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	<title>BILD &#8211; Gender Equality Media e.V.</title>
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	<description>Gegen medialen Sexismus</description>
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		<title>Kasia Lenhardt: Frauenhass als &#8222;guilty pleasure&#8220;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Penelope Kemekenidou]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 12 Feb 2021 13:24:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[#Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[#metoo]]></category>
		<category><![CDATA[#unfollowpatriarchy]]></category>
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		<category><![CDATA[Kasia Lenhardt]]></category>
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					<description><![CDATA[Kasia Lenhardt ist vorgestern passiert. Kasia Lenhardt ist gestern passiert. Kasia Lenhardt wird heute passieren. Wir haben es so satt, wieder diese ganzen Debatten zu hören. „So schlimm, was ihr passiert ist“. Kasia Lenhardt ist ein Fall von vielen, ihr Suizid die Spitze eines Eisbergs. Dass ihr Fall so besprochen wird, hat mit zwei Dingen zu tun: Ihrem Ruhm und &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong><span style="color: #000000;">Kasia Lenhardt ist vorgestern passiert. Kasia Lenhardt ist gestern passiert. Kasia Lenhardt wird heute passieren.</span></strong><span id="more-1553"></span></p>
<p><span style="color: #000000;">Wir haben es so satt, wieder diese ganzen Debatten zu hören. „So schlimm, was ihr passiert ist“. Kasia Lenhardt ist ein Fall von vielen, ihr Suizid die Spitze eines Eisbergs. Dass ihr Fall so besprochen wird, hat mit zwei Dingen zu tun: Ihrem Ruhm und noch viel mehr, dem Reichtum ihres Ex-Partners.</span></p>
<h6><span class="body" style="color: #ff0000;" role="main"><em>Wenn du Suizidgedanken hast, sprich darüber mit jemandem. Du kannst dich rund um die Uhr an die Telefonseelsorge wenden (08 00/111 0 111 oder 08 00/111 0 222) oder <a style="color: #ff0000;" href="http://www.telefonseelsorge.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.telefonseelsorge.de</a> besuchen.</em></span></h6>
<p><span style="color: #000000;">Ja, die BILD ist scheisse. Aber wisst ihr was? Da hängt noch viel mehr dran, und die meisten von uns sind beteiligt. Die letzten Monate von Kasia Lenhardt waren geprägt von Frauenhass: In den Medien, Social Media und wahrscheinlich auch privat. Sie war die “Familienzerstörerin” &#8211; die Narrative der Verführerin eines verheirateten Familienvaters allgegenwärtig. Befeuert wurde das seit Wochen in Boulevardmedien und von gelangweilten Menschen im Internet.</span></p>
<p><strong><span style="color: #000000;">Wie ist Kasia Lenhardt mit 17 „berühmt“ geworden?</span></strong></p>
<p><span style="color: #000000;">Alles fing bei Germanys Next Topmodel an: Die Sendung, die alle so gerne “ironisch” gucken. Es ist ja so witzig, wenn die “Määäädchen” weinen, wenn ihre Haare abgeschnitten werden. Aber dass Heidi Klum täglich mit Frauenhass selbst Millionen verdient und das Ganze noch als Empowerment und eine Show voller “Diversity” verkauft, ist einfach nur noch schämenswert. Die Show läuft auf Kosten von Millionen jungen Menschen, die Essstörungen entwickeln und ihr Geld in einer Industrie lassen, die mit der Unsicherheit von jungen Mädchen und Frauen Millionen machen. Die Zahlen stagnieren, jedoch haben immer noch 1,35 Millionen Zuschauer*innen zwischen 14 und 49 Jahren die erste Folge der 15. Staffel angeschaut.</span></p>
<p><span style="color: #000000;">Wer die Sendung live begleitet? Die BILD, ja, aber auch die Magazine, die so viele Frauen gerne lesen. Ob InTouch oder Glamour &#8211; der Selbsthass wird für 2 Euro pro Heft gegekauft.</span></p>
<p><strong><span style="color: #000000;">“Selbstoptimierung” deluxe</span></strong></p>
<p><span style="color: #000000;">Wenn man schon als Mädchen hört: Du bist zu dick, zu dünn. Deine Nase zu groß und warum rasierst du dich nicht? Wenn deine aufgelegten Schönheitsbilder Kim Kardashian oder eben Heidi Klum sind, wen wundert es denn noch, dass schon im jungen Alter mit der “Selbstoptimierung” begonnen wird? Es fängt übrigens schon im Kleinen mit dem Instagramfilter an.</span><br />
<span style="color: #000000;">Seit der Sendung hat Kasia Lenhardt so viele “Schönheits”operationen gehabt, dass man ihr Gesicht nicht wiedererkennt. Nein, wir wollen hier keine Diskussion beginnen, wer wie was mit seinem Körper machen darf. Was glücklich macht, sollte gemacht werden. Wir brauchen aber auch nicht so tun, als ob es keinen Zusammenhang zwischen der Sendung von Heidi Klum, dem Druck dieser Industrie auf junge Mädchen und zuletzt der Wahl eines Partners, der Frauen auf nur eine ganz bestimmte Art zu sehen scheint, gäbe. Oh well, die Partner.</span></p>
<p><strong><span style="color: #000000;">Mit wem war Kasia Lenhardt zusammen?</span></strong></p>
<p><span style="color: #000000;">Zu den Riberys, Boatengs und wie sie alle heißen: hört auf, so zu tun, als ob der Fall von Kasia Lenhardt schockierend ist. Jede*r Fußballfan der*die Bundesliga schaut, weiß ganz genau Bescheid, was da für Typen dabei sind. Allein von den FC Bayern München Spielern kennt man den Zusammenhang von minderjährigen „Prostituierten“ und Gewalt gegen ihre Partnerinnen. Trotzdem wird weitergeschaut, trotzdem wird anschließend fleißig BILD und Co im Nachgang konsumiert, wenn es dann zu den „Eifersuchtsdramen” oder “Sex-Skandalen” oder auch Frauenmorde, Feminizide oder Vergewaltigungen kommt. Volkssport Nummer 1 ist Fußball &#8211; gefolgt von Frauenhass.</span></p>
<p><span style="color: #000000;">Der DFB ist keine Ausnahme &#8211; die reichen Typen dort sind nicht anders als die reichen Typen aus der Filmbranche (Stichwort: #Metoo). Mit Erfolg kommt Macht und Degradierung. Und genau diese Fälle zeigen uns, wie Männer in dieser Gesellschaft handeln dürfen, wenn sie mächtig und reich sind. Aber hier gibt es einen eklatanten Unterschied: Fußball wird nicht nur konsumiert. Besonders in Deutschland gibt es eine lebendige Kultur drum herum: Die Fans, Merchandise, Stadien. Clubs bezahlen dafür, sie halten gewollt dieses System aufrecht. Anstatt also immer nur von dem schlimmen schlimmen Sexismus, und dem schlimmen schlimmen Rassismus beim Fußball zu sprechen: Macht doch endlich mal die Drohung war und enteignet den DFB.</span></p>
<p><strong><span style="color: #000000;">Du bist ein Teil davon!</span></strong></p>
<p><span style="color: #000000;">Genau heute, während Kasias Suizid noch Thema ist, wird eine Gastjurorin von GNTM Zuschauer*innen nach der Sendung mit Drohungen überhäuft: “Ich hoffe, dass dein Kind mal so behandelt wird, wie du Maria behandelt hast”. Wenn du ironisch GNTM schaust, dir am Bahnhof die InTouch kaufst: Genau dieser Konsum von Medien und Formaten, die täglich Frauen ihre Rollen suggerieren, sie bewerten und abwerten, sind verbunden mit dem Konzept der Profi-Sportler, die aus dem Missbrauch von Minderjährigen und Gewalt an der Partnerin einen Lifestyle machen. All das sind die “Skandälchen” die dann wieder in den Boulevard-Medien konsumiert werden.</span><br />
<span style="color: #000000;">Also hört einfach auf: Holt euch eure Unterhaltung wo anders und hört auf so einen frauenfeindlichen und degradierenden Scheiß zu schauen. Auch wenn es euer “guilty pleasure” ist, Menschen wie Boateng, Heidi Klum &amp; Co. machen damit Millionen und treiben dieses kranke System immer weiter. Hört auf, diese Typen zu entschuldigen. Und ja das tut man, wenn die Show einfach weitergeht für sie. Wenn ihr Fußballfans seid, dann blockiert Spiele, Foren, Medien. Bis es einen Wandel gibt.</span></p>
<p><span style="color: #000000;">Nur Konsumverbote helfen selbstredend nicht weiter. Natürlich müssen wir die bestehenden Verhältnisse ändern, damit solche Dinge den Nährboden verlieren. Feminizide sind ein Symptom in kapitalistischen Systemen, und solange wir diese nicht bekämpfen, wird auch Gewalt an Frauen kein Ende finden.</span></p>
<p><strong><span style="color: #000000;">Ihr Fall ist jetzt in aller Munde, weil es an der Spitze dieser kapitalistischen Gesellschaft passiert ist. Aber es passiert jeden Tag. Viele Fälle sind nur unsichtbar &#8211; ohne Boulevardpresse, fernab von Instagram.</span></strong></p>
<h6><span class="body" style="color: #ff0000;" role="main"><em>Wenn du Suizidgedanken hast, sprich darüber mit jemandem. Du kannst dich rund um die Uhr an die Telefonseelsorge wenden (08 00/111 0 111 oder 08 00/111 0 222) oder <a style="color: #ff0000;" href="http://www.telefonseelsorge.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.telefonseelsorge.de</a> besuchen.</em></span></h6>
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		<title>Boykottiert sexistische Sommerpresse!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Britta Häfemeier]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Jun 2019 16:03:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[#metoo]]></category>
		<category><![CDATA[BILD]]></category>
		<category><![CDATA[Mediascreening]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
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					<description><![CDATA[Es ist heiß, der Sommer ist da und wie jedes Jahr bringen Medien passende Themen zum Jahreszeitenwechsel auf die Agenda: Rezensionen über die beste Strandlektüre, Tipps für den leckersten Grillabend oder eine Aufzählung der schönsten Urlaubsorte in Europa. Es gibt also allerhand Dinge, die man mit der sonnigen Jahreszeit verbindet. Und doch findet man zur Illustration jeglicher Beiträge immer wieder &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Es ist heiß, der Sommer ist da und wie jedes Jahr bringen Medien passende Themen zum Jahreszeitenwechsel auf die Agenda: Rezensionen über die beste Strandlektüre, Tipps für den leckersten Grillabend oder eine Aufzählung der schönsten Urlaubsorte in Europa. Es gibt also allerhand Dinge, die man mit der sonnigen Jahreszeit verbindet. Und doch findet man zur Illustration jeglicher Beiträge immer wieder das gleiche Motiv: eine Frau*, meistens leicht bekleidet.</strong></p>
<p><span id="more-1164"></span> Öffnet man auf BILD online die Themenseite Sommer, sieht man genau dies als allererstes. Bei einem Artikel über Bademode wäre das ja auch irgendwo gerechtfertigt. Ansonsten, liebe BILD, könnte man von der patriarchalischen Idee, dass man etwas am liebsten liest, wenn man am Anfang eine halbnackte Frau* betrachten kann, auch mal abweichen. Ein weiblicher* Körper darf nicht instrumentalisiert werden. Er ist weder Werbeträger noch Leser*innen-Attraktion.</p>
<p><strong>Kaum ein Beitrag kommt ohne halbnackte Frau aus</strong></p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-medium wp-image-1165 alignleft" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/06/Screenshot56-300x193.png" alt="" width="300" height="193" /></p>
<p>Je näher der Sommer rückt, desto relevanter erscheint auch das Thema „Sommer-Body“ wieder. Trotz Zeiten von #bodypositivity vermitteln einige Medien weiterhin den Eindruck, ein Körper müsse in „perfekter“ Form sein, um baden zu gehen. Die weite Verbreitung des Themas und die überall auffindbaren Tipps, wie man möglichst schnell, möglichst viel Gewicht verliert, geben kaum Raum zu sagen: „Das ist mein Körper und er ist gut so“. Ein guter Sommer besteht aber sicher nicht darin, sich darum zu sorgen, dass sein Körper möglichst gut in ein von der Konsumgesellschaft aufgestelltes „Ideal“ passt.</p>
<p><strong>Ist #bodypositivity die Lösung?</strong></p>
<p>Die ständige Konfrontation mit dem Thema Sommerfigur, stößt bei vielen Menschen eine Auseinandersetzung mit sich selbst und ihrem Körper an. Dabei werden vorrangig Frauen* angesprochen. Ein Grund dafür ist die patriarchalische und völlig oberflächliche Vorstellung, dass der Körper einer Frau* auf eine bestimmte Weise geformt sein muss. Trotz des großen Kampfes gegen diese Ansichten, bleibt dieser sexistische Blick in vielen Köpfen verankert. Wie kann er auch nicht verankert sein, wenn Medien diese Ansichten weiterhin jeden Sommer aufs Neue propagieren? Journalismus hat eine Orientierungsfunktion für die Gesellschaft. Jedes Medium sollte sich darüber bewusst sein, dass die Themensetzung und Darstellungen Leser*innen beeinflussen.</p>
<p><strong>Studien belegen das Problem<img decoding="async" class="size-medium wp-image-1166 alignright" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/06/Screenshot57-300x224.png" alt="" width="300" height="224" /></strong></p>
<p>Einer <a href="https://www.tk.de/resource/blob/2026618/1ce2ed0f051b152327ae3f132c1bcb3a/tk-ernaehrungsstudie-2017-data.pdf">Studie von forsa</a> im Jahr 2016 zufolge, haben nur 29% der befragten Männer schon mindestens eine Diät gemacht, während es bei den befragten Frauen ganze 52% sind. Dabei sollte man die Wirkungskraft von Medien und den von ihr propagierten Körperidealen nicht unterschätzen. Gerade für junge Mädchen* können Diätratgeber oder Schlagzeilen darüber, dass Promi XY zwei Gramm zugenommen hat, kritisch für ihr Körperempfinden sein. Die ständige Sorge um das Aussehen und die Körperform kann sich enorm früh einprägen und lässt dann so schnell nicht los. Rund 35% der Mädchen im Alter von 16 Jahren zeigten in einer <a href="http://(https://www.rki.de/DE/Content/Gesundheitsmonitoring/Studien/Kiggs/Basiserhebung/GPA_Daten/Essverhalten.pdf?__blob=publicationFile">Studie des Robert-Koch-Instituts</a> Hinweise auf eine Essstörung.</p>
<p><strong>Lest keine sexistischen Medien!</strong></p>
<p>Gerade deshalb gilt: Ein Körper definiert weder einen Menschen noch einen Sommer. Trotz allem Druck, den die Gesellschaft und auch die Medien durch diese Art von Berichterstattung ausüben, sollte niemand vergessen, dass wir alle aus weitaus mehr bestehen als dem, was andere von uns sehen. Vielleicht sollte es uns allen mal ganz egal sein, dass wir nicht so aussehen, wie das weibliche* Model      auf dem Foto. Es sollte uns auch ganz egal sein, wie die Frau* da aussieht. Medien schreiben, was Nutzer*innen gerne lesen. Würde man es schaffen, diesen Beiträgen keine Reichweite zu geben, würde vermutlich viel weniger davon produziert werden. So schwer es auch sein mag, gebt dieser Berichterstattung keine Fläche. Lasst euch keine Flausen in den Kopf setzen. Folgt keinem veralteten Ideal. Ob ihr euch wohlfühlt oder nicht entscheidet ihr selbst, nicht die Medien. Also geht raus und genießt den Sommer, so wie ihr es wollt!</p>
<p><em>Ein Beitrag von Sarah Wagner</em></p>
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		<title>Die Presse feiert sich selbst &#8211; wir feiern lieber die Streetart-Szene</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Britta Häfemeier]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 13 Jan 2019 17:24:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[#unfollowpatriarchy]]></category>
		<category><![CDATA[Activism]]></category>
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					<description><![CDATA[Was für ein Wochenende! Künstler*innen haben in ganz Berlin einfach mal ein paar Plakate ausgetauscht. Mit einfachen Headlines wurde die Scheinheiligkeit der BILD-Zeitung ziemlich einfach enttarnt. Passender konnte der Zeitpunkt der Aktion gar nicht sein. Dieses Wochenende feierte sich die Presse auf ihrem jährlichen Presseball in Berlin selbst – wir feiern lieber die Künstler*innen und die Adbusting-Aktion! Denn in unseren &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong><i>Was für ein Wochenende! Künstler*innen haben in ganz Berlin einfach mal ein paar Plakate ausgetauscht. Mit einfachen Headlines wurde die Scheinheiligkeit der BILD-Zeitung ziemlich einfach enttarnt.</i></strong><span id="more-1109"></span></p>

<a href='https://genderequalitymedia.org/adbusting/img_0337/'><img decoding="async" width="300" height="225" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/01/IMG_0337-300x225.jpg" class="attachment-medium size-medium" alt="" srcset="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/01/IMG_0337-300x225.jpg 300w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/01/IMG_0337-768x576.jpg 768w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2019/01/IMG_0337-1024x768.jpg 1024w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a>
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<p>Passender konnte der Zeitpunkt der Aktion gar nicht sein. Dieses Wochenende feierte sich die Presse auf ihrem jährlichen Presseball in Berlin selbst – wir feiern lieber die Künstler*innen und die Adbusting-Aktion! Denn in unseren Augen haben die großen Verlagshäuser gerade in Sachen Geschlechtergerechtigkeit nicht viel zu feiern, das beweisen auch unsere <a href="https://genderequalitymedia.org/heisse-feger-fette-kugeln-wie-weihnachten-patriarchat-und-kapitalismus-zusammenhaengen-unser-medienscreening-dezember/">täglichen Medienscreenings</a>. Täglich wird Gewalt an Frauen* verharmlost, wird die Lebensleistung von Frauen* systematisch entnannt, werden Frauen* als Lustobjekte dargestellt und auf ihre Körper reduziert. Besonders auffällig dabei: die BILD-Zeitung. Die auflagenstärkste Zeitung Europas platziert Sexismus täglich in Print und online. Das nackte BILD-Girl, für dessen Abschaffung sich auch unser Kampagnenvorläufer #StopBildSexism eingesetzt hat, spielt inzwischen zweite Geige. Trotzdem ist mit dem Sexismus nicht Schluss, die Redaktion um Julian Reichelt platziert täglich Sexismus in dem Boulevardblatt. Deshalb freuen wir uns auch besonders, dass es bei der Adbusting-Aktion die BILD erwischt hat! Insbesondere freut es uns, dass es noch mehr Menschen gibt, die von sexistischen Medien ebenso genervt sind wie wir – und das sollten die großen Verlagshäuser dieses Landes auch endlich verstehen lernen.</p>
<p>Und nein, liebe Kritiker*innen, es geht uns dabei nicht um Zensur.<a href="https://genderequalitymedia.org/heisse-feger-fette-kugeln-wie-weihnachten-patriarchat-und-kapitalismus-zusammenhaengen-unser-medienscreening-dezember/"> Im Gegenteil, wir wollen, dass strukturelle Benachteiligungen von Frauen* und queeren Menschen genauso thematisiert wird, wie Gewalt gegen Frauen*.</a> Was wir wollen, ist die Welt nicht mehr aus den Augen von Sexist*innen sehen. Wir wollen eine vielfältige Berichterstattung, die alle Menschen mitdenkt und niemanden diskriminiert und herabwürdigt.</p>
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		<title>Dates gegen Amokläufe! Oder warum Frauen Schuld haben, wenn sie umgebracht werden</title>
		<link>https://genderequalitymedia.org/datesgegenamoklaeufe/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Britta Häfemeier]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 May 2018 06:17:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[#Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[BILD]]></category>
		<category><![CDATA[Feminizid]]></category>
		<category><![CDATA[amok]]></category>
		<category><![CDATA[texas]]></category>
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					<description><![CDATA[Am Freitag den 18.05.2018, erschoss wieder ein Junge in den USA neun seiner Mitschüler*innen, und zwei seiner Lehrerinnen an einer High School in Texas. Man könnte über Waffen, die NRA, oder toxische Maskulinität reden. Aber es scheint, manche von uns, sind noch nicht so weit. Ach BILD, manchmal seid ihr wirklich so nah dran, es zu kapieren – und dann &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color: #000000;"><em>Am Freitag den 18.05.2018, erschoss wieder ein Junge in den USA neun seiner Mitschüler*innen, und zwei seiner Lehrerinnen an einer High School in Texas. Man könnte über Waffen, die NRA, oder toxische Maskulinität reden. Aber es scheint, manche von uns, sind noch nicht so weit.</em><br />
</span></p>
<p><span style="color: #000000;">Ach BILD, manchmal seid ihr wirklich so nah dran, es zu kapieren – und dann kommt die nächste AngstHassTitten-Keule direkt hinterher. Wenn nach einem Amoklauf herauskommt, dass eine Abfuhr oder eine Trennung ein (Teil)motiv für eine Tat sein könnte, gibt es wirklich vieles, worüber wir reden sollten. Nur das hier, das gehört nicht dazu:<br />
</span></p>
<blockquote class="twitter-tweet" data-width="500" data-dnt="true">
<p lang="de" dir="ltr">Nein <a href="https://twitter.com/BILD?ref_src=twsrc%5Etfw">@BILD</a> , sie mussten sterben weil weiße junge Männer mit einem shitload von entitlement aufwachsen. Niemand hat ihm irgendwas geschuldet, oder? <a href="https://t.co/8hGa6LKyoj">pic.twitter.com/8hGa6LKyoj</a></p>
<p>&mdash; StopBildSexism (@StopBildSexism) <a href="https://twitter.com/StopBildSexism/status/998172932072460288?ref_src=twsrc%5Etfw">May 20, 2018</a></p></blockquote>
<p><script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>
<p><span style="color: #000000;">Worüber wir reden sollten: zuallererst darüber, welche abartige Denkweise Männern vermittelt wird, dass sie ein einfaches “nein” nicht akzeptieren. Oder fast noch schlimmer: Sie glauben, wenn eine Frau einfach keinen Bock auf sie hat, es würde ihre Ehre (und nein, hier meinen wir nicht “den Ehrenmord”) verletzen. Keine Frau steht einem Mann zu und Gewalt wird niemals eine gute Lösung für eine Abfuhr sein.</span></p>
<p><span style="color: #000000;">Vielleicht sollten wir auch darüber reden, was das mit dem Männlichkeitsbild unserer Gesellschaften zu tun hat. Situationen, in denen eifersüchtige, gekränkte oder gemobbte Frauen die Waffe zücken, sind nämlich im Vergleich sehr selten. Liegt es daran, dass Frauen in solchen Fällen die Schuld erst mal bei sich suchen? Daran, dass sie Männer, auch wenn sie ihnen die Schuld geben, nicht so schnell tot sehen wollen? Daran, dass Gewalt kein universell verständliches Mittel darstellt, der Welt zu zeigen „seht her, ich bin eben doch eine richtige Frau“? Daran, dass sie Mädchen und jungen Frauen weniger als Zeitvertreib verkauft wird und damit weniger als naheliegende Lösung erscheint?</span></p>
<h4><span style="color: #000000;"><strong>Es sind durchgeknallte Mörder und keine gekränkten Liebhaber</strong></span></h4>
<p><span style="color: #000000;">Ich weiß es nicht, aber wo ein entsprechender tragischer Anlass besteht, wäre es höchste Zeit, sich damit auseinanderzusetzen. Es wäre auch Zeit, über Lösungsansätze zu sprechen – vom Erkennen von und Umgang mit Gewalt bis zu Gesetzen, die es durchgeknallten Mördern möglich machen, mit einer Schusswaffe zur Schule zu kommen. Wofür das allerdings sicher nicht die Zeit ist: eine weitere Message nach dem Strickmuster<strong> „Frauen, wenn ihr mal gemacht hättet, was Männer von euch wollen, wäre euch das nicht passiert.“</strong></span></p>
<h4>Die ätzende Wahrheit, in drei Punkten</h4>
<p><span style="color: #000000;">Erstens: Das ist Bullshit. Egal, wie oft jemand zu einem potentiellen Amokläufer „ja“ sagt, irgendjemand wird immer die erste Person sein, die „nein“ sagt. Ein Leben ohne Enttäuschungen gibt es nicht, und wenn jemand als Antwort darauf zur Waffe greift, ist das der Teil, über den wir reden sollten.</span></p>
<p><span style="color: #000000;">Zweitens: Diese Aussage funktioniert nur in einer beschissenen heterosexistischen und frauen*feindichen Gesellschaft. Ich habe jedenfalls noch nie eine Überschrift gesehen, die nahelegt, ein Täter hätte zur Waffe gegriffen, weil seine Eltern ihn nicht in die Disco lassen oder seine Kumpels ohne ihn zocken wollten.</span></p>
<p><span style="color: #000000;">Drittens: Solche Überschriften tragen dazu bei, dass Frauen, die Beziehungsgewalt erfahren, noch weiter unter Druck gesetzt werden. Jedes „eine Ablehnung könnte ein Grund für Gewalt sein“ ist auch ein „was hast du gemacht, um dazu beizutragen, dass du Gewalt erfahren hast.“ Und mal nebenbei: eine weitere mögliche Antwort auf die Vergewaltigungsopfern gern gestellte Frage „Warum hast du nicht (früher/deutlicher) nein gesagt?“</span></p>
<p><span style="color: #000000;"><strong>Liebe BILD, es ist sowas von durchsichtig, wie ihr Sexismus und Rassismus gegen einander abwägt, wo sie nicht praktischerweise Hand in Hand gehen. Ob eine Tat ein „Familiendrama“ oder ein „Ehrenmord“ ist, darüber entscheiden Hautfarbe und Religion des Täters. „Ist das Frauenbild der Texaner ein Problem“ – titelte keine Zeitung ever. Und wenn der Täter einer von „den Anderen“ war – bloß keine Chance verstreichen lassen, daran noch mal zu erinnern.</strong></span></p>
<p><span style="color: #000000;">Unsere Medien sind, für die meisten ganz unbewusst, von patriarchalen Denkmustern und toxischer Maskulinität geprägt. Nicht nur BILD denkt, dass Mord etwas mit Liebe zu tun hat. Zuletzt konnte man auch eine ähnliche Schlagzeile bei stern.de finden. Um in unserer Gesellschaft etwas zu ändern, müssen wir endlich da hinsehen, wo es am meisten wehtut. Und das ist ironischerweise genau auf die (jungen) Männer, die in ihrer Enttäuschung, ebenso wie die Medien, lieber auf die Opfer, statt auf die Ursachen blicken.</span></p>
<p><span style="color: #000000;">Rebecca</span></p>
<blockquote class="twitter-tweet" data-width="500" data-dnt="true">
<p lang="de" dir="ltr">Also unter &#39;Beziehungsdrama&#39; verstehe ich, dass man sich mit dem*der Partner*in streitet, wer den Abwasch macht. <a href="https://twitter.com/sternde?ref_src=twsrc%5Etfw">@sternde</a> Sprache kann übrigens auch eine Form von Gewalt sein. <a href="https://t.co/MsrgcUcZAG">pic.twitter.com/MsrgcUcZAG</a></p>
<p>&mdash; StopBildSexism (@StopBildSexism) <a href="https://twitter.com/StopBildSexism/status/989126972348489729?ref_src=twsrc%5Etfw">April 25, 2018</a></p></blockquote>
<p><script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>
<p>Unsere follower*innen sind da übrigens ein ganzes Stück weiter. Hier ein paar unserer best-ofs. Wir danken euch &lt;3</p>
<blockquote class="twitter-tweet" data-width="500" data-dnt="true">
<p lang="de" dir="ltr">Sowas Blödes liebe <a href="https://twitter.com/BILD?ref_src=twsrc%5Etfw">@BILD</a> da hat sich ein kleiner Tippfehler eingeschlichen. Ich richte das schnell: &quot;Teenagerin wird 4 Monate lang von Schulkamerad belästigt und schließlich erschossen.&quot; <br />Bitte, gern geschehen. <a href="https://t.co/rbOOnJCmS4">https://t.co/rbOOnJCmS4</a></p>
<p>&mdash; Harlekin (@mirrowthings) <a href="https://twitter.com/mirrowthings/status/998489736296718337?ref_src=twsrc%5Etfw">May 21, 2018</a></p></blockquote>
<p><script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>
<blockquote class="twitter-tweet" data-width="500" data-dnt="true">
<p lang="de" dir="ltr">Die <a href="https://twitter.com/hashtag/Bild?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#Bild</a> Zeitung sucht die Schuld wieder beim Opfer, die Überschrift impliziert: &quot;Hätte sie ihn mal rangelassen, dann wären alle noch am Leben!&quot; Genauso funktioniert <a href="https://twitter.com/hashtag/rapeculture?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#rapeculture</a> und ein Aufrechterhalten sexistischer Strukturen. <a href="https://t.co/OveKSdJIFZ">https://t.co/OveKSdJIFZ</a></p>
<p>&mdash; Anne Engelhardt (@_AnneEngelhardt) <a href="https://twitter.com/_AnneEngelhardt/status/998564030032826368?ref_src=twsrc%5Etfw">May 21, 2018</a></p></blockquote>
<p><script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>
<blockquote class="twitter-tweet" data-width="500" data-dnt="true">
<p lang="en" dir="ltr"><a href="https://twitter.com/BILD?ref_src=twsrc%5Etfw">@Bild</a> thinks students had to die because Shana “didn’t want a date”. Because men murdering women is always women’s fault somehow. <a href="https://t.co/RuEhxf2RVa">https://t.co/RuEhxf2RVa</a></p>
<p>&mdash; Pauline (@Passie_Kracht) <a href="https://twitter.com/Passie_Kracht/status/998546572446175232?ref_src=twsrc%5Etfw">May 21, 2018</a></p></blockquote>
<p><script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>
<blockquote class="twitter-tweet" data-width="500" data-dnt="true">
<p lang="de" dir="ltr">&quot;Zier dich doch nicht so.&quot;, Variante 13524.<a href="https://twitter.com/BILD?ref_src=twsrc%5Etfw">@BILD</a> <a href="https://twitter.com/BILDblog?ref_src=twsrc%5Etfw">@BILDblog</a> <a href="https://twitter.com/hashtag/TexasSchoolShooting?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#TexasSchoolShooting</a> <a href="https://t.co/2ekGx7X9fx">https://t.co/2ekGx7X9fx</a></p>
<p>&mdash; JesusTheHighest (@JesusTheStoned) <a href="https://twitter.com/JesusTheStoned/status/998563508554956800?ref_src=twsrc%5Etfw">May 21, 2018</a></p></blockquote>
<p><script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>
<blockquote class="twitter-tweet" data-width="500" data-dnt="true">
<p lang="de" dir="ltr">Musste jemandem in der <a href="https://twitter.com/BILD?ref_src=twsrc%5Etfw">@Bild</a> Redaktion so etwas einfallen, weil niemand ihm/ihr einen anderen Job geben wollte? <a href="https://t.co/KZRW8AjR79">https://t.co/KZRW8AjR79</a></p>
<p>&mdash; Watch-Salon (@WatchSalon) <a href="https://twitter.com/WatchSalon/status/998553591207120896?ref_src=twsrc%5Etfw">May 21, 2018</a></p></blockquote>
<p><script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>
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		<title>BILD-Shit Bingo</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Britta Häfemeier]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 May 2018 20:00:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[#Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[BILD]]></category>
		<category><![CDATA[activism]]></category>
		<category><![CDATA[bild]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[stopbildsexism]]></category>
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					<description><![CDATA[Ein paar Stunden auf bild.de oder doch eine Print-Ausgabe? Wie viel Zeit braucht die BILD-Redaktion wohl, für ein BINGO, Doppel-Bingo oder sogar um alle BILDshit-Begriffe zu verwurschteln? Wenn die BILD-Redaktion auf eines steht, dann sind das Neologismen. Sie vermischen sexualisierte Worte mit diversen Ereignissen, getrennt durch einen Bindestrich und schon klopft man sich in der Redaktion auf die Schultern: Ein &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color: #000000;">Ein paar Stunden auf bild.de oder doch eine Print-Ausgabe? Wie viel Zeit braucht die BILD-Redaktion wohl, für ein BINGO, Doppel-Bingo oder sogar um alle BILDshit-Begriffe zu verwurschteln?</span></p>
<p><span style="color: #000000;">Wenn die BILD-Redaktion auf eines steht, dann sind das Neologismen. Sie vermischen sexualisierte Worte mit diversen Ereignissen, getrennt durch einen Bindestrich und schon klopft man sich in der Redaktion auf die Schultern: Ein Neologismus wurde geboren, möglichst provokant, komprimiert, verharmlosend und in erster Linie hängengeblieben. So wurde das Magazin schon mit Fummel-Vorwürfen oder Sex-Monster bestückt &#8211; hier die kurze Übersetzung: Sexuelle Belästigung und Serien-Vergewaltiger. Good Job BILD! Der Echo für Kreativität geht an euch.</span></p>
<p><span style="color: #000000;">Was wäre die BILD, wenn sie nicht auch ein paar unangebrachte, überdimensionale Illustrationen für die Stories ihres Qualitätsjournalismus parat hätte? Nackte, weibliche Körperteile als visuelle Untermalung für die Artikel aus der Rubrik Unterhaltung &#8211; um welchen “Inhalt” es sich handelt, ist offensichtlich nur Nebensache. Von der Objektifizierung von Frauen, über die Verzerrung der Realität bis hin zur verharmlosung sexualisierter Gewalt hält die BILD-Redaktion ein große Bandbreite an unangebrachten Darstellung, auf wörtlicher und illustrativer Ebene, bereit &#8211; Diese versexte Zeitung kann doch immer wieder überraschen!</span></p>
<p><span style="color: #000000;">Um das Ganze erträglicher zu machen und weil wir humorlose Feminist*innen sind, haben wir für euch ein brandheißes BILD-Shit Bingo gebastelt. Einfach ausdrucken oder mit Freund*innen teilen.</span></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-604 size-full" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/05/BILDshit-Bingo1.png" alt="BILD-Shit Bingo" width="800" height="800" srcset="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/05/BILDshit-Bingo1.png 800w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/05/BILDshit-Bingo1-150x150.png 150w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/05/BILDshit-Bingo1-300x300.png 300w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/05/BILDshit-Bingo1-768x768.png 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Das BILD-Shit Bingo ist powered by Anna</p>
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		<title>Body Talk &#8211; Spielt unsere Kritik dem Mediensexismus in die Hände?</title>
		<link>https://genderequalitymedia.org/spielt-unsere-kritik-dem-sexismus-in-den-medien-in-die-haende/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Britta Häfemeier]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 03 Apr 2018 05:22:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[#Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[BILD]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Online]]></category>
		<category><![CDATA[Print]]></category>
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					<description><![CDATA[Immer wieder wird uns vorgeworfen, wir würden Fotos weiter verbreiten, die wir eigentlich kritisieren. Kurz gesagt: Fotos von halbnackten Frauen in sexistischer Darstellung. Sollten wir zur besseren Kritik, genau diese Schlagzeilen und Fotos veröffentlichen? Oder wäre es besser, diese weg zu lassen, um die Verknüpfung von Überschrift und Bild, nicht noch weiter zu verbreiten? Sollten wir die Aufnahmen vielleicht sogar &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Immer wieder wird uns vorgeworfen, wir würden Fotos weiter verbreiten, die wir eigentlich kritisieren. Kurz gesagt: Fotos von halbnackten Frauen in sexistischer Darstellung. Sollten wir zur besseren Kritik, genau diese Schlagzeilen und Fotos veröffentlichen? Oder wäre es besser, diese weg zu lassen, um die Verknüpfung von Überschrift und Bild, nicht noch weiter zu verbreiten? Sollten wir die Aufnahmen vielleicht sogar zensieren, Körperteile also abschneiden oder verdecken? Auch bei uns im Team gibt es gemischte Meinungen dazu <span class="st">–</span> ein Pro/Contra-Kommentar von Rebecca und Lisa.</em></p>
<p><span id="more-533"></span></p>
<h3><strong><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-546 aligncenter" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/04/Body-talk-300x300.jpg" alt="" width="343" height="343" srcset="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/04/Body-talk-300x300.jpg 300w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/04/Body-talk-150x150.jpg 150w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/04/Body-talk-768x768.jpg 768w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/04/Body-talk-1024x1024.jpg 1024w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/04/Body-talk.jpg 1080w" sizes="(max-width: 343px) 100vw, 343px" /><br />
Lisa ist gegen eine Zensur:</strong></h3>
<p>Nur, wenn wir die Bilder unkommentiert teilen würden, trügen wir zur Verbreitung von Bilds traurigem Gedankengut bei. Wir müssen zeigen, was schief läuft, um Leute zu mobilisieren &#8211; und das geht am besten, wenn wir Schlagzeile und Bild gemeinsam präsentieren.</p>
<p><strong>Frauen = Sex?</strong></p>
<p>Wir teilen die Bilder auf Facebook und Twitter, um auf das Problem der medialen Sexualisierung von Frauen aufmerksam zu machen. Dabei haben wir die Bilder oder die abgebildeten Frauen selbst nie kritisiert. Und doch müssen wir uns immer wieder die Frage stellen, ob wir auf die Kritik reagieren sollten, indem wir die Fotos zensieren. Aber was ist denn eigentlich auf den Aufnahmen zu sehen? Was ist das kritisierbare &#8211; was an den Bildern rechtfertigt eine Zensur?</p>
<p>Zu sehen sind Frauen &#8211; oder besser: Ihre Körper. Wir sehen Rücken, Hintern, Brüste oder einfach eine bestimmte Art von Körperhaltung. Sind weibliche Körperteile wirklich per se anrüchig, sodass man sie verstecken muss? Wir sehen Personen, die teilweise freiwillig, teilweise unfreiwillig in beruflichen oder auch Alltagssituationen fotografiert wurden. Zum Teil haben sie offensichtlich Freude an der Aufnahme, zum Teil wirken sie, als hätte man sie kalt erwischt. Ist vielleicht nicht die Abgebildete Person das Problem, sondern die Art und Häufigkeit des Abbildens? Und wurden wir nicht im Laufe unserer Sozialisation durch Zeitungen wie Bild daran gewöhnt, dass der weibliche Körper quasi gleichzusetzen ist mit „Sex“ und deshalb nicht in die Öffentlichkeit gehört?</p>
<p><strong>Körperteile sind nicht das Problem</strong></p>
<p>Die meisten Aufnahmen, die Bild und andere Medien verwenden, sind wahrscheinlich freiwillig entstanden. Was wir an ihnen kritisieren, ist nicht das Verhalten der abgebildeten Frauen, sondern ausschließlich die Art und Weise, wie und wie häufig Bild die Fotos präsentiert. Erstens: Bild berichtet viel seltener über Frauen als über Männer. Zweitens: Wenn Bild über Frauen berichtet, sind sie meist halbnackt und durch eine Schlagzeile sexualisiert und der Fokus des Berichts liegt auf ihrem Äußeren. Von dem starren Fokus auf weiße schlanke Frauen ganz zu Schweigen. Die problematischen Auswirkungen darauf, wie Frauen wahrgenommen werden, sind offensichtlich und durch verschiedene Studien belegt. Aber wenn wir die Bilder zensieren würden, entstünde dann nicht der Eindruck, das Problem sei nicht die Art der Abbildung, sondern der Körper der Frauen selbst?</p>
<p>Und wie verhält es sich mit Paparazzi-Fotos? Manche Aufnahmen sind unfreiwillig entstanden und die abgebildeten Frauen haben einer Veröffentlichung nie zugestimmt. Wir wünschen uns respektvolle und vielfältige Berichterstattung und wollen nicht, dass jede einzelne Alltagssituation als Clickbait benutzt wird. Wenn wir die Brüste oder Hintern aber verdecken, bringen wir damit unsere Kritik zum Ausdruck?</p>
<p><strong>Zensur und Scham</strong></p>
<p>Ich bin mit dem Gefühl aufgewachsen, dass ich als Frau aufpassen muss, was ich mit meinem Körper tue. Schon früh wurde ich darauf hingewiesen, nicht so kurze Shorts zu tragen oder dass mein bauchfreies Oberteil andere Menschen aufregen könnte. In der Schule hatte ich viele Freundinnen, die gerne mit tiefem Ausschnitt herumliefen. Mehrmals bekam ich mit, wie meine Klassenlehrerin sie aufforderte, sich zu bedecken. Keiner meiner männlichen Klassenkameraden wurde jemals wegen seines Muskelshirts oder seiner kurzen Shorts kritisiert.</p>
<p>Es ist ein Ausdruck des Patriarchats, dass der weibliche Körper per se als etwas anrüchiges und stets sexualisierbares wahrgenommen wird. Als etwas, das versteckt oder gar „zensiert“ werden muss. Wenn wir von klein auf nackte weibliche Körper mit Sex verbinden, weil sie uns überall in den Medien auf diese Weise präsentiert werden, dann ist das ein Problem. Aber der weibliche Körper selbst ist niemals das Problem.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_539" style="width: 587px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-539" class="wp-image-539" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/03/barbie-458618_1280-300x200.jpg" alt="Symbolbild für Sexismus in den Medien" width="577" height="384" srcset="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/03/barbie-458618_1280-300x200.jpg 300w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/03/barbie-458618_1280-768x512.jpg 768w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/03/barbie-458618_1280-1024x682.jpg 1024w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/03/barbie-458618_1280.jpg 1280w" sizes="(max-width: 577px) 100vw, 577px" /><p id="caption-attachment-539" class="wp-caption-text">Symbolbild: Denn Frauen* werden in den Medien immer wieder sexualisiert und objektifiziert.</p></div>
<h3></h3>
<h3><strong>Rebecca ist gegen das Zeigen und die Verbreitung der Fotos:<br />
</strong></h3>
<p>Nacktheit ist nichts Schlimmes. Im Gegenteil, Menschen, die sich nackt (oder leicht bekleidet) zeigen, machen das oft, weil sie sich in ihrem Körper wohl fühlen, weil sie die Bewegungsfreiheit schätzen, gerne mit dem ganzen Körper Sonne tanken wollen, oder was auch immer. Und das ist super. Menschen aller Körpertypen sollten auf jeden Fall die Möglichkeit erhalten, ihren Körper so zu zeigen, wie sie es gerne tun. Wenn darum zu einer Meldung gehört, wie eine Person sich körperlich präsentiert – wir erinnern uns zurück an unseren <a href="https://www.stopbildsexism.com/2016/11/14/jennifer-rostocks-hengstin-nackt-im-kampf-gegen-sexismus/">Blogbeitrag über Jennifer Rostock’s Hengstin</a>– sollten wir dieser Selbstpräsentation weiterhin Raum geben.</p>
<p><strong>Abbildungen schaffen Normalität </strong></p>
<p>In den allermeisten unserer Screenshots steht allerdings nicht eine Person, ein Ereignis, ein künstlerisches Werk etc. im Mittelpunkt, sondern die Art, wie Medien darauf reagieren. Das bedeutet, wir arbeiten mit einem vorgefilterten Pool an Bildern: Denn die Menschen, die Medien gerne leicht bekleidet abbilden, sind zu einem großen Teil weiß, und fast ausschließlich schlank und cis-weiblich. Wo sie es nicht sind, wird gerade diese “Abweichung” entweder fetischisiert oder als Makel dargestellt (oder beides). Das schafft Normalität. Und die Normalität, die auf den Bildschirmen ankommt, ist: Menschen, die sich nackt zeigen können, sehen so aus. Und: Menschen, die so aussehen, sollten nackt gesehen werden. Für viele Lesende bedeutet das entweder: So, wie du aussiehst, solltest du dich nicht nackt zeigen. Oder: So, wie du aussiehst, ist dein Hauptkapital dein Körper.</p>
<p>Wir wissen, dass ein konstantes sich-Vergleichen mit unrealistischen Idealen mit vielen negativen Dingen korreliert: Zurückhaltung, den eigenen Körper zu benutzen (z.B. beim Sport), Selbstzweifel, Fokus des Selbstbilds auf körperliche anstatt von intellektuellen Eigenschaften. „Selbst-Objektifizierung“ wird sogar in Verbindung mit Dingen, wie Depression oder Drogenkonsum gebracht. Weil der menschliche Geist keine Maschine ist, gibt es keine einfache Gleichung, die besagt, „Fünf Bilder von Frauen, die fünf Kilo leichter sind als du, erhöht den Tabakkonsum um drei Zigaretten die Woche.“</p>
<p><strong>Mehr Vielfalt muss her</strong></p>
<p>Aber: So lange wir im Ausgleich keine vergleichbare Anzahl von Bildern anderer Körpertypen liefern, werden wir zu der Normalität „nackt zu zeigen = schlank, weiß, weiblich“ beitragen. Und warum soll das nötig sein? Dass das Bild einer Person betitelt wird mit „Wem gehören diese Kokosnüsse“ oder „Achtung, heiße Kurven“ – dass das nicht okay ist, lässt sich auch erklären, ohne jedes Mal das Bild anzuhängen. Eine Erklärung wie „ein Strandbild von Celebrity X wird betitelt mit …“ tut es genauso. Dabei bin ich natürlich ausdrücklich nicht dafür, Bilder zu zeigen, und dabei bestimmte Körperregionen z.B. mit einem Balken zu verdecken. Dadurch würde sehr wahrscheinlich nur der Eindruck entstehen, dass Brüste, Po oder andere Körperteile von Frauen etwas sind, das versteckt werden muss.</p>
<p>Ich bin außerdem auch nicht dafür, dass wir gänzlich auf die Wiedergabe von kritikwürdigen Bildern verzichten. Wo es darum geht, Muster aufzuzeigen – z.B. bei der Zusammenstellung von Frauenbildern, denen der Kopf abgeschnitten wurde, oder die unnötig auf die Brust fokussieren – da kann und soll das Bildmaterial natürlich weiterhin genutzt werden. Aber vielleicht müssen unsere Follower nicht schon beim Scrollen durch unseren Twitterfeed mit denselben einseitigen Bildern bombardiert werden, wie alle anderen Medien sie auch liefern.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Marcel dem seine Frau &#8211; die Frauen, die Huren, und die Politikerinnen der Bild</title>
		<link>https://genderequalitymedia.org/marcel-dem-seine-frau-die-frauen-die-huren-und-die-politikerinnen-der-bild/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Britta Häfemeier]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 22 Mar 2018 10:45:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[BILD]]></category>
		<category><![CDATA[Online]]></category>
		<category><![CDATA[Print]]></category>
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					<description><![CDATA[Bei der BILD sind Frauen* alles &#8211; nur keine selbstständigen Personen. Die Minister_innen von Söders Kabinett sind nun bekannt. Die neue Ministerin für Wissenschaft heißt Marion Kiechle. Für die Bild-Redaktion ist sie dennoch einfach nur eins: Die Frau von Marcel Reif. Sewsan Chibli war bis Dezember 2016 stellvertretende Sprecherin des Auswärtigen Amts, seitdem ist sie Bevollmächtigte des Landes Berlin beim &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color: #000000;"><i>Bei der BILD sind Frauen* alles &#8211; nur keine selbstständigen Personen. Die Minister_innen von Söders Kabinett sind nun bekannt. Die neue Ministerin für Wissenschaft heißt Marion Kiechle. Für die Bild-Redaktion ist sie dennoch einfach nur eins: Die Frau von Marcel Reif. </i></span></p>
<p><span style="color: #000000;"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-519 aligncenter" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/03/180322_BILD_Besitz-284x300.jpg" alt="" width="319" height="337" /></span></p>
<p><span style="color: #000000;">Sewsan Chibli war bis Dezember 2016 stellvertretende Sprecherin des Auswärtigen Amts, seitdem ist sie Bevollmächtigte des Landes Berlin beim Bund und Staatssekretärin für Bürgerschaftliches Engagement und Internationales. Bei der Bild dennoch: “Müllers Neue”, obwohl eigentlich als Staatssekretärin die neue rechte Hand von Berlins Bürgermeister Michael Müller. “Syriens First Lady”, Asma Al-Assad, ungeachtet der politischen Ausrichtung, auch nur die “dreifache Mutter”.</span><br />
<span style="color: #000000;"> <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-522" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/03/müllers-neue-kein-name-300x289.png" alt="" width="270" height="260" />                           <img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-525 alignnone" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/03/asma-al-assad-300x262.jpg" alt="" width="302" height="264" /></span></p>
<p><span style="color: #000000;">Und vergessen wir nicht, dass sogar der Tod der Politologin und Journalistin Sylke Tempel der Bild nur eine Nachricht wert war, weil sie zur “Gabriel-Freundin” erklärt werden konnte.</span></p>
<p><span style="color: #000000;"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-526 aligncenter" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/03/dsdsdfsf-300x212.jpg" alt="" width="373" height="263" /></span><br />
<span style="color: #000000;"> <!-- oh shit danke --></span></p>
<p><span style="color: #000000;">Diese Herangehensweise schockiert viele, gerade wenn es um Politiker_innen geht. Dabei ist die Denkweise, die dahinter steckt nichts neues bei der Bild. Nur, wenn es um “andere” Frauen geht, fällt es den Leuten gar nicht mehr auf. Models, Erotikdarstellerinnen, Prominente &#8211; die sind Freiwild und ja, irgendwie gehört es ja auch zu ihrem Job oder? “Spieler-Frau”, “Götze-Freundin”, das sind Titel, die schäbig klingen, wie Anhang, aber viel Empörung kommt hier nicht auf.</span></p>
<p><span style="color: #000000;"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-524 alignnone" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/03/Bild_11012017-300x296.png" alt="" width="235" height="232" /><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-523" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/03/Screenshot-300x234.png" alt="" width="300" height="234" /><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-520" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/03/boah_preview-300x286.png" alt="" width="242" height="231" /></span></p>
<p><span style="color: #000000;">Gerade die Frauen und Freundinnen von Profi-Sportlern müssen hier viel aushalten. Letztendlich sind Frauen* eben nur Ware &#8211; je mächtiger bzw. prominenter die Männer, desto austauschbarer ihre Frauen. Wenn man erklären muss, wer sie sind, dann sind sie zuerst die Mutter, Tochter, Frau oder Freundin, dabei fängt es früh an, dass sie, auch gegen ihren Willen als Sexobjekte präsentiert werden. Der “Nachwuchs” steht, ob er will oder nicht, schon längst in den Startlöchern.</span></p>
<p><span style="color: #000000;"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-521 aligncenter" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/03/töchter_preview-300x95.png" alt="" width="388" height="123" /></span></p>
<p><span style="color: #000000;">Letztendlich müssen wir aber gar nicht viel interpretieren. Die Bild Redaktion hat es ja selber schon mal ganz gut zusammengefasst: “Diese Frauen”, ja, die sind “selbst schuld”. Als wir Ralf Schuler, Mitglied der Bild-Parlamentsredaktion, für einen respektlosen Post zum Aussehen einer Prominenten kritisierten, hat er wohl mal kurz nicht aufgepasst und es uns selbst so erklärt:</span></p>
<p><span style="color: #000000;"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-502 aligncenter" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/03/ralf-schuler-213x300.jpg" alt="" width="290" height="408" srcset="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/03/ralf-schuler-213x300.jpg 213w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/03/ralf-schuler.jpg 681w" sizes="(max-width: 290px) 100vw, 290px" /></span><br />
<span style="color: #000000;"> “Nicht unser Problem” meint Herr Schuler also &#8211; dabei sind Frauen täglich davon betroffen, dass wir nur in Beziehung zu Männern gesehen werden. Vom Kindergartenalter an sind Geschichten, in denen männliche Protagonisten auftauchen “für alle” gedacht, während Protagonistinnen, wenn überhaupt, nur in ausgesprochenen “Mädchenbüchern” auftauchen. Schulen mischen sich darin ein, was Mädchen anzuziehen haben, weil sie angeblich eine Ablenkung für ihre männlichen Kollegen oder sogar ihre Lehrer darstellen. Im Berufsleben wird von vielen Frauen erwartet, einen schmalen Grat zwischen “als attraktiv genug wahrgenommen, um professionell zu sein” und “zu attraktiv und damit schon wieder unprofessionell” zu treffen.</span></p>
<p><span style="color: #000000;">Es ist ein riesiger Fortschritt zu erkennen, wie die Anzahl der Menschen steigt, die nicht mehr hinnehmen wollen, dass Frauen mehr als Objekt denn als Subjekt gelten. Uns wäre es ein Anliegen, in diesem Kontext aber vielleicht noch einen Schritt weiterzugehen, und genauso empört zu sein, wenn Reality TV Frauen*, Models, oder ja, auch Frauen* die es wagen eine Beziehung zu Sportlern zu haben, so behandelt werden. Dann wäre der nächste Schritt nämlich, darüber nachzudenken, wie wir selbst noch, ganz unterbewusst, da auch schon ein bisschen trennen. Und diese Selbsterkenntnis wäre ein kleines Stück Revolution.</span></p>
<p><span style="color: #000000;">Rebecca &amp; Penelope</span></p>
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		<title>Wenn Redaktionen Frauen* hassen: Von &#8222;die Frauen sind selbst schuld&#8220; zu angezogenen Bild-Girls</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Britta Häfemeier]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Mar 2018 09:36:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[BILD]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Online]]></category>
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					<description><![CDATA[In der BILD-Zeitung wird es ab jetzt keine nackten Bild-Girls mehr geben. Kurz nach Veröffentlichung dieses Statements (und den ersten “erotischen” Bildern einer nicht ganz nackten Frau) ging ein Blitz durch die Social Media Bubbles &#8211; hat die 2014 gegründete Kampagne #StopBILDSexism nun ihr Ziel erreicht? Ist die BILD jetzt weniger sexistisch? Setzt da etwa wirklich ein Kulturwandel ein? Hier &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color: #000000;"><i>In der BILD-Zeitung wird es ab jetzt keine nackten Bild-Girls mehr geben. Kurz nach Veröffentlichung dieses Statements (und den ersten “erotischen” Bildern einer nicht ganz nackten Frau) ging ein Blitz durch die Social Media Bubbles &#8211; hat die 2014 gegründete Kampagne #StopBILDSexism nun ihr Ziel erreicht? Ist die BILD jetzt weniger sexistisch? Setzt da etwa wirklich ein Kulturwandel ein? Hier unser Rückblick auf den krassen Sexismus der Bild, den ersten backlash zu #StopBildSexism, und warum wir jetzt erst recht weiter fordern müssen.<br />
</i></span></p>
<p><span style="color: #000000;">So so, die BILD, Europas auflagenstärkste Zeitung, will ab dem 12. März 2018 “keine eigenen Oben-ohne-Produktionen von Frauen mehr zeigen” und kommentiert diesen Schritt selbst mit: “Männer, ihr müsst jetzt ganz stark sein.” Zur Begründung schreibt die Zeitung, dass man das Gefühl habe, Frauen würden den Anblick anderer nackter Frauen “kränkend oder herabwürdigend” empfinden. Dabei, so BILD, sollten die nackten Frauen doch unterhalten. Und sowieso, alle nackten BILD Girls hätten sich absolut freiwillig für die Zeitung ausgezogen. Nun soll also ein zeitgemäßer Stil her: erotische Bilder soll es weiterhin geben, aber die BILD gelobt nun “vorsichtiger, nachdenklicher” zu sein bei der Auswahl der Bilder. Erotische Bilder von Frauen (in dem selbsternannten journalistischen Medium) BILD-Zeitung komplett abschaffen? Das scheint der Redaktion zu weit zu gehen, immerhin sei erotische Fotografie eine Errungenschaft freier Gesellschaften. Genauso wie darüber streiten zu können. Die Kampagne #StopBILDSexism &#8211; wie auch viele andere feministische Organisationen und Einzelpersonen &#8211; hat sich immer entschieden gegen die Darstellung nackter Frauen in journalistischen Medien ausgesprochen, immer aber auch darauf hingewiesen, dass das sogenannte BILD-Girl nicht allein für den Sexismus der BILD-Zeitung steht, sondern beispielhaft für die gesamte sexistische und verzerrende Berichterstattung der Boulevardzeitung ist.</span></p>
<h3><span style="color: #000000;"><br />
Boom boom Baby &#8211; Sexualisierung Minderjähriger und Frauen* als Sexobjekt<br />
</span></h3>
<p><span style="color: #000000;"><a href="https://www.stopbildsexism.com/die-bild-studie/">In der 2017 veröffentlichten BILD-Studie</a> von #StopBILDSexism wird dies mit klaren Zahlen belegt. Während im Unterhaltungsressort etwa 50% der Berichterstattung auf Frauen entfällt, waren es im Wirtschafts- und Politikteil nur knapp 25%. Beim Sport waren es mit etwa 15% sogar noch weniger. Insgesamt betrafen nur 35% der Berichterstattung von BILD Frauen. Anders sieht die Verteilung bei der Darstellung nicht angezogener Personen aus. Hier sind Frauen unangefochten mit 64% in der Mehrheit. Und das ausgerechnet im Unterhaltungsressort, also dem Teil der Zeitung der nicht zum allergrößten Teil auf Männer entfällt. Auch ganz ohne BILD-Girl wird der Sexismus der Zeitung offenbar: Frauen und ihre Leistungen sind in allen Ressorts der Zeitung unterrepräsentiert. Frauen, die auf ihre Körper reduziert werden, sind stattdessen weit in der Überzahl.<br />
</span><span style="color: #000000;">Je weiter man an dieser Stelle ins Detail geht, desto mehr Abgründe tun sich auf. So schockiert die BILD-Zeitung immer wieder auch mit der <a href="https://www.stopbildsexism.com/2016/11/04/bum-bum-baby-wie-gro%C3%9F-du-geworden-bist/">Sexualisierung Minderjähriger.</a> Seien es die “gefährlich heißen Kurven” einer Siebzehnjährigen oder die Darstellung junger Frauen als lediglich schön anzusehende Deko, der Sexismus steckt bei der BILD nicht im Detail, sondern auf allen Seiten. Das gilt auch abseits der grafische Ebene, in den Texten der BILD. Unzählbar sind die Beispiele, der<a href="https://www.bild.de/unterhaltung/leute/david-garrett/sex-klage-gegenueberstellung-der-vorwuerfe-46186744.bild.html"> “Sex-Dramen”</a>, in denen es eigentlich im Vergewaltigung geht, oder der <a href="http://www.zeit.de/gesellschaft/2016-06/sexismus-vergewaltigung-luder-medien-sprache-boulevardpresse">“Luder-Geschichten”</a>, in denen Frauen um ihre selbstbestimmte Sexualität beraubt und der Öffentlichkeit als willenlose Objekte präsentiert werden.</span></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-510 aligncenter" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/03/safs-300x289.jpg" alt="" width="480" height="462" /></p>
<h3><span style="color: #000000;"><br />
Zieh dich doch einfach selbst aus &#8211; bisherige Reaktionen der Bild<br />
</span></h3>
<p><span style="color: #000000;">Die Redaktion der BILD-Zeitung übt Macht aus, jeden Tag. Indem sie entscheidet wer zu Wort kommt, wer in welcher Art und Weise sprechen, eine Botschaft verbreiten darf. Frauen sind dabei stark unterrepräsentiert. Sie erhalten weniger Möglichkeiten sich, ihre Lebensleistungen (siehe z.B. Sport) zu präsentieren, oder über Wünsche und Visionen zu sprechen. Stattdessen werden sie in der bildlichen Darstellung auf ihre Körper reduziert und in der Berichterstattung zu Objekten gemacht. Ist die Abschaffung des BILD-Girls nun also wirklich der Vorbote eines Kulturwandels bei Deutschlands größter Boulevard-Zeitung? Auch mit vorsichtiger Prognose muss das bezweifelt werden.<br />
Als Kristina Lunz vor drei Jahren die Petition startete, aus der StopBildSexism enstand, war Kai Diekmanns Reaktion, damaliger Chefredakteur der BILD, Kristina zu fragen ob sie nicht auch BILD-Girl werden will. Ralf Schuler, Mitglied der Bild-Parlamentsredaktion, gab damals schon zu die Frauen* die sich nackt zeigten, zu verachten. Auf die Frage wieso wieder eine erniedrigende Schlagzeile benutzt wurde, hierß es nur: &#8222;die Dame ist selbst Schuld.&#8220;<br />
</span></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-506 alignnone" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/03/dieki-165x300.jpg" alt="" width="345" height="627" srcset="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/03/dieki-165x300.jpg 165w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/03/dieki.jpg 469w" sizes="(max-width: 345px) 100vw, 345px" /><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-502" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/03/ralf-schuler-213x300.jpg" alt="" width="436" height="614" srcset="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/03/ralf-schuler-213x300.jpg 213w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/03/ralf-schuler.jpg 681w" sizes="(max-width: 436px) 100vw, 436px" /></p>
<p><span style="color: #000000;">Mit dem Wechsel in der Chefredaktion von Tanit Koch zu Julian Reichelt, hat sich der<a href="http://www.bildblog.de/73215/der-bild-mann-und-wir-brandstifter/"> Ton der Zeitung noch einmal verschärft.</a> Letztere bezeichnete die Aktivist*innen von #StopBILDSexism damals als “Selbsthilfegruppe” und sprach ihr damit das Recht und die Legitimität als produktive Kritik ab. </span><span style="color: #000000;">Wird sich das mit Julian Reichelt ändern? Wohl kaum. Denn im heutigen Statement wird die neue Richtung der BILD klar &#8211; erotische Bilder werden nun nicht mehr nur mit dem Willen der zumeist männlichen Leser gerechtfertigt, sondern gar mit der Meinungsfreiheit liberaler Gesellschaften verbunden. </span></p>
<h3>Jetzt erst recht</h3>
<p><span style="color: #000000;">Die Reaktion der BILD basiert sicherlich nicht auf einem neu gewonnen Verständnis was Sexismus anbelangt. Vielmehr ist dieser, auch noch so kleine Wandel, der Beweis dafür, was sich gerade gesellschaftlich verändert. Der öffentliche Druck durch Kampagnen und die Debatte um #metoo machen es immer schwerer die Degradierung von Frauen* zu legitimieren. Im Statement der BILD steht:<br />
</span></p>
<h4><span style="color: #000000;">“Aber natürlich dienen diese Fotos einem Hauptzweck. Sie sollen unterhalten, und zwar meistens Männer. Wir bei BILD glauben nicht, dass die Unterhaltung von Männern die Kränkung von Frauen in Kauf nehmen sollte (und natürlich auch nicht umgekehrt). Deswegen werden wir solche Fotos auch nicht mehr produzieren.” </span></h4>
<p><span style="color: #000000;">Der eigentliche Gewinn ist daher vielleicht nicht nur die Tatsache, dass es bald keine komplett nackten BILD-Girls zu sehen gibt. Sondern Zugeständnisse, welche die BILD nun öffentlich machen muss, denn Aussagen wie diese die zeigen, dass auch die BILD den gesellschaftlichen Wandlungsprozess nicht weiter ignorieren kann. Vielleicht stellt sich sogar allmählich ein Bewusstsein für das eigene Handeln ein. </span><span style="color: #000000;">Trotzdem ist das BILD-Girl nicht das Hauptproblem der BILD und wir werden sicherlich auch kein Abo abschließen. Denn auch ohne nacktes Bild-Girl produzieren Reichelt &amp; Co. täglich Sexismus und Rassismus. Und wir werden so lange weitermachen, bis eine Vergewaltigung nicht mehr “Sex-Skandal” genannt wird, bis alle Geschlechter endlich ernst genommen werden und bis niemand mehr diskriminiert wird. #StopBILDSexism macht weiter. Jetzt erst recht! </span></p>
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