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	<title>Die Zeit &#8211; Gender Equality Media e.V.</title>
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	<description>Gegen medialen Sexismus</description>
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		<title>Der hysterische Mann</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Britta Häfemeier]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 Apr 2018 07:17:26 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Medien]]></category>
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		<category><![CDATA[Die Zeit]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[Jens Jessen]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute erscheint in der ZEIT ein Artikel, getitelt “Der bedrohte Mann.” Der Autor, Jens Jessen, scheint sehr aufgebracht. Die Kernaussage ist schwer zu greifen, aber wohl folgende: Die armen Männer wollen ja den Frauen* helfen, werden aber alle unter Generalverdacht gestellt und damit mundtot gemacht. Zum einen ist es so, dass egal was Männer (ja, alle!) machen, es nie genug &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color: #000000;"><em>Heute erscheint in der ZEIT ein Artikel, getitelt “Der bedrohte Mann.” Der Autor, Jens Jessen, scheint sehr aufgebracht. Die Kernaussage ist schwer zu greifen, aber wohl folgende: Die armen Männer wollen ja den Frauen* helfen, werden aber alle unter Generalverdacht gestellt und damit mundtot gemacht.</em> </span></p>
<p><span style="color: #000000;">Zum einen ist es so, dass egal was Männer (ja, alle!) machen, es nie genug ist. Dabei fordern Feminist*innen immer mehr, prangern immer mehr an. Es ist ein “sich selbst immunisierendes System nach marxistisch-leninistischem Vorbild entstanden,” so schreibt der Autor, das gar keine Kritik mehr zulässt. Es folgt eine Verdrehung von Debatten bezüglich victim blaming, manspreading, dem Fall Gina Lisa Lohfink, und ach, irgendwie alles. Eine Spirale die sich immer weiter hochdreht entsteht. Am Ende wird gefolgert: Der Mann, er ist ein bedrohtes Wesen. Wir wollen euch nicht den ganzen Text antun. Hier aber ein paar Perlen, um das Ausmaß der Panik  und auch der Hybris des Autors für euch greifbar zu machen:  </span></p>
<h3><span style="color: #000000;">Eine Chronik der Panik</span></h3>
<p><span style="color: #000000;">Eine steile These wie wir finden, ist <strong>dass (weiße-cis) Männer nun wissen wie es verfolgten Muslim*innen geht</strong>, mit diesen ganzen Generalverdachten, da ist sich der Autor jetzt sicher: “Nur sehr Tapfere erkennen darin eine heilsame Lektion, die es allen Männern erlaubt, die Diskriminierungserfahrung der Muslime zu machen: Was einige getan haben, wird allen zur Last gelegt. Jeder Muslim ein potenzieller Terrorist, jeder Mann ein potenzieller Vergewaltiger.” </span></p>
<p><span style="color: #000000;">Weiter folgert der Autor, dass Feminst*innen alles radikale Anhänger*innen des totalitären Feminismus sind und alle Männer zerstören wollen:  Anne Wizorek ist radikal, weil sie mal gesagt hat, ja</span><span style="color: #000000;">ja, das Patriarchat an sich ist das Problem. Was der Autor daraus schließt ist, dass “<strong>Feministinnen an den Sieg des weiblichen Geschlechts über seinen Erbfeind, den Mann [glauben]</strong>” Oha!</span></p>
<p><span style="color: #000000;">Es ist traurig, aber für den Autor ebenso sehr klar: “<strong>Männer haben keinen Anspruch auf Gerechtigkeit</strong>”. Die Unterstützer*innen von Gina Lisa Lohfink hätten damals schon die Debatte um “nein heißt nein” verdreht. Wer kann denn heute garantieren dass nicht das Leben eines armen Mannes wegen Falschanschuldigungen zerstört wird? Der Autor fühlt sich allezeit und von allen Seiten bedroht, die Gefahr lauert überall: “Wir können jederzeit denunziert werden, auch ohne den kleinsten Vorfall. Wenn nur eine Anklägerin unerkannt und aus dem Off spricht und ihre Behauptung zugleich das Urteil ist, gegen das es keine Berufung gibt, wird die Wahrheitsfrage unerheblich.” Ja, er und Trump können einen Club aufmachen. </span></p>
<p><span style="color: #000000;">Bei diesem Ausmaß der Bedrohung dem sich der Autor ausge</span><span style="color: #000000;">setzt fühlt, wollen wir doch ein paar klare Worte an ihn richten.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="color: #000000;"><b>Lieber Jens </b></span></h3>
<p><span style="color: #000000;"><b><br />
</b></span><span style="color: #000000;">Lieber Jens, nicht alle Männer fühlen sich bedroht, weil jetzt auch andere Menschen immer mehr die Möglichkeit haben ihre Meinung nicht nur zu äußern, sondern zu leben. Das ist schade für dich wenn du dich in deinem Ausdruck zensiert fühlst, weil du, ach je, nicht mehr so leichtherzig die gleichen Scherze raushauen kannst wie früher, die ja “nicht so gemeint” waren. Du dir vielleicht doch überlegen musst, wo und wann du wen anfasst. Auch nicht alle Männer, lieber Jens, wollen immer von dir berührt werden, auch wenn du dir “nichts dabei gedacht hast”. Falls dein flirten so schrecklich ist, dass du eine Klage fürchten musst, nun denn, das ist echt ein Problem, aber halt deins.<br />
</span></p>
<p><span style="color: #000000;">Ich verstehe die Panik aber. Sie kommt daher, dass eben jetzt die Erkenntnis einsetzt, dass man über jeden Scheiss nachdenken muss, den man macht. Willkommen in der Erwachsenenwelt. Das, was dich gerade panisch werden lässt ist dieses Unbehagen, weil die Welt auf einmal nicht mehr wie deine Spielwiese erscheint, in der du halt machst was du w</span><span style="color: #000000;">illst, boys will be boys und so, und das ist dann auch ok so. Das ist sicherlich viel auf einmal, wenn man das nicht sein ganzes Leben lang lernen musste. Aber nach einer Weile, ich verspreche es dir, setzt ein Automatismus ein. Das nennt sich</span><span style="color: #000000;"> dann erwachsen werden.</span></p>
<p><span style="color: #000000;">Lieber Jens, ich glaube kaum dass ich das mal sagen muss, aber: Sei mal nicht so hysterisch. </span></p>
<p><span style="color: #000000;">Viele Grüße </span><br />
<span style="color: #000000;">Penelope Kemekenidou</span><br />
<span style="color: #000000;">Totalitäre Feministin</span></p>
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