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	<title>corona &#8211; Gender Equality Media e.V.</title>
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	<description>Gegen medialen Sexismus</description>
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		<title>Aktivismus in Zeiten von Corona: Eine Ode an den digitalen Widerstand</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Britta Häfemeier]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Apr 2020 16:18:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[#Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Lockdown geht in die sechste Woche und es regt sich Widerstand. Seit einigen Tagen hören wir in den Medien immer mehr kritische Stimmen. Allerdings sind diese wie gewohnt männlich und fordern vor allem eins: Die Wiederbelebung der Wirtschaft. Deutsche Medien berichten im Akkord über ökonomische Rezession und Depression und wie wichtig es ist, den Motor wieder zum Laufen zu &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color: #000000;">Der Lockdown geht in die sechste Woche und es regt sich Widerstand. Seit einigen Tagen hören wir in den Medien immer mehr kritische Stimmen. Allerdings sind diese wie gewohnt männlich und fordern vor allem eins: Die Wiederbelebung der Wirtschaft. Deutsche Medien berichten im Akkord über ökonomische Rezession und Depression und wie wichtig es ist, den Motor wieder zum Laufen zu bringen. Dass wir den Stillstand mal dazu nutzen könnten darüber nachzudenken, wie wir unser Leben nachhaltiger und solidarischer gestalten, wird von vielen ausgeblendet. Diese Krise macht alle Ungerechtigkeiten auf denen unser System aufgebaut ist sichtbar und wir müssen auch dementsprechend handeln.<span id="more-1448"></span></span></p>
<p><span style="color: #000000;">Apropos Solidarität: Diese hat in den vergangenen Wochen auch ganz schön gelitten. Auf Moria sitzen noch immer rund 40.000 Menschen unter erbärmlichsten Umständen fest <a style="color: #000000;" href="https://leavenoonebehind2020.org/donate/?fbclid=IwAR2LHADW4CCwQHqZmqD5x3JSrbxiFPhlsfp-tKdAS-ZKLrREZ2MIQ79wYXg">(#LeaveNoOneBehind)</a>. Darüber hinaus nutzen populistische Regierungen wie wie die polnische, die Krise um ihre misogyne Propaganda durchzusetzen. Frankreich meldet seit Beginn der Ausgangssperre einen <a style="color: #000000;" href="https://www.euronews.com/2020/03/28/domestic-violence-cases-jump-30-during-lockdown-in-france">Anstieg von Gewalt gegen Frauen in ihrem eigenem Źu Hause in Höhe von 30%.</a> Medien warnen bereits seit Wochen vor steigenden Zahlen, die Berichterstattung über einzelne Schicksale ist in Deutschland allerdings zurück gegangen. <a style="color: #000000;" href="https://genderequalitymedia.org/corona-und-wirbleibenzuhause-fuer-viele-frauen-bedeutet-das-gewalt-und-angst/">Und wenn berichtet wird, dann eben nur verharmlosend als “Ehestreit”, “Beziehungsdrama” oder “Familientragödie”</a>. Kritische Berichterstattung sieht anders aus.</span></p>
<p><span style="color: #000000;"><b>Protest wird unsichtbar durch Versammlungsverbote</b></span></p>
<p><span style="color: #000000;">Die Personen, welche normalerweise auf diese Probleme aufmerksam machen, indem sie die öffentliche Ordnung durch Proteste, Kundgebungen, und kreativen Aktionen (kurz) unterbrechen, stehen in diesen Zeiten erst recht mit dem Rücken zur Wand. Die meisten Engagierten sind weiblich und jetzt eher mit Home Schooling, unbezahlter Care-Arbeit, dem Abkassieren von Lebensmitteln in Supermärkten oder aber auch mit dem Retten von Leben in Krankenhäusern beschäftigt. <a style="color: #000000;" href="https://www.dezim-institut.de/in-den-medien/prof-dr-sabrina-zajak-protest-und-soziale-bewegungen-in-corona-zeiten/">Protest wird unsichtbar,</a> nicht nur weil wir zu Hause bleiben müssen, sondern auch weil wir schlicht und einfach gerade damit beschäftigt sind, das System am Laufen zu halten, Kinderbetreuung mit inbegriffen. Diese Krise ist auch eine Feministische. Und wenn die Medien bevorzugt über Börsenkurse und Finanzpakete, anstatt korrekt über unsere Schicksale und Kämpfe berichten, fehlt ein wichtiges Sprachrohr</span></p>
<p><span style="color: #000000;"><b>In den Sozialen Medien regt sich kreativer Widerstand</b></span></p>
<p><span style="color: #000000;">Also müssen wir uns irgendwie anders helfen und verlagern unsere Aufmerksamkeit hin zu den sozialen Medien: Im Gegenteil zu traditionellen Medien, lassen sich diese viel einfacher durch uns gestalten. Das Internet ist nicht nur dafür da, sich Katzenvideos in Dauerschleifen anzuschauen, sondern hat eben auch den wunderbaren Nebeneffekt, politisches Engagement unglaublich zu vereinfachen. Das Internet kennt keine geografischen Grenzen und verwischt gleichzeitig die sonst so strikte Trennlinie zwischen Öffentlichkeit und Privatsphäre. Auch wenn dies Gefahren in sich birgt (Das Recht auf Privatsphäre hört im Internet nämlich nicht einfach auf), ist diese Verwischung aber auch eine Chance, die Welt feministischer zu gestalten. Wenn Frauen sich mit Wissen ermächtigen, dieses neben ihren einzelnen Geschichten und Erfahrungen an ein großes Publikum kommunizieren und gleichzeitig Gleichgesinnte finden, dann entsteht sichtbarer Protest, der eben auch zum Wandel führen kann.</span></p>
<p><span style="color: #000000;">Nun ist es aber auch so, dass Aktivismus von der Störung der analogen Öffentlichkeit lebt und wir uns in der misslichen Lage befinden, dass uns unser Recht auf Versammlungsfreiheit in den meisten Ländern erheblich eingeschränkt, wenn nicht sogar ganz genommen wurde. Doch ebenso wie das Internet kennt Kreativität keine Grenzen.</span></p>
<div id="attachment_1450" style="width: 245px" class="wp-caption alignleft"><a style="color: #000000;" href="https://leavenoonebehind2020.org/donate/?fbclid=IwAR2LHADW4CCwQHqZmqD5x3JSrbxiFPhlsfp-tKdAS-ZKLrREZ2MIQ79wYXg"><img fetchpriority="high" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1450" class="wp-image-1450 size-medium" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2020/04/strajkkobiet-235x300.jpg" alt="Quelle: Facebook @ogolnopolskistrajkkobiet" width="235" height="300" srcset="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2020/04/strajkkobiet-235x300.jpg 235w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2020/04/strajkkobiet-768x981.jpg 768w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2020/04/strajkkobiet-801x1024.jpg 801w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2020/04/strajkkobiet.jpg 939w" sizes="(max-width: 235px) 100vw, 235px" /></a><p id="caption-attachment-1450" class="wp-caption-text">Quelle: Facebook @ogolnopolskistrajkkobiet</p></div>
<p><span style="color: #000000;"><b>Vernetzt euch und seid laut für all jene, die es nicht können!</b></span></p>
<p><span style="color: #000000;">Nachdem das polnische Parlament letzte Woche einen weiteren Versuch unternehmen wollte, das eh schon strenge Abtreibungsrecht noch mehr einzuschränken, verständigten sich hunderte polnische Frauen über soziale Medien, posteten tausendfach Bilder von sich zu Hause mit Plakaten und ihren Forderungen. Andere setzten sich in ihr Auto oder auf ihr Fahrrad und bildeten hupende bzw. klingelnde Konvois oder <a style="color: #000000;" href="https://taz.de/Abtreibung-in-Polen/!5675483/">protestierten dann eben doch (mit Abstand) gegen das geplante Gesetz</a>. Das Ergebnis: <a style="color: #000000;" href="https://humanistisch.de/x/hvd-bundesverband/presse/2020046197?fbclid=IwAR0q4FygnMF-nmo7Sm4CmL0HhF0Br78HCKvaXmzrE_lANkc6NhXzMOuTeiE">Das angestrebte Abtreibungsverbot wurde wieder zurück in den Ausschuss geschickt, indem es schon vorher zwei Jahre lag.</a> Das es so geschah, lag gerade an den Protesten trotz Ausgangssperren. Für viele Frauen in unserem Nachbarland bleibt die Situation allerdings gefährlich, weswegen die intensive Fortführung und Solidarität mit den Protestierenden umso notwendiger ist.</span></p>
<div id="attachment_1451" style="width: 310px" class="wp-caption alignright"><a style="color: #000000;" href="https://humanistisch.de/x/hvd-bundesverband/presse/2020046197?fbclid=IwAR0q4FygnMF-nmo7Sm4CmL0HhF0Br78HCKvaXmzrE_lANkc6NhXzMOuTeiE"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1451" class="wp-image-1451 size-medium" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2020/04/collagesfeminicidesparis_louvre-300x206.jpg" alt="Quelle: instagram.com/collages_feminicides_paris" width="300" height="206" srcset="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2020/04/collagesfeminicidesparis_louvre-300x206.jpg 300w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2020/04/collagesfeminicidesparis_louvre.jpg 572w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-1451" class="wp-caption-text">Quelle: instagram.com/collages_feminicides_paris</p></div>
<p><span style="color: #000000;">Ein weiteres Beispiel kommt aus Frankreich, wo der Pariser Ableger der “<a style="color: #000000;" href="https://www.instagram.com/femplak_berlin/">Femplaks</a>” <a style="color: #000000;" href="https://www.instagram.com/collages_feminicides_paris/"><i>Collages Feminicides </i></a><i>Paris</i> normalerweise mit Schriftzügen an Hauswänden auf Frauenmorde aufmerksam macht. Da in Frankreich allerdings momentan eine strikte Ausgangssperre herrscht, mussten auch sie umdenken. Und das Resultat kann sich sehen lassen: Mit Hilfe von digitalen Tools projizieren sie per Fotoshop ihre Parolen nun auf bekannte Gebäude und posten diese auf Instagram. Mit der “Share-Funktion” lassen sich die Beiträge einfach in den eigenen Stories teilen, womit die Reichweite erhöht wird und somit Aufmerksamkeit für das Thema generiert.</span></p>
<div id="attachment_1452" style="width: 310px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1452" class="wp-image-1452 size-medium" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2020/04/1upofficialcrew_Leavenoonebehind-300x225.jpg" alt="Quelle: https://www.instagram.com/1up_crew_official/" width="300" height="225" srcset="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2020/04/1upofficialcrew_Leavenoonebehind-300x225.jpg 300w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2020/04/1upofficialcrew_Leavenoonebehind-768x576.jpg 768w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2020/04/1upofficialcrew_Leavenoonebehind.jpg 900w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /><p id="caption-attachment-1452" class="wp-caption-text">Quelle: https://www.instagram.com/1up_crew_official/</p></div>
<p><span style="color: #000000;">Und auch in Deutschland tut sich etwas. Seit ein paar Wochen fordern Banner an Fassaden, Graffitis an U-Bahn-Stationen und Kreide-Parolen auf Gehwegen #LeaveNoOneBehind. <a style="color: #000000;" href="https://seebruecke.org/leavenoonebehind/aktionen/bundesweite-erste-seebruecke-online-demo/">Die Bewegung <i>Seebrücke</i> veranstaltete im März und April Online-Demos via YouTube und rief ihre Anhänger dazu auf von zu Hause aus zu protestieren.</a> Die Notrufnummern von Hilfetelefonen werden vielfach in den sozialen Medien geteilt und auch die Aktivist*innen von Fridays For Future protestieren nun jeden Freitag virtuell und fordern den Wiederaufbau der Wirtschaft grüner und ethischer zu gestalten.</span></p>
<p><span style="color: #000000;">Wir wissen, dass digitaler Aktivismus einfacher zu ignorieren, keinen Grundrechtsschutz genießt und ein Privileg denjenigen gegenüber ist, die ihre Meinungen nicht frei im Internet äußern können ohne mit strafrechtlichen Konsequenzen zu rechnen.</span></p>
<p><span style="color: #000000;">Gerade deswegen sollten wir, die privilegiert genug sind online zu sein, solidarisch das Internet für Engagement nutzen, vor allem um Menschen mit unseren Stimmen zu unterstützen, die keine haben.  Digitaler Aktivismus ist ein Hoffnungsschimmer, weil er analogen Widerstand partizipativer und kreativer gestaltet. Gerade in Zeiten von Corona. Und eine gute Nachricht, gab es dann letzte Woche doch: <a style="color: #000000;" href="https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/2020/04/rk20200415_1bvr082820.html">Das Bundesverfassungsgericht hat das strikte Versammlungsverbot teilweise gekippt.</a> Geht doch!</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="color: #000000;"><em><strong>von Elizabeth Avila González</strong></em></span></p>
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		<title>Corona und #WirBleibenZuhause: Für viele Frauen bedeutet das Gewalt und Angst</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Britta Häfemeier]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 31 Mar 2020 09:45:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[#Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Was viele Menschen in Deutschland als Auszeit und nette Büroauszeit im Home Office nutzen, ist besonders für Frauen und ihre Kinder brandgefährlich. In China steigen bereits die Zahlen, in Deutschland warnen Expert*innen vor vermehrte Gewalt gegen Frauen und Frauenhäuser bereiten sich auf das Schlimmste vor. Wir haben mal näher hingeschaut. Alles steht kopf. Während wir uns  vor ein paar Monaten &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color: #000000;"><b>Was viele Menschen in Deutschland als Auszeit und nette Büroauszeit im Home Office nutzen, ist besonders für Frauen und ihre Kinder brandgefährlich. In China steigen bereits die Zahlen, in Deutschland warnen Expert*innen vor vermehrte Gewalt gegen Frauen und Frauenhäuser bereiten sich auf das Schlimmste vor. Wir haben mal näher hingeschaut.</b></span><br />
<span style="color: #000000;"><span id="more-1413"></span></span></p>
<p><span style="color: #000000;">Alles steht kopf. Während wir uns  vor ein paar Monaten noch alle auf ein neues Jahrzehnt anstoßend in den Armen gelegen haben, ist Abstandhalten das Gebot der Stunde. Ausgelöst durch die Corona-Krise, zieht sich das soziale Leben der Menschen zurück ins Private, weg aus den Augen der Öffentlichkeit. Zum Schutz der Gesundheit aller, verschreibt uns der Staat Ausgangsbeschränkungen und Kontaktverbot, vergisst aber eins dabei: Im Patriarchat ist das zu Hause für viele Frauen und Kinder kein sicherer Ort. Schutzvorkehrungen werden erst gar nicht getroffen und Hilfe nicht bereitgestellt. Die Jugendämter, Frauenhäuser und Sozialarbeiter*innen sind nur noch eingeschränkt handlungsfähig und die soziale Kontrolle durch Freund*innen, Familie, Kitas oder Schulen entfällt völlig. Viele Frauen sind auf sich allein gestellt und das nicht erst seit Corona. Seit Jahren sind Frauenhäuser unterfinanziert, Polizist*innen nicht geschult.</span></p>
<p><span style="color: #000000;"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-1439 size-large" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2020/03/WirbleibenzuHause-1024x1024.jpg" alt="" width="1024" height="1024" srcset="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2020/03/WirbleibenzuHause-1024x1024.jpg 1024w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2020/03/WirbleibenzuHause-150x150.jpg 150w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2020/03/WirbleibenzuHause-300x300.jpg 300w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2020/03/WirbleibenzuHause-768x768.jpg 768w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2020/03/WirbleibenzuHause.jpg 1080w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></span></p>
<p><span style="color: #000000;"><strong>In China steigt die Zahlen von häuslicher Gewalt an</strong></span></p>
<p><span style="color: #000000;">Nach der <a style="color: #000000;" href="https://www.bka.de/SharedDocs/Downloads/DE/Publikationen/JahresberichteUndLagebilder/Partnerschaftsgewalt/Partnerschaftsgewalt_2018.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=2">kriminal statistischen Auswertung des BKA</a> bringt jeden dritten Tag ein Mann seine (Ex)Partnerin in Deutschland um. Jeden Tag versucht es einer. Ein Fehler mit System, allerdings einer der gerne mal übersehen wird. Durch Corona und die dazugehörigen Einschränkungen der Bewegungs- und Versammlungsfreiheit rückt er nun wieder ins Bewusstsein. Eine Statistik gibt es noch nicht, aber <a style="color: #000000;" href="https://www.dw.com/de/coronavirus-h%C3%A4usliche-gewalt-und-kindesmissbrauch-k%C3%B6nnten-zunehmen/a-52853426">erste Meldungen aus China</a> und Italien deuten darauf hin, dass die Fälle von häuslicher Gewalt ansteigen. Außerdem bereiten sich Polizist*innen hierzulande auf eine <a style="color: #000000;" href="https://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/coronavirus-polizei-rechnet-mit-mehr-einsaetzen-wegen-haeuslicher-gewalt-a-00000000-0002-0001-0000-000170114562">erhöhte Einsatzbereitschaft vo</a>r. Inzwischen warnt nicht nur die <a style="color: #000000;" href="https://www.bmfsfj.de/bmfsfj/aktuelles/presse/pressemitteilungen/hilfetelefon--gewalt-gegen-frauen----unverzichtbar-gerade-auch-in-der-aktuellen-corona-krise/154028">Bundesfamilienministerin</a>, sondern auch die <a style="color: #000000;" href="https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/coronavirus/ausnahmesituation-fuer-familien-1734472">Bundesregierung</a> ganz öffentlich davor, dass die häusliche Isolation die Situation vieler Frauen und Kinder verschärfen könnte. Unter dem Schlagwort <i>“häusliche Gewalt” </i>fand Google zwischen dem 20.03.2020 und 27.03.2020, 116 Nachrichtenmeldungen. Alle gehen von einem  situationsbedingten Anstieg aus.</span></p>
<p><span style="color: #000000;"><strong>Medien verharmlosen Gewalt mit Wortschöpfungen</strong></span></p>
<p><span style="color: #000000;">Obwohl es auf den ersten Blick so scheint, als würden Medien die Bedrohung die viele Frauen und Kinder in ihrem aller Privatesten ausgesetzt sind, endlich ernst nehmen, darf dieser kurze Aufschrei auf keinen Fall das Ende der Geschichte sein. Deutsche Medien berichten in einer unerträglich <a style="color: #000000;" href="https://genderequalitymedia.org/nachgezaehlt/">verharmlosenden Weise</a> über Frauenmorde und Partnerschaftsgewalt. Sie nennen es “Beziehungstat”, “Ehestreit” oder “Familiendrama”, wenn Männer ihre (Ex-) Partnerinnen verletzen oder sogar töten. Die Aufgabe der Medien ist aber, Dinge in den Kontext zu setzen, einzuordnen und aufzuklären. Das Problem wird in unserer Gesellschaft, den Medien, der Politik aber auch im Privaten unter den Teppich gekehrt, es anzuprangern ist vielen zu unbequem.</span></p>
<p><span style="color: #000000;"><strong>#SharingIsCaring</strong></span></p>
<p><span style="color: #000000;">Nun ist es aber so: Wir befinden uns in einer Krise. Obwohl das Wort mit eher negativen Gefühlen verbunden wird, haben wir beschlossen tief durchzuatmen und kritisch zu bleiben. Ein bisschen anders definiert sind Krisen nämlich einfach nur Wendepunkte im System, weil es erkennt, dass es ohne gewisse Dinge gesünder funktionieren könnte. Damit das allerdings zur Realität wird, brauchen wir laute Stimmen, die möglichst viele hören. Wenn ihr das lest, seid ihr ja eh schon im Internet: Also <i>Husch, husch! </i>Erzählt es allen und #UnfollowPatriachy.</span></p>
<p><span style="color: #000000;"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-1414" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2020/03/Twitter-Vorlage.jpg" alt="" width="462" height="231" srcset="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2020/03/Twitter-Vorlage.jpg 440w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2020/03/Twitter-Vorlage-300x150.jpg 300w" sizes="(max-width: 462px) 100vw, 462px" /></span></p>
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<tr>
<td></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>&nbsp;</p>
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