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	<title>International &#8211; Gender Equality Media e.V.</title>
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	<description>Gegen medialen Sexismus</description>
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		<title>Glitzernde Fashionwelt: So bunt und divers?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Britta Häfemeier]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Jul 2018 10:10:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[International]]></category>
		<category><![CDATA[fashion]]></category>
		<category><![CDATA[gntm]]></category>
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					<description><![CDATA[Leoni Schwandt promoviert über race in der Modeindustrie im Libanon und gibt uns einen kleinen Insider*inblick direkt aus der “glitzernden Fashionwelt”. Denn: Vorstellungen, wie Models sich aufgrund ihrer Herkunft, Hautfarbe oder Körbchengröße zu verhalten haben, folgt oft neo-kolonialistischen Stereotypen. &#160; Ein Model braucht personality, dass hört man doch überall. Doch natürlich handelt es ist nicht etwa um den tatsächlichen Charakter &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color: #333333;"><em>Leoni Schwandt promoviert über race in der Modeindustrie im Libanon und gibt uns einen kleinen Insider*inblick direkt aus der “glitzernden Fashionwelt”. Denn: Vorstellungen, wie Models sich aufgrund ihrer Herkunft, Hautfarbe oder Körbchengröße zu verhalten haben, folgt oft neo-kolonialistischen Stereotypen.</em></span></p>
<div id="attachment_656" style="width: 1034px" class="wp-caption alignnone"><img fetchpriority="high" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-656" class="size-large wp-image-656" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/07/makeup-brush-1768790_1280-1024x604.jpg" alt="" width="1024" height="604" /><p id="caption-attachment-656" class="wp-caption-text"><em>Fashion: So bunt und divers?</em></p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="color: #333333;"><span id="more-652"></span></span></p>
<p><span style="color: #333333;">Ein Model braucht personality, dass hört man doch überall. Doch natürlich handelt es ist nicht etwa um den tatsächlichen Charakter des Models, sondern um ihre „Aura“, das Gefühl, das sie vermittelt, wenn sie einen Raum betritt, vor der Kamera steht oder gekonnt Designer*innen, Fotograf*innen und Agent*innen mit ihrem Charme verzaubert. Diese personality ist maßgebend. In einer Welt, in der homogene beauty standards kaum Spielraum für Besonderheiten lassen, muss ein Mädchen eben anders auffallen.</span></p>
<p><span style="color: #333333;"><strong>Wer will denn schon eine schüchterne Brasilianerin sehen?</strong></span></p>
<p><span style="color: #333333;">Ein “gutes” Beispiel” ist GNTM und Heidi Klum. Die meint jedenfalls erkannt zu haben, dass eine Brasilianerin ein gewisses Temperament braucht, denn das gehört einfach zu einer “Brazilian Personality”. „Wo ist unsere heiße Brasilianerin denn heute?“ ruft Heidi provokant der GNTM Kandidatin zu, die eher planlos versucht, sich einem grünen Flatterkleid auf einem Einhorn-Rodeo in Szene zu setzen. Heidis Frage ist eine rhetorische, sie gibt Bruna zu verstehen, dass das angehende Model beim nächsten Mal gefälligst ihr feurig-brasilianisches Temperament mit ans Set bringt. Eine stille, schüchterne Brasilianerin – wer will denn das sehen? Germany’s Next Topmodel, oder America’s Next Topmodel sind sicher keine akkurate Spiegelung des Modelberufs oder der Modebranche. Sie dienen primär der Unterhaltung der Nation, auf Kosten junger Mädchen, die für ihren „Traum“ einiges tun. Doch wenn auch quotengerecht verpackt, die Show gibt imme</span><span style="color: #333333;">r wieder Einblick in die Produktionsmechanismen von Ästhetik, die in der wirklichen Modebranche nicht anders funktionieren als auf Pro Sieben.</span></p>
<p><img decoding="async" class="alignleft wp-image-658 size-medium" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/07/camera-84893_1280-190x300.jpg" alt="" width="190" height="300" /></p>
<p><span style="color: #333333;"><strong>Wenn die Haut nicht “so schön” strahlt</strong></span></p>
<p><span style="color: #333333;">Die internationale Modebranche ist von weißen Körper dominiert. Um das zu erkennen, muss man nicht Expert*in sein. Weiße Körper gelten allgemein als schön, elegant, vielfältig und wandelbar. Sie können so gut wie jede Rolle einnehmen &#8211; wie eine weiße Leinwand eben. Vor ein paar Jahren arbeitete ich als Assistentin auf einem Fotoshoot einer Modest-Wear Designerin, deren Kundinnen hauptsächlich aus Nordafrika,</span></p>
<p><span style="color: #333333;"> dem Nahen Osten und Südostasien stammen. Die weiße englische Fotografin erläuterte dieses Leinwand-Prinzip sehr anschaulich. Meine Verblüffung darüber, dass ein hellhäutiges osteuropäisches Model so lange geschminkt wurde, bis ihre Gesichtszüge und Hautfarbe auf nah-östliche Herkunft schließen ließen, konterte die Fotografin mit Argumenten „faktischer Ästhetik”. Models aus „diesem“ Gebiet (wobei mir bis heute nicht klar ist, um welches Gebiet es sich da genau handelte) haben einfach andere Körper: weicher, viel runder, das sei wirklich schwer elegant zu fotografieren. Und dann ist da noch die Hautfarbe, das sei mit der Reflektion des Lichtes wirklich unnötig aufwändig, denn dunkle Haut strahle einfach nicht so schön.</span></p>
<p><span style="color: #333333;"><strong>Die Modebranche ist voller rassifizierten Vorstellungen</strong></span></p>
<p><span style="color: #333333;">Schockierender Weise sind die kritisch verzerrte Wahrnehmung und die explizit rassistischen Ansichten keine Einzelmeinung einer unfähigen Fotografin, sie sind die Norm. Das bedeutet nicht, dass es keine Ausnahmen gäbe, denn für jeden Typ Frau hat die Modebranche eine rassifizierte Vorstellung davon, wann sie strahlen kann: Latinas, denen Erotik praktisch angeboren ist, sehen gut aus in knappen Bikinis. Schwarze Models werden in Ethno-chic vor Wüstenhintergrund abgelichtet, weil sie so etwas Ungestümes an sich haben. Aber in eleganten Haute-Couture Kleidern auf dem Cover von Vogue – dass passt einfach nicht. Rassifizierte Vorstellungen davon, wie Menschen sich in verschiedenen Teilen der Welt verhalten, wie sie aussehen und was sie können, sind in der Mode omnipräsent. Kategorisierungen nach Hautfarben, Nasenformen und Haarstrukturen stammen aus dem Kolonialismus des 19. und 20. Jahrhunderts und der gewaltsamen Auferlegung mitteleuropäischer Normen. Wenn auch selten derart direkt formuliert, rassistische Klischees und Fantasien, die nicht weiße Frauenkörper auf groteske Weise exotisieren und erotisieren fließen maßgeblich in die Entscheidungen von Model-Scouts und Modemacher*innen mit ein. Der Logik dieser Normen zufolge können weiße Models, sowie weiße Menschen generell, so gut wie alles. Nicht-weiße müssen als Models zweiter Klasse ihre Fähigkeiten erst mal unter Beweis stellen. Ein Spagat zwischen maximaler Assimilation und absurder Exotisierung. Wenn Heidi einer eingeschüchterten Kandidatin rät, sich „brasilianischer“ zu verhalten, dann ist das ein strategischer Ratschlag, den sie dem Mädchen mit auf den Weg gibt. Als high-fashion Model, kühl, elegant und irgendwie unantastbar wird sie es wahrscheinlich nicht schaffen. Als heißblütige Latina mit ihrem karnevalesken Charme hingegen hat sie gute Chancen.</span></p>
<p><span style="color: #333333;"><strong>Diese Vielfalt! Bunter als das echte Leben</strong></span><span style="color: #333333;"><strong><img decoding="async" class="wp-image-661 size-medium alignright" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/07/fashion-show-1746621_1280-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" /></strong></span></p>
<p><span style="color: #333333;">Zugegebenermaßen ist die Zahl der GNTM Kandidatinnen, die nicht Größe XS tragen, lange blonde Haare und helle Haut habe</span><span style="color: #333333;">n in den letzten dreizehn Jahren deutlich gestiegen. Grund für Heidi, gleich zu Beginn der Staffel mit Stolz zu verkünden, die Modeindustrie sei eine der diversesten überhaupt. Auch ein Artikel der deutschen Harper’s Bazaar, deren Cover dieses Jahr zum ersten Mal von einer GNTM Gewinnerin geschmückt wurde, versprüht eine Welle der Begeisterung und behauptet gleich nach der ersten Folge: „In Staffel 13. ist alles anders“ – so bunt und rund und diese Vielfalt! Welch glücklicher Zufall, dass ausgerechnet dann auch noch ein schwarzes Model den Titel ergattert. Zweifel machen sich breit unter Kritiker*innen, ob das etwa ein strategischer Sieg gewesen sein könnte, um skeptischen ZuschauerI*nnern zu verdeutlichen, dass die Modeindustrie im Kampf um Diversität gesiegt und endlich das post-race Zeitalter eingeläutet habe. Heidi, Bazaar und die vielen Jubelnden verkennen, dass es nicht nur darum geht prozentual die Anzahl der nicht-weißen Körper auf Magazin-Covern und in Modekatalogen zu steigern, sondern die Art der Darstellung und der Wahrnehmung dieser Körper grundlegend zu hinterfragen. Solange sich Bruna nur als bombshell-Latina </span><span style="color: #333333;">einen Namen als Model machen kann, hat die Modebranche noch einen weiten Weg vor sich, bevor man sie divers nennen kann.</span></p>
<p><span style="color: #333333;"><em>Leoni Schwandt</em></span></p>
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		<title>ESC der deutschen Medienlandschaft: taz und stern im Vergleich</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Britta Häfemeier]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 13 May 2018 14:54:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[#Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[International]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
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		<category><![CDATA[medien]]></category>
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					<description><![CDATA[Während der Eurovision Song Contest gestern vielleicht zum Klatschen animierte, veranlasst uns die Berichterstattung dazu, die Hände über dem Kopf zusammenschlagen. Ausschlaggebend ist der musikalische Beitrag der israelischen Kandidatin Netta und nicht zu vergessen: ihr Aussehen. Ein exzentrischer Kleidungsstil, eine Figur abseits der Mainstream-Schönheitsideale und auch noch einen Song im “Sinne der MeToo-Debatte” &#8211; Die Medienwelt ist aufgeregt! Wir haben &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_612" style="width: 310px" class="wp-caption alignright"><a style="color: #333333;" href="http://www.taz.de/!5501399/"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-612" class="wp-image-612 size-medium" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/05/Screenshot8-300x182.png" alt="Netta in der taz" width="300" height="182" /></a><p id="caption-attachment-612" class="wp-caption-text"><span style="color: #333333;">Screenshot: taz</span></p></div>
<p><span style="color: #333333;">Während der Eurovision Song Contest gestern vielleicht zum Klatschen animierte, veranlasst uns die Berichterstattung dazu, die Hände über dem Kopf zusammenschlagen. Ausschlaggebend ist der musikalische Beitrag der israelischen Kandidatin Netta und nicht zu vergessen: ihr Aussehen. Ein exzentrischer Kleidungsstil, eine Figur abseits der Mainstream-Schönheitsideale und auch noch einen Song im “Sinne der MeToo-Debatte” &#8211; Die Medienwelt ist aufgeregt! Wir haben für euch mal die Schlagzeilen der Größten überblickt.</span></p>
<p><span style="color: #333333;">Ganz im Sinne des Musikwettbewerbs stehen bei uns die taz und der Stern im Ring. An wen wir 12 Punkte geben und wer leer ausgeht, wird wie so oft bereits in der Headline deutlich. Hier zunächst ein Beispiel für eine sachliche, komprimierte Aufmachung &#8211; taz 12 points!</span></p>
<p><span style="color: #333333;">Und nun ein Beispiel für eine plakative, sexistische Ausschmückung einer Schlagzeile &#8211; diesmal im Stern! Anhand dieser Worte wird bereits offensichtlich, in welche Richtung die jeweiligen Artikel gehen. Während sich die taz  für ein Portrait der Künstlerin entscheidet, das zugleich in einen gegenwärtigen gesellschaftlichen Diskurs gesetzt wird, arbeitet der Stern herrlich ironisch gegen all das, was Netta in ihrem Song “Toy” erzählt. Das “Vollweib” hat nämlich starke Konkurrenz bekommen. Und das auch noch von einem “schönheitsoptimierten Busenwunder” a.k.a. Eleni Foureira, der Kandidatin für Zypern.</span></p>
<p><span style="color: #333333;"><strong>Um es nun aber mal </strong><strong>auf die musikalische Ebene zurück zu bringen: &#8222;Innovativer Spaß-Pop gegen sexy Ethno-Pop&#8220; &#8211; so schreibt es Stern<br />
</strong></span></p>
<p><span style="color: #333333;">Aber nun also zur Punktevergabe für den Inhalt der Artikel: Einen politischen Song gegen Sexismus als “Spaß-Pop” abzutun, weil er satirische Elemente enthält? Aber nur, wenn der Ethno-Pop der Konkurrentin sexy ist. Wie die musikalischen Beiträge tatsächlich einzuordnen sind, versteht  wiederum die taz &#8211; zumindest den von Netta, denn dieser ist inhaltlich relevant und erwähnenswert. Eleni Foureira sowie die anderen Teilnehmer*innen werden hing</span><span style="color: #333333;">egen nicht thematisiert.. Man konzentriert sich auf den starken, inspirierenden Beitrag, den es hervorzuheben gilt &#8211; in der trällernden, heilen Welt des ESC ein relevanter Bruch, der einer ironischen Abrechnung mit der sexistischen Musikszene gleicht.</span></p>
<p><span style="color: #333333;"><strong>Uuuuund 12 points gehen an&#8230;</strong></span></p>
<div id="attachment_613" style="width: 310px" class="wp-caption alignleft"><a style="color: #333333;" href="https://www.stern.de/kultur/musik/esc-erstes-halbfinale--der-harte-kampf-der-beiden-favoritinnen-7976798.html"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-613" class="wp-image-613 size-medium" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/05/Screenshot9-300x264.png" alt="" width="300" height="264" /></a><p id="caption-attachment-613" class="wp-caption-text"><span style="color: #333333;">Screenshot: stern</span></p></div>
<p><span style="color: #333333;">Neben dem kleinen musikwissenschaftlichen Exkurs im taz-Artikel, versteht es Ulrich Gutmaier, Kulturredakteur, eine gesellschaftliche, aber auch politische und popkulturelle Ebene aufzuzeigen. Somit misst er nicht nur dem gegenwärtigen Be</span></p>
<p><span style="color: #333333;">itrag von Netta im ESC-Halbfinale eine gewisse Relevanz zu, sondern versteht es auch, alles in etwas weit größeres einzuordnen, indem er den Pop in Israel thematisiert. Homophobie und Antisemitismus als strukturelle Probleme der Musikszene werden aufgezeigt und mit Nettas “Toy” kontextualisiert &#8211; informativ und vor allem weitsichtig.</span></p>
<p><span style="color: #333333;">Die taz bekommt von uns 12 Punkte für ihren Artikel. Warum Berichterstattungen in diesem Stil noch immer eine Seltenheit in den großen Tagesmedien darstellt, ist nur schwer nachzuvollziehen. Viel lieber werden Ereignisse nach Plakativität durchforstet, um sich an der Oberfläche fest zu krallen und offensichtliche, “gesellschaftskonforme” Stories zu verbreiten &#8211; wie beschränkt einige Artikel dadurch werden, lässt sich im direkten Vergleich, wie hier, schön unterstreichen. Mit Nettas Sieg am gestrigen Abend kann aber immerhin ein Fortschritt im gesellschaftlichen Diskurs verbucht werden &#8211; wie heuchlerisch oder doch wertvoll der Sieg ist, ist dann aber wieder ein anderes Thema.</span></p>
<div id="attachment_614" style="width: 310px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-614" class="wp-image-614 size-medium" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2018/05/Screenshot10-300x224.png" alt="" width="300" height="224" /><p id="caption-attachment-614" class="wp-caption-text"><span style="color: #333333;">Screenshot: Stern</span></p></div>
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		<title>Wie Fotos Schwangerschaftsabbrüche tabuisieren</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Britta Häfemeier]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 Feb 2018 22:05:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[#Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[International]]></category>
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					<description><![CDATA[Ein Gastbeitrag von Anna Mattes vom Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung Am 24. November wurde die Ärztin Kristina Hänel in Gießen zu einer Geldstrafe von 6.000 Euro verurteilt, da sie auf der Homepage ihrer Arztpraxis Informationen zum Thema Schwangerschaftsabbruch bereitgestellt hatte. Das Urteil ist ein Skandal: Seit Jahren nutzen radikale Abtreibungsgegner*innen den § 219a StGB, um Ärzt*innen und Fachberatungsstellen einzuschüchtern und &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Ein Gastbeitrag von Anna Mattes vom </em><a href="http://www.sexuelle-selbstbestimmung.de/"><em>Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung</em></a></p>
<p>Am 24. November wurde die Ärztin Kristina Hänel in Gießen zu einer Geldstrafe von 6.000 Euro verurteilt, da sie auf der Homepage ihrer Arztpraxis Informationen zum Thema Schwangerschaftsabbruch bereitgestellt hatte. Das Urteil ist ein Skandal: Seit Jahren nutzen radikale Abtreibungsgegner*innen den § 219a StGB, um Ärzt*innen und Fachberatungsstellen einzuschüchtern und sachliche Information zu unterbinden. Das Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung konnte dank der Unterstützung der Bewegungsstiftung eine <a href="http://www.sexuelle-selbstbestimmung.de/7483/kampagne-2018-weg-mit-%C2%A7-219a-recht-auf-information-zu-schwangerschaftsabbruechen/">Kampagne</a> und eine <a href="http://www.sexuelle-selbstbestimmung.de/7550/aufruf-und-anleitung-fotoaktion-weg-mit-%C2%A7-219a/">Fotoaktion</a> in den sozialen Medien initiieren, um auf die Aufhebung des Paragrafen hinzuwirken. Gleichzeitig führte das Urteil zu einer breiten gesellschaftlichen Debatte, die weit über den Paragrafen und Kristina Hänels Fall hinausgeht und aufzeigt, wie ambivalent und tabuisiert sowie umstritten das Thema Schwangerschaftsabbruch auch heute noch ist &#8211; was leider durch die Bildsprache vieler Journalist*innen und Medien verstärkt wird.</p>
<p><b>Welche Bilder werden verwendet und warum sind sie problematisch?</b></p>
<p>In der Berichterstattung zu den Themen Schwangerschaftsabbruch fällt auf, dass häufig zwei Arten von Bildern verwendet werden: Abbildungen von Föten sowie Abbildungen von schwangeren Frauen in einem fortgeschrittenen Stadium der Schwangerschaft. Beides ist problematisch, denn die Bilder von Föten geben ein verzerrtes Bild der Realität wieder. Häufig werden Bilder aus Archiven genommen, die Schwangerschaften in der 14., 16. oder 18. Woche zeigen. Schwangerschaftsabbrüche werden ambulant aber typischerweise in der 7. oder 8. Woche vorgenommen.</p>
<p><strong>Oft nutzen Medien die Fotos von Abtreibungsgegner*innen</strong></p>
<p>Wenn Redaktionen eine realistische Abbildung wählen wollen, sollten sie das Bild einer Fruchtblase wählen, empfahl auch Kristina Hänel bei einer <a href="https://www.buzzfeed.com/julianeloeffler/kristina-haenel-abtreibung-realistische-bilder-in-der-presse?utm_term=.jkzRd3nyQ#.vrQ8RJK4o">Pressekonferenz</a> Anfang Dezember 2017 in Berlin. Im schlimmsten Fall übernehmen Journalist*innen Bilder von “Lebensschützer*innen” als Bildmaterial, wie beispielsweise Bilder der Plastikembryonen, die über eine von “Lebensschützer*innen” betriebene Plattform verbreitet werden. Dort werden wissentlich Fehlinformationen verbreitet, unter anderem, dass ein Fötus in der 10. Schwangerschaftswoche (SSW) bereits 6 cm groß sei und die Plastiknachbildung somit der Realität entspreche. Wer selbst einen kleinen Einblick haben möchte, wie Abtreibungsgegner versuchen, über Bildsprache zu einer Tabuisierung und Skandalisierung beizutragen, kann gerne Bilder zum Suchbegriff “Abtreibung” googeln.</p>
<p><iframe loading="lazy" width="500" height="281" src="https://www.youtube.com/embed/RVZf2lfkdcA?feature=oembed" frameborder="0" allow="autoplay; encrypted-media" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Auch Fotos schwangere Frauen mit einem sichtbaren Babybauch in einem fortgeschrittenen Stadium der Schwangerschaft sind realitätsverzerrend. Ein Schwangerschaftsabbruch ist in Deutschland bis zur 12. SSW zugänglich. Sogenannte Spätabbrüchen nach der 12. SSW sind verhältnismäßig selten und nur möglich, wenn die körperliche oder seelische Gesundheit der Schwangeren gefährdet ist. Bis zur 12. SSW ist die Schwangerschaft für das Umfeld kaum sichtbar &#8211; häufig behalten Schwangere eine Schwangerschaft bis zu diesem Zeitpunkt noch für sich, da das Risiko einer Fehlgeburt groß ist.</p>
<p><b>Wie könnte es besser gemacht werden?</b></p>
<p>Wir würden uns wünschen, dass Journalist*innen und Medien realistische Bilder für ihre Artikel wählen, die die Entscheidung der Schwangeren in den Mittelpunkt stellen. Eine Bildsprache, die beim Thema Schwangerschaftsabbruch die Realität abbildet, würde auch in der Debatte über § 219a StGB helfen. Das Museum für Verhütung und Schwangerschaftsabbruch in Wien hatte zu diesem Zweck im vergangenen Jahr zu einem Fotowettbewerb aufgerufen &#8211; diese und weitere Bilder sind inzwischen auch <a href="http://abortion-pictures.info/bilder/">online</a> zu finden.</p>
<p>219a StGB zu streichen, um mehr verlässliche und sachliche Informtionsquellen zu schaffen, und die Bildsprache zu reflektieren, sind zwei wichtige Bausteine, um das Thema Schwangerschaftsabbruch zu enttabuisieren und damit zu garantieren, dass Menschen ihr Recht auf reproduktive Selbstbestimmung wahrnehmen können.</p>
<p>Für Fragen und Beratung steht das Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung zur Verfügung:<a href="mailto:info@sexuelle-selbstebstimmung.de"> info@sexuelle-selbstbestimmung.de</a>.</p>
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		<title>Wenn dir die schwedische Botschaft Sex erklären muss &#8211; Ein Gastbeitrag aus Schweden</title>
		<link>https://genderequalitymedia.org/schwedische-botschaft-an-deutsche-medien-ja-sex-sollte-einvernehmlich-sein-ein-gastbeitrag-aus-schweden/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Britta Häfemeier]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 21 Dec 2017 05:46:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[International]]></category>
		<category><![CDATA[deutsche Medien]]></category>
		<category><![CDATA[ja heißt ja]]></category>
		<category><![CDATA[nein heißt nein]]></category>
		<category><![CDATA[Postillon]]></category>
		<category><![CDATA[Schweden]]></category>
		<category><![CDATA[Schwedische Botschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Sexismus in Medien]]></category>
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					<description><![CDATA[&#160; Ich muss da was loswerden. Als Schwedin, als Juristin aber auch als Frau kann ich es wirklich nicht auf mir sitzen lassen, wenn durch eine komische Art Stille Post hier bei mir in Stockholm ankommt, was vermeintlich in Stockholm passiert. &#160; Der Hintergrund &#160; Die Debatte um eine sog. „samtyckeslagsstiftning“ (Einverständnisgesetzgebung) ist in Schweden schon viel älter als die &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color: #000000;"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-323 aligncenter" src="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2017/12/schweden-1-300x107.jpg" alt="" width="440" height="157" srcset="https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2017/12/schweden-1-300x107.jpg 300w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2017/12/schweden-1-768x274.jpg 768w, https://genderequalitymedia.org/wp-content/uploads/2017/12/schweden-1.jpg 802w" sizes="(max-width: 440px) 100vw, 440px" /></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="color: #000000;">Ich muss da was loswerden. Als Schwedin, als Juristin aber auch als Frau kann ich es wirklich nicht auf mir sitzen lassen, wenn durch eine komische Art Stille Post hier bei mir in Stockholm ankommt, was vermeintlich in Stockholm passiert.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="color: #000000;"><b>Der Hintergrund</b></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="color: #000000;">Die Debatte um eine sog. „samtyckeslagsstiftning“ (Einverständnisgesetzgebung) ist in Schweden schon viel älter als die MeToo-Bewegung und wird hier bereits seit 2014 diskutiert. Immer wieder wird bemängelt, dass Vergewaltigungen viel zu selten zur Erhebung einer Klage, geschweige denn einer Verurteilung führen. Es wurde also verständlicherweise als Erfolg betrachtet, als der Gesetzesvorschlag zu einer Reform des Sexualstrafrechts – vom Grundsatz „nein heißt nein“ hin zu „nur ja heißt ja“ – vorgelegt wurde. Man bedenke, dass im schwedischen Parlament sämtliche Parteien, auch die rechtspopulistischen Schwedendemokraten, hinter dem Entwurf stehen. Kritik besteht vor allem aus Zweifeln, ob die Reform in der Praxis etwas bezweckt und wirklich zu mehr Verurteilungen führt. Über die normgebende Funktion des Gesetzes ist  man sich aber im großen Ganzen einig. So weit so gut. Enter – the German Media!</span></p>
<p><span style="color: #000000;">In den Schlagzeilen und Artikeln zahlreicher deutschsprachiger Medien kommt ungenaue, bis hin zu irreführende Berichterstattung vor. Gefühlt geht es hier um eine fahrlässige oder gar gewollte Fehlinterpretation vom Inhalt, Zweck und Auswirkung des Gesetzesvorschlags. Und alle rasten komplett aus. Gemeinsamer Nenner: ziemlich wenig Ahnung vom schwedischen Rechtssystem und anscheinend auch davon, wie Einverständnis funktioniert.</span><br />
<span style="color: #000000;"> Die üblichste Reaktion lautet wie folgt: „Oh ich muss jetzt immer einen schriftlichen Vertrag unterschreiben lassen, auch zwischen Positionswechseln, um gegenbeweisen zu können, dass ich jemanden nicht vergewaltigt habe! Der Entwurf ist eine Umkehr der Beweislast.” Nein und nein. Gucken wir uns diesen Bullshit mal näher an.</span></p>
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<p><span style="color: #000000;"><strong>Die Wahrheit liegt irgendwo&#8230; ganz woanders</strong></span></p>
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<p><span style="color: #000000;">Erstens, nein, es gibt keine Beweislastumkehr. Es gilt nach wie vor die Unschuldsvermutung und es wird, wie immer, die Aufgabe der Staatsanwaltschaft sein, Beweise für die Straftaten zu liefern, für die jemand angeklagt ist. Zweitens, ernsthaft, was ist los mit diesem schriftlicher Vertrag-Szenario? Ich weiß, Schopenhauer hat uns geraten, dass ein Argument <i>ad absurdum </i>zu führen ziemlich geschickt sein kann. Aber es ist schon etwas übertrieben zu behaupten, die einzige Art einer falschen Vergewaltigungsanklage zu entkommen wäre, den Partner ein Einverständnisformular unterschreiben zu lassen. Und hier sind die Medien ganz sicherlich daran mitverantwortlich, die eigentliche Regel die aufgestellt wird, falsch zu interpretieren.</span></p>
<p><span style="color: #000000;">Man schreibt, es mache sich strafbar, wer Sex hat, ohne vorher ausdrücklich nach Erlaubnis <a style="color: #000000;" href="https://www.facebook.com/tagesschau/photos/a.10151270623184407.483303.193081554406/10156128387849407/?type=3&amp;theater">zu fragen</a>. Der Gesetzesentwurf macht aber deutlich, dass Einverständnis vorliegen muss, indem die Person entweder ausdrücklich zugestimmt hat oder dies durch die aktive Teilnahme am Verlauf der Dinge zeigt. Also können sich wieder alle diejenigen beruhigen, die anscheinend riesige Angst haben, man würde durch eine ausdrückliche Frage die Leidenschaft des Moments kapput machen. Was für ein Luxusproblem, wenn die größte Angst im Verhältnis zu Sex das ist – nur so nebenbei. Sofern der Partner mitmacht, ist eine ausdrückliche Zustimmung also nicht nötig, ebensowenig ein aktives Fragen um Erlaubnis und schon gar nicht ein schriftlicher Vertrag. Und vielleicht ist die Vorstellung jetzt mal nicht *soooo* abwegig, dass man erwartet, dass man sich, sofern Einverständnis nicht auf diese Art gezeigt wurde, mal kurz bei der Person erkundigt, die ja scheinbar regungslos und ohne etwas zu sagen da liegt, ob das was gerade passiert in Ordnung ist?</span></p>
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<p><span style="color: #000000;"><b>Was das neue Gesetz wirklich bringt</b></span></p>
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<p><span style="color: #000000;">Es sind schon einige Fälle vor Gericht gescheitert, als Angeklagte zum Beispiel zugegeben haben, die andere Person habe geweint oder körperlichen Widerstand geleistet. Da sie aber behauptet haben, sie hätten daraus nicht verstanden, der Sex würde gegen den Willen der anderen Person geschehen, konnte kein Vorsatz für die Straftat festgestellt werden. Die Zukunft wird zeigen, inwiefern mehrere Fälle aufgrund des neuen Gesetzes zu einer Verurteilung führen, aber sollte es nicht eigentlich schon reichen, wenn auch nur ein Opfer in einem System Gerechtigkeit findet, das so viele andere im Stich gelassen hat? Wenn wir anfangen würden, unser Strafrecht danach zu richten wie wahrscheinlich Verurteilungen sind, würde unser Rechtssystem wohl sehr anders aussehen. Und ganz ehrlich, wenn wir uns nicht einmal darauf einigen können, dass Sex ohne Einverständnis, egal wie gezeigt, Vergewaltigung ist, dann haben wir nichtmal einen gemeinsamen Nenner als Ausgangspunkt für eine weitere Diskussion.</span></p>
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<p><span style="color: #000000;"><b>Schweden-bashing und “Gender-Wahn”</b></span></p>
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<p><span style="color: #000000;">Am Ende stehe ich also hier und frage mich, warum eigentlich die Berichterstattung nicht nur diese Form angenommen hat, sondern sogar von so vielen als glaubwürdig befunden wurde. Anscheinend in dem Ausmaß, dass die schwedische Botschaft sich gezwungen fühlte, die Behauptungen der großen Zeitungen <a style="color: #000000;" href="https://twitter.com/Swebotschaft/status/943527805417148416">richtig zu stellen</a>. Kann es wirklich sein, dass ausgerechnet der Postillon das Medium wurde, das sich um eine Richtigstellung bemüht hat? Fand es wirklich keiner ein Bisschen unwahrscheinlich, dass Schweden tatsächlich verlangen würde, vor jedem Sexakt und Stellungswechsel ein schriftliches Formular auszufüllen?</span></p>
<p><span style="color: #000000;">Ich denke, es liegt an zwei Sachen: Erstens &#8211;<em> Sweden-bashing</em>. So beliebt es früher auch war Schweden als Paradebeispiel für so ziemlich alles zu nehmen, ist es zunehmend in, darauf hinzuweisen, wie das progressive Denken in diesem Land dazu führt, dass alles vermeintlich den Bach runtergeht. Eine Warnung quasi, was passiert, wenn die Gutmenschen hier zu Hause so weitermachen. Und zweitens – der „Gender-Wahn“. Welch Unwort. Baut auf der Prämisse, dass alles was mit Gender zu tun hat lediglich fingierte Probleme sind, deren Lösung eigentlich zur  Einschränkung aller guten Dinge dient. Findet sich in verschiedensten Formen wieder. Aber kein Wunder – es ist schließlich einfacher, reißerischer und sorgt für mehr Klicks, einen Vorschlag sofort ins Lächerliche zu ziehen, statt sich mit ihm konstruktiv auseinanderzusetzen. Wäre der Gesetzesvorschlag nicht eigentlich die perfekte Gelegenheit gewesen, zum Beispiel darüber zu schreiben, was Einverständnis (nicht) ist und sich äußert? Aber mein Gott, dass man sich beim Sex auch noch um das Wohlsein des Gegenüber Gedanken machen soll, das ist halt auch schon echt viel verlangt.</span></p>
<p><span style="color: #000000;"><strong>Kristina Hatas</strong>  ist Schwedin, Juristin und bloggt für uns aus Stockholm.</span></p>
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