kommentar.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone  wp-image-907" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/11/isis-1.jpg" alt="" width="264" height="440" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone  wp-image-908" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/11/tweet-isis-2.jpg" alt="" width="299" height="424" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone  wp-image-911" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/11/isis-3.jpg" alt="" width="286" height="316" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone  wp-image-910" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/11/isis-4.jpg" alt="" width="287" height="308" /></p>
<p>Die Redaktion korrrigierte währenddessen die Schlagzeile zu “Nadia Murad und Denis Mukwege erhalten Friedensnobelpreis.” Ralf Schulers Reaktion darauf zeigt aber wieder deutlich, dass die vorherige Schlagzeile für ihn kein Versehen war. Er twitterte die neue Schlagzeile mit einem eigenen Tweet, wobei er erneut den alten Titel verwendete: “Friedensnobelpreis für Ex-ISIS- Sexsklavin und Arzt.”</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone  wp-image-909" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/11/isis-5.jpg" alt="" width="364" height="293" /></p>
<p>Ralf Schuler zeigt, dass sein Sexismus und Anti-Feminismus eine bewusste Entscheidung ist, die er auch nach Ansprache bewusst verteidigt. Er ist eine sexitische und antifeministische Haltung ist in seiner Machtposition ein Hindernis für eine gleichberechtigte Gesellschaft. Seine redaktionelle Arbeit in der Bild prägt dabei Millionen von Menschen bewusst mit seiner rückständigen Haltung. Nach erfolgloser Korrespondenz seit 2015, erlauben wir uns daher Ralf Schuler in der “Still Loving patriarchy” als Verteidiger des Patriarchats, und damit als großes Hindernis auf dem Weg zu einer gleichberechtigten Medienwelt aufzunehmen.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Julian Reichelt still loves patriarchy</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Britta Häfemeier]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 Nov 2018 20:06:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[#unfollowpatriarchy]]></category>
		<category><![CDATA[Julian]]></category>
		<category><![CDATA[Patriarchat]]></category>
		<category><![CDATA[Reichelt]]></category>
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					<description><![CDATA[Mit unserer neuen Kampagne #UnfollowPatriarchy geben wir dem Sexismus in den Medien ein Gesicht. Auf www.unfollowpatriarchy.com werden sexistische und patriarchale Entscheidungsträger*innen gesammelt. Denn jeder sexistischer Beitrag ist ein Angriff auf den Feminismus. Wir nehmen Sexismus persönlich! Was ist das sexistische Schrabbelblatt Deutschlands? Richtig die BILD! Kritiker*innen könnten meinen, wir haben uns an an der Redaktion festgebissen. Stimmt auch, denn unsere &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><i>Mit unserer neuen Kampagne #UnfollowPatriarchy geben wir dem Sexismus in den Medien ein Gesicht. Auf </i><a href="http://www.unfollowpatriarchy.com"><i>www.unfollowpatriarchy.com</i></a><i> werden sexistische und patriarchale Entscheidungsträger*innen gesammelt. Denn jeder sexistischer Beitrag ist ein Angriff auf den Feminismus. Wir nehmen Sexismus persönlich!</i></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-879 aligncenter" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/11/Julian-Reichelt_Foto-Twitter.png" alt="" width="590" height="368" /><i></i></p>
<p>Was ist das sexistische Schrabbelblatt Deutschlands? Richtig die BILD! Kritiker*innen könnten meinen, wir haben uns an an der Redaktion festgebissen. Stimmt auch, denn unsere mehrjährige Kampagnenarbeit mit #StopBildSexism hat uns nur noch einmal verdeutlicht, dass bei der BILD Journalist*innen sitzen, die ganz bewusst Sexismus einsetzen und diesen jeden Tag online und in Print platzieren! Ganz vorne mit dabei ist Julian Reichelt- der alleinige Chefredakteur für Print und Digitales. Für unser Projekt “<a href="https://www.unfollowpatriarchy.com/stilllovingpatriarchy.html">Still &lt;3 patriarchy</a>” haben wir einen sehr genauen Fahrplan: Was muss passieren, um einen Platz auf der Website zu bekommen? Ein sexistisches Bild hier, ein schiefes Wort da?  Nein, wir wollen Journalist*innen nicht bloßstellen – Fehler machen wir alle, und im besten Fall lernen wir daraus. Wir wollen die Journalist*innen zur Verantwortung ziehen, die Sexismus mit System in ihrer Arbeit einsetzen. Daran orientieren wir uns an unserem <a href="https://genderequalitymedia.org/custom-section/forderungen/">öffentlichen Forderungspaket.</a></p>
<p>Julian Reichelt trägt die Verantwortung, dass in der BILD sexualisierte Gewalt regelmäßig verharmlost wird. Selbst bei Straftaten, wie Vergewaltigung und Missbrauch gilt “Sexismus sells”. Dabei denkt die Redaktion sich immer wieder Wortschöpfungen wie “Sex-Attacke”, “Sex-Mord” oder “Sex-Gangster” aus, sie sollen Spannung erzeugen und ziemlich sicher auch die Klickzahlen erhöhen. Nun wissen wir aber, dass eine Vergewaltigung bestimmt kein Sex ist. Hier wird ganz klar ein Gewaltverbrechen verharmlost.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-883 alignleft" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/11/Sexmord.jpg" alt="" width="292" height="261" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-882" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/11/sex_skandal_trump-partei.jpg" alt="" width="258" height="256" /></p>
<p><i>“Ein Bühnenstück [&#8230;] in der eine Handlung durch die beteiligten Personen auf der Bühne dargestellt wird”</i> oder ein <i>“Schauspiel mit tragischem Ausgang”</i>, so definiert der Duden das Wort “Drama”. Wenn bei der Bild von einem “Drama” gesprochen wird, berichtet die Redaktion eigentlich über Femizide, Partnerschaftsgewalt, oder über toxische Männlichkeit. Das Wort “Drama” impliziert zum einen die Einmaligkeit der Tat, zum anderen erzeugt es aber auch den Eindruck, es handele sich lediglich um einen traurigen Einzelfall. Dabei steckt in Wirklichkeit systematische Gewalt dahinter. 2016 wurden 158 Frauen durch ihren aktuellen oder ehemaligen Partner getötet, 211 überlebten den Mordversuch oder den versuchten Totschlag. Die Bild sammelt indes ihre “Familien-Dramen” in einer <a href="https://www.bild.de/themen/specials/familiendrama/inland-nachrichten-news-fotos-videos-19310516.bild.html">eigenen Rubrik</a>.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-877" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/11/drama_hirnkrankheit.jpg" alt="" width="303" height="302" /><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-884" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/11/unnamed-file.png" alt="" width="347" height="284" /></p>
<p>Es ist nun aber nicht so, dass die BILD-Redakteur*innen unter Julian Reichelt glauben, ein Mord wäre immer nur ein <i>“Schauspiel mit tragischem Ausgang”</i>. Denn wenn über einen Mord in einer muslimischen Familie berichtet wird, werden sofort ganz andere Worte gefunden. Mit Rekordgeschwindigkeit wird das Wort “Ehrenmord” in die Tastatur gehauen &#8211; ein Begriff der alle Taten einschließt, die mit toxischer Männlichkeit tun haben. Gewalt gegen Frauen ist für die Bild also erst dann ein Problem, wenn eine Religion erkennbar ist. Die Tatsache, dass diese Straftaten immer einem falschen Männlichkeitsbild entspringen und es insgesamt ein systemisches, gesamtgesellschaftliches Problem ist, wird damit total verschleiert. Viel mehr wird rassistisch gehetzt und das im großen Stil.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-878" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/11/ehrenmord.png" alt="" width="640" height="173" /></p>
<p>Jetzt kommen wir zu der Lieblingsdisziplin der BILD: Sexualisierung und die Herabwürdigung von Frauen. Frauen werden ständig auf ihr Äußeres reduziert und sexualisiert. Dies geschieht oft über Paparazzi, die sie leicht bekleidet oder in verletzlichen Positionen zeigen. Solche Fotos spiegeln die weit verbreitete problematische Annahme wieder, dass die Gesellschaft ein Recht darauf hat die Körper dieser Frauen – auch halbnackt – zu sehen und zu bewerten. Die BILD spielt konkret mit den Fotos und kommentiert einzelne Körperteile in ihren Überschriften.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-876" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/11/Cm1JO75W8AAojox-1024x1007.jpg" alt="" width="320" height="315" /><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-875" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/11/Basketball.jpg" alt="" width="315" height="317" /></p>
<p>Diese gezeigten Beispiele haben wir hundertfach von der BILD. Im Rahmen unserer Kampagne #StopBildSexism konfrontieren wir die Redaktion seit vier Jahren mit ihrer sexistischen Berichterstattung &#8211; vergebens wie wir alle wissen. Außer abfällige Bemerkungen, Beleidigungen und fadenscheinige Ausreden kam nichts bei uns an.<br />
<img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-881" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/11/Screenshot38.png" alt="" width="281" height="210" srcset="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/11/Screenshot38.png 751w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/11/Screenshot38-300x225.png 300w" sizes="(max-width: 281px) 100vw, 281px" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-880" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/11/Screenshot37.png" alt="" width="349" height="202" /></p>
<p>Julian Reichelt, der alleinige Chefredakteur, sieht sich selbst als unfehlbaren Journalisten. Er gibt kaum Fehler zu. Die Scheinheiligkeit vom <a href="https://meedia.de/2018/03/23/das-miomiogate-protokoll-so-arbeitet-die-titanic-den-juso-satire-coup-gegen-die-bild-auf/">#miomiogate</a> erinnert an den erfundenen <a href="https://bildblog.de/86448/bild-fuettert-rechte-hetzer-mit-sex-mob-geruecht/">„Sex-Mob“ in Frankfurt</a>. BILD hatte die Geschichte auch damals dankbar übernommen, sie ebenso ohne Überprüfung verbreitet und somit rechte Hetze legitimiert. Sexismus hat immer mit Macht zu tun. Und bei der BILD zählt nach wie vor Macht, Kontrolle und Hierarchien &#8211; die journalistische Ausgeburt des Patriarchats sozusagen. Mit ganz viel Sexismus, kombiniert mit einer Prise rechtskonservativer Polemik und Hetze: So fährt Julian Reichelt seinen Kampagnenjournalismus und hat einen Platz auf <a href="http://www.unfollowpatriarchy.com">www.unfollowpatriarchy.com</a> mehr als verdient.</p>
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