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	<title>Feminizid &#8211; Gender Equality Media e.V.</title>
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	<description>Gegen medialen Sexismus</description>
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		<title>Offener Brief: Der Kopf von Reichelt reicht uns nicht!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Britta Häfemeier]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 24 Oct 2021 11:25:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[#Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Sexistische Berichterstattung, Machtmissbrauch und Diskriminierungen in Redaktionen sind keine Einzelfälle. Die Recherchen deutscher Investigativ-Journalist*innen sowie die jüngsten Berichte der „New York Times“ brachten den „Bild“-Chef und Ober-Macker Julian Reichelt zu Fall. Doch das Problem hört hier nicht auf: Männer schützen Männer &#8211; immer wieder! Das alles ist viel größer, dahinter steckt ein System. Sexismus in den Redaktionen und Berichterstattung fängt &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color: #000000;">Sexistische Berichterstattung, Machtmissbrauch und Diskriminierungen in Redaktionen sind keine Einzelfälle. Die <a style="color: #000000;" href="https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/bild-chef-julian-reichelt-warum-er-gehen-musste-a-3a205fa3-9967-4803-8a32-c47e8a0ad227"><span style="color: #ff00ff;">Recherchen deutscher Investigativ-Journalist*innen</span></a> sowie die jüngsten <a style="color: #000000;" href="https://www.nytimes.com/2021/10/17/business/media/axel-springer-bild-julian-reichelt.html"><span style="color: #ff00ff;">Berichte der „New York Times“</span></a> brachten den „Bild“-Chef und Ober-Macker Julian Reichelt zu Fall. Doch das Problem hört hier nicht auf: Männer schützen Männer &#8211; immer wieder! Das alles ist viel größer, dahinter steckt ein System. Sexismus in den Redaktionen und Berichterstattung fängt bei Lokalzeitungen an und hört bei der BILD auf. Das muss sich ändern!<span id="more-1585"></span></span></p>
<p><span style="color: #000000;"><strong>Gender Equality Media veröffentlicht <span style="color: #ff00ff;"><a style="color: #ff00ff;" href="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2021/10/Offener-Brief_.pdf" target="_blank" rel="noopener">Offenen Brief</a> </span>an deutsche Redaktionen und Verlage</strong></span></p>
<p><span style="color: #000000;">In Redaktionsrichtlinien, Leitbildern oder Visionen sprechen sich fast alle deutschen Redaktionen für die Förderung von Diversität und den Abbau von Diskriminierung und Sexismus aus. Durch unsere jahrelange Arbeit, unsere wöchentlichen Medienscreenings und in direkten Gesprächen mit Journalist*innen und Medienschaffenden sowie auf Grundlage unserer <a style="color: #000000;" href="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2021/10/Ergebnisse-Umfrrage-Bericherstattung-Gewalt-gegen-Frauen-1.pdf" target="_blank" rel="noopener"><span style="color: #ff00ff;">nicht-repräsentativen Umfrage</span></a> sind wir jedoch zu folgenden Beobachtungen gelangt:</span></p>
<p><span style="color: #000000;"><strong>1. Strukturell-patriarchale Probleme werden nicht benannt und eingeordnet.<br />
2. Die Zusammensetzung der Führungsebene und Redaktionen bildet nicht unsere Gesellschaft in all ihren Facetten ab.<br />
3. Freiheit und Neutralität kann im Hinblick von wirtschaftlichen Interessen nicht sichergestellt werden.</strong></span></p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-medium wp-image-1611 alignleft" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2021/10/Offener-Brief_sharepics-1-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" srcset="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2021/10/Offener-Brief_sharepics-1-300x300.jpg 300w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2021/10/Offener-Brief_sharepics-1-1024x1024.jpg 1024w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2021/10/Offener-Brief_sharepics-1-150x150.jpg 150w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2021/10/Offener-Brief_sharepics-1-768x768.jpg 768w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2021/10/Offener-Brief_sharepics-1.jpg 1080w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
<p><span style="color: #000000;">Faktenbasierter, qualitativer und freier Journalismus sind höchste Güter unserer demokratischen Gesellschaft. Der Einfluss von Medien und die damit einhergehende Verantwortung ist stärker denn je. ​Aber genau diese Verantwortung müssen Medien, Redaktionen und Journalist*innen auch wahrnehmen. In einem <span style="color: #ff00ff;"><a style="color: #ff00ff;" href="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2021/10/Offener-Brief_-1.pdf" target="_blank" rel="noopener">Offenen </a><a style="color: #ff00ff;" href="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2021/10/Offener-Brief_-2.pdf" target="_blank" rel="noopener">Brief</a></span> fordern wir deutsche Redaktionen auf, Stellung zu beziehen, im Sinne der Istanbul-Konvention zu handeln und systematische Diskriminierung jeglicher Art (durch transparente, nachverfolgbare Maßnahmen) abzubauen. Medien sind Teil und Lösung des Problems: Sie tragen einen Großteil zur Meinungsbildung bei und haben somit auch Verantwortung. Sie tragen einen Großteil zur Meinungsbildung bei und müssen entsprechend verantwortungsbewusst berichten. Dazu gehört auch, systemische Gewalt gegen Frauen in der Berichterstattung entsprechend einzuordnen. Nur wenn sie das tun und die Gewalt nicht verharmlosen, sondern als das benennen, was sie ist, können sie Verbündete sein. Hier: <a style="color: #000000;" href="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2021/10/Offener-Brief_-2.pdf" target="_blank" rel="noopener"><span style="color: #ff00ff;">Der Offene Brief zum Download.</span> </a></span></p>
<p><span style="color: #000000;"><strong>Krasse Umfrageergebnisse bestätigen unsere Arbeit</strong></span></p>
<p><span style="color: #000000;">In einer <a style="color: #000000;" href="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2021/10/Ergebnisse-Umfrrage-Bericherstattung-Gewalt-gegen-Frauen-1.pdf"><span style="color: #ff00ff;">nicht-repäsentativen Umfrage</span></a> haben wir Medienkonsument*innen zur deutschen Berichterstattung zum Thema Gewalt gegen Frauen befragt. Die Ergebnisse sind sehr eindeutig: 0 Prozent der Befragten finden die Berichterstattung über Gewalt gegen Frauen in Deutschland aussreichend. Auch die generelle Thematisierung und Einordnung von Gewalt gegen Frauen bemängeln rund 83 Prozent (61% eher Nein / 22% Nein) der Konsument*innen. Bei der Frage &#8222;Welche Themen im Bereich des intersektionalen Feminismus zu selten in den deutschen Medien thematisiert werden&#8220;, waren sich die Befragten auch einig. Nur um einige zu nennen: Femizide/Feminizide, Verknüpfung von Sexismus und Rassismus, Ableismus, Kapitalismuskritik, LGBTQ*-Feindlichkeit.</span></p>
<p><span style="color: #000000;"><strong>Die Berichterstattung von Gewalt gegen Frauen muss von allen Medien priorisiert und eingeordnet werden. Wenn Frauen umgebracht werden und/ oder Gewalt erfahren ist das kein Einzelfall oder ein Versehen, dahinter steckt ein patriarchales System. In unserem </strong></span><span style="color: #ff00ff;"><strong><a style="color: #ff00ff;" href="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2021/10/Offener-Brief_.pdf">Offenen Brief</a></strong></span><span style="color: #000000;"><strong> fordern wir daher alle Redaktionen auf: Stellt den Kampf gegen Gewalt an Frauen an höchste Stelle.</strong></span></p>
<p><img decoding="async" class="aligncenter wp-image-1614 size-large" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2021/10/Offener-Brief_sharepics-Kopie-1024x1024.jpg" alt="" width="1024" height="1024" srcset="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2021/10/Offener-Brief_sharepics-Kopie-1024x1024.jpg 1024w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2021/10/Offener-Brief_sharepics-Kopie-300x300.jpg 300w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2021/10/Offener-Brief_sharepics-Kopie-150x150.jpg 150w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2021/10/Offener-Brief_sharepics-Kopie-768x768.jpg 768w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2021/10/Offener-Brief_sharepics-Kopie.jpg 1080w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></p>
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		<title>Kasia Lenhardt: Frauenhass als &#8222;guilty pleasure&#8220;</title>
		<link>https://genderequalitymedia.org/kasialenhardt/</link>
					<comments>https://genderequalitymedia.org/kasialenhardt/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Penelope Kemekenidou]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 12 Feb 2021 13:24:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[#Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[#metoo]]></category>
		<category><![CDATA[#unfollowpatriarchy]]></category>
		<category><![CDATA[Activism]]></category>
		<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[BILD]]></category>
		<category><![CDATA[Feminizid]]></category>
		<category><![CDATA[kasia]]></category>
		<category><![CDATA[Kasia Lenhardt]]></category>
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					<description><![CDATA[Kasia Lenhardt ist vorgestern passiert. Kasia Lenhardt ist gestern passiert. Kasia Lenhardt wird heute passieren. Wir haben es so satt, wieder diese ganzen Debatten zu hören. „So schlimm, was ihr passiert ist“. Kasia Lenhardt ist ein Fall von vielen, ihr Suizid die Spitze eines Eisbergs. Dass ihr Fall so besprochen wird, hat mit zwei Dingen zu tun: Ihrem Ruhm und &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong><span style="color: #000000;">Kasia Lenhardt ist vorgestern passiert. Kasia Lenhardt ist gestern passiert. Kasia Lenhardt wird heute passieren.</span></strong><span id="more-1553"></span></p>
<p><span style="color: #000000;">Wir haben es so satt, wieder diese ganzen Debatten zu hören. „So schlimm, was ihr passiert ist“. Kasia Lenhardt ist ein Fall von vielen, ihr Suizid die Spitze eines Eisbergs. Dass ihr Fall so besprochen wird, hat mit zwei Dingen zu tun: Ihrem Ruhm und noch viel mehr, dem Reichtum ihres Ex-Partners.</span></p>
<h6><span class="body" style="color: #ff0000;" role="main"><em>Wenn du Suizidgedanken hast, sprich darüber mit jemandem. Du kannst dich rund um die Uhr an die Telefonseelsorge wenden (08 00/111 0 111 oder 08 00/111 0 222) oder <a style="color: #ff0000;" href="http://www.telefonseelsorge.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.telefonseelsorge.de</a> besuchen.</em></span></h6>
<p><span style="color: #000000;">Ja, die BILD ist scheisse. Aber wisst ihr was? Da hängt noch viel mehr dran, und die meisten von uns sind beteiligt. Die letzten Monate von Kasia Lenhardt waren geprägt von Frauenhass: In den Medien, Social Media und wahrscheinlich auch privat. Sie war die “Familienzerstörerin” &#8211; die Narrative der Verführerin eines verheirateten Familienvaters allgegenwärtig. Befeuert wurde das seit Wochen in Boulevardmedien und von gelangweilten Menschen im Internet.</span></p>
<p><strong><span style="color: #000000;">Wie ist Kasia Lenhardt mit 17 „berühmt“ geworden?</span></strong></p>
<p><span style="color: #000000;">Alles fing bei Germanys Next Topmodel an: Die Sendung, die alle so gerne “ironisch” gucken. Es ist ja so witzig, wenn die “Määäädchen” weinen, wenn ihre Haare abgeschnitten werden. Aber dass Heidi Klum täglich mit Frauenhass selbst Millionen verdient und das Ganze noch als Empowerment und eine Show voller “Diversity” verkauft, ist einfach nur noch schämenswert. Die Show läuft auf Kosten von Millionen jungen Menschen, die Essstörungen entwickeln und ihr Geld in einer Industrie lassen, die mit der Unsicherheit von jungen Mädchen und Frauen Millionen machen. Die Zahlen stagnieren, jedoch haben immer noch 1,35 Millionen Zuschauer*innen zwischen 14 und 49 Jahren die erste Folge der 15. Staffel angeschaut.</span></p>
<p><span style="color: #000000;">Wer die Sendung live begleitet? Die BILD, ja, aber auch die Magazine, die so viele Frauen gerne lesen. Ob InTouch oder Glamour &#8211; der Selbsthass wird für 2 Euro pro Heft gegekauft.</span></p>
<p><strong><span style="color: #000000;">“Selbstoptimierung” deluxe</span></strong></p>
<p><span style="color: #000000;">Wenn man schon als Mädchen hört: Du bist zu dick, zu dünn. Deine Nase zu groß und warum rasierst du dich nicht? Wenn deine aufgelegten Schönheitsbilder Kim Kardashian oder eben Heidi Klum sind, wen wundert es denn noch, dass schon im jungen Alter mit der “Selbstoptimierung” begonnen wird? Es fängt übrigens schon im Kleinen mit dem Instagramfilter an.</span><br />
<span style="color: #000000;">Seit der Sendung hat Kasia Lenhardt so viele “Schönheits”operationen gehabt, dass man ihr Gesicht nicht wiedererkennt. Nein, wir wollen hier keine Diskussion beginnen, wer wie was mit seinem Körper machen darf. Was glücklich macht, sollte gemacht werden. Wir brauchen aber auch nicht so tun, als ob es keinen Zusammenhang zwischen der Sendung von Heidi Klum, dem Druck dieser Industrie auf junge Mädchen und zuletzt der Wahl eines Partners, der Frauen auf nur eine ganz bestimmte Art zu sehen scheint, gäbe. Oh well, die Partner.</span></p>
<p><strong><span style="color: #000000;">Mit wem war Kasia Lenhardt zusammen?</span></strong></p>
<p><span style="color: #000000;">Zu den Riberys, Boatengs und wie sie alle heißen: hört auf, so zu tun, als ob der Fall von Kasia Lenhardt schockierend ist. Jede*r Fußballfan der*die Bundesliga schaut, weiß ganz genau Bescheid, was da für Typen dabei sind. Allein von den FC Bayern München Spielern kennt man den Zusammenhang von minderjährigen „Prostituierten“ und Gewalt gegen ihre Partnerinnen. Trotzdem wird weitergeschaut, trotzdem wird anschließend fleißig BILD und Co im Nachgang konsumiert, wenn es dann zu den „Eifersuchtsdramen” oder “Sex-Skandalen” oder auch Frauenmorde, Feminizide oder Vergewaltigungen kommt. Volkssport Nummer 1 ist Fußball &#8211; gefolgt von Frauenhass.</span></p>
<p><span style="color: #000000;">Der DFB ist keine Ausnahme &#8211; die reichen Typen dort sind nicht anders als die reichen Typen aus der Filmbranche (Stichwort: #Metoo). Mit Erfolg kommt Macht und Degradierung. Und genau diese Fälle zeigen uns, wie Männer in dieser Gesellschaft handeln dürfen, wenn sie mächtig und reich sind. Aber hier gibt es einen eklatanten Unterschied: Fußball wird nicht nur konsumiert. Besonders in Deutschland gibt es eine lebendige Kultur drum herum: Die Fans, Merchandise, Stadien. Clubs bezahlen dafür, sie halten gewollt dieses System aufrecht. Anstatt also immer nur von dem schlimmen schlimmen Sexismus, und dem schlimmen schlimmen Rassismus beim Fußball zu sprechen: Macht doch endlich mal die Drohung war und enteignet den DFB.</span></p>
<p><strong><span style="color: #000000;">Du bist ein Teil davon!</span></strong></p>
<p><span style="color: #000000;">Genau heute, während Kasias Suizid noch Thema ist, wird eine Gastjurorin von GNTM Zuschauer*innen nach der Sendung mit Drohungen überhäuft: “Ich hoffe, dass dein Kind mal so behandelt wird, wie du Maria behandelt hast”. Wenn du ironisch GNTM schaust, dir am Bahnhof die InTouch kaufst: Genau dieser Konsum von Medien und Formaten, die täglich Frauen ihre Rollen suggerieren, sie bewerten und abwerten, sind verbunden mit dem Konzept der Profi-Sportler, die aus dem Missbrauch von Minderjährigen und Gewalt an der Partnerin einen Lifestyle machen. All das sind die “Skandälchen” die dann wieder in den Boulevard-Medien konsumiert werden.</span><br />
<span style="color: #000000;">Also hört einfach auf: Holt euch eure Unterhaltung wo anders und hört auf so einen frauenfeindlichen und degradierenden Scheiß zu schauen. Auch wenn es euer “guilty pleasure” ist, Menschen wie Boateng, Heidi Klum &amp; Co. machen damit Millionen und treiben dieses kranke System immer weiter. Hört auf, diese Typen zu entschuldigen. Und ja das tut man, wenn die Show einfach weitergeht für sie. Wenn ihr Fußballfans seid, dann blockiert Spiele, Foren, Medien. Bis es einen Wandel gibt.</span></p>
<p><span style="color: #000000;">Nur Konsumverbote helfen selbstredend nicht weiter. Natürlich müssen wir die bestehenden Verhältnisse ändern, damit solche Dinge den Nährboden verlieren. Feminizide sind ein Symptom in kapitalistischen Systemen, und solange wir diese nicht bekämpfen, wird auch Gewalt an Frauen kein Ende finden.</span></p>
<p><strong><span style="color: #000000;">Ihr Fall ist jetzt in aller Munde, weil es an der Spitze dieser kapitalistischen Gesellschaft passiert ist. Aber es passiert jeden Tag. Viele Fälle sind nur unsichtbar &#8211; ohne Boulevardpresse, fernab von Instagram.</span></strong></p>
<h6><span class="body" style="color: #ff0000;" role="main"><em>Wenn du Suizidgedanken hast, sprich darüber mit jemandem. Du kannst dich rund um die Uhr an die Telefonseelsorge wenden (08 00/111 0 111 oder 08 00/111 0 222) oder <a style="color: #ff0000;" href="http://www.telefonseelsorge.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.telefonseelsorge.de</a> besuchen.</em></span></h6>
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		<title>92 Prozent der gezählten Artikel verharmlosen Gewalt gegen Frauen</title>
		<link>https://genderequalitymedia.org/femizid-karte/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Britta Häfemeier]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Nov 2020 11:07:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[#unfollowpatriarchy]]></category>
		<category><![CDATA[Activism]]></category>
		<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Feminizid]]></category>
		<category><![CDATA[Mediascreening]]></category>
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					<description><![CDATA[Oben rechts (Klick auf Kästchen) kann die Karte vergrößert werden. Update, 25 November 2020: Am Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen ist es einmal umso wichtiger, einen Blick auf die Berichterstattung der letzten Monate über Gewalt gegen Frauen* in den deutschen Medien zu werfen. Für den Zeitraum vom 1. September bis 31. Oktober konnten wir im Rahmen unseres &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><iframe src="https://www.google.com/maps/d/u/0/embed?mid=1ZZCw8If8QAHj0uNFLT6OztZMUjx169hO" width="640" height="480"></iframe><br />
<i>Oben rechts (Klick auf Kästchen) kann die Karte vergrößert werden. </i></p>
<p><span style="color: #000000;"><strong>Update, 25 November 2020:</strong> <span style="font-weight: 400;">Am Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen ist es einmal umso wichtiger, einen Blick auf die Berichterstattung der letzten Monate über Gewalt gegen Frauen* in den deutschen Medien zu werfen. Für den Zeitraum vom 1. September bis 31. Oktober konnten wir im Rahmen unseres Medienscreenings insgesamt 115 Artikel zählen, wobei in 97% der Berichterstattung Medien gewaltverharmlosende Begriffe nutzten. Damit unterscheidet sich der Herbst lediglich in der absoluten Anzahl der gezählten Artikel vom Sommer (vgl. 142 gezählte Artikel), jedoch nicht in der prozentualen Verteilung Gewalt verharmlosender Berichterstattung. Genauso wie in den Sommermonaten waren auch im September und Oktober </span></span><span style="color: #000000;">Bluttat</span><span style="color: #000000;"><span style="font-weight: 400;"> mit 33 Artikeln (29%), </span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-weight: 400;">Familiendrama</span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-weight: 400;"> mit 23 Artikeln (20%) und </span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-weight: 400;">Beziehungstat</span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-weight: 400;"> mit 18 Artikel (16%) die am häufigsten benutzten Gewalt verharmlosenden Begriffe. Mit insgesamt 18 Fällen in den letzten 2 Monaten konnten wir im Vergleich zum Rest des Jahres ebenfalls eine große Häufigkeit der Verwendung von </span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-weight: 400;">Ehestreit</span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-weight: 400;"> verzeichnen – allein im September wurde das Wort in 19% der Berichterstattung über Gewalt gegen Frauen genutzt. Zu lesen ist in diesen Fällen in der Headline dann häufig  <a href="https://www.mz-web.de/sachsen-anhalt/ehestreit-eskaliert-mann-verletzt-seine-frau-mit-einem-messer-37353244">Ehestreit eskaliert – Mann verletzt seine Frau mit Messer</a> oder aber <a href="https://rp-online.de/nrw/staedte/wesel/wesel-sek-einsatz-beendet-ehestreit-hinweise-auf-waffenbesitz_aid-54227007">SEK beendet Ehestreit</a>. Die Absurdität der Verwendung von bspw. </span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-weight: 400;">Ehestreit</span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-weight: 400;"> vor dem Hintergrund lebensgefährlicher und tödlicher Gewalt von Männern gegen Frauen* betont einmal umso mehr die Notwendigkeit eines Internationalen Tages zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen. Noch viel zu selten ordnen Medien diese Gewalttaten richtig ein und beschreiben diese als das, was sie sind: Frauenmorde oder Femizide. Die Zahlen sprechen für sich: Lediglich in drei Artikeln wurden Femizid / Frauenmord im September bzw. Oktober benutzt. Aus diesem Grund zählen wir weiter und sind heute am am 25. November umso lauter, weil Gewalt gegen Frauen* ein gesamtgesellschaftliches Problem ist mit System, das nicht weiter ignoriert werden kann. </span></span></p>
<p><a href="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2020/07/8.-märz-plakate.png"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-1522" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2020/07/8.-märz-plakate-300x212.png" alt="" width="800" height="566" /></a></p>
<p><span style="color: #000000;"><strong>Update, 1. Oktober 2020:</strong> Inzwischen haben wir unsere Deutschlandkarte zu Gewalt gegen Frauen um die Medienscreening-Ergebnisse aus den Monaten Juli und August</span> <span style="color: #000000;">ergänzt. Das Ergebnis dieser zweite Monate ist leider wenig überraschend: Von 146 gescreenten Artikeln über Gewalt gegen Frauen in Deutschland, wurden in 142 Fällen (97%) Gewalt verharmlosende Begriffe, wie Bluttat (52), Beziehungstat (27) oder Familiendrama (20) verwendet. Ein Fall ist uns dabei besonders im Gedächtnis geblieben : </span><span style="color: #000000;">Am 22. Juli 2020 wurde die Künstlerin Rebeccah Blum in Berlin von ihrem  Partner Saul Fletcher, einem bekannten Fotografen,  ermordet. Nahezu die ganze Berichterstattung fokussierten sich hierbei lieber auf die beruflichen und künstlerischen Leistungen, während weder Rebeccah Blums Name noch Details zu ihrer Person Erwähnung fanden. Noch schlimmer ist, dass ein großer Teil der Medienberichterstattung sich auf den noch bekannteren, nicht sehr nahe stehenden Freund des mutmaßlichen Mörders konzentrierte, nämlich Brad Pitt. Anscheinend leben wir in einer Welt, in der die unbedeutende Rolle von Brad Pitt im Leben eines mutmaßlichen Mörders mehr Platz einnimmt, als die Frau, die ermordet wurde. Dazu passt, dass in nur 3% der zwischen Juli und August gescreenten Artikel direkt auf das strukturelle Ausmaß von  Gewalt gegen Frauen hierzulande aufmerksam gemacht wurde durch die  Verwendung der Begriffe “Femizid” oder “Frauenmord” . </span></p>
<p><em><span style="color: #000000;"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-1517 aligncenter" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2020/07/Update-Deutschlandkarte-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" srcset="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2020/07/Update-Deutschlandkarte-300x300.jpg 300w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2020/07/Update-Deutschlandkarte-150x150.jpg 150w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2020/07/Update-Deutschlandkarte-768x768.jpg 768w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2020/07/Update-Deutschlandkarte-1024x1024.jpg 1024w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2020/07/Update-Deutschlandkarte.jpg 1080w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></span></em></p>
<p><span style="color: #000000;"><b>Ein Wrap-Up: Sechs Monate Medienscreening, eine Deutschlandkarte und verharmlosende Berichterstattung</b></span></p>
<p><span style="color: #000000;">Medien verharmlosen regelmäßig (sexualisierte) Gewalt gegen Frauen – und zwar jeden Tag! Schon letztes Jahr haben wir die Berichterstattung über Gewalt gegen Frauen untersucht. <span style="color: #333399;"><a style="color: #333399;" href="https://genderequalitymedia.org/nachgezaehlt/">Unser Algorithmus, mit dem wir zwischen Oktober und November 2019 nachgezählt haben, mit welchen Begriffen und wie oft Medien (sexualisierte) Gewalt gegen Frauen verharmlosen, umfasste aber nur 20 Medien.</a></span> Das haben wir nun geändert: Für einen noch umfassenderen Blick auf die deutsche Medienlandschaft schließt unser Screening seit 2020 alle Medien ein, die sich über Google News erfassen lassen.</span></p>
<p><span style="color: #000000;"><b>Der Druck auf die Medien wächst</b></span></p>
<p><span style="color: #000000;">Mit unserer Schlagwortsuche konzentrieren wir uns vor allem auf die Berichterstattung über strukturelle Gewalt gegen Frauen. Wie schon in den ersten sechs Monaten dieses Jahres, wird unser Screening auch in der zweiten Jahreshälfte nicht pausieren. Damit garantieren wir ein möglichst umfassendes Bild über die Entwicklungen und Tendenzen in der Medienlandschaft, wenn es um die Berichterstattung über Gewalt gegen Frauen geht. Hierfür zeichnen wir auf Grundlage der gesammelten Artikel eine Deutschlandkarte nach, anhand der sich nicht nur interaktiv die Berichterstattung zurückverfolgen lässt, sondern auch sichtbar wird, in welchem Umfang Frauen hierzulande Opfer von Gewalt werden. Dazu ist es für uns allerdings ausschlaggebend, dass wir uns nur auf Artikel konzentrieren, die sich auf Gewalttaten in Deutschland aus dem Jahr 2020 beziehen. Die interaktive Deutschlandkarte wird von uns fortan monatlich fortgeführt, um am Ende des Jahres Bilanz ziehen zu können.</span></p>
<p><span style="color: #000000;"><b>92 % der gezählten Artikel verharmlosen sprachlich Gewalt gegen Frauen</b></span></p>
<p><span style="color: #000000;">Vom 1. Januar bis 30. Juni 2020 haben wir insgesamt 301 Artikel zu Gewalttaten gegen Frauen gezählt. Alle Taten, über die berichtet wurde, sind ausschließlich 2020 in Deutschland verübt worden. Das Missverhältnis zwischen Artikeln, die Begriffe wie „Frauenmord“, „Femizid“ oder „Frauenmörder“ nutzen, um explizit auf das strukturelle Ausmaß von Gewalt gegen Frauen zu verweisen, ist im Vergleich zu Artikeln, die Gewalt verharmlosende Begriffe verwenden, wie schon im Jahr 2019 immens. Im Detail bedeutet das, dass nur in 24 Fällen (8%) „Frauenmord“, „Femizid“ oder „Frauenmörder“ benutzt worden sind zu 277 Artikeln (92%) mit (sexualisierte) Gewalt verharmlosender Begriffe.</span></p>
<p><span style="color: #000000;">Da die erste Jahreshälfte in allen Aspekten unseres Lebens von dem COVID-19-bedingten “Lockdown” bestimmt war, hatte der natürlich auch Auswirkungen auf die Medienberichterstattung: Die Berichterstattung über Gewalt gegen Frauen ging enorm zurück. In den Monaten Februar, März und April zählten wir insgesamt bloß zwischen 32 ( Februar) und 36 (April) Artikeln, welche über Gewalttaten gegen Frauen berichteten. Darüber hinaus war die Berichterstattung zwischen Februar und April besonders von der Sorge geprägt, dass mit dem “Lockdown” die häusliche Gewalt gegen Frauen steigen würde. Vermehrt fielen uns auch Artikel auf, die sich kritisch mit der Verwendung problematischer Begriffe in der Berichterstattung über Gewalt gegen Frauen auseinandersetzen und eine damit einhergehende Verschleierung dieses strukturellen Problems anprangern. Trotz eines leichten Anstiegs der Verwendung von „Femizid“ und „Frauenmord“ (April 6x, Mai 8x und Juni 3x) mussten wir feststellen, dass mit dem Ende des “Lockdowns” die Anzahl an Artikeln, die  Gewalt verharmlosen,  drastischer zunahmen.</span></p>
<p><span style="color: #000000;"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-medium wp-image-1495" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2020/07/Medienscreening-HJ-2020-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" srcset="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2020/07/Medienscreening-HJ-2020-300x300.jpg 300w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2020/07/Medienscreening-HJ-2020-150x150.jpg 150w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2020/07/Medienscreening-HJ-2020-768x768.jpg 768w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2020/07/Medienscreening-HJ-2020-1024x1024.jpg 1024w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2020/07/Medienscreening-HJ-2020.jpg 1080w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></span></p>
<p><span style="color: #000000;">Nach wie vor besonders beliebt unter den Begriffen zur Verharmlosung von (sexualisierter) Gewalt gegen Frauen sind: „Beziehungstat“, „Familiendrama“, „Bluttat“ und der sog. „Sextäter“. Diese Begriffe rücken nicht nur partnerschaftliche Gewalt ins Private (Beziehung) sondern banalisieren diese auch als Einzeltaten (Drama). Darüber hinaus tun sich Medien besonders gut daran, über das Tatmotiv zu spekulieren, was dann zumeist auf Eifersucht hinausläuft. Auch in der Justiz und bei der Polizei ist Eifersucht als Motiv fest verankert. Dadurch wird nicht nur systematisch die Täterperspektive eingenommen und die männlichen Besitzansprüche in den Vordergrund gerückt, sondern auch Femizide und das strukturelle Ausmaß dahinter unsichtbar gemacht.</span></p>
<p><span style="color: #000000;"><a href="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2020/07/4.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-1482 size-medium" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2020/07/4-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" srcset="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2020/07/4-300x300.jpg 300w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2020/07/4-150x150.jpg 150w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2020/07/4-768x768.jpg 768w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2020/07/4-1024x1024.jpg 1024w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2020/07/4.jpg 1080w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></span></p>
<p><span style="color: #000000;">Überraschenderweise war dieses Mal nicht die Bild-Zeitung Anführerin unter den Medien, die am häufigsten (sexualisierte) Gewalt verharmlosen. Mit 27 Treffern, war dies das regionale Newsportal Tag24, dicht gefolgt von Bild, Express und Karlsruhe Insider. Hier lässt sich gut erkennen, dass vor allem regionale Medien Gebrauch von Gewalt verharmlosenden Begriffen machen.</span></p>
<p><span style="color: #000000;"><a href="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2020/07/5.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-1483 size-medium" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2020/07/5-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" srcset="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2020/07/5-300x300.jpg 300w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2020/07/5-150x150.jpg 150w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2020/07/5-768x768.jpg 768w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2020/07/5-1024x1024.jpg 1024w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2020/07/5.jpg 1080w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></span></p>
<p><span style="color: #000000;">Insgesamt konnten wir 16 Artikel zählen, die mit „Femizid“ explizit auf das strukturelle Ausmaß von Gewalt gegen Frauen hinweisen sowie 9 Artikel, die den Begriff „Frauenmord“ oder „Frauenmörder“ verwenden. Unter den Vorreiter*innen in der Berichterstattung traten hier ganz besonders anf deutsch, Potsdamer Neuste Nachrichten sowie die Frankfurter Neue Presse und Perspektive online hervor. Nichtsdestotrotz ist die Verwendung von Begriffen wie “Frauenmörder” nicht zwangsläufig Garant für eine angemessene Berichterstattung über Gewalt gegen Frauen: Das ist vor allem dann der Fall, wenn Medien anhand von Frauenmorden Infotainment betreiben und die Berichterstattung einer Krimigeschichte gleicht.</span></p>
<p><span style="color: #000000;"><a href="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2020/07/7.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-1485 size-medium" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2020/07/7-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" srcset="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2020/07/7-300x300.jpg 300w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2020/07/7-150x150.jpg 150w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2020/07/7-768x768.jpg 768w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2020/07/7-1024x1024.jpg 1024w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2020/07/7.jpg 1080w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></span></p>
<p><span style="color: #000000;">Medien tragen einen wesentlichen Beitrag zur Meinungsbildung bei. Wir fordern deshalb eine verantwortungsvolle Berichterstattung aller Journalist*innen, wenn es um die systematische Gewalt gegen Frauen geht. Unsere Deutschlandkarte zeigt sehr deutlich, dass Femizide, (versuchte) Vergewaltigungen und sexuelle Belästigung keine Einzelfälle in Deutschland sind, sondern sich ein System dahinter erkennen lässt. Wenn Journalist*innen also über Tatmotive spekulieren können, warum dann auch nicht mal den Schritt wagen und darüber spekulieren, ob nicht vielleicht ein strukturelles Problem hinter den ganzen Femiziden und Frauenmorden steckt? Wieso nicht mal toxische Männerbilder, sexistische Frauenbilder und gesellschaftliche Macht- und Geschlechterverhältnisse erwähnen? Und warum nicht einfach von „Frauenmorden“, „Femiziden“ oder „Vergewaltigern“ statt „Sextätern“ sprechen?</span></p>
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		<title>Zehn unverzichtbare Dinge aus 2019</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Britta Häfemeier]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 Dec 2019 12:14:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[#Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[#unfollowpatriarchy]]></category>
		<category><![CDATA[Activism]]></category>
		<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Feminizid]]></category>
		<category><![CDATA[aktivismus]]></category>
		<category><![CDATA[deutsche Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[medien]]></category>
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		<category><![CDATA[Patriarchat]]></category>
		<category><![CDATA[Sexismus in Medien]]></category>
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					<description><![CDATA[Vielleicht ist es ein guilty pleasure, vielleicht auch nur der Dezemberblues. Aber wir lieben Jahresrückblicke, vor allem wenn so viel los war wie 2019: Der Begriff &#8222;Femizid&#8220; oder eben &#8222;Frauenmord&#8220; findet immer stärker seinen Platz in den Medien, die Tampontax wird 2020 abgeschafft (nein, da können wir nicht nur den Kondomhersteller*innen danken), wir feierten 100 Jahre Frauenwahlrecht und die feministische &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color: #000000;"><strong>Vielleicht ist es ein guilty pleasure, vielleicht auch nur der Dezemberblues. Aber wir lieben Jahresrückblicke, vor allem wenn so viel los war wie 2019: Der Begriff &#8222;Femizid&#8220; oder eben &#8222;Frauenmord&#8220; findet immer stärker seinen Platz in den Medien, die Tampontax wird 2020 abgeschafft (nein, da können wir nicht nur den Kondomhersteller*innen danken), wir feierten 100 Jahre Frauenwahlrecht und die feministische Bewegung wird gefühlt immer stärker.</strong></span></p>
<p><span style="color: #000000;">Auch bei uns war viel los und wir konnten 2019 einige Meilensteine setzen, die wir im kommenden Jahr nur noch mehr festigen wollen. Für euch haben wir unsere 10 wichtigsten Meilensteine herausgesucht, auf die wir auch 2020 nicht verzichten wollen.<!--more--></span></p>
<h3><span style="color: #000000;">1. Kooperationen<br />
</span></h3>
<p><span style="color: #000000;">Zwei unserer Aktionen haben wir nicht alleine gewuppt, </span><span style="color: #993366;"><strong><a style="color: #993366;" href="https://genderequalitymedia.org/wenn-reconquista-internet-und-gender-equality-media-gemeinsame-sache-machen/">gemeinsam mit Reconquista Internet </a></strong></span><span style="color: #000000;">haben wir aufgezeigt, was Medien wirklich mit „Eifersuchtstragödie“, „Familiendrama“, „Sex-Täter“ oder „Sex-Sklavin“ meinen. In der heutigen Zeit, wo Rechtspopulismus und Antifeminismus weltweit wieder stärker werden, brauchen wir mehr Leute denn je, die sich dem Ganzen entgegensetzen! Nicht nur im Feminismus, Menschenrechte insgesamt sind bedroht und wenn wir uns organisieren, haben wir eine größere Schlagkraft.</span></p>
<div id="attachment_1229" style="width: 1034px" class="wp-caption aligncenter"><a style="color: #000000;" href="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/08/familiendrama.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1229" class="wp-image-1229 size-large" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/08/familiendrama-1024x578.jpg" alt="" width="1024" height="578" srcset="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/08/familiendrama-1024x578.jpg 1024w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/08/familiendrama-300x169.jpg 300w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/08/familiendrama-768x434.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a><p id="caption-attachment-1229" class="wp-caption-text"><span style="color: #000000;">Wenn aus einem Mord ein Schauspiel wird!</span></p></div>
<h3><span style="color: #000000;">2. Alternativen schaffen</span></h3>
<p><span style="color: #000000;">Mit<span style="color: #993366;"> <strong><a style="color: #993366;" href="https://genderequalitymedia.org/bildgewaltig-aktion-zum-tag-gegen-gewalt-gegen-frauen/">#KeineMehr haben wir zum</a> </strong><strong><a style="color: #993366;" href="https://genderequalitymedia.org/bildgewaltig-aktion-zum-tag-gegen-gewalt-gegen-frauen/">Tag gegen Gewalt gegen Frauen</a></strong> </span> eine gemeinsame Aktion ins Leben gerufen. Wir sind auf der suche nach Bilder für die mediale Berichterstattung. Denn die Bebilderung von Feminiziden (Frauenmorden) und geschlechtsbasierter Gewalt (z.b. häusliche Gewalt) zeigt in den meisten Medien die Frau in der Opferrolle. Mit den eingeschickten Fotos bauen wir eine alternative Bild-Datenbank auf, auf die Journalist*innen zurückgreifen können, wenn sie Bilder für ihren Bericht suchen.</span></p>
<h3><span style="color: #000000;">3. Offener Brief an dpa</span></h3>
<p><span style="color: #000000;">Schluss mit Familiendrama: Die Deutsche Presse-Agentur (dpa) feierte 2019 ihr 70-jähriges Jubiläum. Dies haben wir zum Anlass genommen und der Chefredaktion einen <strong><a style="color: #000000;" href="https://genderequalitymedia.org/dpa-reagiert-positiv-auf-offenen-brief-zum-jubilaeum/"><span style="color: #993366;">Offenen Brief</span></a> </strong>geschrieben. Zuerst reagierte der Nachrichtenchef Froben Homburger ziemlich positiv, später wurde verkündet, dass die dpa nun völlig auf Begriffe wie &#8222;Familiendrama&#8220; &amp; Co. verzichten wird.</span></p>
<h3><span style="color: #000000;">4. Adbusting Aktion in ganz Berlin</span></h3>
<p><span style="color: #000000;">Künstler*innen haben in ganz Berlin einfach mal unter #UNFOLLOWPATRIARCHY ein paar Plakate ausgetauscht &#8211; ein Schelm, wer böses denkt! <span style="color: #993366;"><a style="color: #993366;" href="https://genderequalitymedia.org/adbusting/"><strong>Mit einfachen Headlines wurde die Scheinheiligkeit der BILD-Zeitung ziemlich einfach enttarnt</strong>.</a> </span>Passender konnte der Zeitpunkt der Aktion gar nicht sein. Genau das Wochenende feierte sich die Presse auf ihrem jährlichen Presseball in Berlin selbst – wir feiern lieber die Künstler*innen und die Adbusting-Aktion! Denn in unseren Augen haben die großen Verlagshäuser gerade in Sachen Geschlechtergerechtigkeit nicht viel zu feiern, das beweisen auch unsere täglichen Medienscreenings.</span></p>
<p><a href="https://www.facebook.com/genderequalitymedia/videos/159823111567465/">https://www.facebook.com/genderequalitymedia/videos/159823111567465/</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="color: #000000;">5. Wir haben den NETTZ-Preis gewonnen!</span></h3>
<p><span style="color: #000000;">„Frauen sind am meisten von Hassrede im Netz betroffen. Sexistische print- und online Medien befeuern und legitimieren diese Hetze. Die Folgen sind Diskriminierung, Belästigungen und Gewalt – online und offline.“ Mit diesem Pitch und unserer Arbeit, die wir während des zweitägigen Community-Events von Das NETTZ – der Vernetzungsstelle gegen Hate Speech – in verschiedenen Workshops vorstellen konnten,<span style="color: #993366;"> <strong><a style="color: #993366;" href="https://genderequalitymedia.org/gewonnen-was-wir-mit-dem-preisgeld-vorhaben-und-wie-sexismus-und-hate-speech-zusammenhaengen/">haben wir den ersten Platz des Förderpreises gewonnen</a>.</strong></span></span></p>
<h3><span style="color: #000000;">6. Wir verbreiteten unsere Utopie auf der re:publica</span></h3>
<p><span style="color: #000000;">Wir waren Zeitreise und haben die Besucher*innen mit in unsere Utopie genommen: „Wir befinden uns im Jahr 2044 und blicken zurück auf das Jahr 2019, dem Jahr, in dem Feminist*innen auf der ganzen Welt sich verbündet haben um dem Patriarchat den Kampf anzusagen. Sie traten für einen intersektionalen Feminismus ein, der sich nicht nur gegen Sexismus, sondern auch gegen jede andere Form von Diskriminierung richtete. <a style="color: #000000;" href="https://19.re-publica.com/de/session/unfollowpatriarchy-wir-25-jahren-patriarchat-besiegten"><span style="color: #993366;"><strong>Hier gibt es unseren Vortrag noch einmal zum Nachhören als Podcast</strong>.</span></a></span></p>
<p><span style="color: #000000;"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-1324 aligncenter" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/12/Screenshot9-1024x442.png" alt="" width="1024" height="442" srcset="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/12/Screenshot9-1024x442.png 1024w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/12/Screenshot9-300x130.png 300w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/12/Screenshot9-768x332.png 768w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/12/Screenshot9.png 1137w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></span></p>
<h3><span style="color: #000000;">7. Share your power</span></h3>
<p><span style="color: #000000;">2019 waren wir als Expert*innen gefragt: Wir saßen auf Podien, moderierten feministische Veranstaltungen und gaben so viele Interviews wie noch nie. Es tut gut zu bemerken, dass sich unser ehrenamtlicher Aktivismus etabliert. <span style="color: #993366;"><strong><a style="color: #993366;" href="https://genderequalitymedia.org/custom-section/presse/">Hier findet ihr eine Auswahl von Presseberichten über und mit uns</a></strong>.</span></span></p>
<h3><span style="color: #000000;">8. Banden bilden</span></h3>
<p><span style="color: #000000;">Startschuss für unser neues und wahrscheinlich größtes Projekt: Zusammen mit Journalist*innen schaffen wir eine Initiative, um effizient eine diskriminierungsfreie Berichterstattung durchzusetzen. Im Rahmen eines ersten Runden Tisches wollen wir 2020 über mögliche Maßnahmen wie die Erarbeitung eines Code of Conduct, der Schaffung eines Netzwerks sowie Angebote für den journalistischen Nachwuchs nachdenken. #staytuned</span></p>
<h3><span style="color: #000000;">9. Unser Team</span></h3>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-1326 size-medium" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/12/Screenshot10-294x300.png" alt="" width="294" height="300" srcset="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/12/Screenshot10-294x300.png 294w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/12/Screenshot10.png 516w" sizes="(max-width: 294px) 100vw, 294px" /></p>
<h3><span style="color: #000000;">10. Support your local feminists</span></h3>
<p><span style="color: #000000;">Wir arbeiten übrigens zu 100 Prozent ehrenamtlich. Wir stecken nicht nur Wut, Herz und Feminismus rein sondern auch Geld. Dafür brauchen wir deine Unterstützung &#8211; nur dann können wir wie bisher weitermacen. Bei <a style="color: #000000;" href="https://www.betterplace.org/de/projects/40156-sexismus-in-den-medien-bekampfen-unfollowpatriarchy"><strong><span style="color: #993366;">betterplace kannst du ganz einfach unseren gemeinnützigen Verein unterstützen</span></strong></a>. Und weil gute Taten belohnt werden und wir brandneues Merchandise haben, verlosen wir unter allen Spender*innen zwei Überraschungspakete.</span></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-283" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2017/11/gem.png" alt="GEM e.V. Logo" width="350" height="279" srcset="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2017/11/gem.png 350w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2017/11/gem-300x239.png 300w" sizes="(max-width: 350px) 100vw, 350px" /></p>
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		<title>#Bildgewaltig &#8211; Aktion zum Tag gegen Gewalt gegen Frauen*</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Britta Häfemeier]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 25 Nov 2019 11:49:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[#Allgemein]]></category>
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		<category><![CDATA[Feminizid]]></category>
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		<category><![CDATA[Sexismus in Medien]]></category>
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					<description><![CDATA[#keinemehr und Gender Equality Media rufen euch zu einer gemeinsamen Aktion auf Es ist mittlerweile überall. Die Erkenntnis, dass tagtäglich versuchte Frauen*morde in Deutschland geschehen, die fast jeden dritten Tag ausgeführt werden. Sie werden rassifiziert, wenn sie als  kulturelles Problem einer angeblich anderen Kultur gesehen werden. Die Fälle in Deutschland, von Deutschen begangen, werden als eine private, unglückliche private Tragödie &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color: #000000;"><span style="font-weight: 400;"><br />
</span><span style="font-weight: 400;"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-1304" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/11/EBU-100-75-HD-Farbbalken-1024x576.jpg" alt="" width="384" height="216" srcset="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/11/EBU-100-75-HD-Farbbalken-1024x576.jpg 1024w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/11/EBU-100-75-HD-Farbbalken-300x169.jpg 300w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/11/EBU-100-75-HD-Farbbalken-768x432.jpg 768w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/11/EBU-100-75-HD-Farbbalken.jpg 1100w" sizes="(max-width: 384px) 100vw, 384px" /><br />
#keinemehr und Gender Equality Media rufen euch zu einer gemeinsamen Aktion auf</span></span></p>
<p><span style="font-weight: 400; color: #000000;">Es ist mittlerweile überall. Die Erkenntnis, dass tagtäglich versuchte Frauen*morde in Deutschland geschehen, die fast jeden dritten Tag ausgeführt werden. Sie werden rassifiziert, wenn sie als  kulturelles Problem einer angeblich anderen Kultur gesehen werden. Die Fälle in Deutschland, von Deutschen begangen, werden als eine private, unglückliche private Tragödie aufgefasst.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h4><span style="color: #000000;"><b>Kein Familiendrama, sondern Femizid &#8211; #niunamenos</b></span></h4>
<p><b></b><span style="color: #000000;"><span style="font-weight: 400;">Für diese Forderung kämpfen Feminist*innen global seit langem. In Mexiko wurde Femizid 2012 zu einer offiziellen politischen Kategorie. Diese Forderung drang dann bis nach Deutschland durch. Auch hier kämpfen wir gegen die Frauen*morde. Seit kurzem ist die Diskussion um Frauen*mord als eine politische Kategorie in aller Munde.</span></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h4><span style="color: #000000;"><b>#Keine mehr in Deutschland</b></span></h4>
<p><span style="color: #000000;"><b> </b><span style="font-weight: 400;">#keinemehr setzt sich seit 2017 auch in Deutschland für die Verwendung des politischen Begriffs Feminizid ein. Damit wollen sie sichtbar machen, dass Männer Frauen* töten. Dass das keine vereinzelten Familiendramen oder Eifersuchtsmorde sind. Und dass die deutsche Gesellschaft mitverantwortlich ist, dass dies geschehen kann. Dazu gehört auch die mediale Berichterstattung.</span></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h4><span style="color: #000000;"><b>Femizid benennen</b> <b>&#8211; erste Erfolge</b></span></h4>
<p><span style="font-weight: 400; color: #000000;">Viele Medien berichten schon nicht mehr von Eifersuchtstat und Familiendrama, sie sprechen von einem Frauen*mord. Auch wir richteten uns zuletzt mit einem <a href="https://genderequalitymedia.org/dpa-reagiert-positiv-auf-offenen-brief-zum-jubilaeum/">offenen Brief an die dpa</a>, Deutschlands größte Nachrichtenagentur. Diese sprach sich nun offiziell dafür aus, nicht mehr “Familiendrama” zu schreiben. Die jahrelange Arbeit von Aktivist*innen wird gehört.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h4><span style="color: #000000;"><b>#Bildgewaltig &#8211; die Macht von Bildern</b></span></h4>
<p><span style="font-weight: 400; color: #000000;">Dennoch sehen wir neben der sich wandelnden Berichterstattung fragwürdige Bilder, die die Berichterstattung begleiten: Frauen*, die aus dem Fenster starren, gekrümmt in einer Ecke liegen, eine erhobene männliche Faust. Also Frauen* als wehrlose Opfer. Ein heterosexuelles Paar das sich streitet und damit gezeigt wird: es ist irgendwie doch noch “Beziehungstat”. Marlene Pardeller von #keinemehr aber sagt: “Bilder sind genauso wichtig wie Begriffe. An ihnen müssen wir arbeiten, um unser Bewusstsein zu verändern.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h4><span style="color: #000000;"><b>Der Aufruf an euch</b></span></h4>
<p><span style="color: #000000;"><span style="font-weight: 400;">Zum Tag gegen Gewalt gegen Frauen* wollen wir diesen Schritt zusammen mit der crew von #keinemehr komplettieren. Die Bebilderung bei Berichterstattung von Feminiziden (Frauen*morden), feminizider Gewalt und geschlechtsbasierter Gewalt (z.b. Häuslicher Gewalt) zeigt in den meisten Medien die Frau* in der Opferrolle. </span><span style="font-weight: 400;"><br />
</span><b><br />
</b><span style="font-weight: 400;">Um dem entgegenzuwirken, rufen wir euch auf, uns Bilder zu schicken, die ihr für die Berichterstattung freigebt. Damit bauen wir eine alternative Bild-Datenbank auf, auf die Journalist*innen zurückgreifen können, wenn sie Bilder für ihren Bericht suchen.</span></span></p>
<p><span style="color: #000000;"><b>Bis zum 25.12.2019 </b><span style="font-weight: 400;">sammeln wir eure lizenzfreien Bilder. Die besten Bilder werden auf einer Bilddatenbank zur lizenzfreien Nutzung den Journalist*innen zur Verfügung gestellt. </span><span style="font-weight: 400;"><br />
</span><span style="font-weight: 400;">Wir freuen uns auf eure Einsendungen! Bitte schickt diese <strong>an </strong></span><a style="color: #000000;" href="mailto:keineeinzigemehr@gmail.com"><strong>keineeinzigemehr@gmail.com</strong><span style="font-weight: 400;"><br />
</span><span style="font-weight: 400;"><br />
</span></a><span style="font-weight: 400;">Eure #keinemehr x GEM Crews</span><span style="font-weight: 400;"><br />
</span><span style="font-weight: 400;">Mehr zu #keine mehr findet ihr hier (link) </span><a style="color: #000000;" href="https://keinemehr.wordpress.com/"><span style="font-weight: 400;">https://keinemehr.wordpress.com/</span><span style="font-weight: 400;"><br />
</span><span style="font-weight: 400;"><br />
</span></a></span></p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Wenn Reconquista Internet und Gender Equality Media gemeinsame Sache machen &#8230;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Britta Häfemeier]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Aug 2019 06:33:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[#Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[#unfollowpatriarchy]]></category>
		<category><![CDATA[Activism]]></category>
		<category><![CDATA[Feminizid]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
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		<category><![CDATA[sexismus]]></category>
		<category><![CDATA[wortgewalt]]></category>
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					<description><![CDATA[„Eifersuchtstragödie“, „Familiendrama“, „Sex-Täter“ oder „Sex-Sklavin“ &#8211; was sich nach einem schlechten Krimi anhört, sind sexistische Wortschöpfungen der Medien. In der heutigen Zeit, wo Rechtspopulismus und Antifeminismus weltweit wieder stärker werden, brauchen wir mehr Leute denn je, die sich dem Ganzen entgegensetzen! Nicht nur im Feminismus, Menschenrechte insgesamt sind bedroht und wenn wir uns organisieren, haben wir eine größere Schlagkraft. Deswegen &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color: #000000;"><strong>„Eifersuchtstragödie“, „Familiendrama“, „Sex-Täter“ oder „Sex-Sklavin“ &#8211; was sich nach einem schlechten Krimi anhört, sind sexistische Wortschöpfungen der Medien. In der heutigen Zeit, wo Rechtspopulismus und Antifeminismus weltweit wieder stärker werden, brauchen wir mehr Leute denn je, die sich dem Ganzen entgegensetzen! Nicht nur im Feminismus, Menschenrechte insgesamt sind bedroht und wenn wir uns organisieren, haben wir eine größere Schlagkraft. Deswegen klären wir diese Woche &#8211; gemeinsam mit <a style="color: #000000;" href="https://www.facebook.com/ReconquistaNetz/">Reconquista Internet</a> &#8211; nun ein für alle mal auf, was Journalist*innen wirklich mit ihren Clickbait-Begriffen sagen wollen.</strong><span id="more-1227"></span></span></p>
<p><span style="color: #000000;"><em>“Ein Bühnenstück […] in der eine Handlung durch die beteiligten Personen auf der Bühne dargestellt wird”</em> oder ein <em>“Schauspiel mit tragischem Ausgang”</em>, so definiert der Duden das Wort “Drama”. Wenn Medien von einem “Drama” sprechen, meinen sie eigentlich Femizide, Partnerschaftsgewalt, oder ganz einfach toxische Männlichkeit. Das Wort “Drama” impliziert zum einen die Einmaligkeit der Tat, zum anderen erzeugt es aber auch den Eindruck, es handele sich lediglich um einen traurigen Einzelfall. In Wirklichkeit steckt Misogynie und systematische Gewalt dahinter. 2016 wurden 158 Frauen durch ihren aktuellen oder ehemaligen Partner getötet, 211 überlebten den Mordversuch oder den versuchten Totschlag. Viele Redaktionen sammeln indes ihre “Familien-Dramen” in einer eigenen Rubrik.</span></p>
<div id="attachment_1229" style="width: 1034px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1229" class="size-large wp-image-1229" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/08/familiendrama-1024x578.jpg" alt="" width="1024" height="578" srcset="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/08/familiendrama-1024x578.jpg 1024w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/08/familiendrama-300x169.jpg 300w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/08/familiendrama-768x434.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><p id="caption-attachment-1229" class="wp-caption-text"><span style="color: #000000;">Familiendrama: Wenn aus einem Mord ein Schauspiel wird!</span></p></div>
<p><span style="color: #000000;">Es ist nun aber nicht so, dass Redaktionen glauben, ein Mord wäre immer nur ein “Schauspiel mit tragischem Ausgang”. Denn wenn über einen Mord in einer muslimischen Familie berichtet wird, werden sofort ganz andere Worte gefunden. Mit Rekordgeschwindigkeit wird das Wort “Ehrenmord” in die Tastatur gehauen – ein Begriff der alle Taten einschließt, die mit toxischer Männlichkeit tun haben. Gewalt gegen Frauen ist für viele Redaktionen also erst dann ein Problem, wenn eine Religion erkennbar ist. Die Tatsache, dass diese Straftaten immer einem falschen Männlichkeitsbild entspringen und es insgesamt ein systemisches, gesamtgesellschaftliches Problem ist, wird damit total verschleiert. Viel mehr wird rassistisch gehetzt und das im großen Stil.</span></p>
<div id="attachment_1228" style="width: 1034px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1228" class="size-large wp-image-1228" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/08/eifersuchtstragödie-1024x578.jpg" alt="" width="1024" height="578" srcset="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/08/eifersuchtstragödie-1024x578.jpg 1024w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/08/eifersuchtstragödie-300x169.jpg 300w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/08/eifersuchtstragödie-768x434.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><p id="caption-attachment-1228" class="wp-caption-text"><span style="color: #000000;">Wenn Mord als &#8222;Eifersucht&#8220; bezeichnet wird&#8230;</span></p></div>
<p><span style="color: #000000;">Wikipedia sagt: <em>&#8222;Eine Tragödie ist eine Form des Dramas und neben der Komödie die bedeutsamste Vertreterin dieser Gattung. Sie lässt sich bis in das antike Griechenland zurückführen. Kennzeichnend für die Tragödie ist der schicksalhafte Konflikt der Hauptfigur.&#8220;</em> Ein schicksalshafter Konflikt ist das also wenn ein Mann eine Frau umbringt. Auch bei dieser Wortschöpfung verharmlosen Medien nicht nur sprachlich einen Mord, es wird wieder einmal zu 100 Prozent die Sicht des Täters eingenommen. Der arme Kerl ist doch eifersüchtig &#8211; was soll er denn ansonsten tun? Frauenmorde werden nicht nur unsichtbar gemacht, sie werden verharmlost und sprachlich entschuldigt.</span></p>
<div id="attachment_1231" style="width: 1034px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1231" class="size-large wp-image-1231" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/08/sex-täter-1024x578.jpg" alt="" width="1024" height="578" srcset="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/08/sex-täter-1024x578.jpg 1024w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/08/sex-täter-300x169.jpg 300w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/08/sex-täter-768x434.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><p id="caption-attachment-1231" class="wp-caption-text"><span style="color: #000000;">Wenn aus einer Vergewaltigung Sex wird!</span></p></div>
<p><span style="color: #000000;">Selbst bei Straftaten, wie Vergewaltigung und Missbrauch gilt “Sexismus sells”. Dabei denken sich Redaktionen sich immer wieder Wortschöpfungen wie “Sex-Attacke”, “Sex-Mord” oder “Sex-Gangster” aus, sie sollen Spannung erzeugen und ziemlich sicher auch die Klickzahlen erhöhen. Nun wissen wir aber, dass eine Vergewaltigung bestimmt kein Sex ist. Hier wird ganz klar ein Gewaltverbrechen verharmlost: Sexualisierte Gewalt ist kein Krimi!</span></p>
<p><span style="color: #000000;"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-1230 aligncenter" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/08/sex-sklavin-1024x578.jpg" alt="" width="1024" height="578" srcset="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/08/sex-sklavin-1024x578.jpg 1024w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/08/sex-sklavin-300x169.jpg 300w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/08/sex-sklavin-768x434.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></span></p>
<p><span style="color: #000000;"><span class="css-901oao css-16my406 r-1qd0xha r-ad9z0x r-bcqeeo r-qvutc0">Als Nadia </span><span class="r-18u37iz">Murad</span><span class="css-901oao css-16my406 r-1qd0xha r-ad9z0x r-bcqeeo r-qvutc0"> den Friedensnobelpreis erhielt, titelten führende Medien &#8222;Sex-Sklavin&#8220; &#8211; d</span><span class="css-901oao css-16my406 r-1qd0xha r-ad9z0x r-bcqeeo r-qvutc0">iese Frau wurde verschleppt, vergewaltigt und misshandelt. Das hat nichts mit Sex zu tun. &#8222;Sex-Sklavin&#8220; ist kein ä</span>däquater Begriff für Frauen, die wie Ware verschachert, vergewaltigt und gefoltert werden.</span></p>
<p><span style="color: #000000;"><strong>Warum das Ganze?<br />
</strong></span></p>
<p><span style="color: #000000;">Wir fordern, dass Gewalt gegen Frauen* nicht weiter von den Medien verharmlost wird. Wir fordern, dass Gewalt gegen Frauen* nicht weiterhin als eine Anreihung von Einzelfällen dargestellt wird. Wir fordern, dass Gewalt gegen Frauen* immer im Kontext von strukturellem Sexismus genannt wird. Wir fordern, dass Gewalt, die sich gegen Frauen* richtet, entsprechend kriminalstatistisch erfasst wird, und dass Bagatellisierungen ein Ende nehmen. Wir fordern, kritische Berichterstattung, statt Täter*innenperspektive.  Mehr Informationen findet ihr in unserem <a style="color: #000000;" href="https://genderequalitymedia.org/custom-section/forderungen/">Forderungspaket.</a></span></p>
<p><span style="color: #000000;"><strong>Weil Rassismus und Sexismus zusammengehören<br />
</strong></span></p>
<p><span style="color: #000000;">Die Aktion ist eine Kooperation mit den Aktivist*innen von Reconquista Internet, die sich für mehr Vernunft im digitalen Diskurs einsetzen und #Wortgewalt auch schon ganz anders besetzt haben: &#8222;Die Idee zur Aktion #Wortgewalt entstand zu Anfang des Jahres im Kontext rechter sprachlicher Einflussnahme. Uns war aufgefallen, dass sowohl Nutzer als auch Medien immer mehr tendenziöse Begriffe aus dem rechten Spektrum unreflektiert in den allgemeinen Sprachgebrauch aufgenommen hatten, und so dazu beitrugen, bestimmte Themen einzufärben. Das ging so weit, dass ehemalige NS-Begriffe öfter auftauchten. Wir haben diese Wörter dann aufgegriffen und aufgezeigt, was daran problematisch ist, z. B. &#8222;Systemparteien&#8220; oder &#8222;Asyltourismus&#8220;. In Kooperation mit Gender Equality Media fiel uns auf, dass das selbe Problem auf die mediale Berichterstattung zu Verbrechen an Frauen zutrifft. Auch hier werden Bezeichnungen verwendet, die einen Sachverhalt unangemessen stark sprachlich beeinflussen, und so eine gesellschaftliche Auswirkung haben. Deshalb weisen wir diesmal mit #Wortgewalt auf diese Themen hin. Es hat Einfluss, wie wir Sprache verwenden, und es lohnt sich, sich näher damit zu beschäftigen.&#8220; &#8211; so Lea von Reconquista Internet. Folgt ihnen bei  <a style="color: #000000;" href="https://twitter.com/reconquistanetz" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-saferedirecturl="https://www.google.com/url?q=https://twitter.com/reconquistanetz&amp;source=gmail&amp;ust=1567104878072000&amp;usg=AFQjCNEDBOP3fYnEB5v2NmdXjJZ8rt0nug">Twitter</a> und <a style="color: #000000;" href="https://www.facebook.com/ReconquistaNetz/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-saferedirecturl="https://www.google.com/url?q=https://www.facebook.com/ReconquistaNetz/&amp;source=gmail&amp;ust=1567104878072000&amp;usg=AFQjCNEJmemgkNx_WwKD8lWEo_eN70N3Lg">Facebook</a> oder werft mal einen Blick auf <a style="color: #000000;" href="https://hassmelden.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-saferedirecturl="https://www.google.com/url?q=https://hassmelden.de/&amp;source=gmail&amp;ust=1567104878072000&amp;usg=AFQjCNEtWvXql65qHzefNt9fQuHHSMV4wQ">www.hassmelden.de</a>.</span></p>
<p><span style="color: #000000;">Seid gespannt, diese Woche werden wir noch weitere Clickbait-Begriffe veröffentlichen &#8211; #UnfollowPatriarchy!</span></p>
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		<title>dpa reagiert positiv auf Offenen Brief zum Jubiläum</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Britta Häfemeier]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 19 Aug 2019 10:44:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[#Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[#unfollowpatriarchy]]></category>
		<category><![CDATA[Activism]]></category>
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					<description><![CDATA[Schluss mit Familiendrama: Die Deutsche Presse-Agentur (dpa) feiert diese Woche ihr 70-jähriges Jubiläum. Dies haben wir zum Anlass genommen und der Chefredaktion einen Offenen Brief geschrieben. Nun hat der Nachrichtenchef Froben Homburger ziemlich positiv reagiert. In Zeiten kursierender Falschinformationen, viral gehender Hass-Postings und erstarkender populistische Kräfte wird der Einfluss von Medien sichtbarer denn je. Sprache hat die Macht Emotionen und &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color: #333333;"><strong>Schluss mit Familiendrama: Die Deutsche Presse-Agentur (dpa) feiert diese Woche ihr 70-jähriges Jubiläum. Dies haben wir zum Anlass genommen und der Chefredaktion einen <a style="color: #333333;" href="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/08/GEM-Offener-Brief-zum-70-jährigen-dpa-Jubiläum.pdf"><span style="color: #0000ff;">Offenen Brief</span></a> geschrieben. Nun hat der Nachrichtenchef Froben Homburger ziemlich positiv reagiert.</strong></span></p>
<p><span style="color: #333333;">In Zeiten kursierender Falschinformationen, viral gehender Hass-Postings und erstarkender populistische Kräfte wird der Einfluss von Medien sichtbarer denn je. Sprache hat die Macht Emotionen und Werte zu vermitteln. Sie kann Menschen unterbewusst bestimmte Wertvorstellungen und Weltanschauungen kommunizieren, sowohl positive als auch negative. Bei unseren täglichen Medienscreenings fällt immer wieder auf, dass alle möglichen Medien regelmäßig Gewalt gegen Frauen in ihrer Berichterstattung verharmlosen – ob systematisch oder unbewusst sei dahingestellt.</span></p>
<p><span style="color: #333333;"><strong>Sprache ist Macht</strong></span></p>
<p><span style="color: #333333;">Die dpa ist Deutschlands größte Nachrichtenagentur, und oftmals die erste wichtige Informationsquelle für Redaktionen, ihre Meldungen werden oft hundertfach im Wortlaut adaptiert und so tausendfach verbreitet. Nachrichtenagenturen wie die dpa, tragen große Verantwortung, da sie bestimmen, wie und welche Themen verarbeitet werden. So ist es lobend herauszustellen, dass die dpa schon in vielen Fällen genau auf die Wortwahl achtet &#8211; wie Froben Homburger, der dpa-Nachrichtenchef gegenüber Gender Equality Media bekräftigte: “Sie weisen völlig zu Recht darauf hin, dass Sprache beileibe nichts Harmloses ist, sondern im Gegenteil eine enorme Macht besitzt. Und natürlich wissen wir um die besondere Verantwortung der Deutschen Presse-Agentur gerade auch in dieser Hinsicht.”</span></p>
<p><span style="color: #333333;"><strong>Wenn Frauen systematisch getötet werden ist das ein Femizid &#8211; kein &#8222;Familiendrama&#8220;</strong></span></p>
<p><span style="color: #333333;">Dennoch wird gerade sexistische Berichterstattung noch zu wenig als solche wahrgenommen. Jeden dritten Tag wird in Deutschland eine Frau* durch ihren Partner ermordet. Bei Tätern mit muslimischen Hintergrund ist dann oft von “Ehrenmord” die Rede, während bei “deutschen” Tätern die bagatellisierenden Begriffe “Familiendrama” oder “Eifersuchtsdrama” verwendet werden. Gewalt von Männern* ist ein gesamtgesellschaftliches Problem. Würden Medien Begriffe wie “Femizid” oder Frauenmord publizieren, wäre sichtbar, dass es sich um ein strukturelles Problem handelt und nicht um traurige Einzelfälle. Es ist eine Frage der Sprache.</span></p>
<p><span style="color: #333333;"><strong>Unser Offener Brief stößt auf offene Ohren bei der dpa</strong></span></p>
<p><span style="color: #333333;">In einem Offenen Brief forderte Gender Equality Medie die dpa auf, die Vorreiterinrolle zu übernehmen und auf Begriffe wie “Familiendrama” gänzlich zu verzichten. Sie könnte daher alternativ Begriffe wie “Femizid” oder eben “Frauenmord” in die journalistische Berichterstattung einführen. Die dpa reagierte durchgehend positiv: “Den verharmlosenden „Sextäter“ wollen wir eigentlich auch schon seit längerem nicht mehr verwenden, manchmal rutscht diese Formulierung aber noch durch. Hier werden wir Ihr Schreiben gerne zum Anlass nehmen, die Kolleginnen und Kollegen daran zu erinnern.”, versprach Homburger. Die dpa gab an, bei den Begriffen Familien- bzw. Beziehungsdrama oder –tragödie“ noch in internen Diskussionen zu stecken. Hier wurde unser Angebot, die Ergebnisse unserer Medienscreenings weiterzuleiten, dankend angenommen.<br />
</span></p>
<p><span style="color: #333333;"><a style="color: #333333;" href="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/08/GEM-Offener-Brief-zum-70-jährigen-dpa-Jubiläum.pdf"><span style="color: #0000ff;"><strong>+++ Den Offenen Brief inkl. Auflistung der problematischen Begriffe zum Download +++</strong></span></a></span></p>
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		<title>Femizide, die keine sein sollen</title>
		<link>https://genderequalitymedia.org/femizide-die-keine-sein-sollen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Britta Häfemeier]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 21 Nov 2018 21:46:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[#Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Feminizid]]></category>
		<category><![CDATA[Mediascreening]]></category>
		<category><![CDATA[sexuelle Gewalt]]></category>
		<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
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					<description><![CDATA[&#8222;Beziehungsdrama&#8220;, &#8222;Familiendrama&#8220;, &#8222;Sexmob&#8220; und &#8222;Bluttat&#8220;. Was sich nach Schlagwörtern für den nächsten schlechten TV-Krimi anhört, sind sexistische Wortschöpfungen der Medien für die Beschreibung von Gewalttaten gegenüber Frauen*. Nach aktuellen Angaben des Bundeskriminalamtes wurden im vergangenen Jahr knapp 140.000 Menschen, davon 82 % Frauen, von ihren Partner*innen oder Ex-Partner*innen misshandelt oder bedroht. Dabei wird alle 2 bis 3 Tage eine Frau &#8230;]]></description>
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<p>&#8222;Beziehungsdrama&#8220;, &#8222;Familiendrama&#8220;, &#8222;Sexmob&#8220; und &#8222;Bluttat&#8220;. Was sich nach Schlagwörtern für den nächsten schlechten TV-Krimi anhört, sind sexistische Wortschöpfungen der Medien für die Beschreibung von Gewalttaten gegenüber Frauen*.</p>
<p>Nach aktuellen Angaben des <a href="https://www.bka.de/SharedDocs/Downloads/DE/Publikationen/JahresberichteUndLagebilder/Partnerschaftsgewalt/Partnerschaftsgewalt_2017.html;jsessionid=B4B53CBF3AB1EBAE438F8C9BFB98C1BD.live2302?nn=63476" target="_blank" rel="noopener"><strong>Bundeskriminalamtes</strong></a> wurden im vergangenen Jahr knapp 140.000 Menschen, davon 82 % Frauen, von ihren Partner*innen oder Ex-Partner*innen misshandelt oder bedroht. Dabei wird alle 2 bis 3 Tage eine Frau von ihrem (Ex-)Partner ermordet, allein 2017 gab es 147 Todesfälle. Die <a href="https://www.bmfsfj.de/blob/93970/957833aefeaf612d9806caf1d147416b/gewalt-paarbeziehungen-data.pdf" target="_blank" rel="noopener"><strong>Studie des Familienministeriums</strong></a> von 2014 zeigt, dass jede vierte Frau sexuelle und/oder körperliche Gewalt durch den (Ex-)Partner* erfahren hat. Mehr als jede zweite Frau* wurde mindestens einmal im Leben sexuell belästigt. Millionen Frauen* weltweit haben im Rahmen der #metoo-Debatte ihre Erfahrungen mit sexualisierter Gewalt veröffentlicht. Eigentlich sollte spätestens seitdem allen klar geworden sein, dass es sich bei Gewalt gegen Frauen* nicht um Einzelfälle handelt. Ja, wie gesagt, es sollte allen klar sein.</p>
<p>Dass das Gegenteil der Fall ist, sehen wir bei unseren täglichen Medienscreenings. Tötungen von Frauen* werden nicht als das bezeichnet, was sie sind: Femizide. Frauen* sterben, weil sie Frauen* sind. Sie werden von den (Ex-)Partnern, den Vergewaltigern oder den Vätern umgebracht. Das wird dann als Familiendrama, Eifersuchtstragödie oder Bluttat bezeichnet. Außerdem findet eine starke Verharmlosung von Gewalt gegen Frauen* statt, indem Vergewaltigung sprachlich mit Sex gleichgesetzt wird.</p>
<p>Um unseren Beitrag zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen* zu leisten, möchten wir anhand einiger Beispiele aus unserer noch viel größeren Sammlung auf die mediale Verharmlosung von Gewalttaten an Frauen* aufmerksam machen.</p>
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<p><span style="font-size: 18px; color: #000000;"><strong>Familien- und Beziehungsdramen</strong></span></p>
<p>Die Täter sind die Söhne, die Ehemänner oder die Partner. Frauen* sterben und das ganze wird als Familien- oder Beziehungsdrama verharmlost. Dass Gewalt kein Drama, sondern das verdammte Patriarchat ist, fällt leider komplett unter den Tisch.</p>
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<p><span style="font-size: 18px; color: #000000;"><strong>Gewalt ist kein Sex</strong></span></p>
<p>Dass Gewalt gegen Frauen* verharmlost wird, sollte eigentlich jeder Person auffallen, sobald das Wort “Sex” im Kontext von Gewalt vorkommt&#8230;</p>
<p>&#8230;zum Beispiel wenn eine Frau* erst vergewaltigt und dann umgebracht wird und der Täter dann als “Sex-Mörder” bezeichnet wird. Ich glaube, mir fällt kein hypothetischer Fall ein, bei dem diese Bezeichnung passend und angemessen ist.</p>
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<p><span style="font-size: 18px; color: #000000;"><strong>Bluttat, Blutbad</strong></span></p>
<p>Dass Bild und Co. durch reißerische Überschriften versuchen, möglichst viele Klicks zu bekommen, dürfte für Viele nichts Neues sein. Vermutlich wird genau aus diesem Grund auch der Begriff “Bluttat” verwendet, anstatt die Themen zu politisieren, indem das ganze als Femizid bezeichnet wird.</p>
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<div class="motopress-image-obj motopress-text-align-left"><img decoding="async" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/11/11_180606_Focus_Bluttat.png" title="11_180606_Focus_Bluttat" alt="11_180606_Focus_Bluttat" class="motopress-image-obj-basic mpce-dsbl-margin-left mpce-dsbl-margin-right mpce-dsbl-margin-top mpce-dsbl-margin-bottom" /></div>
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<p><span style="font-size: 18px; color: #000000;"><strong>Was wir von den Medien wollen?</strong> </span></p>
<p>Wir fordern, dass Gewalt gegen Frauen* nicht weiter von den Medien verharmlost wird. Wir fordern, dass Gewalt gegen Frauen* nicht weiterhin als eine Anreihung von Einzelfällen dargestellt wird. Wir fordern, dass Gewalt gegen Frauen* immer im Kontext von strukturellem Sexismus genannt wird. Wir fordern, dass Gewalt, die sich gegen Frauen* richtet, entsprechend kriminalstatistisch erfasst wird, und dass Bagatellisierungen ein Ende nehmen.<br />
Wir fordern, kritische Berichterstattung, statt Täter*innenperspektive.  Mehr Informationen findet ihr in unserem <a href="https://genderequalitymedia.org/custom-section/forderungen/">Forderungspaket.</a></p>
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		<title>Dates gegen Amokläufe! Oder warum Frauen Schuld haben, wenn sie umgebracht werden</title>
		<link>https://genderequalitymedia.org/datesgegenamoklaeufe/</link>
					<comments>https://genderequalitymedia.org/datesgegenamoklaeufe/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Britta Häfemeier]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 May 2018 06:17:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[#Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[BILD]]></category>
		<category><![CDATA[Feminizid]]></category>
		<category><![CDATA[amok]]></category>
		<category><![CDATA[texas]]></category>
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					<description><![CDATA[Am Freitag den 18.05.2018, erschoss wieder ein Junge in den USA neun seiner Mitschüler*innen, und zwei seiner Lehrerinnen an einer High School in Texas. Man könnte über Waffen, die NRA, oder toxische Maskulinität reden. Aber es scheint, manche von uns, sind noch nicht so weit. Ach BILD, manchmal seid ihr wirklich so nah dran, es zu kapieren – und dann &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color: #000000;"><em>Am Freitag den 18.05.2018, erschoss wieder ein Junge in den USA neun seiner Mitschüler*innen, und zwei seiner Lehrerinnen an einer High School in Texas. Man könnte über Waffen, die NRA, oder toxische Maskulinität reden. Aber es scheint, manche von uns, sind noch nicht so weit.</em><br />
</span></p>
<p><span style="color: #000000;">Ach BILD, manchmal seid ihr wirklich so nah dran, es zu kapieren – und dann kommt die nächste AngstHassTitten-Keule direkt hinterher. Wenn nach einem Amoklauf herauskommt, dass eine Abfuhr oder eine Trennung ein (Teil)motiv für eine Tat sein könnte, gibt es wirklich vieles, worüber wir reden sollten. Nur das hier, das gehört nicht dazu:<br />
</span></p>
<blockquote class="twitter-tweet" data-width="500" data-dnt="true">
<p lang="de" dir="ltr">Nein <a href="https://twitter.com/BILD?ref_src=twsrc%5Etfw">@BILD</a> , sie mussten sterben weil weiße junge Männer mit einem shitload von entitlement aufwachsen. Niemand hat ihm irgendwas geschuldet, oder? <a href="https://t.co/8hGa6LKyoj">pic.twitter.com/8hGa6LKyoj</a></p>
<p>&mdash; StopBildSexism (@StopBildSexism) <a href="https://twitter.com/StopBildSexism/status/998172932072460288?ref_src=twsrc%5Etfw">May 20, 2018</a></p></blockquote>
<p><script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>
<p><span style="color: #000000;">Worüber wir reden sollten: zuallererst darüber, welche abartige Denkweise Männern vermittelt wird, dass sie ein einfaches “nein” nicht akzeptieren. Oder fast noch schlimmer: Sie glauben, wenn eine Frau einfach keinen Bock auf sie hat, es würde ihre Ehre (und nein, hier meinen wir nicht “den Ehrenmord”) verletzen. Keine Frau steht einem Mann zu und Gewalt wird niemals eine gute Lösung für eine Abfuhr sein.</span></p>
<p><span style="color: #000000;">Vielleicht sollten wir auch darüber reden, was das mit dem Männlichkeitsbild unserer Gesellschaften zu tun hat. Situationen, in denen eifersüchtige, gekränkte oder gemobbte Frauen die Waffe zücken, sind nämlich im Vergleich sehr selten. Liegt es daran, dass Frauen in solchen Fällen die Schuld erst mal bei sich suchen? Daran, dass sie Männer, auch wenn sie ihnen die Schuld geben, nicht so schnell tot sehen wollen? Daran, dass Gewalt kein universell verständliches Mittel darstellt, der Welt zu zeigen „seht her, ich bin eben doch eine richtige Frau“? Daran, dass sie Mädchen und jungen Frauen weniger als Zeitvertreib verkauft wird und damit weniger als naheliegende Lösung erscheint?</span></p>
<h4><span style="color: #000000;"><strong>Es sind durchgeknallte Mörder und keine gekränkten Liebhaber</strong></span></h4>
<p><span style="color: #000000;">Ich weiß es nicht, aber wo ein entsprechender tragischer Anlass besteht, wäre es höchste Zeit, sich damit auseinanderzusetzen. Es wäre auch Zeit, über Lösungsansätze zu sprechen – vom Erkennen von und Umgang mit Gewalt bis zu Gesetzen, die es durchgeknallten Mördern möglich machen, mit einer Schusswaffe zur Schule zu kommen. Wofür das allerdings sicher nicht die Zeit ist: eine weitere Message nach dem Strickmuster<strong> „Frauen, wenn ihr mal gemacht hättet, was Männer von euch wollen, wäre euch das nicht passiert.“</strong></span></p>
<h4>Die ätzende Wahrheit, in drei Punkten</h4>
<p><span style="color: #000000;">Erstens: Das ist Bullshit. Egal, wie oft jemand zu einem potentiellen Amokläufer „ja“ sagt, irgendjemand wird immer die erste Person sein, die „nein“ sagt. Ein Leben ohne Enttäuschungen gibt es nicht, und wenn jemand als Antwort darauf zur Waffe greift, ist das der Teil, über den wir reden sollten.</span></p>
<p><span style="color: #000000;">Zweitens: Diese Aussage funktioniert nur in einer beschissenen heterosexistischen und frauen*feindichen Gesellschaft. Ich habe jedenfalls noch nie eine Überschrift gesehen, die nahelegt, ein Täter hätte zur Waffe gegriffen, weil seine Eltern ihn nicht in die Disco lassen oder seine Kumpels ohne ihn zocken wollten.</span></p>
<p><span style="color: #000000;">Drittens: Solche Überschriften tragen dazu bei, dass Frauen, die Beziehungsgewalt erfahren, noch weiter unter Druck gesetzt werden. Jedes „eine Ablehnung könnte ein Grund für Gewalt sein“ ist auch ein „was hast du gemacht, um dazu beizutragen, dass du Gewalt erfahren hast.“ Und mal nebenbei: eine weitere mögliche Antwort auf die Vergewaltigungsopfern gern gestellte Frage „Warum hast du nicht (früher/deutlicher) nein gesagt?“</span></p>
<p><span style="color: #000000;"><strong>Liebe BILD, es ist sowas von durchsichtig, wie ihr Sexismus und Rassismus gegen einander abwägt, wo sie nicht praktischerweise Hand in Hand gehen. Ob eine Tat ein „Familiendrama“ oder ein „Ehrenmord“ ist, darüber entscheiden Hautfarbe und Religion des Täters. „Ist das Frauenbild der Texaner ein Problem“ – titelte keine Zeitung ever. Und wenn der Täter einer von „den Anderen“ war – bloß keine Chance verstreichen lassen, daran noch mal zu erinnern.</strong></span></p>
<p><span style="color: #000000;">Unsere Medien sind, für die meisten ganz unbewusst, von patriarchalen Denkmustern und toxischer Maskulinität geprägt. Nicht nur BILD denkt, dass Mord etwas mit Liebe zu tun hat. Zuletzt konnte man auch eine ähnliche Schlagzeile bei stern.de finden. Um in unserer Gesellschaft etwas zu ändern, müssen wir endlich da hinsehen, wo es am meisten wehtut. Und das ist ironischerweise genau auf die (jungen) Männer, die in ihrer Enttäuschung, ebenso wie die Medien, lieber auf die Opfer, statt auf die Ursachen blicken.</span></p>
<p><span style="color: #000000;">Rebecca</span></p>
<blockquote class="twitter-tweet" data-width="500" data-dnt="true">
<p lang="de" dir="ltr">Also unter &#39;Beziehungsdrama&#39; verstehe ich, dass man sich mit dem*der Partner*in streitet, wer den Abwasch macht. <a href="https://twitter.com/sternde?ref_src=twsrc%5Etfw">@sternde</a> Sprache kann übrigens auch eine Form von Gewalt sein. <a href="https://t.co/MsrgcUcZAG">pic.twitter.com/MsrgcUcZAG</a></p>
<p>&mdash; StopBildSexism (@StopBildSexism) <a href="https://twitter.com/StopBildSexism/status/989126972348489729?ref_src=twsrc%5Etfw">April 25, 2018</a></p></blockquote>
<p><script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>
<p>Unsere follower*innen sind da übrigens ein ganzes Stück weiter. Hier ein paar unserer best-ofs. Wir danken euch &lt;3</p>
<blockquote class="twitter-tweet" data-width="500" data-dnt="true">
<p lang="de" dir="ltr">Sowas Blödes liebe <a href="https://twitter.com/BILD?ref_src=twsrc%5Etfw">@BILD</a> da hat sich ein kleiner Tippfehler eingeschlichen. Ich richte das schnell: &quot;Teenagerin wird 4 Monate lang von Schulkamerad belästigt und schließlich erschossen.&quot; <br />Bitte, gern geschehen. <a href="https://t.co/rbOOnJCmS4">https://t.co/rbOOnJCmS4</a></p>
<p>&mdash; Harlekin (@mirrowthings) <a href="https://twitter.com/mirrowthings/status/998489736296718337?ref_src=twsrc%5Etfw">May 21, 2018</a></p></blockquote>
<p><script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>
<blockquote class="twitter-tweet" data-width="500" data-dnt="true">
<p lang="de" dir="ltr">Die <a href="https://twitter.com/hashtag/Bild?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#Bild</a> Zeitung sucht die Schuld wieder beim Opfer, die Überschrift impliziert: &quot;Hätte sie ihn mal rangelassen, dann wären alle noch am Leben!&quot; Genauso funktioniert <a href="https://twitter.com/hashtag/rapeculture?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#rapeculture</a> und ein Aufrechterhalten sexistischer Strukturen. <a href="https://t.co/OveKSdJIFZ">https://t.co/OveKSdJIFZ</a></p>
<p>&mdash; Anne Engelhardt (@_AnneEngelhardt) <a href="https://twitter.com/_AnneEngelhardt/status/998564030032826368?ref_src=twsrc%5Etfw">May 21, 2018</a></p></blockquote>
<p><script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>
<blockquote class="twitter-tweet" data-width="500" data-dnt="true">
<p lang="en" dir="ltr"><a href="https://twitter.com/BILD?ref_src=twsrc%5Etfw">@Bild</a> thinks students had to die because Shana “didn’t want a date”. Because men murdering women is always women’s fault somehow. <a href="https://t.co/RuEhxf2RVa">https://t.co/RuEhxf2RVa</a></p>
<p>&mdash; Pauline (@Passie_Kracht) <a href="https://twitter.com/Passie_Kracht/status/998546572446175232?ref_src=twsrc%5Etfw">May 21, 2018</a></p></blockquote>
<p><script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>
<blockquote class="twitter-tweet" data-width="500" data-dnt="true">
<p lang="de" dir="ltr">&quot;Zier dich doch nicht so.&quot;, Variante 13524.<a href="https://twitter.com/BILD?ref_src=twsrc%5Etfw">@BILD</a> <a href="https://twitter.com/BILDblog?ref_src=twsrc%5Etfw">@BILDblog</a> <a href="https://twitter.com/hashtag/TexasSchoolShooting?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#TexasSchoolShooting</a> <a href="https://t.co/2ekGx7X9fx">https://t.co/2ekGx7X9fx</a></p>
<p>&mdash; JesusTheHighest (@JesusTheStoned) <a href="https://twitter.com/JesusTheStoned/status/998563508554956800?ref_src=twsrc%5Etfw">May 21, 2018</a></p></blockquote>
<p><script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>
<blockquote class="twitter-tweet" data-width="500" data-dnt="true">
<p lang="de" dir="ltr">Musste jemandem in der <a href="https://twitter.com/BILD?ref_src=twsrc%5Etfw">@Bild</a> Redaktion so etwas einfallen, weil niemand ihm/ihr einen anderen Job geben wollte? <a href="https://t.co/KZRW8AjR79">https://t.co/KZRW8AjR79</a></p>
<p>&mdash; Watch-Salon (@WatchSalon) <a href="https://twitter.com/WatchSalon/status/998553591207120896?ref_src=twsrc%5Etfw">May 21, 2018</a></p></blockquote>
<p><script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>
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		<item>
		<title>DRAMA, BABY. DRAMA?</title>
		<link>https://genderequalitymedia.org/drama-baby-drama/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Britta Häfemeier]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Jan 2018 16:44:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Feminizid]]></category>
		<category><![CDATA[Frauenhass]]></category>
		<category><![CDATA[Kommilitone]]></category>
		<category><![CDATA[Kommilitonin]]></category>
		<category><![CDATA[Misogynie]]></category>
		<category><![CDATA[Mord]]></category>
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					<description><![CDATA[Eine junge Frau wurde ermordet, von einem ihrer Kommilitonen. Er entwickelte Gefühle für sie, welcher Art auch immer – sie nicht für ihn. Anstatt dies zu akzeptieren und zu respektieren, belog er sie, schnitt ihre Kehle durch und beendete ihr Leben. Auf so viele Weisen hat er sie entmündigt und ihr keinerlei Respekt entgegengebracht. Das Verbrechen wurde bereits im Sommer &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color: #000000;">Eine junge Frau wurde ermordet, von einem ihrer Kommilitonen. Er entwickelte Gefühle für sie, welcher Art auch immer – sie nicht für ihn. Anstatt dies zu akzeptieren und zu respektieren, belog er sie, schnitt ihre Kehle durch und beendete ihr Leben. Auf so viele Weisen hat er sie entmündigt und ihr keinerlei Respekt entgegengebracht. Das Verbrechen wurde bereits im Sommer begangen, in Nordhausen. Am 15. Januar hat nun die Staatsanwaltschaft Mühlhausen beim Landgericht Anklage wegen Mordes erhoben und es wurde wieder lauter um den Fall. Dennoch blieb ein sogenanntes Medienecho bislang  aus. Woran liegt‘s?</span></p>
<h4><span style="color: #000000;">Beziehung, Drama, Mord</span></h4>
<p><span style="color: #000000;">Weil der Täter keinen Migrationshintergrund hat? Hätte er einen, es würde eine ziemliche Welle der Empörung mit sich ziehen und das Geschehnis bis in die politische Ebene fließen. War der Mord nicht brutal genug? Das ist ebenso als Argument kaum vorstellbar. Oder ist die Tat zu nah an sogenannten Beziehungstaten, die schlichtweg zu alltäglich sind? Ein solcher Vergleich mag für viele unangebracht wirken, da er die eingebildete fiktive Beziehung des Mörders zu der Frau bestärken würde.</span><br />
<span style="color: #000000;"> Fakt ist aber, dass der Täter sich auf Grundlage seiner eigenen Gefühle das Recht herausnahm, über das Leben dieser Frau zu entscheiden. Denn wann hat eine solche Tat, in denen Frauen aus Rache, Eifersucht oder aus schlicht schwer kontrollierbaren Emotionen ihres Ehemanns, Partners, oder Ex-Freundes ermordet wurden, für eine zugespitzte Debatte über häusliche Gewalt oder das Frauenbild “unserer” Männer geführt? Es sind im Grunde nie “Beziehungstaten”, dieser Begriff ist in sich unsinnig. Diese Taten haben allein mit den Tätern und ihrem kaputten Weltbild, niemals etwas mit ihren Opfern, oder gar der Beziehung mit ihnen zu tun.</span></p>
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<h4><span style="color: #000000;">Ein Blick in die Presse</span></h4>
<p><span style="color: #000000;">Wirft man einen Blick auf die Berichterstattung über den Fall, so ist das Ergebnis eher ernüchternd. Über die Anklage wegen Mordes an der Studentin wurde hauptsächlich in der Lokalpresse berichtet: Die <a style="color: #000000;" href="http://nordhausen.thueringer-allgemeine.de/web/nordhausen/startseite/detail/-/specific/Staatsanwaltschaft-erhebt-Anklage-gegen-26-Jaehrigen-aus-Nordhausen-1713985428">Thüringer Allgemeine</a> beispielsweise beschreibt  lediglich den Tathergang.</span></p>
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<p><span style="color: #000000;">Gleiches gilt für den <a style="color: #000000;" href="https://www.mdr.de/thueringen/nord-thueringen/nordhausen/anklage-student-nordhausen-100.html">MDR</a> und die <a style="color: #000000;" href="http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/kriminalitaet/mord-in-nordhausen-student-toetet-kommilitonin-wegen-unerwiderter-liebe-15399900.html">FAZ</a>. Nüchterne Berichterstattung: Ja, kritische Auseinandersetzung mit den Motiven: Nein.</span></p>
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<p><span style="color: #000000;">Deutlich provokanter durfte es bei <a style="color: #000000;" href="https://www.tag24.de/nachrichten/student-bringt-kommulitonin-um-nordhausen-staatsanwaltschaft-erhebt-anklage-mord-thueringen-422479">Tag24</a> zumindest bei der Schlagzeile sein, aber auch davon kann der Artikel hinsichtlich Reflexion nicht nähren. Hier war wohl eher clickbaiting statt Berichterstattung das primäre Ziel.</span></p>
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<p><span style="color: #000000;">Die Bild-Zeitung macht in gewohnter Manier einen “Krimi” daraus, wobei der Eindruck entsteht, der Mord an einer jungen Frau sei mehr Unterhaltung als Straftat:</span></p>
<h4><span style="color: #000000;">Erst der Täter, dann das Opfer</span></h4>
<p><span style="color: #000000;">Diese Apathie gegenüber ermordeten Frauen* bei denen die Tätergruppe aus sich zurückgewiesenen Männern besteht, ist aber nicht der Regelfall in der deutschen Berichterstattung. Nach der Tat in Kandel, als ein Flüchtling seine Freundin ermordete, sah es ganz anders aus. Schnell wurden sogar Experteninterviews mit Psychologen geführt, um die Tat als Symptom eines systematischen Problems von geflüchteten Jugendlichen zu diskutieren.</span></p>
<p><span style="color: #000000;"> Der Focus kommentierte sogar <a href="https://www.focus.de/politik/deutschland/15-jaehriger-erstach-ex-freundin-tagesschau-zoegerte-warum-nicht-alle-medien-gleich-ueber-kandel-mord-berichteten_id_8151198.html">wie überregionale Medien “zögerten”</a> zu berichten, wo das Thema doch so brisant ist:</span></p>
<p><span style="color: #000000;">Für den aktuellen Fall hat jedoch auch der Focus nur einen neutralen Bericht übrig:</span></p>
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<h4><span style="color: #000000;">Kein Einzelfall, kein Drama, sondern System</span></h4>
<p><span style="color: #000000;">In Deutschland werden mit einer Regelmäßigkeit Frauen* durch ihren Partner, oder von Männern getötet, die sich durch die Frau* abgewiesen oder beleidigt fühlen.  Im Jahr 2015 lag die Ziffer bei 131, 2016 waren es 149 Frauen. Möglicherweise wird im Zuge der Urteilssprache dieser Fall erneut aufgegriffen und dieses Mal dann auch von den Redaktionen auf eine Weise diskutiert,die den Kontext dieser Tat miteinbezieht.</span><br />
<span style="color: #000000;"> Mit viel Glück wird dann vielleicht auch über das sehr problematische Frauenbild “unserer” deutschen Männer und nicht nur über das der Flüchtlinge gesprochen, und der alte Artikel aus dem Sommer nicht nur kopiert und um zwei Sätze ergänzt. Schicksale von Frauen* sind keine Randnotiz, keine unterhaltsamen Krimis. Wir haben ein problematisches Geschlechterbild in Deutschland, nicht einzelne &#8222;Dramen&#8220;, und das muss endlich angesprochen werden, und das am besten noch vor dem nächsten Mord.</span></p>
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<p><span style="color: #000000;">Autorin: Anna Schulze</span></p>
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