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	<title>medien &#8211; Gender Equality Media e.V.</title>
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	<description>Gegen medialen Sexismus</description>
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		<title>Zehn unverzichtbare Dinge aus 2019</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Britta Häfemeier]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 Dec 2019 12:14:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[#Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[#unfollowpatriarchy]]></category>
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					<description><![CDATA[Vielleicht ist es ein guilty pleasure, vielleicht auch nur der Dezemberblues. Aber wir lieben Jahresrückblicke, vor allem wenn so viel los war wie 2019: Der Begriff &#8222;Femizid&#8220; oder eben &#8222;Frauenmord&#8220; findet immer stärker seinen Platz in den Medien, die Tampontax wird 2020 abgeschafft (nein, da können wir nicht nur den Kondomhersteller*innen danken), wir feierten 100 Jahre Frauenwahlrecht und die feministische &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color: #000000;"><strong>Vielleicht ist es ein guilty pleasure, vielleicht auch nur der Dezemberblues. Aber wir lieben Jahresrückblicke, vor allem wenn so viel los war wie 2019: Der Begriff &#8222;Femizid&#8220; oder eben &#8222;Frauenmord&#8220; findet immer stärker seinen Platz in den Medien, die Tampontax wird 2020 abgeschafft (nein, da können wir nicht nur den Kondomhersteller*innen danken), wir feierten 100 Jahre Frauenwahlrecht und die feministische Bewegung wird gefühlt immer stärker.</strong></span></p>
<p><span style="color: #000000;">Auch bei uns war viel los und wir konnten 2019 einige Meilensteine setzen, die wir im kommenden Jahr nur noch mehr festigen wollen. Für euch haben wir unsere 10 wichtigsten Meilensteine herausgesucht, auf die wir auch 2020 nicht verzichten wollen.<!--more--></span></p>
<h3><span style="color: #000000;">1. Kooperationen<br />
</span></h3>
<p><span style="color: #000000;">Zwei unserer Aktionen haben wir nicht alleine gewuppt, </span><span style="color: #993366;"><strong><a style="color: #993366;" href="https://genderequalitymedia.org/wenn-reconquista-internet-und-gender-equality-media-gemeinsame-sache-machen/">gemeinsam mit Reconquista Internet </a></strong></span><span style="color: #000000;">haben wir aufgezeigt, was Medien wirklich mit „Eifersuchtstragödie“, „Familiendrama“, „Sex-Täter“ oder „Sex-Sklavin“ meinen. In der heutigen Zeit, wo Rechtspopulismus und Antifeminismus weltweit wieder stärker werden, brauchen wir mehr Leute denn je, die sich dem Ganzen entgegensetzen! Nicht nur im Feminismus, Menschenrechte insgesamt sind bedroht und wenn wir uns organisieren, haben wir eine größere Schlagkraft.</span></p>
<div id="attachment_1229" style="width: 1034px" class="wp-caption aligncenter"><a style="color: #000000;" href="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/08/familiendrama.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1229" class="wp-image-1229 size-large" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/08/familiendrama-1024x578.jpg" alt="" width="1024" height="578" srcset="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/08/familiendrama-1024x578.jpg 1024w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/08/familiendrama-300x169.jpg 300w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/08/familiendrama-768x434.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a><p id="caption-attachment-1229" class="wp-caption-text"><span style="color: #000000;">Wenn aus einem Mord ein Schauspiel wird!</span></p></div>
<h3><span style="color: #000000;">2. Alternativen schaffen</span></h3>
<p><span style="color: #000000;">Mit<span style="color: #993366;"> <strong><a style="color: #993366;" href="https://genderequalitymedia.org/bildgewaltig-aktion-zum-tag-gegen-gewalt-gegen-frauen/">#KeineMehr haben wir zum</a> </strong><strong><a style="color: #993366;" href="https://genderequalitymedia.org/bildgewaltig-aktion-zum-tag-gegen-gewalt-gegen-frauen/">Tag gegen Gewalt gegen Frauen</a></strong> </span> eine gemeinsame Aktion ins Leben gerufen. Wir sind auf der suche nach Bilder für die mediale Berichterstattung. Denn die Bebilderung von Feminiziden (Frauenmorden) und geschlechtsbasierter Gewalt (z.b. häusliche Gewalt) zeigt in den meisten Medien die Frau in der Opferrolle. Mit den eingeschickten Fotos bauen wir eine alternative Bild-Datenbank auf, auf die Journalist*innen zurückgreifen können, wenn sie Bilder für ihren Bericht suchen.</span></p>
<h3><span style="color: #000000;">3. Offener Brief an dpa</span></h3>
<p><span style="color: #000000;">Schluss mit Familiendrama: Die Deutsche Presse-Agentur (dpa) feierte 2019 ihr 70-jähriges Jubiläum. Dies haben wir zum Anlass genommen und der Chefredaktion einen <strong><a style="color: #000000;" href="https://genderequalitymedia.org/dpa-reagiert-positiv-auf-offenen-brief-zum-jubilaeum/"><span style="color: #993366;">Offenen Brief</span></a> </strong>geschrieben. Zuerst reagierte der Nachrichtenchef Froben Homburger ziemlich positiv, später wurde verkündet, dass die dpa nun völlig auf Begriffe wie &#8222;Familiendrama&#8220; &amp; Co. verzichten wird.</span></p>
<h3><span style="color: #000000;">4. Adbusting Aktion in ganz Berlin</span></h3>
<p><span style="color: #000000;">Künstler*innen haben in ganz Berlin einfach mal unter #UNFOLLOWPATRIARCHY ein paar Plakate ausgetauscht &#8211; ein Schelm, wer böses denkt! <span style="color: #993366;"><a style="color: #993366;" href="https://genderequalitymedia.org/adbusting/"><strong>Mit einfachen Headlines wurde die Scheinheiligkeit der BILD-Zeitung ziemlich einfach enttarnt</strong>.</a> </span>Passender konnte der Zeitpunkt der Aktion gar nicht sein. Genau das Wochenende feierte sich die Presse auf ihrem jährlichen Presseball in Berlin selbst – wir feiern lieber die Künstler*innen und die Adbusting-Aktion! Denn in unseren Augen haben die großen Verlagshäuser gerade in Sachen Geschlechtergerechtigkeit nicht viel zu feiern, das beweisen auch unsere täglichen Medienscreenings.</span></p>
<p><a href="https://www.facebook.com/genderequalitymedia/videos/159823111567465/">https://www.facebook.com/genderequalitymedia/videos/159823111567465/</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="color: #000000;">5. Wir haben den NETTZ-Preis gewonnen!</span></h3>
<p><span style="color: #000000;">„Frauen sind am meisten von Hassrede im Netz betroffen. Sexistische print- und online Medien befeuern und legitimieren diese Hetze. Die Folgen sind Diskriminierung, Belästigungen und Gewalt – online und offline.“ Mit diesem Pitch und unserer Arbeit, die wir während des zweitägigen Community-Events von Das NETTZ – der Vernetzungsstelle gegen Hate Speech – in verschiedenen Workshops vorstellen konnten,<span style="color: #993366;"> <strong><a style="color: #993366;" href="https://genderequalitymedia.org/gewonnen-was-wir-mit-dem-preisgeld-vorhaben-und-wie-sexismus-und-hate-speech-zusammenhaengen/">haben wir den ersten Platz des Förderpreises gewonnen</a>.</strong></span></span></p>
<h3><span style="color: #000000;">6. Wir verbreiteten unsere Utopie auf der re:publica</span></h3>
<p><span style="color: #000000;">Wir waren Zeitreise und haben die Besucher*innen mit in unsere Utopie genommen: „Wir befinden uns im Jahr 2044 und blicken zurück auf das Jahr 2019, dem Jahr, in dem Feminist*innen auf der ganzen Welt sich verbündet haben um dem Patriarchat den Kampf anzusagen. Sie traten für einen intersektionalen Feminismus ein, der sich nicht nur gegen Sexismus, sondern auch gegen jede andere Form von Diskriminierung richtete. <a style="color: #000000;" href="https://19.re-publica.com/de/session/unfollowpatriarchy-wir-25-jahren-patriarchat-besiegten"><span style="color: #993366;"><strong>Hier gibt es unseren Vortrag noch einmal zum Nachhören als Podcast</strong>.</span></a></span></p>
<p><span style="color: #000000;"><img decoding="async" class="size-large wp-image-1324 aligncenter" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/12/Screenshot9-1024x442.png" alt="" width="1024" height="442" srcset="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/12/Screenshot9-1024x442.png 1024w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/12/Screenshot9-300x130.png 300w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/12/Screenshot9-768x332.png 768w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/12/Screenshot9.png 1137w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></span></p>
<h3><span style="color: #000000;">7. Share your power</span></h3>
<p><span style="color: #000000;">2019 waren wir als Expert*innen gefragt: Wir saßen auf Podien, moderierten feministische Veranstaltungen und gaben so viele Interviews wie noch nie. Es tut gut zu bemerken, dass sich unser ehrenamtlicher Aktivismus etabliert. <span style="color: #993366;"><strong><a style="color: #993366;" href="https://genderequalitymedia.org/custom-section/presse/">Hier findet ihr eine Auswahl von Presseberichten über und mit uns</a></strong>.</span></span></p>
<h3><span style="color: #000000;">8. Banden bilden</span></h3>
<p><span style="color: #000000;">Startschuss für unser neues und wahrscheinlich größtes Projekt: Zusammen mit Journalist*innen schaffen wir eine Initiative, um effizient eine diskriminierungsfreie Berichterstattung durchzusetzen. Im Rahmen eines ersten Runden Tisches wollen wir 2020 über mögliche Maßnahmen wie die Erarbeitung eines Code of Conduct, der Schaffung eines Netzwerks sowie Angebote für den journalistischen Nachwuchs nachdenken. #staytuned</span></p>
<h3><span style="color: #000000;">9. Unser Team</span></h3>
<p><img decoding="async" class="aligncenter wp-image-1326 size-medium" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/12/Screenshot10-294x300.png" alt="" width="294" height="300" srcset="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/12/Screenshot10-294x300.png 294w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/12/Screenshot10.png 516w" sizes="(max-width: 294px) 100vw, 294px" /></p>
<h3><span style="color: #000000;">10. Support your local feminists</span></h3>
<p><span style="color: #000000;">Wir arbeiten übrigens zu 100 Prozent ehrenamtlich. Wir stecken nicht nur Wut, Herz und Feminismus rein sondern auch Geld. Dafür brauchen wir deine Unterstützung &#8211; nur dann können wir wie bisher weitermacen. Bei <a style="color: #000000;" href="https://www.betterplace.org/de/projects/40156-sexismus-in-den-medien-bekampfen-unfollowpatriarchy"><strong><span style="color: #993366;">betterplace kannst du ganz einfach unseren gemeinnützigen Verein unterstützen</span></strong></a>. Und weil gute Taten belohnt werden und wir brandneues Merchandise haben, verlosen wir unter allen Spender*innen zwei Überraschungspakete.</span></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-283" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2017/11/gem.png" alt="GEM e.V. Logo" width="350" height="279" srcset="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2017/11/gem.png 350w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2017/11/gem-300x239.png 300w" sizes="(max-width: 350px) 100vw, 350px" /></p>
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		<title>Wenn Reconquista Internet und Gender Equality Media gemeinsame Sache machen &#8230;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Britta Häfemeier]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Aug 2019 06:33:16 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[„Eifersuchtstragödie“, „Familiendrama“, „Sex-Täter“ oder „Sex-Sklavin“ &#8211; was sich nach einem schlechten Krimi anhört, sind sexistische Wortschöpfungen der Medien. In der heutigen Zeit, wo Rechtspopulismus und Antifeminismus weltweit wieder stärker werden, brauchen wir mehr Leute denn je, die sich dem Ganzen entgegensetzen! Nicht nur im Feminismus, Menschenrechte insgesamt sind bedroht und wenn wir uns organisieren, haben wir eine größere Schlagkraft. Deswegen &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color: #000000;"><strong>„Eifersuchtstragödie“, „Familiendrama“, „Sex-Täter“ oder „Sex-Sklavin“ &#8211; was sich nach einem schlechten Krimi anhört, sind sexistische Wortschöpfungen der Medien. In der heutigen Zeit, wo Rechtspopulismus und Antifeminismus weltweit wieder stärker werden, brauchen wir mehr Leute denn je, die sich dem Ganzen entgegensetzen! Nicht nur im Feminismus, Menschenrechte insgesamt sind bedroht und wenn wir uns organisieren, haben wir eine größere Schlagkraft. Deswegen klären wir diese Woche &#8211; gemeinsam mit <a style="color: #000000;" href="https://www.facebook.com/ReconquistaNetz/">Reconquista Internet</a> &#8211; nun ein für alle mal auf, was Journalist*innen wirklich mit ihren Clickbait-Begriffen sagen wollen.</strong><span id="more-1227"></span></span></p>
<p><span style="color: #000000;"><em>“Ein Bühnenstück […] in der eine Handlung durch die beteiligten Personen auf der Bühne dargestellt wird”</em> oder ein <em>“Schauspiel mit tragischem Ausgang”</em>, so definiert der Duden das Wort “Drama”. Wenn Medien von einem “Drama” sprechen, meinen sie eigentlich Femizide, Partnerschaftsgewalt, oder ganz einfach toxische Männlichkeit. Das Wort “Drama” impliziert zum einen die Einmaligkeit der Tat, zum anderen erzeugt es aber auch den Eindruck, es handele sich lediglich um einen traurigen Einzelfall. In Wirklichkeit steckt Misogynie und systematische Gewalt dahinter. 2016 wurden 158 Frauen durch ihren aktuellen oder ehemaligen Partner getötet, 211 überlebten den Mordversuch oder den versuchten Totschlag. Viele Redaktionen sammeln indes ihre “Familien-Dramen” in einer eigenen Rubrik.</span></p>
<div id="attachment_1229" style="width: 1034px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1229" class="size-large wp-image-1229" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/08/familiendrama-1024x578.jpg" alt="" width="1024" height="578" srcset="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/08/familiendrama-1024x578.jpg 1024w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/08/familiendrama-300x169.jpg 300w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/08/familiendrama-768x434.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><p id="caption-attachment-1229" class="wp-caption-text"><span style="color: #000000;">Familiendrama: Wenn aus einem Mord ein Schauspiel wird!</span></p></div>
<p><span style="color: #000000;">Es ist nun aber nicht so, dass Redaktionen glauben, ein Mord wäre immer nur ein “Schauspiel mit tragischem Ausgang”. Denn wenn über einen Mord in einer muslimischen Familie berichtet wird, werden sofort ganz andere Worte gefunden. Mit Rekordgeschwindigkeit wird das Wort “Ehrenmord” in die Tastatur gehauen – ein Begriff der alle Taten einschließt, die mit toxischer Männlichkeit tun haben. Gewalt gegen Frauen ist für viele Redaktionen also erst dann ein Problem, wenn eine Religion erkennbar ist. Die Tatsache, dass diese Straftaten immer einem falschen Männlichkeitsbild entspringen und es insgesamt ein systemisches, gesamtgesellschaftliches Problem ist, wird damit total verschleiert. Viel mehr wird rassistisch gehetzt und das im großen Stil.</span></p>
<div id="attachment_1228" style="width: 1034px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1228" class="size-large wp-image-1228" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/08/eifersuchtstragödie-1024x578.jpg" alt="" width="1024" height="578" srcset="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/08/eifersuchtstragödie-1024x578.jpg 1024w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/08/eifersuchtstragödie-300x169.jpg 300w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/08/eifersuchtstragödie-768x434.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><p id="caption-attachment-1228" class="wp-caption-text"><span style="color: #000000;">Wenn Mord als &#8222;Eifersucht&#8220; bezeichnet wird&#8230;</span></p></div>
<p><span style="color: #000000;">Wikipedia sagt: <em>&#8222;Eine Tragödie ist eine Form des Dramas und neben der Komödie die bedeutsamste Vertreterin dieser Gattung. Sie lässt sich bis in das antike Griechenland zurückführen. Kennzeichnend für die Tragödie ist der schicksalhafte Konflikt der Hauptfigur.&#8220;</em> Ein schicksalshafter Konflikt ist das also wenn ein Mann eine Frau umbringt. Auch bei dieser Wortschöpfung verharmlosen Medien nicht nur sprachlich einen Mord, es wird wieder einmal zu 100 Prozent die Sicht des Täters eingenommen. Der arme Kerl ist doch eifersüchtig &#8211; was soll er denn ansonsten tun? Frauenmorde werden nicht nur unsichtbar gemacht, sie werden verharmlost und sprachlich entschuldigt.</span></p>
<div id="attachment_1231" style="width: 1034px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1231" class="size-large wp-image-1231" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/08/sex-täter-1024x578.jpg" alt="" width="1024" height="578" srcset="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/08/sex-täter-1024x578.jpg 1024w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/08/sex-täter-300x169.jpg 300w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/08/sex-täter-768x434.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><p id="caption-attachment-1231" class="wp-caption-text"><span style="color: #000000;">Wenn aus einer Vergewaltigung Sex wird!</span></p></div>
<p><span style="color: #000000;">Selbst bei Straftaten, wie Vergewaltigung und Missbrauch gilt “Sexismus sells”. Dabei denken sich Redaktionen sich immer wieder Wortschöpfungen wie “Sex-Attacke”, “Sex-Mord” oder “Sex-Gangster” aus, sie sollen Spannung erzeugen und ziemlich sicher auch die Klickzahlen erhöhen. Nun wissen wir aber, dass eine Vergewaltigung bestimmt kein Sex ist. Hier wird ganz klar ein Gewaltverbrechen verharmlost: Sexualisierte Gewalt ist kein Krimi!</span></p>
<p><span style="color: #000000;"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-1230 aligncenter" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/08/sex-sklavin-1024x578.jpg" alt="" width="1024" height="578" srcset="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/08/sex-sklavin-1024x578.jpg 1024w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/08/sex-sklavin-300x169.jpg 300w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/08/sex-sklavin-768x434.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></span></p>
<p><span style="color: #000000;"><span class="css-901oao css-16my406 r-1qd0xha r-ad9z0x r-bcqeeo r-qvutc0">Als Nadia </span><span class="r-18u37iz">Murad</span><span class="css-901oao css-16my406 r-1qd0xha r-ad9z0x r-bcqeeo r-qvutc0"> den Friedensnobelpreis erhielt, titelten führende Medien &#8222;Sex-Sklavin&#8220; &#8211; d</span><span class="css-901oao css-16my406 r-1qd0xha r-ad9z0x r-bcqeeo r-qvutc0">iese Frau wurde verschleppt, vergewaltigt und misshandelt. Das hat nichts mit Sex zu tun. &#8222;Sex-Sklavin&#8220; ist kein ä</span>däquater Begriff für Frauen, die wie Ware verschachert, vergewaltigt und gefoltert werden.</span></p>
<p><span style="color: #000000;"><strong>Warum das Ganze?<br />
</strong></span></p>
<p><span style="color: #000000;">Wir fordern, dass Gewalt gegen Frauen* nicht weiter von den Medien verharmlost wird. Wir fordern, dass Gewalt gegen Frauen* nicht weiterhin als eine Anreihung von Einzelfällen dargestellt wird. Wir fordern, dass Gewalt gegen Frauen* immer im Kontext von strukturellem Sexismus genannt wird. Wir fordern, dass Gewalt, die sich gegen Frauen* richtet, entsprechend kriminalstatistisch erfasst wird, und dass Bagatellisierungen ein Ende nehmen. Wir fordern, kritische Berichterstattung, statt Täter*innenperspektive.  Mehr Informationen findet ihr in unserem <a style="color: #000000;" href="https://genderequalitymedia.org/custom-section/forderungen/">Forderungspaket.</a></span></p>
<p><span style="color: #000000;"><strong>Weil Rassismus und Sexismus zusammengehören<br />
</strong></span></p>
<p><span style="color: #000000;">Die Aktion ist eine Kooperation mit den Aktivist*innen von Reconquista Internet, die sich für mehr Vernunft im digitalen Diskurs einsetzen und #Wortgewalt auch schon ganz anders besetzt haben: &#8222;Die Idee zur Aktion #Wortgewalt entstand zu Anfang des Jahres im Kontext rechter sprachlicher Einflussnahme. Uns war aufgefallen, dass sowohl Nutzer als auch Medien immer mehr tendenziöse Begriffe aus dem rechten Spektrum unreflektiert in den allgemeinen Sprachgebrauch aufgenommen hatten, und so dazu beitrugen, bestimmte Themen einzufärben. Das ging so weit, dass ehemalige NS-Begriffe öfter auftauchten. Wir haben diese Wörter dann aufgegriffen und aufgezeigt, was daran problematisch ist, z. B. &#8222;Systemparteien&#8220; oder &#8222;Asyltourismus&#8220;. In Kooperation mit Gender Equality Media fiel uns auf, dass das selbe Problem auf die mediale Berichterstattung zu Verbrechen an Frauen zutrifft. Auch hier werden Bezeichnungen verwendet, die einen Sachverhalt unangemessen stark sprachlich beeinflussen, und so eine gesellschaftliche Auswirkung haben. Deshalb weisen wir diesmal mit #Wortgewalt auf diese Themen hin. Es hat Einfluss, wie wir Sprache verwenden, und es lohnt sich, sich näher damit zu beschäftigen.&#8220; &#8211; so Lea von Reconquista Internet. Folgt ihnen bei  <a style="color: #000000;" href="https://twitter.com/reconquistanetz" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-saferedirecturl="https://www.google.com/url?q=https://twitter.com/reconquistanetz&amp;source=gmail&amp;ust=1567104878072000&amp;usg=AFQjCNEDBOP3fYnEB5v2NmdXjJZ8rt0nug">Twitter</a> und <a style="color: #000000;" href="https://www.facebook.com/ReconquistaNetz/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-saferedirecturl="https://www.google.com/url?q=https://www.facebook.com/ReconquistaNetz/&amp;source=gmail&amp;ust=1567104878072000&amp;usg=AFQjCNEJmemgkNx_WwKD8lWEo_eN70N3Lg">Facebook</a> oder werft mal einen Blick auf <a style="color: #000000;" href="https://hassmelden.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-saferedirecturl="https://www.google.com/url?q=https://hassmelden.de/&amp;source=gmail&amp;ust=1567104878072000&amp;usg=AFQjCNEtWvXql65qHzefNt9fQuHHSMV4wQ">www.hassmelden.de</a>.</span></p>
<p><span style="color: #000000;">Seid gespannt, diese Woche werden wir noch weitere Clickbait-Begriffe veröffentlichen &#8211; #UnfollowPatriarchy!</span></p>
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		<title>dpa reagiert positiv auf Offenen Brief zum Jubiläum</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Britta Häfemeier]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 19 Aug 2019 10:44:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[#Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[#unfollowpatriarchy]]></category>
		<category><![CDATA[Activism]]></category>
		<category><![CDATA[Feminizid]]></category>
		<category><![CDATA[Mediascreening]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[dpa]]></category>
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		<category><![CDATA[sexismus]]></category>
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					<description><![CDATA[Schluss mit Familiendrama: Die Deutsche Presse-Agentur (dpa) feiert diese Woche ihr 70-jähriges Jubiläum. Dies haben wir zum Anlass genommen und der Chefredaktion einen Offenen Brief geschrieben. Nun hat der Nachrichtenchef Froben Homburger ziemlich positiv reagiert. In Zeiten kursierender Falschinformationen, viral gehender Hass-Postings und erstarkender populistische Kräfte wird der Einfluss von Medien sichtbarer denn je. Sprache hat die Macht Emotionen und &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color: #333333;"><strong>Schluss mit Familiendrama: Die Deutsche Presse-Agentur (dpa) feiert diese Woche ihr 70-jähriges Jubiläum. Dies haben wir zum Anlass genommen und der Chefredaktion einen <a style="color: #333333;" href="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/08/GEM-Offener-Brief-zum-70-jährigen-dpa-Jubiläum.pdf"><span style="color: #0000ff;">Offenen Brief</span></a> geschrieben. Nun hat der Nachrichtenchef Froben Homburger ziemlich positiv reagiert.</strong></span></p>
<p><span style="color: #333333;">In Zeiten kursierender Falschinformationen, viral gehender Hass-Postings und erstarkender populistische Kräfte wird der Einfluss von Medien sichtbarer denn je. Sprache hat die Macht Emotionen und Werte zu vermitteln. Sie kann Menschen unterbewusst bestimmte Wertvorstellungen und Weltanschauungen kommunizieren, sowohl positive als auch negative. Bei unseren täglichen Medienscreenings fällt immer wieder auf, dass alle möglichen Medien regelmäßig Gewalt gegen Frauen in ihrer Berichterstattung verharmlosen – ob systematisch oder unbewusst sei dahingestellt.</span></p>
<p><span style="color: #333333;"><strong>Sprache ist Macht</strong></span></p>
<p><span style="color: #333333;">Die dpa ist Deutschlands größte Nachrichtenagentur, und oftmals die erste wichtige Informationsquelle für Redaktionen, ihre Meldungen werden oft hundertfach im Wortlaut adaptiert und so tausendfach verbreitet. Nachrichtenagenturen wie die dpa, tragen große Verantwortung, da sie bestimmen, wie und welche Themen verarbeitet werden. So ist es lobend herauszustellen, dass die dpa schon in vielen Fällen genau auf die Wortwahl achtet &#8211; wie Froben Homburger, der dpa-Nachrichtenchef gegenüber Gender Equality Media bekräftigte: “Sie weisen völlig zu Recht darauf hin, dass Sprache beileibe nichts Harmloses ist, sondern im Gegenteil eine enorme Macht besitzt. Und natürlich wissen wir um die besondere Verantwortung der Deutschen Presse-Agentur gerade auch in dieser Hinsicht.”</span></p>
<p><span style="color: #333333;"><strong>Wenn Frauen systematisch getötet werden ist das ein Femizid &#8211; kein &#8222;Familiendrama&#8220;</strong></span></p>
<p><span style="color: #333333;">Dennoch wird gerade sexistische Berichterstattung noch zu wenig als solche wahrgenommen. Jeden dritten Tag wird in Deutschland eine Frau* durch ihren Partner ermordet. Bei Tätern mit muslimischen Hintergrund ist dann oft von “Ehrenmord” die Rede, während bei “deutschen” Tätern die bagatellisierenden Begriffe “Familiendrama” oder “Eifersuchtsdrama” verwendet werden. Gewalt von Männern* ist ein gesamtgesellschaftliches Problem. Würden Medien Begriffe wie “Femizid” oder Frauenmord publizieren, wäre sichtbar, dass es sich um ein strukturelles Problem handelt und nicht um traurige Einzelfälle. Es ist eine Frage der Sprache.</span></p>
<p><span style="color: #333333;"><strong>Unser Offener Brief stößt auf offene Ohren bei der dpa</strong></span></p>
<p><span style="color: #333333;">In einem Offenen Brief forderte Gender Equality Medie die dpa auf, die Vorreiterinrolle zu übernehmen und auf Begriffe wie “Familiendrama” gänzlich zu verzichten. Sie könnte daher alternativ Begriffe wie “Femizid” oder eben “Frauenmord” in die journalistische Berichterstattung einführen. Die dpa reagierte durchgehend positiv: “Den verharmlosenden „Sextäter“ wollen wir eigentlich auch schon seit längerem nicht mehr verwenden, manchmal rutscht diese Formulierung aber noch durch. Hier werden wir Ihr Schreiben gerne zum Anlass nehmen, die Kolleginnen und Kollegen daran zu erinnern.”, versprach Homburger. Die dpa gab an, bei den Begriffen Familien- bzw. Beziehungsdrama oder –tragödie“ noch in internen Diskussionen zu stecken. Hier wurde unser Angebot, die Ergebnisse unserer Medienscreenings weiterzuleiten, dankend angenommen.<br />
</span></p>
<p><span style="color: #333333;"><a style="color: #333333;" href="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/08/GEM-Offener-Brief-zum-70-jährigen-dpa-Jubiläum.pdf"><span style="color: #0000ff;"><strong>+++ Den Offenen Brief inkl. Auflistung der problematischen Begriffe zum Download +++</strong></span></a></span></p>
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		<title>#UnfollowPatriarchy &#8211; kommt ihr mit?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Britta Häfemeier]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 Nov 2018 20:01:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[#unfollowpatriarchy]]></category>
		<category><![CDATA[medien]]></category>
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					<description><![CDATA[Deutsche Medien haben ein Sexismusproblem. Dass in Deutschland jeden dritten Tag eine Frau durch den ehemaligen oder aktuellen Partner getötet wird? Kaum im Bewusstsein der Bevölkerung. Dass Abtreibung immer noch der Gnade des Staates, und damit meist einzelner Männer unterliegt? Kaum bekannt. Die meisten denken, Abtreibung sei schon längst legal. Mit unserer neuen Kampagne #UnfollowPatriarchy geben wir dem Sexismus in &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Deutsche Medien haben ein Sexismusproblem. Dass in Deutschland jeden dritten Tag eine Frau durch den ehemaligen oder aktuellen Partner getötet wird? Kaum im Bewusstsein der Bevölkerung. Dass Abtreibung immer noch der Gnade des Staates, und damit meist einzelner Männer unterliegt? Kaum bekannt. Die meisten denken, Abtreibung sei schon längst legal. Mit unserer neuen Kampagne #UnfollowPatriarchy geben wir dem Sexismus in den Medien ein Gesicht. Auf <a href="http://www.unfollowpatriarchy.com">www.unfollowpatriarchy.com</a></em><i> werden sexistische und patriarchale Entscheidungsträger*innen gesammelt. </i></p>
<p><iframe loading="lazy" width="500" height="281" src="https://www.youtube.com/embed/mNa7a0n55hc?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Der Antifeminismus, also der konkrete Kampf gegen Frauenrechte lässt sich grob in drei Säulen einteilen.</p>
<ol>
<li>religiöse Fundamentalist*innen &#8211; in Deutschland vor allem Christ*innen</li>
<li>rechte und konservative Politiker*innen</li>
<li>sexistische und antifeministische Medienmacher*innen</li>
</ol>
<p>&nbsp;</p>
<p><b>Die dritte Säule &#8211; antifeministische Medienmacher*innen und unsere Arbeit</b></p>
<p>Als Kampagne gegen den medialen Sexismus in Deutschland kämpfen wir explizit gegen diese dritte Säule &#8211; sexistische Medienmacher*innen. Denn Nachrichten sind nicht einfach da, sie werden von Menschen gemacht. Deswegen arbeiten wir auf politisch-kultureller Ebene mit entscheidenden Medienmacher*innen, mit Workshops und unserem <em>Recoding:Media – Kodex für die Beendigung sexistischer Berichterstattung</em> daran, gerade junge Medienmacher*innen zu sensibilisieren und dadurch Sexismus ein Stück weit einzudämmen.</p>
<p>Gender Equality Media ist ein Verein, der gegen den Sexismus in Deutschlands Medien kämpft. Unsere neue Kampagne #unfollowpatriarchy richtet sich also konkret gegen die dritte Säule des Antifeminismus: sexistische und antifeministische Medienmacher*innen. Sexismus ist keine  Denn Nachrichten werden von Menschen gemacht, sie sind nicht einfach da. Dabei passieren natürlich auch Fehler, aber Sexismus und diskriminierende Berichterstattung sind keine Rechtschreibfehler in der Überschrift. Sexismus in den Medien wird täglich und vor allem bewusst eingesetzt.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-large" src="https://media.giphy.com/media/xFlwnwDPM5tyPwasa1/giphy.gif" width="480" height="182" /></p>
<p>Wir wollen bewusst machen, dass ein großes Stück des medialen Sexismus nicht auf Unwissen oder aus Unbewusstsein für die Thematik existiert. Sie wird vor allem tagtäglich dadurch perpetuiert, weil Sexist*innen in entscheidenden Positionen sitzen, und eben gar kein Problem damit haben. Mehr noch, in manchen Redaktionen wie in der Bild-Zeitung, ist Sexismus fester Bestandteil des Kanons. Hier setzt unsere aktivistische Arbeit an. Wir screenen täglich die Medien nach den uns bekannten Störfaktoren, um eine rechnerische Basis für unsere Kritik, aber auch Verbesserungsvorschläge zu haben. Das nutzen wir aber dafür, die Macher*innen dieser sexistsichen Nachrichten persönlich anzuschreiben. Ein ganzes Medium anzuschreiben, nützt oft nichts. Viel zu oft versteckt man sich hier hinter hohlen Phrasen und Floskeln. Sexistische Berichterstattung ist aber ein großes gesellschaftliches Problem, und wer das zu verantworten hat, sollte dazu auch gerade stehen. Wir dokumentieren die Reaktionen der Medienmacher*innen genau: wird ein Artikel geändert, wird das genauso in unsere Datenbank aufgenommen, wie Personen die sich weigern dies zu tun, gemeinsam mit ihrer Argumentation. So wollen wir nach und nach herausfinden, wer denn eigentlich genau für den Sexismus in den deutschen Medien verantwortlich ist. Denn auch wir glauben: Medienmacher*innen sind schon längst weiter, als der patriarchale, chauvinistische Block der noch viel zu oft in den entscheidenden Positionen sitzt.</p>
<p>In Redaktionen, wie beispielsweise in der Bild-Zeitung, ist Sexismus fester Bestandteil des Arbeit. Und genau hier setzt unsere aktivistische Arbeit an. Wir screenen täglich verschiedene  Medien nach den uns bekannten Störfaktoren. So bekommen wir eine Basis für unsere Kritik und unsere Verbesserungsvorschläge haben eine klare Rechtfertigung. Durch unsere vorherige Arbeit haben wir die Erfahrung gemacht, dass sich so schnell niemand verantwortlich fühlt. Ab sofort schreiben wir die verantwortlichen Macher*innen persönlich an, erklären, welch Dinge problematisch sind und bitten die Redakteur*innen die sexistischen Inhalte auszutauschen oder umzuschreiben.Wir personalisieren den Sexismus, denn viel zu oft wird dich hinter hohlen Phrasen und Floskeln.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-large" src="https://media.giphy.com/media/EpWuY7XfW69oSXgrqk/giphy.gif" width="480" height="320" /></p>
<p>Sexistische Berichterstattung ist ein großes gesellschaftliches Problem, und wer das zu verantworten hat, sollte auch zur Verantwortung gezogen werden. Wir dokumentieren die Reaktionen der Medienmacher*innen genau: wird ein Artikel geändert, wird das genauso in unsere Datenbank aufgenommen, wie Personen die sich weigern dies zu tun, gemeinsam mit ihrer Argumentation. So wollen wir nach und nach herausfinden, wer denn eigentlich genau für den Sexismus in den deutschen Medien verantwortlich ist. Denn auch wir glauben: Medienmacher*innen sind schon längst weiter, als der patriarchale, chauvinistische Block der noch viel zu oft in den entscheidenden Positionen sitzt. Deswegen arbeiten wir auf politisch-kultureller Ebene mit entscheidenden Medienmacher*innen mit Workshops und unserem Code of Conduct daran, gerade junge Medienmacher*innen zu sensibilisieren und dadurch Sexismus ein Stück weit einzudämmen.</p>
<p><b>Drei Säulen &#8211; viele Gegner, viele Verbündete</b></p>
<p>#unfollowpatriarchy ist eine Kampagne, die gegen den gesamten Antifeminismus in Deutschland vorgeht. Wir richten unsere Forderungen und unsere Arbeit konkret an sexistische Medienmacher*innen. Aber auch für die anderen beiden Säulen müssen die Entscheidungsträger*innen definiert werden.</p>
<p><strong>Feminist*innen! Lasst uns solidarisieren. Wir rufen dazu auf, den #unfollowpatriarchy dafür zu nutzen, ein Band zwischen feministischen Gruppen und Einzelpersonen zu knüpfen. Wir wollen wissen: Wer ist für den Sexismus verantwortlich?</strong></p>
<p>Langfristig wollen wir so eines zeigen: Das Patriarchat in Deutschland hat ein Gesicht, und wenn wir das nicht benennen, bleibt unser Kampf nur theoretisch. Es ist nicht so, dass jeden dritten Tag eine Frau* durch den Partner stirbt. Nein, jeden dritten Tag tötet ein Partner eine Frau*. Es wird Zeit, dass wir diese Denke stärker in unser Bewusstsein bringen. Wir von Gender Equality Media wollen uns weiterhin um die Beendigung von medialem Sexismus kümmern. Das Patriarchat kann aber nur beendet werden, wenn wir unsere Kämpfe bündeln, und uns untereinander als Frauen*, Feminist*innen und feministische Gruppen solidarisieren.</p>
<p>Wir geben den Feminismus ein Gesicht: <a href="http://www.unfollowpatriarchy.com">www.unfollowpatriarchy.com</a> -#unfollowpatriarchy!</p>
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		<title>ESC der deutschen Medienlandschaft: taz und stern im Vergleich</title>
		<link>https://genderequalitymedia.org/esc-der-medienlandschaft/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Britta Häfemeier]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 13 May 2018 14:54:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[#Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[International]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[esc]]></category>
		<category><![CDATA[medien]]></category>
		<category><![CDATA[netta]]></category>
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					<description><![CDATA[Während der Eurovision Song Contest gestern vielleicht zum Klatschen animierte, veranlasst uns die Berichterstattung dazu, die Hände über dem Kopf zusammenschlagen. Ausschlaggebend ist der musikalische Beitrag der israelischen Kandidatin Netta und nicht zu vergessen: ihr Aussehen. Ein exzentrischer Kleidungsstil, eine Figur abseits der Mainstream-Schönheitsideale und auch noch einen Song im “Sinne der MeToo-Debatte” &#8211; Die Medienwelt ist aufgeregt! Wir haben &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_612" style="width: 310px" class="wp-caption alignright"><a style="color: #333333;" href="http://www.taz.de/!5501399/"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-612" class="wp-image-612 size-medium" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/05/Screenshot8-300x182.png" alt="Netta in der taz" width="300" height="182" /></a><p id="caption-attachment-612" class="wp-caption-text"><span style="color: #333333;">Screenshot: taz</span></p></div>
<p><span style="color: #333333;">Während der Eurovision Song Contest gestern vielleicht zum Klatschen animierte, veranlasst uns die Berichterstattung dazu, die Hände über dem Kopf zusammenschlagen. Ausschlaggebend ist der musikalische Beitrag der israelischen Kandidatin Netta und nicht zu vergessen: ihr Aussehen. Ein exzentrischer Kleidungsstil, eine Figur abseits der Mainstream-Schönheitsideale und auch noch einen Song im “Sinne der MeToo-Debatte” &#8211; Die Medienwelt ist aufgeregt! Wir haben für euch mal die Schlagzeilen der Größten überblickt.</span></p>
<p><span style="color: #333333;">Ganz im Sinne des Musikwettbewerbs stehen bei uns die taz und der Stern im Ring. An wen wir 12 Punkte geben und wer leer ausgeht, wird wie so oft bereits in der Headline deutlich. Hier zunächst ein Beispiel für eine sachliche, komprimierte Aufmachung &#8211; taz 12 points!</span></p>
<p><span style="color: #333333;">Und nun ein Beispiel für eine plakative, sexistische Ausschmückung einer Schlagzeile &#8211; diesmal im Stern! Anhand dieser Worte wird bereits offensichtlich, in welche Richtung die jeweiligen Artikel gehen. Während sich die taz  für ein Portrait der Künstlerin entscheidet, das zugleich in einen gegenwärtigen gesellschaftlichen Diskurs gesetzt wird, arbeitet der Stern herrlich ironisch gegen all das, was Netta in ihrem Song “Toy” erzählt. Das “Vollweib” hat nämlich starke Konkurrenz bekommen. Und das auch noch von einem “schönheitsoptimierten Busenwunder” a.k.a. Eleni Foureira, der Kandidatin für Zypern.</span></p>
<p><span style="color: #333333;"><strong>Um es nun aber mal </strong><strong>auf die musikalische Ebene zurück zu bringen: &#8222;Innovativer Spaß-Pop gegen sexy Ethno-Pop&#8220; &#8211; so schreibt es Stern<br />
</strong></span></p>
<p><span style="color: #333333;">Aber nun also zur Punktevergabe für den Inhalt der Artikel: Einen politischen Song gegen Sexismus als “Spaß-Pop” abzutun, weil er satirische Elemente enthält? Aber nur, wenn der Ethno-Pop der Konkurrentin sexy ist. Wie die musikalischen Beiträge tatsächlich einzuordnen sind, versteht  wiederum die taz &#8211; zumindest den von Netta, denn dieser ist inhaltlich relevant und erwähnenswert. Eleni Foureira sowie die anderen Teilnehmer*innen werden hing</span><span style="color: #333333;">egen nicht thematisiert.. Man konzentriert sich auf den starken, inspirierenden Beitrag, den es hervorzuheben gilt &#8211; in der trällernden, heilen Welt des ESC ein relevanter Bruch, der einer ironischen Abrechnung mit der sexistischen Musikszene gleicht.</span></p>
<p><span style="color: #333333;"><strong>Uuuuund 12 points gehen an&#8230;</strong></span></p>
<div id="attachment_613" style="width: 310px" class="wp-caption alignleft"><a style="color: #333333;" href="https://www.stern.de/kultur/musik/esc-erstes-halbfinale--der-harte-kampf-der-beiden-favoritinnen-7976798.html"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-613" class="wp-image-613 size-medium" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/05/Screenshot9-300x264.png" alt="" width="300" height="264" /></a><p id="caption-attachment-613" class="wp-caption-text"><span style="color: #333333;">Screenshot: stern</span></p></div>
<p><span style="color: #333333;">Neben dem kleinen musikwissenschaftlichen Exkurs im taz-Artikel, versteht es Ulrich Gutmaier, Kulturredakteur, eine gesellschaftliche, aber auch politische und popkulturelle Ebene aufzuzeigen. Somit misst er nicht nur dem gegenwärtigen Be</span></p>
<p><span style="color: #333333;">itrag von Netta im ESC-Halbfinale eine gewisse Relevanz zu, sondern versteht es auch, alles in etwas weit größeres einzuordnen, indem er den Pop in Israel thematisiert. Homophobie und Antisemitismus als strukturelle Probleme der Musikszene werden aufgezeigt und mit Nettas “Toy” kontextualisiert &#8211; informativ und vor allem weitsichtig.</span></p>
<p><span style="color: #333333;">Die taz bekommt von uns 12 Punkte für ihren Artikel. Warum Berichterstattungen in diesem Stil noch immer eine Seltenheit in den großen Tagesmedien darstellt, ist nur schwer nachzuvollziehen. Viel lieber werden Ereignisse nach Plakativität durchforstet, um sich an der Oberfläche fest zu krallen und offensichtliche, “gesellschaftskonforme” Stories zu verbreiten &#8211; wie beschränkt einige Artikel dadurch werden, lässt sich im direkten Vergleich, wie hier, schön unterstreichen. Mit Nettas Sieg am gestrigen Abend kann aber immerhin ein Fortschritt im gesellschaftlichen Diskurs verbucht werden &#8211; wie heuchlerisch oder doch wertvoll der Sieg ist, ist dann aber wieder ein anderes Thema.</span></p>
<div id="attachment_614" style="width: 310px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-614" class="wp-image-614 size-medium" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/05/Screenshot10-300x224.png" alt="" width="300" height="224" /><p id="caption-attachment-614" class="wp-caption-text"><span style="color: #333333;">Screenshot: Stern</span></p></div>
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