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Studien

Um unsere Arbeit mit wissenschaftlichen Studien zu untermauern, untersucht und erfasst das Studienteam von Gender Equality Media die Darstellung von Männern und Frauen genauer. Statt dem täglichen Scannen der Berichterstattung, die das Medienscreening beinhaltet, fokussieren sich die Studien auf einzelne Medien (print, online, audiovisuell) oder auch auf Themenaspekte von Berichterstattung.

 

In der Durchführung:

Sprechanteile von Frauen und Männern in Nachrichtensendungen

Für die aktuelle Studie wurden die drei am häufigsten gesehenen Nachrichtensendungen ARD Tagesschau, ZDF Heute Journal und RTL Aktuell in sieben aufeinanderfolgenden Wochen analysiert und die Sprechzeiten sekundengenau erfasst. Im Fokus steht die Fragestellung: Wer spricht über was in welcher Position, und wie lange?

Die Studie befindet sich aktuell noch in der Finalisierung. Ein Ergebnis doch bereits vorab: Männer verbuchen zwei Drittel der Sprechzeit für sich, Frauen nur ca. 33 %.

 

Bisher veröffentlichte Studien:

Berichterstattung über sexuelle  Gewalt an Männern (2018)

Im Februar 2018 wurden die Online-Auftritte der drei jeweils auflagenstärksten überregionalen Tageszeitungen, regionalen Tageszeitungen und Nachrichtenmagazine auf Berichterstattungen zu sexueller Gewalt an Männern durchsucht. Im Fokus standen hier die verschiedenen Bezeichnungen der Beteiligten.

Über sexueller Gewalt an Männern wird insgesamt wenig berichtet. Ein Großteil der Artikel stammte noch aus dem Vorjahr (2017). Auch aktuelle Studien zu diesem     Themengebiet gibt es nicht, die letzte Studie vom BMFSJ wurde 2004 veröffentlicht.

Wenn berichtet wurde, wurden die Taten wurden auch als solche bezeichnet (Übergriff, Vergewaltigung, Belästigung). Die von der Tat betroffenen wurden seltener als Opfer / Betroffene. Geschlechts- oder Berufsbezeichnungen traten häufiger auf. Auch die Täter wurden nur in weniger als der Hälfte der Fälle als Täter bezeichnet.

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Beschreibungen / Bezeichnungen von Frauen und Männern in der BILD Zeitung (2017)

In der zweiten quantitativen Studie waren Statusbezeichnungen von Männern und Frauen in der BILD-Zeitung Untersuchungsgegenstand. Grundlage dafür waren 39 Print-Ausgaben der BILD Zeitung vom 15.05. – 02.07.2015. Die häufigsten Bezeichnungen für Männer und Frauen wurden erfasst, verglichen und kategorisiert.

Frauen werden hierbei durch 6 der Top 10 Bezeichnungen über den Familienkontext definiert. Bei Männern dagegen waren 7 der Top 10 Berufsbezeichnungen. Neben den     Familienbeziehungen wurden bei Frauen sexuelle Orientierung / Identität häufiger als Statusbezeichnungen verwendet. Bei Männern war dies die Bezeichnung als Führungsposition oder Sportler.

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Bildliche Darstellungen von Männern und Frauen in der BILD Zeitung (2015)

Dafür wurden 39 Print-Ausgaben der BILD Zeitung vom 15.05. – 02.07.2015 auf die Häufigkeit und die Art und Weise der Darstellung von Frauen und Männern untersucht. Der Aspekt der Bekleidung genauer untersucht (vollständig bekleidet, leicht bekleidet, Oberkörperfrei, nackt).

Dabei kam heraus, dass Männer über alle Ressorts hinweg häufiger abgebildet wurden als Frauen, bis auf das Unterhaltungsressort. Wenn Personen mit weniger Kleidung dargestellt wurden, dann waren die zumeist Frauen. Ausnahmen waren hier Männer, welche häufiger oben ohne dargestellt wurden, als Frauen.

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