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	<title>TV &#8211; Gender Equality Media e.V.</title>
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	<description>Gegen medialen Sexismus</description>
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		<title>Offener Brief: Der Kopf von Reichelt reicht uns nicht!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Britta Häfemeier]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 24 Oct 2021 11:25:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[#Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Sexistische Berichterstattung, Machtmissbrauch und Diskriminierungen in Redaktionen sind keine Einzelfälle. Die Recherchen deutscher Investigativ-Journalist*innen sowie die jüngsten Berichte der „New York Times“ brachten den „Bild“-Chef und Ober-Macker Julian Reichelt zu Fall. Doch das Problem hört hier nicht auf: Männer schützen Männer &#8211; immer wieder! Das alles ist viel größer, dahinter steckt ein System. Sexismus in den Redaktionen und Berichterstattung fängt &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color: #000000;">Sexistische Berichterstattung, Machtmissbrauch und Diskriminierungen in Redaktionen sind keine Einzelfälle. Die <a style="color: #000000;" href="https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/bild-chef-julian-reichelt-warum-er-gehen-musste-a-3a205fa3-9967-4803-8a32-c47e8a0ad227"><span style="color: #ff00ff;">Recherchen deutscher Investigativ-Journalist*innen</span></a> sowie die jüngsten <a style="color: #000000;" href="https://www.nytimes.com/2021/10/17/business/media/axel-springer-bild-julian-reichelt.html"><span style="color: #ff00ff;">Berichte der „New York Times“</span></a> brachten den „Bild“-Chef und Ober-Macker Julian Reichelt zu Fall. Doch das Problem hört hier nicht auf: Männer schützen Männer &#8211; immer wieder! Das alles ist viel größer, dahinter steckt ein System. Sexismus in den Redaktionen und Berichterstattung fängt bei Lokalzeitungen an und hört bei der BILD auf. Das muss sich ändern!<span id="more-1585"></span></span></p>
<p><span style="color: #000000;"><strong>Gender Equality Media veröffentlicht <span style="color: #ff00ff;"><a style="color: #ff00ff;" href="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2021/10/Offener-Brief_.pdf" target="_blank" rel="noopener">Offenen Brief</a> </span>an deutsche Redaktionen und Verlage</strong></span></p>
<p><span style="color: #000000;">In Redaktionsrichtlinien, Leitbildern oder Visionen sprechen sich fast alle deutschen Redaktionen für die Förderung von Diversität und den Abbau von Diskriminierung und Sexismus aus. Durch unsere jahrelange Arbeit, unsere wöchentlichen Medienscreenings und in direkten Gesprächen mit Journalist*innen und Medienschaffenden sowie auf Grundlage unserer <a style="color: #000000;" href="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2021/10/Ergebnisse-Umfrrage-Bericherstattung-Gewalt-gegen-Frauen-1.pdf" target="_blank" rel="noopener"><span style="color: #ff00ff;">nicht-repräsentativen Umfrage</span></a> sind wir jedoch zu folgenden Beobachtungen gelangt:</span></p>
<p><span style="color: #000000;"><strong>1. Strukturell-patriarchale Probleme werden nicht benannt und eingeordnet.<br />
2. Die Zusammensetzung der Führungsebene und Redaktionen bildet nicht unsere Gesellschaft in all ihren Facetten ab.<br />
3. Freiheit und Neutralität kann im Hinblick von wirtschaftlichen Interessen nicht sichergestellt werden.</strong></span></p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-medium wp-image-1611 alignleft" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2021/10/Offener-Brief_sharepics-1-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" srcset="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2021/10/Offener-Brief_sharepics-1-300x300.jpg 300w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2021/10/Offener-Brief_sharepics-1-1024x1024.jpg 1024w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2021/10/Offener-Brief_sharepics-1-150x150.jpg 150w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2021/10/Offener-Brief_sharepics-1-768x768.jpg 768w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2021/10/Offener-Brief_sharepics-1.jpg 1080w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
<p><span style="color: #000000;">Faktenbasierter, qualitativer und freier Journalismus sind höchste Güter unserer demokratischen Gesellschaft. Der Einfluss von Medien und die damit einhergehende Verantwortung ist stärker denn je. ​Aber genau diese Verantwortung müssen Medien, Redaktionen und Journalist*innen auch wahrnehmen. In einem <span style="color: #ff00ff;"><a style="color: #ff00ff;" href="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2021/10/Offener-Brief_-1.pdf" target="_blank" rel="noopener">Offenen </a><a style="color: #ff00ff;" href="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2021/10/Offener-Brief_-2.pdf" target="_blank" rel="noopener">Brief</a></span> fordern wir deutsche Redaktionen auf, Stellung zu beziehen, im Sinne der Istanbul-Konvention zu handeln und systematische Diskriminierung jeglicher Art (durch transparente, nachverfolgbare Maßnahmen) abzubauen. Medien sind Teil und Lösung des Problems: Sie tragen einen Großteil zur Meinungsbildung bei und haben somit auch Verantwortung. Sie tragen einen Großteil zur Meinungsbildung bei und müssen entsprechend verantwortungsbewusst berichten. Dazu gehört auch, systemische Gewalt gegen Frauen in der Berichterstattung entsprechend einzuordnen. Nur wenn sie das tun und die Gewalt nicht verharmlosen, sondern als das benennen, was sie ist, können sie Verbündete sein. Hier: <a style="color: #000000;" href="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2021/10/Offener-Brief_-2.pdf" target="_blank" rel="noopener"><span style="color: #ff00ff;">Der Offene Brief zum Download.</span> </a></span></p>
<p><span style="color: #000000;"><strong>Krasse Umfrageergebnisse bestätigen unsere Arbeit</strong></span></p>
<p><span style="color: #000000;">In einer <a style="color: #000000;" href="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2021/10/Ergebnisse-Umfrrage-Bericherstattung-Gewalt-gegen-Frauen-1.pdf"><span style="color: #ff00ff;">nicht-repäsentativen Umfrage</span></a> haben wir Medienkonsument*innen zur deutschen Berichterstattung zum Thema Gewalt gegen Frauen befragt. Die Ergebnisse sind sehr eindeutig: 0 Prozent der Befragten finden die Berichterstattung über Gewalt gegen Frauen in Deutschland aussreichend. Auch die generelle Thematisierung und Einordnung von Gewalt gegen Frauen bemängeln rund 83 Prozent (61% eher Nein / 22% Nein) der Konsument*innen. Bei der Frage &#8222;Welche Themen im Bereich des intersektionalen Feminismus zu selten in den deutschen Medien thematisiert werden&#8220;, waren sich die Befragten auch einig. Nur um einige zu nennen: Femizide/Feminizide, Verknüpfung von Sexismus und Rassismus, Ableismus, Kapitalismuskritik, LGBTQ*-Feindlichkeit.</span></p>
<p><span style="color: #000000;"><strong>Die Berichterstattung von Gewalt gegen Frauen muss von allen Medien priorisiert und eingeordnet werden. Wenn Frauen umgebracht werden und/ oder Gewalt erfahren ist das kein Einzelfall oder ein Versehen, dahinter steckt ein patriarchales System. In unserem </strong></span><span style="color: #ff00ff;"><strong><a style="color: #ff00ff;" href="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2021/10/Offener-Brief_.pdf">Offenen Brief</a></strong></span><span style="color: #000000;"><strong> fordern wir daher alle Redaktionen auf: Stellt den Kampf gegen Gewalt an Frauen an höchste Stelle.</strong></span></p>
<p><img decoding="async" class="aligncenter wp-image-1614 size-large" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2021/10/Offener-Brief_sharepics-Kopie-1024x1024.jpg" alt="" width="1024" height="1024" srcset="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2021/10/Offener-Brief_sharepics-Kopie-1024x1024.jpg 1024w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2021/10/Offener-Brief_sharepics-Kopie-300x300.jpg 300w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2021/10/Offener-Brief_sharepics-Kopie-150x150.jpg 150w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2021/10/Offener-Brief_sharepics-Kopie-768x768.jpg 768w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2021/10/Offener-Brief_sharepics-Kopie.jpg 1080w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></p>
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		<title>Wer erklärt die Welt?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Britta Häfemeier]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 Apr 2020 11:23:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[#Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Wir leben im Jahr 2020 und Männer erklären uns immer noch die Welt. Unsere neue Studie beweist: Männer sprechen doppelt so lang wie Frauen, die wichtigen Ressorts sind in Männerhand, nur 15 Prozent aller Expert*innen sind Frauen und Frauen werden selten mit Namen genannt. Wir haben drei Nachrichtensendungen analysiert, die Ergebnisse sind erschreckend aber wenig überraschend. Wir fordern von ARD, &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color: #333333;"><strong>Wir leben im Jahr 2020 und Männer erklären uns immer noch die Welt. Unsere neue Studie beweist: Männer sprechen doppelt so lang wie Frauen, die wichtigen Ressorts sind in Männerhand, nur 15 Prozent aller Expert*innen sind Frauen und Frauen werden selten mit Namen genannt. Wir haben drei Nachrichtensendungen analysiert, die Ergebnisse sind erschreckend aber wenig überraschend. Wir fordern von ARD, ZDF, RTL &amp; Co. dringenden Handlungsbedarf: Mehr Diversität und gerechte Geschlechterverhältnisse in allen Redaktionen!</strong></span><span style="color: #333333;"><span id="more-1459"></span></span></p>
<p><strong><a href="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2020/04/20200426_Studie_Wer-erklärt-die-Welt.pdf">+++ Die komplette Studie könnt ihr hier herunterladen +++</a></strong></p>
<p><span style="color: #333333;">Seit 1971 haben Frauen eine Stimme bei den ZDF „heute“ Nachrichten, seit 1976 in der ARD Tagesschau. Heute sind Moderatorinnen und Beitragssprecherinnen in den Top-Nachrichtensendungen in Deutschland keine Seltenheit mehr. Doch kommen Frauen in gleichem Maße zu Wort wie Männer, wie dies <a href="https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/medien/von-heute-xpress-bis-tagesthemen-immer-mehr-nachrichten-moderatorinnen/20151284.html">der Tagesspiegel behauptet</a>? Wir haben nachgeforscht: In unserer neuen Studie “Wer erklärt die Welt?” untersuchen wir, wer <em>(Anm. d. Red.: Keine der Personen, in den von uns analysierten Sendungen, trat offensichtlich als trans*, nicht-binär oder queer auf) </em>wie lange über welches Thema spricht, aus welcher Position heraus gesprochen wird und ob die Person beim Namen genannt wird. Grundlage für die Analyse sind jeweils sieben Ausgaben von den drei Nachrichtensendungen mit den höchsten Einschaltquoten in Deutschland: „Tagesschau“ um 20 Uhr der ARD, „Heute Journal“ um 21 Uhr des ZDF, und „RTL Aktuell“ bei RTL um 18.45 Uhr.</span></p>
<div id="attachment_1464" style="width: 310px" class="wp-caption aligncenter"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1464" class="size-medium wp-image-1464" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2020/04/2-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" srcset="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2020/04/2-300x300.jpg 300w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2020/04/2-150x150.jpg 150w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2020/04/2-768x768.jpg 768w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2020/04/2-1024x1024.jpg 1024w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2020/04/2.jpg 1080w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /><p id="caption-attachment-1464" class="wp-caption-text">Männer haben doppelt so viel Redeanteil. Grafik: Gender Equality Media</p></div>
<p><span style="color: #333333;"><strong>Männer sprechen in TV-Nachrichtensendungen doppelt so lang wie Frauen</strong></span></p>
<p><span style="color: #333333;">Schon bei einem ersten Blick in die Daten wird klar &#8211; Männer sprechen mehr und länger als Frauen. In den 6 Stunden und 20 Minuten des analysierten Nachrichtenmaterials sprechen Männer zu 67 Prozent und Frauen zu 33 Prozent. Auch in der Länge sind regelmäßige Unterschiede zu sehen: Eine männliche Sprachsequenz ist im Durchschnitt 19 Sekunden, eine weibliche dagegen 16 Sekunden lang. Obwohl sich sowohl ARD als auch ZDF der beruflichen Chancengleichheit von Frauen und Männern verschrieben haben, ist davon in den TV-Nachrichten wenig zu sehen. Vielleicht für die eine oder den Anderen überraschend: Größere Unterschiede zwischen öffentlich-rechtlichen und privaten Sendungsformaten gibt es in den Sprechanteilen nicht.</span></p>
<div id="attachment_1465" style="width: 310px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1465" class="wp-image-1465 size-medium" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2020/04/3-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" srcset="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2020/04/3-300x300.jpg 300w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2020/04/3-150x150.jpg 150w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2020/04/3-768x768.jpg 768w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2020/04/3-1024x1024.jpg 1024w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2020/04/3.jpg 1080w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /><p id="caption-attachment-1465" class="wp-caption-text">Privat oder öffentlich-rechtlich: Kaum Unterschiede! Grafik: Gender Equality Media</p></div>
<p><span style="color: #333333;"><strong>Niedriger Anteil an Frauenstimmen in den wichtigsten Ressorts</strong></span></p>
<p><span style="color: #333333;">Die Daten beweisen auch geschlechtsspezifische Stereotype: Frauen sprechen eher in den Bereichen Unterhaltung und Gesellschaft. Diese Bereiche gehören oft kürzer und werden nebenbei besprochen. In den wichtigsten und auch am längsten besprochenen Themen in Nachrichtensendungen, also Politik und Wirtschaft, liegt der Anteil an Frauen nur bei 33 bis 36 Prozent. So werden in den deutschen TV-Nachrichten, welche Millionen von Menschen täglich verfolgen, Klischees reproduziert. Frauen haben nichts zu sagen, sind keine Expertinnen und werden immer noch eher mit Unterhaltungsthemen in Verbindung gebracht. Mit Wissenschaft, Politik und Wirtschaft haben Frauen eben nichts zu tun.</span></p>
<div id="attachment_1466" style="width: 310px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1466" class="size-medium wp-image-1466" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2020/04/4-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" srcset="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2020/04/4-300x300.jpg 300w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2020/04/4-150x150.jpg 150w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2020/04/4-768x768.jpg 768w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2020/04/4-1024x1024.jpg 1024w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2020/04/4.jpg 1080w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /><p id="caption-attachment-1466" class="wp-caption-text">Weniger geht kaum. Grafik: Gender Equality Media</p></div>
<p><span style="color: #333333;"><strong>Nur 15 Prozent: Frauen werden selten als Expertinnen hinzugezogen</strong></span></p>
<p><span style="color: #333333;">Männerstimmen dominieren nicht nur das TV-Programm, sie treten auch hauptsächlich als Experten auf: Beitragssprecher*innen, Moderator*innen und Expert*innen decken 91 Prozent der Sendezeit ab, jedoch sind in keiner der Sprechpositionen Frauen häufiger zu hören als Männer. Beitragssprecherinnen und Moderatorinnen kommen etwa nur halb so lang wie Beitragssprecher und Moderatoren zum Einsatz. Bei Expertinnen ist diese Differenz noch drastischer: Hier liegt der Anteil von Frauenstimmen bei 15 Prozent im Vergleich zu 85 Prozent der Männerstimmen. Besonders selten sind Expertinnen in den öffentlich-rechtlichen Nachrichten zu hören: Während bei RTL aktuell noch zu 27 Prozent Expertinnen befragt werden, kommt die ARD-Tagesschau nur noch auf 16 Prozent und ZDF aktuell auf 9 Prozent.</span></p>
<div id="attachment_1467" style="width: 310px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1467" class="wp-image-1467 size-medium" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2020/04/5-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" srcset="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2020/04/5-300x300.jpg 300w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2020/04/5-150x150.jpg 150w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2020/04/5-768x768.jpg 768w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2020/04/5-1024x1024.jpg 1024w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2020/04/5.jpg 1080w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /><p id="caption-attachment-1467" class="wp-caption-text">Frauen sind für TV-Nachrichten keine Expertinnen. Grafik: Gender Equality Media</p></div>
<p><span style="color: #333333;">Wenn Frauen als Expertinnen fungieren, werden sie durch geschlechtsspezifische Stereotype gekennzeichnet. Zu gesellschaftlichen Themen sprechen Frauen deutlich häufiger als in den relevanten Kategorien Politik und Wirtschaft, wenn auch nur halb so lang wie Experten. Wir leben im 21. Jahrhundert und es gibt genug Expertinnen &#8211; daher dringender Handlungsbedarf Expertinnen zu allen Themenbereichen zu Wort kommen zu lassen.</span></p>
<div id="attachment_1468" style="width: 310px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1468" class="wp-image-1468 size-medium" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2020/04/6-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" srcset="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2020/04/6-300x300.jpg 300w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2020/04/6-150x150.jpg 150w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2020/04/6-768x768.jpg 768w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2020/04/6-1024x1024.jpg 1024w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2020/04/6.jpg 1080w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /><p id="caption-attachment-1468" class="wp-caption-text">Geht es um Unterhaltung, dürfen Frauen ein wenig sagen. Grafik: Gender Equality Media</p></div>
<p><span style="color: #333333;"><strong>Frauen werden seltener beim Namen genannt</strong></span></p>
<p><span style="color: #333333;">Frauen kommen insgesamt nicht nur seltener zu Wort, sondern werden dann auch seltener mit Namen vorgestellt. Aufgrund der Verteilung der Sprechanteile in Nachrichtensendungen überrascht es nicht, dass nur 30 Prozent der Namensnennungen auf Frauen entfallen und 70 Prozent auf Männer. Unter allen von Frauen gesprochenen Beiträgen wird bei 36 Prozent ein Name genannt, bei Männern liegt dieser Wert bei 49 Prozent.</span></p>
<p><span style="color: #333333;">Der wesentliche Faktor, ob der Name einer Person in den TV-Nachrichten genannt wird, stellt die Position der*des Sprechenden dar. Bei Moderator*innen werden in 17 Prozent der Fälle den Name genannt, bei Beitragssprechenden sind es schon 32 Prozent und Expert*innen werden mit 94 Prozent nahezu immer mit Namen vorgestellt. Da fast nur Experten zu Wort kommen, werden auch nur diese benannt. Die Unterschiede in den Sprechanteilen zwischen Männern und Frauen sindn unglaublich hoch und nicht gerecht verteilt: Männer sprechen zu Themen, die länger in Nachrichtensendungen behandelt werden und häufiger aus Positionen mit höherer Relevanz.</span></p>
<div id="attachment_1469" style="width: 310px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1469" class="size-medium wp-image-1469" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2020/04/7-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" srcset="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2020/04/7-300x300.jpg 300w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2020/04/7-150x150.jpg 150w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2020/04/7-768x768.jpg 768w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2020/04/7-1024x1024.jpg 1024w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2020/04/7.jpg 1080w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /><p id="caption-attachment-1469" class="wp-caption-text">Auch Namen sind für Frauen überflüssig. Grafik: Gender Equality Media</p></div>
<p><span style="color: #333333;"><strong>Ergebnisse überraschen nicht</strong></span></p>
<p><span style="color: #333333;">Frauen sind weltweit und über alle  Medien hinweg unterrepräsentiert. Schon in unseren <a style="color: #333333;" href="https://www.stopbildsexism.com/die-bild-studie/"> Bildstudien </a>zeigt sich eine Unterrepräsentation von Frauen. Aber nun ist es bewiesen: Auch bei Nachrichtensendungen ist Gleichberechtigung der Geschlechter noch nicht vorhanden. </span><span style="color: #333333;">Damit die öffentlich-rechtlichen ihr selbst gestecktes Ziel der Chancengleichheit erreichen können, besteht dringender Handlungsbedarf bei den Redaktionen mehr Diversität, auch in Bezug auf geschlechtliche Identitäten, bei der Auswahl zuzulassen und somit hör- und sichtbar zu machen. </span></p>
<p><span style="color: #333333;">&#8222;Wir finden keine Frau&#8220; darf keine Ausrede mehr sein. Sie ist nicht nur peinlich und veraltet, die Ausrede verliert durch Datenbanken wie beispielsweise <a href="https://speakerinnen.org/de">Speakerinnen.org</a> oder <a href="https://brusselsbinder.org/">The Brussels Binder</a> auch total an Glaubhaftigkeit.<br />
</span></p>
<p><span style="color: #800080;"><strong><a href="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2020/04/20200426_Studie_Wer-erklärt-die-Welt.pdf">+++ Die komplette Studie könnt ihr hier herunterladen +++</a> </strong></span></p>
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